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Huhu Alina,
erst hab ich ehrlich auch gedacht, will die mich jetzt verar**en??
Aber sieh es mal so: ob/wo es in Berlin-Wedding TÄ, Auslaufflächen, Hundeschulen gibt, ob die Familie ja sagt, ob man selber den Hund halten kann (kräftemäßig)... das wird einem in einem Forum keiner beantworten. Was du meinst (deine wichtigeren Fragen) sind die Fragen, die sich ein Mensch SELBER stellen muss. Ergo werden sie hier nur selten (mit Ausnahme der TÄ vielleicht) gestellt.
Der Neuling sieht "oh ein Hundeforum" - schließt dann: hier sind die "Fachmänner" unterwegs - die können mir beim Thema "mein HUND" helfen. Und so kommt dann die zweitwichtigste Frage als erstes - WAS für ein Hund soll's denn sein? Da ist natürlich auch die Vorfreude, man möchte sich lieber mit dem "tollen neuen *Tier*" beschäftigen als mit dem alten, langweiligen, nicht ganz so uneingeschränkt geliebten SELBST.Die wenigsten "Neuhundinteressenten" können mit den Rassebeschreibungen aus Büchern was anfangen, weil sie häufig dem selber in der Nachbarschaft Erlebten oder den Erzählungen aus der Verwandtschaft widersprechen. Liest man dann ja auch hier. Daher - weitere Meinungen bitte, je mehr, desto besser, einer "Statistik" kann man trauen (oder macht sich das vor, weil sie ja von "Fachmännern" kommt).
Und natürlich sind dann die eigenen Ideen des Neulings eher von offensichtlichen Kriterien wie "sabbert" "pflegeleichtes Kurzhaar" oder so geprägt. Welcher Ersthundehalter geht denn schonmal aus Neugier ohne Hund auf einen Hundeplatz oder zu einem Trainer und lässt sich über die verschiedenen Sportarten was sagen??Es erfordert eine Menge Selbstreflexion, den richtigen HundeCHARAKTER für sich selber zu beschreiben. Ob man dann einen solchen auch noch irgendwo findet, egal ob Mix oder Züchterwelpi, ist auch nicht sicher.
Viele Grüße
Silvia -
- Vor einem Moment
- Neu
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Zitat
Mir war es sehr wichtig mich nach Rassen zu erkundigen und ich muss zugeben, dass ich auch auf die Optik geschaut hab. Da ich in einer Stadt lebe und auch in einer Wohnung, die nicht sooo groß ist, wollte ich einen kleineren Hund, weil ichs einfach praktischer finde und ich fahre immer mit den Öffis und da kann ein großer ziemlich im Weg stehen und vor allem: Was mach ich, wenn mein Hund so krank ist, dass ich ihn eventuell zum TA tragen muss? Ich bin nicht die Kräftigste, so 25kg+ find ich schon recht schwer. Du siehst, da haben viele Überlegungen mitgespielt und das hat so seine Zeit gedauert.
Nagut, alles über 24 kg kannst du aussortieren – bleiben immer noch 200 Rassen übrig, wo du dich entscheiden musst.Zitat
Und eben, da ich Anfänger bin war es mir wichtig eine Rasse zu finden, die mir auch mal Fehler in der Erziehung verzeiht.
Diese Überlegung finde ich eine sehr wichtige, und ziemlich lobenswert.
Aber .. kann man das an der Rasse festmachen? Welche Rasse verzeiht Fehler – oder andersherum: welche Rasse verzeiht keine Fehler? Jeder HH ist auch nur ein Mensch.
Und wenn mans übertrieben betrachtet, nach dem beliebten Motto: Welches ist eine Anfängerrasse? ---> Kein Hund sollte als Versuchskaninchen benutzt werden.Zitat
, habe ich mich einfach beraten lassen von Hundebesitzern, bin auf Ausstellungen gegangen, auf Messen und so kam ich dann zu der Rasse, die zu mir passt.
