Wir brauchen eine "eierlegende Wollmilchsau" :-/ Wer kann bei meinen Überlegungen helfen?
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Hallo Zusammen,
wir wohnten bisher in einer Mietswohnung mit 2 Katzen. Wir haben zwei Kinder. 9 Jahre und 16 Monate. Ab April ziehen wir aber in ein Haus mit Garten und hätten gerne einen Hund. Vor allem auch wegen mir, da mein Mann oft auf Dienstreise ist und ich totale Panik vor Einbrechern nachts habe. Die Frage ist jetzt nur - welcher Hund, woher usw. Denn, er muss mehreren Anforderungen entsprechen (klingt jetzt unemotionaler, als es gemeint ist, aber so ein Hund muss ja gut überlegt sein).
- Er muss mit Katzen gut klar kommen
- Er muss mit Kindern gut klar kommen (vor allem natürlich mit dem Kleinen, der ja eher noch grobmotorisch ist)
- Er muss ein paar Stunden alleine bleiben können (in etwa 6)
- Er soll an sich ruhig und entspannt sein, aber anschlagen, wenn jemand versucht, in das Haus einzudringen....Ich weiß, dass das echt viel verlangt ist :-/ Eigentlich hatte ich mir überlegt, einen Hund aus dem Tierheim zu nehmen, weil die dann ja schon Erfahrung haben, wie er vom Wesen her ist, mit Katzen, Kindern usw. Gleichzeitig kennt man da aber nie die Vorgeschichte und weiß wiederum nicht, ob es nicht irgendwelche Trigger gibt, auf die er dann plötzlich reagiert (zuschnappen beim Kleinkind usw.). Aber bei einem Welpen muss man halt komplett von kleinauf anfangen, ihm alles beizubringen und ich weiß nicht, ob ich da die Muse für hab mit den beiden Kindern. Klar - trainieren usw. muss man immer mit ihnen, auch wenn sie groß sind. Aber dann halt nicht mehr von der Pike auf. Außerdem sind Welpen ja noch recht ungestüm bezüglich der Katzen usw... Das ist echt sehr sehr schwierig.... und wenn es nach mir ginge, wäre der Hund mittelgroß mit kurzen Haaren ;-)
Kann mir hier irgendwer weiterhelfen? Oder ist das eher ein unmögliches Unterfangen?
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Hi
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Schwarzer Großspitz oder Wolfspitz
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Hallo @Currl
Ich denke , dass ein nicht mehr ganz junger Hund aus dem Tierheim für euch ganz sinnvoll wäre. Da kann man schon absehen, wie er sich mit Katzen und Kindern versteht. Gute Tierheime beraten da wirklich gut und werden sich hüten, einen empfindlichen Hund zu kleinen Kindern zu vermitteln. Dort wird auch geschaut, ob ein passender Hund eher an Anfänger oder hundeerfahrene Menschen abgegeben wird.
Außerdem sind ein Welpe und ein ein kleines Kind viel Programm...
Ich habe meine Hündin mit einem knappen Jahr beim Züchter geholt. Das wäre evtl auch eine Alternative zum Tierheim.
Für mich war ein älterer Hund absolut sinnvoll.
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Hallo @Currl
Ich denke , dass ein nicht mehr ganz junger Hund aus dem Tierheim für euch ganz sinnvoll wäre. Da kann man schon absehen, wie er sich mit Katzen und Kindern versteht. Gute Tierheime beraten da wirklich gut und werden sich hüten, einen empfindlichen Hund zu kleinen Kindern zu vermitteln. Dort wird auch geschaut, ob ein passender Hund eher an Anfänger oder hundeerfahrene Menschen abgegeben wird.
Außerdem sind ein Welpe und ein ein kleines Kind viel Programm...
Ich habe meine Hündin mit einem knappen Jahr beim Züchter geholt. Das wäre evtl auch eine Alternative zum Tierheim.
Für mich war ein älterer Hund absolut sinnvoll.Ah ok danke Dir! aber man weiß dann ja trotzdem nicht, ob es eine Vorgeschichte gibt oder? Tierheime wissen ja auch nicht alles und die Hunde dort haben ja nicht zwangsläufig Kontakt mit Kleinkindern gehabt, so dass sie das sagen könnten?
Inwiefern gibt es junge Hunde auch vom Züchter? Wieso bleiben die dann dort so lang? Werden die nicht immer als Welpe abgegeben?
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Bis auf das entspannt sein und Anschlagen ist alles eher eine Frage der Erzeihung und nicht der Rasse bzw des Charakters.
Ganz spontan fällt mir auch nur der Spitz ein, der ein passendes Maß an allgemeiner Entspanntheit/Ruhe und ausreichendem Wachtrieb hat und das mit einer relativ geringen Wahrscheinlichkeit, dass der "gefährlich" werden kann wenn man wenig Hundeerfaheung hat und in manchen Situationen evtl falsch reagiert. Ein Schäferhund wacht ja auch, aber den würde ich nur sehr wenigen Leuten empfehlen.
