Mit 11 Monaten zu gutmütig oder kommt das noch??

  • Hallo,
    mein Labbi-Rüde ist 11 Mon. alt bzw. wird bald 1 Jahr alt. Er wirkt auch noch sehr jung und ist verspielt.
    Ich habe 3 Freundinnen mit 3 großen Hunden ( DSH, DSH-Mix, Husky-mix) Lio kennt sie von klein auf, wurde jedoch sehr lange ignoriert (Gott sei Dank :roll: ) beim toben auf der Wiese, weil er lange Zeit zu klein un zu langsam war.
    DAS änderte sich ja jetzt in den letzten Monaten/Wochen. Die Hunde nehmen ihn war. Und spielen sehr ruppig .. Und Lio... Ja Lio freut sich jedes Mal wie Bolle sie zu sehen, jedoch hab ich das Gefühl, er lässt auf sich "rumhacken".


    Ich weiß, ja das Labbis zu den Spätentwicklern gehören, aber mich interessieren die Erfahrungen der anderen "labbi-Besitzer".
    Lio ist absolut verträglich mit jedem Hund, freut sich über jeden den er kennt. Hunde die er nicht kennt, naja da wird gewartet sag ich mal . Er düst Gott sei dank nicht drauf los, sondern legt sich flach auf den Boden falls der andere Hund auf ihn zu kommt. Er hat eigentlich von klein auf mit "Beschwichtigungssignalen" um sich geworfen. abschlabbern, kleinmachen schwanz wedeln usw.
    Finde ich im Grunde gut. Jedoch dieses auf sich herumhacken lassen stört mich schon ein bisschen irgendwie. Beim spielen lässt er sich direkt umschmeissen, liegt oft auf dem Rücken usw. Entweder hat mein Hund eine Wahnsinns-Geduld und ist von Grund auf ein gutmütiger Hund oder hat er nicht den MUmm,den anderen zu sagen : So schluss jetzt! ? Bzw. hat er das einfach noch nicht gelernt sich zu wehren ??
    Kann das noch kommen ?? oder bleibt er so "lieb"?? Ich lieb ihn so wie er ist, aber vllt. kennen das einige von euch auch??

  • Hallo,


    ich habe ja einen 1,5 Jahre alten Labrador-Buben und ich muss sagen, dass ich mittlerweile bei Hundebegegnungen sehr wählerisch geworden bin. Meistens laufen wir mit festen Gassi-Freunden. Wenn ich doch einmal Kontakt zu einem Fremdhund zulasse, schaue ich erstmal, ob es klappt. Wenn nicht, kommt Newton sofort wieder an die Leine.


    Ich mache das einfach deswegen so, weil ich gemerkt habe, dass Newton durch wahllosen Kontakt zu Fremdhunden eher gestresst ist, als dass er ihm gut tut... Gerade beim Labbi ist es sehr schwierig, den Stress zu erkennen, weil er ihn gerne durch fiddle about überspielt. Und das sieht für viele wie Freude aus...


    Dazu kommt, was bei dir wohl auch bald der Fall sein wird, dass Newton jetzt ein "richtiger" Rüde ist. D.h. Kontakt zu anderen unkastrierten Rüden gibt es quasi nicht mehr. Da hat Newton von sich aus keine Lust mehr drauf. Bei Hündinnen und Kastraten muss ich wiederrum höllisch aufpassen, dass er nicht überdreht und ihm die Hormone durchknallen...


    Fazit: Ich würde die Kontakte für deinen Lio sehr sorgfältig aussuchen und ihn nur mit Hunden interagieren lassen, bei denen du weißt, dass es klappt. Alles andere überfordert und/oder stresst ihn eher. Und unterbuttern lassen von anderen, erwachsenen Hunden... Das muss nicht sein, finde ich.