Finde ich super!Zitat
Mich würde ein Jack Russel, so toll ich sie finde, maßlos überfordern, drum kam der für mich gar nicht erst in Frage, oder andere Terrier, die ich super finde, aber ..
Für wen ist denn heutzutage ein Jack Russell Terrier geeignet? Wer stellt seinem Tier ne Scheune mit Ratten zur „rassegerechten Auslastung“ zur Verfügung?ZitatIch finde die richtige Rassewahl unglaublich wichtig.
Mein Nachbar (in Österreich) ist eher eine ruhige, gemächliche Person, die gerne spazieren geht aber nicht zu schnell. Garten ist da, er und sie wollen einen Hund. Sie haben sich eine französische Bulldogge gekauft, und es ist einfach die ultimative Harmonie. Eine besser passende Rasse hätten sie kaum finden können. Draussen aktiv, drinnen ruhig und einfach nur ein lieber Charakter.
Das habe ich dazu gefunden:
Trotz ihrer geringen Größe wird diese Rasse nie zum Schoßhund. Ihr aufgewecktes Verhalten und ihre typische Intelligenz, gepaart mit großem Beschützerherz und kräftigen Muskeln, machen sie zu einem ausgezeichneten Wachhund,....
Die Französische Bulldogge ist ein begeisterter Spaziergänger und nimmermüder Spielkamerad ...
http://www.ikfb.de/
Die Französische Bulldogge, stammt vom englischen Bulldog alten Typs ab. Sein Metier war der Kampf gegen Bullen, weswegen er auch heute noch gelegentlich als Kampfhund bezeichnet wird. Bei der Zucht wurde damals auf „Mut“ und Aggressivität Wert gelegt, ..
Die zurückliegende Nase hatte den Zweck, dass der Hund sich in die Nase des Bullen verbeißen konnte ...
In späterer Zeit wurde er auch auf andere große Tiere gehetzt.
Dabei entstanden auch Kreuzungen mit Möpsen, Griffons, Terriern ..
Das Terrierblut wurde ihnen vermutlich eingekreuzt, um ihnen Rattenfängerinstinkte zuzuführen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Bulldogge
Aus dieser Beschreibung könnte man jetzt den Rückschluss ziehen, dass „Garten und langsame Spaziergänge“ nicht die ultimative Auslastung dieser Rasse sein können.Zitat
Achtung Ironie: Ich glaube auch, dass eine englische Bulldogge und ein Malinois mehr oder weniger gleich veranlagt sind.
Wenn ich jetzt also der gemütliche Typ bin, aber gerne rassige, schlanke Wesen um mich habe, dann kauf ich mir nen Mali, weil erst mal die Optik, oder? Und dann sollte der Hund natürlich zu meiner schönen Couch passen, vielleicht doch ein Weimaraner?
Sicher, wenn man einer Englischen Bulldogge das Bewegungspensum zuführt, das ein Malinois fordert, dann wird der Bulli der Belastung sicher nicht lange standhalten. Trotzdem:
Schon damals war er ein Kampfhund: Sein Metier war der Kampf gegen Bullen. Bei der Zucht wurde damals im Charakter des Hundes auf „Mut“ und Aggressivität ..... Wert gelegt. Die zurückliegende Nase hatte den Zweck, dass der Hund sich in die Nase des Bullen verbeißen konnte und dabei weiter gut Luft bekam.
Nur der Hund, der "game" (entschlossen, furchtlos) genug war bis zum Tode zu kämpfen, galt als echter Bulldog.
.. , man kann es aber nicht anders bezeichnen, als daß Phlegma und Leidenschaft unvermittelt nebeneinander ruhen. In dem Ausbruch ihrer Leidenschaft liegt eine ungeheure Beharrlichkeit, ebenso in dem ihres Willens. Man hat oft dies Unvermittelte für Jähzorn gehalten, ich möchte dies mehr als eine äußerst heftig einsetzende Willensbetätigung bezeichnen, wozu sich ein unentwegtes Festhalten an einem einmal gefaßten Entschluß gesellt. Die moderne Englische Bulldogge ist hitzeempfindlich, lange Spaziergänge und ausgelassene Spiele sollten bei höheren Temperaturen vermieden werden.