Der Chow hat auch ein super Maß an Wachtrieb und Ruhe. Wobei der nicht bei jedem Geräusch kläfft, sondern nur wenn etwas wirklich seltsam/bedrohlich/ungewöhnlich klingt. Er wirkt also weniger präsent als der Spitz, würde aber viel ernstahafter Beschützen wenn es mal zu einer Notsituation kommt. Chows gibt es nicht nur mit diesen Knautschgesichtern, sondern auch mit schönen offenen Gesichtern ähnlich wie beim Eurasier.
Dafür hat der halt nicht so viel Freude an Zusammenarbeit und Spielen, deine Kinder würden also eher keine Freude an ihm haben. Aus dieser Sicht wäre der Spitz viel geeigneter.Ein Eurasier wäre in etwa der Mittelweg zwischen Chow und Spitz, wobei der für mich "nichts halbes und nichts ganzes" ist. Kann sein, dass der je nach den Erwartungen und dem individuellen Charakter eher nur die Nachteile beider Rassen vereint. Wobei man beim Erwachsenen Hund ja eher weiß worauf man sich einlässt, das wäre also gar nicht mal so ein Problem wenn es ohnehin kein Welpe werden soll.
Shar Pei geht auch ein bisschen in die Richtung, wacht auch deutlich ernsthafter als der Spitz und dabei aber weniger kläffig (also eher wie der Chow). Ich würde sagen mit dem kann man weniger spielen und Tricks machen als mit dem Spitz aber mehr als mit dem Chow.
Mit der Optik muss man halt klar kommen.Von allen von mir genannten Rassen würde ich den Shar Pei aber am wenigsten für Anfänger empfehlen. Der soll bei falscher Führung eine etwas höhere aggressionsneigung haben als der Chow und auch als Spitz und Eurasier.
In Anbetracht der Kinder würde ich am ehesten zum Spitz raten. Mit dem kann man spielen, er ist sportlich, für jeden Spaß zu haben, lernt gerne Tricks usw. Wolfspitz sowie Großspitz würde ich mal empfehlen. Mittelpsitz und die kleineren dürften zu klein sein wenn du einen "Beschützer" möchtest.
Von meinen 4 genannten Rassen dürfe der Spitz am leichtesten zu erziehen sein, ein bisschen Sturkopf bringen die aber auch mit.
Einen Shar Pei kann man wohl zu recht gutem Gehorsam bringen, wobei die eben Führung brauchen und es eher ausnutzen wenn man nicht so konsequent ist.
Beim Chow ist es eher individuell Charakterabhängig. Da kann man mehr oder weniger Glück haben. Bei denen ist ganz wichtig, dass die nicht "funktionieren" wie normale Hunde was die Erziehung anbelangt. Dazu kann ich dir auf Wunsch gerne mehr schreiben - nur falls dich der Chow ohnehin nicht interessiert möchte ich nicht unnötig meine Zeit mit den Ausführen dazu verschwenden.
Ein Eurasier ist irgendwo dazwischen, ich würde sagen der ist schwerer zu erziehen wie der Spitz, aber grundsätzlich schon gut erziehbar. Einige/viele(?) neigen zu Jagdtrieb, könnte sein dass er deswegen entweder nie von der Leine kann oder dass viel Arbeit und Energie in die Kontrolle des Jagdtriebes gesteckt werden muss.
Wenn der Hund von Anfang an 6 Stunden alleine bleiben können muss und du keine Möglichkeit hast es ihm langsam und Schrittweise beizubringen ist ein Erwachsener Hund der das schon kann definitiv die beste Wahl. Bei einem Welpen würde das mehrere Monate dauern bzw wenn das Training falsch läuft evtl auch nie für 6 Stunden klappen.
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Hallo Currl,
ich würde bei Deinen Anforderungen tatsächlich im Tierheim nach einem passenden Hund schauen. Alternativ einen älteren Hund vom Züchter.
Gleichzeitig kennt man da aber nie die VorgeschichteDas ist - denke ich - so nicht ganz richtig. Nicht bei jedem Hund ist die Vorgeschichte unbekannt. Ein Fundhund oder ein älterer Hund aus dem Ausland ist für euch vielleicht tatsächlich aufgrund der fehlenden Infos über die Vergangenheit schwierig. Aber es gibt doch durchaus immer mal Hunde, bei denen die Vorgeschichte bekannt ist: Scheidungsopfer, Abgabehunde wegen Umzugs o.äh., Hunde von Verstorbenen oder älteren Menschen, die in ein Altenheim mussten usw.
Evtl wäre auch eine "private Vermittlung" etwas, aber da ihr noch keine Erfahrung habt, wäre ich mit ebay Kleinanzeigen etc. sehr sehr vorsichtig.
