Fisteln & Abzesse

  • Ich hoffe, dass irgendjemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich und vielleicht eine Lösung bzw. Therapieform gefunden hat.
    Bei Molly bilden sich dicke Knoten, die irgendwann aufgehen (kleines Loch) und eitern. Wir haben zuerst gespült und mit Antibiotikum behandelt. Leider ohne Erfolg. Nach 4 Wochen fehlgeschlagener Behandlung wurde sie operiert. Die OP war sehr kompliziert, die Naht riesig. Vom Rücken bis runter zum Bauch wurde geschnitten und ein große eiternde Fistel entfernt.
    Im September (mitten im Urlaub) ging dann an der anderen Körperseite eine weitere eiternde Stelle auf. Also ab nach Hause und OP. Wieder wurde eine große Fistel entfernt.
    Ich bin zwischenzeitlich in eine Aachener Tierklinik gewechselt. Dort wurde Molly mittlerweile weitere 3x operiert. Immer wieder entstehen eiternde, entzündete Knoten, die Fistelgänge bilden. Vor 2 Wochen wurden die letzten Fäden gezogen, mittlerweile hat sich ein neuer Knoten auf der anderen Seite gebildet. Und heute ist unterhalb der letzten Wunde wieder ein kleines, eiterndes Loch aufgegangen.
    Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Solange Molly die OPs so gut übersteht, mache ich natürlich weiter. Aber es wäre schön, wenn man die Ursache finden würde. Es gibt Analfisteln und Fisteln, die vom Darm ausgehen. Aber ich habe nigendwo Infos über diese Art von Fisteln gefunden. Antibiotikum und Cortison schlagen nicht an, Spülungen auch nicht.


    Hat jemand Ähnliches erlebt und kann mir einen Rat geben?


    Gruß Sylvia

    • Neu

    Hi


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    • Hallo Sylvia,


      das ist eine üble Krankengeschichte, leider und Gott sei Dank habe ich keine Erfahrung damit.


      Was mich interessiert:
      Was ist, außer den OP's, bisher an Diagnostik betrieben worden?
      Welche Blutuntersuchungen?
      Diabetes mell.?
      Parasiten?
      vorhandene Bakterien?


      Gruß
      Leo

    • Hallöchen,


      leider kenne ich mich damit etwas aus, allerdings bei mir selber, aber ich denke mal, daß es beim Tier ähnlich sein wird!?


      Wenn Du magst, schilder ich etwas den werdegang und die aussagen der jeweiligen ärzte....


      glg rea

    • Ich kenne es bei Ziegen als Pseudotuberkulose.
      Übrigens nicht behandelbar.


      Die Eiterböbbel gehen entland der Lymphknoten.
      Hab die immer wenn sie reif waren T-förmig aufgeschnitten und mit Wasserstoffperoxid gespült, damit hab ich die beste Erfahrung gemacht und sie sind dann abgeheilt ohne Nachbehandlung.

    • Hallo,
      ich würde neben der zunächst weiter fortzuführenden chirurgischen Fisteleröffnung mal einen wirklich guten THP aufsuchen, der konstitutionell arbeitet, denn gerade dieses tuberkulinische Krankheitsgeschehen mit ständiger Fistelbildung, läßt sich homöopathisch sehr gut erfassen und behandeln.


      LG, Chris

    • Ich weiß, daß viele darüber lächeln, aber ich habe bei meinem alten Yannik mit kollodiiertem Silberwasser, die Fistel in den Griff bekommen, nach 2 1/2 Jahren erfolgloser Behandlung plus 2 x aufschneiden.
      Hatte es in der Sprühflasche (MEKOSIL) aus der Apotheke.
      Und zusätzlich würde ich so vorgehen wie Chris geschrieben hat.

    • Danke für Eure Tipps. Ich habe heute Morgen wieder einen riesigen Schrecken bekommen. Molly hat ja zur Zeit an einer Seite wieder ein eiterndes Loch. Deshalb trägt sie einen speziellen Anzug, damit sie nicht an die Wunde gehen kann. Heute morgen war der Anzug auf der anderen Seite total nass. Es ist ein weiteres Loch aufgegangen. Ich bin echt verzweifelt. Ich war vor zwei Tagen nochmal beim Tierarzt. Da Molly schon 5x operiert wurde (immer an den beiden gleichen Stellen) ist dort so viel Narbengewebe, dass man nicht unendlich oft operieren kann. Irgendwann ist einfach nicht mehr genug Haut zum Verschließen der Wunde da.
      Bluttests wurden natürlich direkt am Anfang gemacht. Und jede Menge Gewebeproben eingeschickt. Aber leider alles ohne Befund. Die Blutwerte sind in Ordnung, die Gewebeproben zeigen nur entzündliches Gewebe.
      Keine Reaktion auf Antibiotikum und Cortison.


      Freue mich über weitere Tipps...


      Gruß Sylvia

    • Nein, das Hauptproblem ist, dass Molly keine "typische" Fistel hat. Es gibt Fisteln, die z.B. vom Darm ausgehen und es gibt Analfisteln, Zahnfisteln etc. Ihre Fisteln sind mit keinen Organen verbunden, sondern direkt am Fettgewebe. Seitlich an der Flanke, teilweise unter dem Muskel. Ihr Bauch wurde auch aufgeschnitten, um zu schauen, ob die Fistel einen anderen Ursprung hat. Hat sie aber nicht. Die Tierärztin vermutet, dass das Fettgewebe mutiert. Ich selber habe eher den Verdacht, dass bei einer Beißerei vor 3 Jahren Dreck und Fremdkörper in die Wunde gekommen ist und nun durch den Körper wandert. Aber bei den zahlreichen OPs wurde nichts gefunden.


      Werde als nächstes tatsächlich erstmal einen Tierheilpraktiker aufsuchen.

    • Will mich nochmal kurz melden. Wir haben endlich nach fast einem Jahr herausgefunden, was Molly genau hat. Es handelt sich um eine sterile noduläre Pannikulitis. Eine seltene Autoimunerkrankung, die bei Hunden und Katzen auftritt und durch Medikamente (Cortison) behandelt, aber nicht geheilt werden kann. Die offenen Wunden sollen angeblich weggehen, aber sie muss ihr Leben lang Cortison nehmen. Dienstag wird sie ein letztes Mal operiert, weil sie riesige Löcher an einer Flanke hat. Ich hoffe, dass wir danach Ruhe haben...

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