Die Bulldogge tritt selbstbewusst ... auf. Ihr Mut und ihre Schmerzunempfindlichkeit sind das verbliebene Erbe ihrer Vergangenheit als Kampfhund. Die Erziehung ist nicht einfach, der Hund wird als eigenwillig beschrieben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Bulldogge
Warum wird immer fälschlicherweise angenommen, dass es ein gemütlicher, anspruchsloser „Familienhund“ ist? Er verträgt ja noch nicht mal den deutschen Sommer (Rekord: 40°C)
Mali:
Ursprünglich als Hüte- und Treibhund gezüchtet, ...
Charakterlich findet man Hunde innerhalb einer weiten Skala von „sehr ängstlich und scheu“ über „gut sozialisiert und menschenfreundlich“ bis zu „aggressiv und mit Vorsicht zu behandeln“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Malinois
Und? Wer hütet mit seinem? Zur Artgerechten Auslastung?ZitatIch finde die Rassefrage sehr wichtig. Mensch und Hund müssen zusammen passen. Ich will viel mit meinem Hund machen können, Agility, Fährte und Tricks lernen. Da wäre natürlich ein leicht zu motivierender Hund, der nicht gerade über wenig Beutetrieb verfügt ideal. Ich habe aber eher eine Schlaftablette zu Hause Habe sie aus dem Tierschutz und da war die Rasseauswahl begrenzt. Mich hat es viel Arbeit und Ausprobieren gekostet, bis ich wusste wie ich mit einem Hund, der weder über einen ausgeprägten Beutetrieb verfügt, noch auf Futter steht, arbeiten kann. Sie hatte schlichtweg keinen Bock
Heute arbeitet sie gerne, weil wir es zusammen machen. Die Null-Bock Phasen gibt es aber immer weider. Ich bin mir sicher, hätte ich einen triebigeren, aktiveren Hund (Belgischer Schäferhund z.B.), wäre ich schon um einiges weiter.Freut mich, dass du dich mit deinem Hund arrangiert hast.
Aber du weißt sicher selbst, dass es beim normalen 0/8/15 HH meist eher andersherum ist. Heißt, Mensch will nichts machen, und Hund fordert.Zitat
Der Chow zB
Der aus China kommende Gebrauchshund gehört zu den nordischen Hunden. Vermutlich kam er über Sibirien und die Mongolei in das Kaiserreich China.
Der Chow-Chow zählt zweifelsfrei zu den urtümlichen Hunderassen.
Der Hund des Volkes wurde, in den nördlichen Provinzen als Schlittenhund und zur Jagd verwendet. Auch als Hütehund beschäftigte man ihn.
Da zur Züchtung des Eurasiers – neben Samojeden und Wolfsspitzen – auch Chow-Chows eingesetzt wurden, handelt es sich hier um sehr enge Verwandte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chow-Chow
Nach einfach und unkompliziert hört sich das nicht an. :winkgrin2:ZitatAber um diese Leute geht's hier glaub ich nicht sondern vielleicht eher um die, die sich wirklich Gedanken machen und ob man Rassen so Diffenzieren kann/muss/will. Oder lieg ich falsch ?
Mir geht es hier im Thema darum, dass die Frage nach der Rassewahl nicht immer Priorität haben sollte. Gerade, wenn es sich um Hunde aus dem Tierschutz handelt, die dringend ein Zuhause benötigen.Zitat
Den Umkehrschluß versteh ich nicht. Wie gesagt, mir ging es um die Auslastung: Was macht mir und auch dem Hund Spaß? Genau hier hakts doch oft, nicht nur beim Labbi, sondern auch bei anderen Rassen.