    Grüße,
    Rafaela

  • Ted ist ein Kleiner Münsterländer/Bordercollie/Labrador/Husky Mix. Als Welpe und bis zu einem Alter von 13/14 Monaten ist er mit jedem ausgekommen, hat auf Teufel komm raus bewichtigt oder ist sogar schon vorm ersten Kontakt Bogen gelaufen. Wirklich von einem Tag auf den anderen war damit Schluß!
    Na gut, im Nachhinein gesehen haben 2 bekannte Rüden ihr Verhalten Ted gegenüber langsam geändert. Den einen trafen wir immer auf den Hundeplatz und er begann Ted (in meinen Augen) grundlos zu massregeln, das letzte Mal als Ted gerade die Wiese betrat und noch keinen Kontakt zu irgendeinem anderen Hund hatte. Da kam Peschi auf ihn zu, Ted lief weg, Peschi packte Ted im Nacken und Ted "mußte" sich unterwerfen. Danach bin ich nie wieder hingegangen, da ich nicht erst abwarten wollte bis der Tierarzt verdienen kann.
    An den anderen kamen wir öfter beim spazierengehen vorbei und er freute sich nicht mehr Ted zu sehen, sondern knurrte und bellte durch den Gartenzaun.
    Tja, und auch ohne eine ernsthafte Prügellei je gehabt zu haben, findet Ted jetzt andere intakte Rüden richtig doof.
    Hundewiese/Hundeauslauf ade...Ted will sich kloppen und das will ich nicht. Eigentlich wird dazu geraten den Hund immer wieder in Begegnungen zu schicken, am besten freilaufend damit die Hunde frei kommunizieren können- ich find dat nich so pralle, weil kein Bock auf Ta und deshalb lass ichs.
    Ich lass Ted angeleint und wenn ich sehe das uns ein Rüde entgegen kommt, bitte ich ums anleinen und belohne Ted fürs ruhig bleiben.

  • Also die Kontakte zu allen Hunden aus der Straße ( Sind insg. 6) ist zu allen in Ordnung. Auch wenn 2-3 ne "große" Klappe haben und schnell mal rumblöken, aber im Grunde steckt da nichts hinter.
    Beim spazieren gehen, kommt Lio sofort an die Leine , wenn andere Hunde kommen. Oder generell Spaziergänger Fahrrad-Fahrer usw.
    NOCH würde ich eigentlich meine Hand ins Feuer legen, dass Lio sich nie laut oder aggressiv anderen Hunden äußern würde.



    Ich mache das einfach deswegen so, weil ich gemerkt habe, dass Newton durch wahllosen Kontakt zu Fremdhunden eher gestresst ist, als dass er ihm gut tut... Gerade beim Labbi ist es sehr schwierig, den Stress zu erkennen, weil er ihn gerne durch fiddle about überspielt. Und das sieht für viele wie Freude aus...

    Daran habe ich auch schon oft gedacht, dass er "überspielt" . Die oben 3 genannten Hunde, spielen sehr ruppig und ich empfinde das teilweise schon als Mobbing, eben weil Lio alles zulässt und sich nicht wehrt. Ich habe den Kontakt zu diesen Hunden schon drastisch reduziert, auch wenns sehr schade ist, da die Besitzerinnen meine Freundinnen sind und man gerade das Spazierengehen gut zusammen machen kann. Aber ich sehe es an meinem Hund. Wenns zu viel war, kriegt er weiße Schuppen auf dem Rücken.
    Wenn die da sind fängt er auch oft wieder an ,annimiert und fliegt dann doch wieder hin.,. Ist für mich eigentlich kein Zeichen ,dass er das "Nicht" will. Oder ist das auch überspielen?? :???:

  • Noch kurz was das Sich-Wehren angeht: Bei Newton kam das erste vor Kurzem. Aber in einer sehr verblüffenden Deutlichkeit... Nachdem er gemerkt hat, wie gut das klappt, meinte er dann, er könne es mal mit Prollen versuchen... Da hatte er aber die Rechnung ohne mich gemacht... Ich finde Prollen sowas von sch****. Das habe ich ihm "erklärt" und seither hat er es kein zweites Mal versucht... ;)

  • Also die Kontakte zu allen Hunden aus der Straße ( Sind insg. 6) ist zu allen in Ordnung. Auch wenn 2-3 ne "große" Klappe haben und schnell mal rumblöken, aber im Grunde steckt da nichts hinter.
    Beim spazieren gehen, kommt Lio sofort an die Leine , wenn andere Hunde kommen. Oder generell Spaziergänger Fahrrad-Fahrer usw.
    NOCH würde ich eigentlich meine Hand ins Feuer legen, dass Lio sich nie laut oder aggressiv anderen Hunden äußern würde.



