Struvitkristalle und Futterprobleme

  • Hallo zusammen,


    es geht um meine Sammy, eine 8 Monate alte Amerik. Cocker Spaniel Hündin.
    Ich hatte sie mit 5 Monaten vom Züchter gekauft und die Leidensgeschichte fing schon am ersten Tag an. Sie hatte Durchfall, aber keinen besonders schlimmen. Ich hatte "Umzugsstress" im Verdacht, aber es besserte sich nicht. Andere Futtersorten (Acana Welpenfutter z.B.) brachten keine Besserung, erst mit i/d (Hills) hatte sie normalen Stuhlgang. Froh, dass sie wenigstens den Durchfall los ist, habe ich i/d nicht angezweiffelt, es gab genug andere "Baustellen": Augenentzündung, Ohrenentzündung, Vaginitis, Struvitkristalle und Blasenentzündung. All das haben wir mittlerweile beseitigt und einen Tag lang war sie sowas wie gesund. :(


    Doch die Struvitkristalle kamen wieder und brachten die Blasenentzündung wieder mit. Daraufhin hat Sammy c/d bekommen, verträgt es aber nicht: Durchfall, Pupsen und manchmal Erbrechen. Der TA meinte, ich soll Zellulosepulver unters Futter mischen. Für zwei Tage war es besser, heute wieder viel, viel schlimmer (Sehr dünner Stuhl, 4x innerhalb von 30 Minuten hingehockt.)


    Die letzte Blasenentzündung wurde mit AB behandelt, 3 Wochen lang. Bakterien sind keine im Spiel, die Kristalle verschwanden in der zweiten Woche, kamen in der dritten Woche wieder. Der pH-Wert war zu hoch. Angesäuert wird der Urin mit Urocid Paste. Seit heute kann ich den pH-Wert zuhause messen, heute morgen lag der er bei 5,6 (Hund nüchtern).


    Grundsätzlich bekam Sammy die ganze Zeit VMP-Tabletten, die ich aber seit paar Tagen eigenmächtig abgesetzt habe, seit ich gelesen habe, dass die Ernährung bei Struvitkristallen eher Magnesium- und Phosphorarm sein sollte.


    Ausserdem soll ich ihr Metamizol Hexal geben, 8 Tropfen 3x täglich - Schmerzmittel, sie pullert sehr oft hintereinander. Die Tropfen gebe ich eher sporadisch. Hab leichte Hemmungen bei Schmerzmitteln+Junghund.


    Diese Woche habe ich noch Bachblüten bestellt (für Hunde, die öfter mal krank sind), seit gestern bekommt sie sie. (Durchfall deswegen möglich, denn seit heute ist es besonders schlimm?)


    Was im Laufe der Zeit noch gemacht wurde:
    Stuhluntersuchungen (die großen Labor-Untersuchungen) ohne Befund.
    Blutuntersuchungen: Hinweise auf eine Entzündung, Organwerte in Ordnung.
    Ultraschall: Sah gut aus, nur die Lymphknoten waren vergrößert, was wohl mit den ganzen Entzündungen zusammenhing. Seitdem konnte es zwecks Kontrolle noch nicht wiederholt werden, weil sie noch nie lang genug gesund war, als dass die Lymphknoten eine Chance hatten, sich zu verkleinern.
    Mehrmals Urin-Untersuchungen im Labor, bis auf pH-Wert-Erhöhung und Struvitkristalle alles in Ordnung.


    Ich kriege die Kleine einfach nicht gesund! :( Ich würde gern irgendwann mal ausprobieren, ob Barfen das richtige für sie ist, aber ich will sie nicht mit Tests belasten...


    Was mache ich falsch?
    Was macht der TA falsch?
    Was kann ich machen?
    Was übersehen wir?

  • Au weia... Keine schöne Geschichte.


    Und "falsch" machen - das ist so eine Sache. Ich hoffe, diejenigen hier, die medizinisch ausgebildet sind, melden sich noch.


    Ich persönlich würde mir eine 2. Meinung einholen bei einem anderen TA bzw. in einer guten Tierklinik.


    Wo wohnst du? Vielleicht gibt es bei dir in der Ecke eine Empfehlung...