Naja, damit meine ich nur, dass z.B. Dummytraining von den meisten HH noch eher zu realisieren ist, als z.B. Zughundsport, oder den Hund jagdlich oder hütetechnisch auszulasten. -
Zitat
Ich wollte darauf hinaus, dass es nicht mein erster Gedanke wäre (und war), welcher Rasse der Hund angehört, wenn nach und nach der Plan entsteht, sich einen Hund anzuschaffen.
Hast du so aber nicht geschrieben. Du hast vielmehr gefragt, ob die Frage nach der Rasse überhaupt einen Gedanken wert ist.ZitatDass man sich nach dem Standardwesen der einzelnen Rassen erkundigt finde ich nicht unwichtig, oder überflüssig – um Himmels willen. Ich finde einfach nur andere Fragen wichtiger.
Die da wären z.B.:
[...]
Und dann irgendwann:
Welche Rasse ist für mich geeignet?
Deine Fragen sind wichtig, klar, aber die Frage nach der Rasse bzw. nach Art und Wesen des zukünftigen Hausgenossen ist eben auch ein Teil der wichtigen Fragen, die man sich VOR Anschaffung des Hundes stellen sollte.ZitatMich erstaunt einfach, dass diese Frage meist als allererstes im Raum steht.
Wie kommst du darauf?
Ich denke, ganz zuerst steht die Frage, ob man überhaupt einen Hund haben möchte.Erst dann kann ich die Frage stellen, welche Art Hund ich haben möchte. Und ob ich mir nun vor oder nach der Auswahl in Frage kommender Rassen, die Frage stelle, ob ich einem Hund überhaupt gerecht werde, welche Rolle spielt das? Wichtig ist, dass ich mir diese Fragen VOR Anschaffung des Hundes stelle, aber wann, das ist doch nun wirklich egal. Wenn mein Wunsch ein Labrador ist, dann ist das eben so und dann stell ich mir eben die Frage, ob ich einem Labrador gerecht werde und nicht, ob ich irgendeiner anderen Rasse gerecht werden würde. Was spielt das für eine Rolle? Stelle ich fest, dass der Labrador sich nicht eignet, dann kann ich immer noch schauen, ob ich einen Hund einer anderen Rasse haben möchte oder nicht. Ob ich das so angehen würde spielt dabei überhaupt keine Rolle, aber wenn ein angehender Hundehalter so vorgeht, dann ist das absolut akzeptabel.
Wobei ich nun nicht ganz verstehe, wieso du dieses Vorgehen in Frage stellst, wenn du doch eh der Meinung bist, dass ein Hund so gut ist wie ein anderer.ZitatIch finde es auch (unabhängig von der Rasse) viel zu pauschal/oberflächlich, wenn man sagt, ein alter Hund passt zu alten Leuten, oder ein quirliger Hund passt zu quirligen Leuten oder ein ruhiger Hund passt zu ruhigen Leuten. Oft ist es nämlich genau umgekehrt, Gegensätzliches ergänzt sich gut. Ein aufgeweckter Hund kann einen etwas faulen Menschen auf Trab bringen. Ein „verschlafener“ Hund kann einen hyperaktiven Menschen zur Ruhe bringen. Ein ruhiger Mensch kann einen nervösen Hund souveräner führen, als ein ebenfalls nervöser Mensch. Wenn man gleiches und gleiches zusammentut, entsteht manchmal eine explosive Mischung.
