Hilfe mein Hund ist neurotisch auf sein Herrchen fixiert!!
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Hallo, ich bin neu im Forum und benötige dringend Rat und Hilfe!!
Wir haben zwei Cavalier King Charles Spaniel-Rüden, nicht kastriert. Es geht um meinen Großen, 1 1/2 Jahre alt (der Kleine ist erst 22 Wochen alt).
Problem: Benny (der Große) ist seit einigen Wochen extrem, ich würde schon sagen neurotisch, auf meinen Mann fixiert. Zum Hintergrund: Benny ist und war schon immer ein ganz schüchterner, ängstlicher Kerl. Wir haben ihn von einem guten (!) Züchter, seit er 11 Wochen alt ist. Er war bis vor einigen Wochen eher ein "Mama-Kind".
Nun sind vor ca.4 Wochen zwei Sachen passiert: Benny ist beim Abendspaziergang mit mir (Frauchen) in einen Rosendorn getreten, junkte ziemlich und humpelte. Ich trug ihn nach Hause, er legte sich auf die Couch und leckte die Pfote; am anderen Morgen lief er wieder normal und wir haben den Dorn zum Glück im Bett gefunden.
Parallel dazu (Tage davor oder danach, ich weiss es leider nicht mehr genau), machte mein Mann was total Bescheuertes, weshalb ich ihm auch eine Riesenszene machte. Er ließ nämlich Benny an seinem Bein rammeln...Ich hab mich tierisch darüber aufgeregt, was wohl so ein Blödsinn soll und dass doch wohl jeder Hundeanfänger weiss, dass man einen Hund nicht sein eigenes Bein besteigen und rammeln lassen soll!! Leider ist mein Mann ziemlich beratungsresistent in sowas und meinte nur, ach der braucht das doch hin und wieder und das hat er doch schon öfter gemacht
. Fakt ist: seitdem (Rosendorn oder Bein-Rammeln) ist mein Hund nicht mehr derselbe
er verfolgt meinen Mann auf Schritt und Tritt, mich ignoriert er fast völlig, er WEINT und HEULT, wenn mein Mann das Haus verlässt (auch wenn ich zu Hause bleibe), er flippt fast aus, wenn Herrchen wiederkommt. Gassigehen mit mir wollte er dann auch nicht mehr, nach 3 Minuten zieht er wieder Richtung Haus und fängt schon an zu schreien (er zieht sonst nie an der Leine). Ich weiss mir keinen Rat mehr. Hatte schon einen Hundetrainer hier, der meinem Mann geraten hat, dem Hund beizubringen, dass er Abstand von ihm halten soll (öfter mal rausgehen und Tür zu, ihn NICHT mehr auf dem Stuhl neben sich haben oder auf dem Schoß...) leider setzt mein Mann das nur sehr halbherzig um. Anfangs nach der Bein-Geschichte hat Benny auch ganz schlecht gefressen. Das hat sich zum Glück wieder normalisiert. Mein Mann meint, das Ganze läge an dem Dorn, den er sich beim Spaziergang mit mir eingetreten hatte und dass er diese schlechte Erfahrung mit mir verknüpft. Ich hingegen sehe jeden Tag, seit Wochen, dass der Hund völlig neurotisch auf die Beine von meinem Mann fixiert ist. Zwar versucht er nicht, diese zu besteigen (er ist ja eher ein "Kusch-Dich-Charakter"), aber er fixiert Herrchens Beine ständig mit Blicken und meist sind, wenn mein Mann im Haus umhergeht, auch höchstens 30 cm Abstand zwischen Bein und Hund. Das ist doch nicht normal!!! Habt ihr Ratschläge für mich? Ich weiss schon, hier ist eigentlich nicht der Hund das Problem, sondern der Herr. Aber der Herr ist eben leider ziemlich uneinsichtig.Was kann ich tun, damit mein Benny einfach wieder "normal" gepolt wird? Danke für eure Hilfe!
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Hi
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Ich hab mich tierisch darüber aufgeregt, was wohl so ein Blödsinn soll und dass doch wohl jeder Hundeanfänger weiss, dass man einen Hund nicht sein eigenes Bein besteigen und rammeln lassen soll!!