    LG
    cazcarra

  • Hallo!



    Leider kann ich dir nicht helfen, kenne mich dafür zu wenig aus. Das sind soooo viele Baustellen.


    Ich wollte nur noch anmerken, dass es ganz interessant wäre, von welchem Zeitraum du im gesamten sprichst und vielleicht auch welche Zeiträume im groben zwischen den behandlungen oder gesundheitlichen Veränderungen lagen.



    Ich wünsche euch alles Gute! Und hoffentlich schauen hier ein paar von den Futterprofis und den Gesundheitsprofis rein und können dir helfen.

  • Vielen Dank, ihr zwei.


    Wir wohnen in Leipzig.


    Zeiträume? Die Älteren kriege ich nicht zusammen, zu viele verschiedene Sachen - den Hund habe ich seit 3 Monaten, also dauert die ganze Leidensgeschichte schon durchgehend 3 Monate. Die letzte Blasenentzündung/Struvitkristallbildung fing vor ca. 4 Wochen an und ist noch im Gange. Seit 4 Wochen bekommt sie auch c/d, seit 4-5 Tagen Zellulosepulver. Die Paste bekommt sei seit 1 Woche. Die Kotfestigkeit verschlechtert sich seit 2-2,5 Wochen. seit heute ist es richtiger Durchfall.


    Das ist die Kleine: http://img175.imageshack.us/img175/4591/sammyu.jpg

  • Zitat


    Die letzte Blasenentzündung wurde mit AB behandelt, 3 Wochen lang. Bakterien sind keine im Spiel, die Kristalle verschwanden in der zweiten Woche, kamen in der dritten Woche wieder. Der pH-Wert war zu hoch. Angesäuert wird der Urin mit Urocid Paste.


    Hallo,


    ohje, da hast du ja einige Probleme mit deinem Wauzi.


    Zu o.g.: Genau das machen wir momentan auch durch - eine Blasenenzünung, die jetzt auch in die dritte Woche geht, was aber bei einer schweren Entzündung nicht ungewöhnlich ist. Das richtige AB haben wir auf jeden Fall und es wird nun laaaangsam etwas besser. :gott:
    Ebenso wurden Struvitkristalle auf Grund zu hohem pH´s ( 8 ) gefunden.
    Zum Ansäuern soll ich jetzt einfach erstmal Vit C Pulver ins Futter geben. So kann ich bei meinem ursprünglichen Futter bleiben (was mir auch wichtig war) und hab nur diesen Zusatz.
    In etwa 4 Wochen kontrollieren wir nochmal.
    Vielleicht wäre das auch eine Möglickeit für euch, dann kann die Maus das Futter bekommen was sie verträgt?! Nach TA-Absprache natürlich.
    Die Blasenentzündung hört sich allerdings noch etwas heftiger an als bei meiner Hündin.


    Schmerzmittel und manch andere Medis können bei empfindlichen Hunden noch zusätzlich auf die Verdauung schlagen.


    Zu den anderen Sachen kann ich dir leider gar nichts sagen.


    Wenn sich so gar nichts tut, würde ich mir auch überlegen eine zweite Meinung einzuholen.


    Wünsche deiner Kleinen gute Besserung!



    Viele Grüße


    Anne

  • Der Durchfall wurde noch schlimmer, hab alles abgesetzt (pH-Wert eh wieder zu niedrig heute (5,9), die Paste braucht sie demnach nicht) und gebe ihr bis Montag nur noch Reis mit Hühnchen und etwas i/d. Montag dann zum Tierarzt.


    Meine Fragen oben haben weiterhin ihre Daseinsberechtigung. :(

  • Barfen kann natürlich helfen, ich würde aber ganz langsam anfangen, vielleicht erstmal mit einer Ausschlussdiät. Es kann auhc mit Nahrungsmittelallergien zusammenhängen.
    Das würde ich aber nicht ohne Begleitung eines erfahrenen Barfers machen, bei einem Junghund ist die Ernährung ja etwas frickeliger als beim adulten Hund.
    Vielleicht wäre ist ja auch ein THP was für euch? Homöopathisch kann man sicher viel machen.
    Gute Besserung.

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