Ich denke, diese Erkenntnis ist nicht neu. Natürlich muss man schauen, welcher Typ Hund zu welchem Typ Menschen passt. Pauschalisierungen bringen hier sicher keinen Erkenntnisgewinn.ZitatOft wird die Frage gestellt, was willst du später „machen“ mit dem Hund. Wie schon öfter erwähnt wurde, das dogforum ist nicht repräsentativ für die Allgemeinheit. Heißt, geschätzte 80% der Otto-Normal-Hundehalter würden auf die Frage antworten: „ :schiefguck: Machen? Wie .. machen. Na .. rausgehen. Da hinten lang. Die Wiese entlang und wieder zurück.“
Und? Erstens gibt es tatsächlich Rassen die kein ausgefeiltes Beschäftigungsprogramm brauchen, manchmal auch, weil ihre natürliche Beschäftigung schon ganz selbstverständlich im Alltag des Hundehalters integriert ist und zweitens liegt es ja dann an uns diese Menschen darüber aufzuklären, dass dieses Programm so für die meisten Hunde nicht ausreichen wird.
Warum aber soll sich jemand, der sich Gedanken um die zukünftige Auslastung und Beschäftigung seines Hausgenossen macht, sich mit solchen Hundehaltern vergleichen. Natürlich spielt es für den interessierten Hundehalter eine Rolle, wie er seinen späteren Hund auslasten will.ZitatIch hoffe, ihr versteht was ich sagen will. Was spielt es für eine Rolle, nach der gewünschten Rasse zu fragen, wenn derjenige nicht ein einziges Mal eine Hundeschule besuchen wird, geschweige denn einen weiterführenden Kurs machen will, in dem sein Hund rassespezifisch gefördert wird.
Warum pauschalisierst du so und machst das Glück eines Hundes daran fest, ob sein Besitzer mit ihm eine Hundeschule besuchen wird? Warum soll ich einem Bauern keinen Spitz empfehlen, wenn der Bauer einen Hund sucht, der auf dem Hof rumliegt und ab und an mal mit im Trecker fährt? Warum soll ich dem erzählen, dass er mit dem Hund aber noch unbedingt Agility machen muss, wenn das doch eigentlich in diesem Fall völliger Quatsch ist, da der Hund bei diesem Bauern genau das bekommt, wofür er geboren wurde?ZitatJede Rasse muss in irgendeiner Form gefördert, gefordert und ausgelastet werden. Für jede Rasse ist es mMn unabdingbar, dass sich der zukünftige Halter Wissen aneignet, allgemein über das Thema Hund. Dabei passiert es ganz automatisch, dass man sich natürlich auch mit den Rasseeigentschaften beschäftigt und auseinandersetzt.
Richtig, und dann stelle ich fest, dass sich die Eigenschaften einer bestimmten Rasse in meinen Alltag einfügen lassen, meinem Wesen entgegenkommen, oder ich stelle fest, dass ich mit dieser Art Hund nicht wirklich glücklich werden würde bzw. dieser Hund bei mir einfach nicht das bekommt, was er bräuchte.
Warum müssen Hund und Halter sich verbiegen um zueinander zu passen? Warum suche ich mir nicht gleich einen Partner, der mich ergänzt? Genau deswegen sollte man sich mit den Eigenschaften und Bedürfnissen einer bestimmten Rasse VOR einem Kauf beschäftigen.ZitatBesonders entsetzt mich immer wieder die Frage: Soll der Hund wenig oder viel Bewegung/Auslauf benötigen. - Ich finde, wenn schon so eine Frage zur Debatte steht, sollte man doch lieber gänzlich Abstand nehmen vom Hundekauf.
Warum?
Es gibt Hunde, die brauchen mehr Auslauf als andere. Was findest du daran jetzt wieder schlimm? Mein Hund braucht z.B. deutlich mehr Auslastung als der HUnd meiner Freundin. Das ist so, Punkt. Und nein, ich gehöre ganz sicher nicht, zu den Hundehaltern, die ihren HUnd zu einem workaholic machen. Dazu bin ich viel zu faul.ZitatWas bringt es, wenn man im Vorfeld weiß, für welche Erbkrankheiten die Rasse prädestiniert ist?
Ich kann bei der Auswahl des Züchters entsprechend Vorsorge betreiben.
Ich kann durch rechtzeitige Untersuchungen bei meinem Hund Vorsorge betreiben.