    Daran habe ich auch schon oft gedacht, dass er "überspielt" . Die oben 3 genannten Hunde, spielen sehr ruppig und ich empfinde das teilweise schon als Mobbing, eben weil Lio alles zulässt und sich nicht wehrt. Ich habe den Kontakt zu diesen Hunden schon drastisch reduziert, auch wenns sehr schade ist, da die Besitzerinnen meine Freundinnen sind und man gerade das Spazierengehen gut zusammen machen kann. Aber ich sehe es an meinem Hund. Wenns zu viel war, kriegt er weiße Schuppen auf dem Rücken.Wenn die da sind fängt er auch oft wieder an ,annimiert und fliegt dann doch wieder hin.,. Ist für mich eigentlich kein Zeichen ,dass er das "Nicht" will. Oder ist das auch überspielen?? :???:

    Also wenn es mein Hund wäre, würde der Kontakt zu diesen Hunden auf ein Minimum reduziert... Wenn er schon schuppt oder Haare abwirft vor Stress, also ne, das wäre es mir nicht wert... Und wenn es Freunde sind, würde ich das denen auch so erklären...

  • Noch kurz was das Sich-Wehren angeht: Bei Newton kam das erste vor Kurzem. Aber in einer sehr verblüffenden Deutlichkeit... Nachdem er gemerkt hat, wie gut das klappt, meinte er dann, er könne es mal mit Prollen versuchen... Da hatte er aber die Rechnung ohne mich gemacht... Ich finde Prollen sowas von sch****. Das habe ich ihm "erklärt" und seither hat er es kein zweites Mal versucht...

    Ja einerseits will ich nicht ,dass er sich das Verhalten der anderen abguckt. Andererseits denke ich manchmal :ach Hund sei doch mal männlich und sag an was Sache ist.:D Aber gut vielleicht kommt das noch.





    also wenn es mein Hund wäre, würde der Kontakt zu diesen Hunden auf ein Minimum reduziert... Wenn er schon schuppt oder Haare abwirft vor Stress, also ne, das wäre es mir nicht wert... Und wenn es Freunde sind, würde ich das denen auch so erklären...

    Das habe ich bereits getan. Habe vorgestern nach dem Verhalten der anderen Hunde in einer Labbi-Gruppe gefragt. Mir haben "alle" bestätigt, dass ich nicht übertreibe, sondern dass die wirklich sehr ruppig sind und zum Teil mobben. Auch wenn nur einer davon dabei ist. Und mit den betroffenen Freundinnen habe ich auch schon gesprochen, die haben endlich Verständnis gezeigt. Ich hatte oft das Gefühl , dass sie denken ich übertreibe oder bin Über-Mutti-Mäßig. Aber sie kennen meinen Hund auch von klein an und mussten zu geben, dass er nun mal sensibler scheint und sich zu viel gefallen lässt. Es macht auch keinen Spaß alle paar Minuten die Hunde auseinander zu blöken. Es ist schade, aber mein Hund geht da vor. Zu mal mir gesagt worden sind, dass DSH und Husky oft so ruppig spielen und bei Lio wird das eben gnadenlos ausgenutzt.

  • Ich bin da absolut bei muecke!


    So viele Menschen denken immer, zusammen Gassi gehen heißt Hunde abmachen und toben lassen, dabei quatschen und die Hunde haben so "ihren Spaß".


    Klar ist das für die Besitzer häufig am einfachsten...


    Ich mag diese Toberunden so gar nicht und mein Hund auch nicht (allerdings eher, weil sie bei zu viel Ernergie und Stress auch schonmal arg rumzickt)...Dadurch geh ich bei vielen Hunderunden hier in der Nachbarschaft auch auf keinen Fall mit. Aber einigen guten Freunden konnte ich mittlerweile erklären, dass man doch auch zusammen mal einen Leinenspaziergang machen kann! Besonders in der Brut- und Setzzeit können manche Freunde ihre Hunde eh nicht abmachen und mit denen gehe ich dann zusammen Gassi!


    Frag doch einfach mal deine Freundinnen, ob ihr einfach so zusammen Gassi gehen wollt! Die Hunde können auch sozialen Kontakt haben ohne direkt ineinander zu rasseln...nebenbei kann man auch an ein bisschen Gehorsam unter Ablenkung arbeiten etc.!