Kannst du das für einen offensichtlich komplett bescheuerten Hundeanfänger wie mich evtl. noch näher ausführen? Oder hat man sowas einfach auf magische Weise plötzlich zu wissen und braucht keine Begründung dafür?
Da du anscheinend für die Erziehung zuständig bist, solltest du dich darüber informieren, wie man heranwachsende Rüden (der ist mit 1,5 Jahren nicht "euer großer" sondern auch noch ein kleiner und braucht noch viel Coaching beim Erwachsen werden) auf dem Weg durchs Hormonchaos begleitet. Auch möglich, dass er wegen dem neuen "Geschwisterchen" komplett überfordert ist. Hast du schon mal Decken- oder Boxentraining probiert? Abschirmen, Ruhe lernen?
Vielleicht musstest du dir den Frust mal von der Seele schreiben, okay. Aber meiner Meinung nach bringen dich diese Schuldzuweisungen nicht weiter.
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Nit 1,5 Jahren ist eine Cavalier Spaniel bereits erwachsen. Das betrifft die meisten kleinen Hunderassen. Dass er im Hormonchaos steckt, sehe ich so nicht.
Ich sehe einen Kontrollfreak, der sein Herrchen keinen Schritt alleine laufen lassen will. Da er Frauchen nicht kontrollieren kann - die wehrt sich und ist eher der strengerer Teil in der Erziehung, tut er das dort nicht.
Ich glaube auch nicht, dass der Dorn daran Schuld ist und auch nicht, das Rammeln an Herrchens Beinen. Ich glaube er hat Stress mit dem Neuzugang, der nun seinen Anteil an Aufmerksamkeit fordert und zwangsläufig als Welpe im ständigen Foccus steht.
Rammeln muss nicht immer mit Hormonen zu tun haben, sondern kann auch ein Übersprungssignal sein. Nämlich dann, wenn Situationen da sind, wo der Hund nicht weiß, wie er reagieren soll. Dieser Rüde rammelt und hat auch noch sein Erfolgserlebnis, weil Herrchen das zulässt.
Zuerst müsste man mal feststellen in welchen Situationen tut er das (Auslöser) und dann bräuchte der Rüde ein Alternativ-Verhalten (ablenken mit einem Spiel oder ......)
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Mein Hund ist 20 cm groß und jetzt mit drei Jahren erst richtig erwachsen. Sogar Chi-Rüden machen in den ersten drei Jahren noch einiges an Entwicklung durch.
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Danke für eure Meinungen und Ratschläge schonmal. Ich hab vergessen zu erwähnen, dass wir den kleinen Toby erst seit einer Woche haben, das krasse Verhalten zeigt Benny ja schon seit ca. 4 Wochen. Durch den Zuzug von Toby hat sich Bennys Verhalten in bezug aufs Herrchen nicht verändert, weder positiv noch negativ. Er spielt schon mal eine kurze Runde mit dem Kleinen, wenn der ihn auffordert, ansonsten kann er (noch?) nicht viel mit dem kleinen Wusel anfangen und sie leben eher so nebeneinander her.
@ Alina: Mit meiner Aussage, dass doch jeder Anfänger weiss, dass ein Hund nicht eines Menschen Bein rammeln soll, wollte ich ausdrücken, dass nach meinem Verständnis (ich glaube, alle professionellen Hundetrainer bestätigen das) - es ein Fehler ist, weil der Hund dadurch doch seinen Menschen dominiert. Oder??
Ablenkung für Benny finde ich eine gute Idee. Ich werd schauen, wieder mehr in die HuSchule zu gehen (in den letzten Monaten leider zu kurz gekommen) - da gibts eine nette Kleinhunde-Spielgruppe. Und ein Kurs, der ihn geistig auslastet, kann bestimmt auch nicht schaden, z.B. Clickern oder so? Einfach, damit er wieder auf andere Gedanken kommt..! -
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Mit meiner Aussage, dass doch jeder Anfänger weiss, dass ein Hund nicht eines Menschen Bein rammeln soll, wollte ich ausdrücken, dass nach meinem Verständnis (ich glaube, alle professionellen Hundetrainer bestätigen das) - es ein Fehler ist, weil der Hund dadurch doch seinen Menschen dominiert. Oder??