Ich kann durch eine angepasste Auslastung Vorsorge betreiben.
usw.Zitat
Ja, da bist du leider die große Ausnahme.
Aber daran sieht man, dass es sorum auch geht. Statt ein vorgefertigtes Bild und eine entsprechende Erwartungshaltung an den Hund zu haben, weil er ja nun mal dieser und jener Rasse angehört, passt du dich an die auf dich zugekommenen Gegebenheiten an.
Unterschreibe ich so.
Hab ich auch irgendwann in diesem Thread schon geschrieben. Im Endeffekt kann trotz weisester Voraussicht der Hund eben doch nicht dem Rasseprofil entsprechen und dann bin in erster Linie ich diejenige, die sich anzupassen hat, nicht der Hund! Trotzdem kann ich durch die Auswahl der passenden Rasse dieses Risiko minimieren. Warum soll ich mir denn nun noch absichtlich einen zu 99% Sicherheit unpassenden Hund anschaffen, wenn ich mir doch zu über 90% sicher sein kann, wenn ich klug wähle. Diesen Gedankengang verstehe ich nicht.ZitatUnd warum soll er mit seinem Husky Zughundesport machen?
Er sollt zumindest ausprobieren, ob genau das DAS Ding seines Huskys ist, seine Lebenserfüllung. Wer einmal einen Hund in SEINEM Elemtent hat arbeiten sehen, der stellt solche Fragen nicht mehr!Vielleicht bist du diejenige Alina, die sich ihre Hunde passend macht?
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Zitat
Der aus China kommende Gebrauchshund gehört zu den nordischen Hunden. Vermutlich kam er über Sibirien und die Mongolei in das Kaiserreich China.
Der Chow-Chow zählt zweifelsfrei zu den urtümlichen Hunderassen.
Der Hund des Volkes wurde, in den nördlichen Provinzen als Schlittenhund und zur Jagd verwendet. Auch als Hütehund beschäftigte man ihn.
Da zur Züchtung des Eurasiers – neben Samojeden und Wolfsspitzen – auch Chow-Chows eingesetzt wurden, handelt es sich hier um sehr enge Verwandte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chow-Chow
Nach einfach und unkompliziert hört sich das nicht an. :winkgrin2:Nö, einfach oder unkompliziert sind die Chows sicher nicht, aber sie sind keine Arbeiter.
Das schwierige ist ja nur das breitgefächerte Spektrum an ihnen. Eigenständig wie ein Hütehunde, jagen gerne, haben Territorialverhalten und wachen gut.
Der Vorteil von der Auslastung her ist, dass keine dieser Eigenschaften (vielleicht abgesehen von der Eigenständigkeit) besonders stark ausgeprägt ist. Das alles stellt eine Herausforderung an die Erziehung, aber nicht an die Auslastung.
Ich würde selten einen Chow empfehlen (und tu dies auch wirklich so gut wie nie), weil man schon ein bestimmter Typ dafür sein muß und das im Gegesatz zu den Vorstellungen der meisten Leute über Hunde steht.
Was man allerdings in der Erziehung schwieriger hat, hat man im täglichen Umgang leichter. Ruhig im Alltag, keine stundenlangen Spaziergänge, keine spezifische Auslastung, bleiben gut alleine.