    Ansonsten kann ich dir nur raten, dass du auf dein Bauchgefühl hören solltest! Wenn du denkst, dein Hund wird gemobbt oder fühlt sich unwohl/gestresst, dann warte nicht das er das regelt, sondern gib ihm Sicherheit und hol ihn aus der Situation! Nicht das er sich wirklich irgendwann mal selber drum kümmert und dann wirds evtl nicht nur drohen, sondern laut und hässlich (gerade DSH reagieren auf ein drohen und Zurechtweisen auch gerne mal mit Gegenangriff)!

  • Hallo


    Ich kann es nur immer wieder sagen :
    Schade das es so viele Menschen/Hundehalter/innen gibt , die so wenig Wissen über einen Hund haben .
    Den ein Hund ist mehr als nur " schön oder lieb " .
    Vor allem aber sollte man sich keinen Hund nehmen , aus diesen Gründen oder weil der Freund ... die Freundinnen , auch einen haben . Auch nicht , weil die Kinder einen Hund haben wollen , den im Endeffekt bleibt die Verantwortung über den Hund bei den Eltern .


    Dies war jetzt mal der etwas gröbere Teil .


    Nun zu den Aussagen .
    Ich kann den letzten beiden Aussagen nur vollinhaltlich zustimmen .


    Nun meine Meinung zu Retriever und zu dem/der Threadersteller/in .
    Jetzt nur eine kurze Einführung zum Retriever . Hab ja selbst einen hier liegen mit 15 Jahren .
    Der Retriever ist ein Jagdhund .
    Er ist normalerweise ein ruhiger ausgeglichener Hund , der eigentlich immer gefallen will . Das positive an einem Retriever ist auch , das er nicht so auf Beuteblödheit gezüchtet wurde und er dadurch eher verträglich ist und sich vieles gefallen lässt .
    Klar , es gibt auch andere , keine Frage . Aber meist ist dieses Verhalten dann anerzogen .
    Und ja , viele der Großrassen sind Späthentwickler


    Ich habe eine Frage .
    Was erwartet sich die Threaderstellerin von ihrem Hund . ? Dass er sich wehrt ? Dass er auch so ruppig wird wie die anderen Hunde .
    Ich würde mal sagen , wünschen sie sich dass , nicht . Denn wenn es passiert und das wird es über kurz oder lang , wird es zu einer ordentlichen Rauferei unter den Hunden kommen und ab da , ist dann Schluss mit lustig . Dann gibt es keine Hundezusammenkünfte mehr und die Frendschaft unter den Hundebesitzerinnen , hat sich auch erledigt , da jede der anderen bzw dessen Hund die Schuld zuschiebt .
    Ich kann das behaupten da ich schon fast 40 Jahren mit der Ausbildung von Hunden zu tun habe und ich diesen Labi aus obigen Grund , bekommen bzw übernommen habe .
    Der wurde von einem Dobermann ordentlich niedergebissen und ein halbes Jahr später wurde ihm von einem mittel-großen Mischling ein Teil des Ohrspitzels weggebissen . Und ab da , ging er dann in den Angriff und wurde zum unkontrollierbaren Raufer ... Freilauf war unmöglich für die Besitzerin , da er sich sofort auf alle Hunde stürzte .
    Als er zu mir kam , war er 4 Jahre . Nach 8 Wochen war es ein anderer Hund . Sicher , ich muss auch jetzt bei Rüden aufpassen , aber er läuft frei ... kommt sofort und diese Überaggression , was auch zum Teil aus einem Eigenschutzverhalten stammte , ist weg . Er hat gelernt das ich alles regle und hat auch gelernt zu Vertrauen . Und genau um dieses ... geht's eigentlich , beim Hund .


    Meine Erfahrung ist halt wie schon gesagt , viele haben einen tollen Hund , nur leider wissen sie dies nicht zu schätzen . Den Hundehaltung kann was wunderschönes sein , nur leider versauen sehr viele den die Hunde , durch zu wenig Hundewissen und vor allem durch zu viele menschliche Ansprüche .. Sichtweisen .


    Um eines würde ich euch auch noch " Bitten " !
    Verabschiedet euch von der Meinung , Hunde " Spielen " .
    Es sind triebliche Handlungen die da gezeigt werden ... Hetzen .. Jagen und Raufen . Auch wenn es vielleicht noch nicht ernst ist zwischen den Hunden , aber es kann sehr schnell ins Gegenteil umschlagen . Dies sollte man sich vor Augen halten .


    LG .
    .

















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