Warum Hunde (Menschen) anrammeln, hat "Grinsekatze1" in Beitrag 3 erläutert - das hat mit Dominanz nichts zu tun.
Dass Hunde ihre Menschen dominieren wollen, ist "früher" und leider noch heute, ein weit verbeiteter Irrtum.Ich tippe auch, dass der Hund großen Stress hat, wo die Ursache liegt, lässt sich über das Internet kaum einschätzen.
Vielleicht hat es mit dem Junghund zu tun...LG Themis
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Ich denke auch, dass euer Benny gestresst ist. Vllt stresst ihn schon allein die Tatsache, dass bei euch zuhause keine klare Linie gefahren wird. Hunde wissen meiner Erfahrung nach gerne, woran sie sind und fühlen sich gestresst, wenn sie nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen bzw. welches Verhalten von ihnen verlangt wird.
Du scheinst ja eher ein Auge auf die Erziehung zu haben, dein Mann sieht es locker. Ich denke, ihr solltet euch mal zusammensetzen und da Ordnung reinbringen. Klärt, was der Hund darf und was nicht. Und dann wird das absolut gleich gehandhabt. Das muss doch möglich sein, dass zwei erwachsene Menschen, die noch dazu verheiratet sind, an einem Strang ziehen.
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Hast du schon mal Decken- oder Boxentraining probiert?
Das finde ich auch eine gute Idee :-)
Kennt Benny denn sowas wie "auf den Platz schicken"? Wenn er seinen Platz mit etwas postiven verbindet, kann man ihn gerne bei diversen Gelegenheiten (wie verfolgen oder Rammelversuche) dorthin schicken. Wenn er drin ist, fett loben oder auch belohnen, je nachdem. Unsere Hundetrainerin rät auch immer zu klaren Regeln im Haus. Sie nennt das "Ressourcen verwalten". Dh. wenn es für euren Hund eine Ressource wäre, mit seinem Herrchen auf der Couch zu sitzen, kann man das dadurch verwalten, indem der Hund zum Beispiel erst Sitz machen muss und dann erst aufs Sofa eingeladen wird, usw...
Mein Tierschutz-Opa musste auch noch Ruhe lernen. Dabei hat das auf den Platz schicken sehr geholfen (glaube ich zumindest). Er ist auch so ein Mama-Hund, ist total auf mich fixiert und hat mal eine Zeit lang immer gerufen, wenn ich nur mal 2 min im Bad (eine Etage höher) war. Da er "hör auf zu bellen" nicht kennt, dafür jedoch "geh in dein Bettchen", habe ich ihm jedesmal diese Aufgabe gegeben, wenn er gebellt hat. Es hat zwar einige Zeit gedauert, doch nun kann er auch entspannen, wenn ich mich im Haus bewege.
Da er anfangs Probleme mit Besuchern hatte, habe ich ihn auch auf den Platz geschickt, wenn er zu aufgeregt (unsicher) war. Inzwischen ignoriert er selbst die Handwerker.
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Mit 1,5 Jahren ist ein rüde mitten in der Pubertät, ist voll geschlechtsreif, lernt sich kennen, testet Grenzen aus.
Ist vielleicht eine läufige Hündin in der Nachbarschaft? Das bringt viele gerade unerfahrene und junge Rüden ziemlich aus dem Konzept.
Dazu kommt, dass dein lebenspartner fest mit eingezogen ist.
Der zweite Hund ist da.
Es gibt Unklarheiten in der Erziehung und das macht Stress und deshalb kann das rammeln stressabbau oder übersprungshandlung sein.
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Ich denk, ihr habt Recht. Wir Zweibeiner hier im Haus müssen lernen, erziehungsmäßig an einem Strang zu ziehen, damit Benny lernt, dass seine Zweibeiner souverän sind und er keinen Stress haben muss. (Ist übrigens nicht so, dass ich meinem Mann das nicht schon oft gesagt hätte :-) Danke für den Tipp mit dem Boxentrainin/auf den Platz schicken. Das werde ich ausprobieren!!
Läufige Hündin in der Nachbarschaft haben wir nicht. -
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