Man ist stark begrenzt in den Aktivitäten die man mit ihnen machen kann, so wäre zB Agility, Schutzdienst oder höhere Unterordnung nicht möglich. Aber Leute die Chows haben, sind keine HuPla-Menschen. Sie brauchen es nicht, aber zB Fährte oder DD kann man mit ihnen machen, wenn einem danach ist.Zusammenfassend: Man kann mit ihnen in manchen Bereichen arbeiten, braucht es aber nicht um den Hund auszulasten. Also: keine Vollblutarbeiter
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zu den bully-rassen wollte ich mal etwas sagen: dieser rassestandart ist (leider) sehr veraltet. schon lange könnte keine englische bulldogge mehr ein flüchtendes rind festhalten...viel zu langsam sind ihre reaktionen, viel zu kaputtgezüchtet ihr knochenbau, viel zu kurzatmig sind diese hunde, die beine zu kurz, der kopf zu groß, die zähne zu krumm...diese hunde wurden immer mehr auf körperliche behinderungen selektiert, um einem otischen rassestandart zu genügen, der ungesund und unbeweglich ist. die bulldoggen von denen du sprichst (bull-dogs) waren hochbeinig und hatte in etwa das gesicht eines boxers. natürlich hatte sie ein anderes temperament. die heutige englische bulldogge wäre in ihrem ursprünglichen gebrauch absolut undenkbar. und deshalb braucht sie definitiv nicht annähernd soviel auslauf und körperliche auslastung wie z.b. ein boxer. im gegenteil: die englischen bulldoggen, die ich kenne bleiben schon schnaufend stehen, wenn sie drei schritte hinter einem spielenden hund hinterhergefetzt sind. was einige englische bulldoggen-züchter immer noch in verzücken versetzt, läst bei mri ein kaltes grauen aus...wie können sich menschen das recht herausnehmen, tiere von geburt an zu zerstören???
aber gut, man muss ja auch nicht züchterische krüppel mit athletischen hunden vergleichen, um hunderassen miteinander zu vergleichen.
vielleicht sollte man eher persönliche rassererfahrungen miteinander vergleichen, als z.t. veraltete standarts.nehmen wir also mal wirklich labbi gegen podenco.
beide brauchen viel auslauf und auslastung. der zeitfaktor wird also sehr ähnlich sein. aber beide hunderassen haben sehr verschiedene charaktere.der labbi ist auf enge zusammenarbeit mit dem menschen gezüchtet worden, er besitzt einen "will to pleasure" (warum schreiben immer so viele "will to please"?, gefallen heißt doch pleasure
) und würde eigentlich am liebsten alles für seinen menschen tun...aber nicht nur für seinen menschen. der labbi tut eigentlich am liebsten alles für alle menschen, die leckere sachen in den taschen haben, jedenfalls trifft das auf die meisten labbis zu, die ich kenne.
sie sind ziemlich distanzlos, freundlich, aber gerade die rüden bekommen auch öfter mal eine von andere hunden geschossen, weil sie ein "nein, hau ab!" manchmal nicht verstehen wollen (meine beobachtungen).
labbis aportieren gerne, futtern gerne, schwimmen gerne und sind unheimlich gerne mit ihren hh draußen gemeinsam unterwegs. sie spielen gerne mit ihrem hh udn werden dabei recht temperamentvoll. aber sie wollen arbeitstechnisch gefordert werden, sonst muss bei manchen in manchen lebensphasen auch die einrichtung dran glauben. die hündinnen, die ich kenne sind eher ruhige kanditaten, die allerdings fü die meisten rüden einfach unbestechlich gut riechen. die rüden, die ich kenne sind eigentlich ziemlich aufgedrehte typen, manchmal mit hypersexuellen neigungen...vielleicht sind sie auch unterbeschäftigt. gelehrig und pfiffig, aber manchmal sehr stur können sie alle sein.
all diese rasseeigenschaften müssen vom hh aktzeptiert werden, damit mit ihnen gearbeitet wird.der podenco ist ein absoluter jagdfreak...im hause anschmiegsam, draußen, wenn man nicht aufpasst sehr schnell weg. in wald und flur interessiert er sich nur nach seeeehr langer und intensiver beziehungsarbeit für seinen menschen, sein eigentliches interesse gilt den kaninchen auf der wiese. rassetypische auslastung bedeutet jagen. gerade bei podencos kommt hinzu, dass sie sicht- und nasenjäger sind. eine möglichkeit der auslastung könnte nasenarbeit sein, die andere möglichkeit wäre reizangeltraing etc. auf jeden fall bleibt einem bei einem podenco ein schleppleinentraing in den meisten fällen nicht erspart. in vielen fällen braucht man eingezäunte auslaufflächen, da einige hunde niemals den schritt weg von der schlepp machen können.