- Er muss ein paar Stunden alleine bleiben können (in etwa 6)Das Alleinebleiben ist etwas, was Du - egal mit welchem Hund, ob Welpe oder älterer Hund - defintiv erst trainieren musst. Beim Welpen sowieso, aber auch ein älterer Hund, der das Alleinebleiben grundsätzlich schon kennt, muss das in eurem Zuhause neu lernen und erstmal ankommen. Von Anfang an 6 Stunden alleine lassen halte ich für zu lange.
Und, ich würde ganz grundsätzlich NIE - egal wie lieb der Hund ist - ein KLEINKIND mit einem Hund alleine / unbeobachtet lassen. NIE!
Frühestens, wenn das Kind alt genug ist, um gewisse Regeln zu verstehen (z.B. den Hund an seinem Rückzugsort in Ruhe zu lassen, nicht am Fell ziehen, nicht von hinten erschrecken etc.). -
Ich würde den Hund sowieso nicht unbeaufsichtigt mit Kindern lassen. Ein Hund mit hoher Reizschwelle wäre jedenfalls gut. Die im Tierheim können die Hunde trotzdem einschätzen, inwieweit und was sie sich einschätzen zutrauen, da musst du dort nachfragen, nicht hier im Forum.
Ein Hund ist nicht dazu sa, dass die Kinder auf ihm rumkrabbeln und sonstwas anstellen, hohe Reizschwelle hin oder her. Das bedeutet auch Erziehungsarbeit an den Kindern. Der Hund sollte seinen Rückzugsort haben, der für alle anderen Familienmitglieder Tabu ist.
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Ich weiß, dass das echt viel verlangt ist
Überhaupt nicht. Mein Spitz wäre unter diesen Bedingungen ein glücklicher Hund. Das ist genau Seins.
Das schöne bei Spitzen ist, dass sie so herrlich unkompliziert im Alltag sind. Sie sind mit Besuchern neutral bis nett, wenn Du sie reinlässt. Sie sind mit Besuchern, die durchs Fenster steigen sehr, sehr unnett. Sie melden zuverlässig, wenn wirklich was ist. Sie kläffen nicht ständig sinnlos herum. (Richtige Haltungsbedingungen vorausgesetzt.) Sie wissen recht schnell wer als Besucher generell in Ordnung ist und lassen den dann auch rein, wenn Du nicht direkt daneben stehst.
Beim Gassi draußen sind sie über faire Erziehungsmethoden einfach zu lenken, nett mit Hunden und Menschen, was heißt: Sie sind nicht aufdringlich aber auch nicht aggressiv, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Und sie haben einen leicht lenkbaren, überschaubaren Jagdinstinkt. Der Bedarf an Auslauf ist normal hoch und, wenn man Lust und Laune auf Spiel, Spaß und Sport hat, machen die das gerne mit, fordern das aber nicht.Das ist mein Mittelspitz. "Gefunden" bei der Spitz-Nothilfe.de.
Das ist mein bereits verstorbener Wolfspitz-Mix, ebenfalls aus dem Tierschutz. vom Verhalten war er ein waschechter Spitz. Durch ihn bin ich überhaupt auf die Rasse gekommen. Er saß eineinhalb Jahre im Tierheim, weil er halt optisch nicht der Schönste war. Aber vom Verhalten ein Traum!
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Im Tierheim wird schon darauf geachtet, dass die Hunde adäquat vermittelt werden. Das heißt, es wird im Vorfeld schon ziemlich genau geschaut, was passt und was nicht.
Ältere Hunde vom Züchter gibt es nicht soo wahnsinnig oft abzugeben. Wir hatten da Glück, dass wir die passende Rasse als Junghund bekommen konnten. Trotzdem kann man, wenn man eine konkrete Rasse sucht bei den Zuchtverbänden auf die Junghundlisten gehen und schauen.
Ich hatte damals ganz konkrete Vorstellungen, auch bezüglich Fell, Größe, etc. daher habe ich mich gezielt bei Züchtern umgeschaut. Sonst wäre ich sicher auch ins Tierheim gegangen. -
Nachtrag: Ich finde die Voraussetzungen hier eigentlich auch sehr moderat. Der Hund darf Wachtrieb haben, soll jedoch nett zu den Kindern sein und die hauseigenen Tiere nicht angehen. Das ist doch im Grunde das, wofür sämtliche Hofhunderassen gezüchtet wurden. Das finde ich um einiges hundegerechter als diese Fragen nach einem braven Familienhund, möglichst groß, aber kein Jagd-, Schutz- oder Wachtrieb, nicht zu viel Bewegungsdrang und sollte in der Wohnung glücklich sein. Und Pudel sind hässlich, die kommen sowieso nicht in Frage und der Rest von FCI-9 ist zu klein.
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