das MUSS einem klar sein, bevor man sich einen solchen hund in sein haus holt...
fremde werdne erst einmal distanziert angeschaut, podis sind da sehr vorsichtig...wenn man seinen podenco nun überall hin mitnehmen möchte, wird das in einem sehr stressigen umfeld eher schwierig, menschenmassen liegen ihma uch nicht so.
auch die art der unterordnung, das traing selbst muss an die windnase ein wenig angepasst. während viele schäfis bei druck so richtig gas geben, fällt der podi da eher in sich zusammen. er benötigt einen absolut feinfühligen, aber trotzdem durchsetzungsfähigen menschen.
ein podenco wird mir nicht gefallen wollen, er wird sicherlich auch gerne arbeiten, aber niemals, wie z.b. der labbi nach komplimenten heischen.
und wenn es das ist, was ich an hunden so sehr liebe ("dieser treue blick, er weicht mir nicht von der seite..."), sollte ich mich niemals für einen podenco oder eine ähnliche windnase entscheiden. -
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Ich bin der Meinung wie Tabina/Tina am Anfang schrieb (hab nicht alles von allen gelesen). Die Rassevorauswahl ist sicher entscheidend. Aber im Gegensatz zu - überspitzt gesagt - einem Samsung LCD Mod. 3245 - hat jeder Hund neben den Rasseeigenschaften seine ganz eigene, einzigartige Persönlichkeit. Meine z.B., aus einer Rasse der Wasservogeljäger benimmt sich oft wie ein Terrier mit auf dem Boden angeklebter Nase. Flugobjekte wie Bälle interessieren sie noch nicht die Bohne
.
Es ist selbst redend, dass ein Border-Collie in einer 4-köpfigen Familie und einer Std. Auslauf am Halsband schneller am Rad dreht als eine ruhige Rasse. Dennoch wird auch die ruhige Rasse davon krank.
Und sich nach der Optik zu orientieren - was die meisten Menschen wohl tun - halte ich für ein sehr zweischneidiges Schwert. Besser ist, sich das Verhalten der Welpen und noch besser der Eltern anzuschauen. Besonders als Anfänger (wie ich) finde ich persönlich es sicherer, sich einen Rassehund auszusuchen und nicht gerade einen Spitzpudeldachs mit Herkunft unbekannt. Allerdings braucht man in jedem Fall eine gehörige Portion Bauchgefühl und Realismus dazu - also nicht, sich etwas "schön" zu reden, weil der da ja so putzig ist. Besonders bei Welpen fliegen wir darauf und das kann ein fataler Fehler sein, wenn der Süsse mal keine grossen Pfoten mehr hat.
Und ich persönlich würde mir auch keinesfalls eine "kaputt gezüchtete" Rasse zutun, sondern die Gesundheit steht an erster Stelle.
Ein grosses Problem sehe ich bei sog. Modehunden, z.B. einem Labrador, der ein Klischee bedient, was er selten erfüllen kann: "der schaut immer so lieb und mag so gerne jedermann". Dies ist keine Rassebeschreibung, sondern eben ein Klischee! Wir haben einen in der Nachbarschaft, 1/2 Jahr alt. Ein 75-jähriger Mann (!) hat ihn sich angeschafft und nun läuft er jeden Tag an der kurzen Leine - weil er alle anspringt, die nicht bei 3 auf dem Baum sind und schon öfters ausgebüchst ist. Was für ein trauriges Dasein! Die Schule hat der Besitzer beleidigt verlassen, weil die Trainerin ihm sagte, dass sie es unmöglich findet, dass er in seinem Alter sich so einen Hund zutut. Ich finde das auch!
Gerade habe ich einen Bericht gelesen, über abgegebene Chi's in Kalifornien, für die eine Luftbrücke eingerichtet worden ist, um sie an neue Besitzer zu vermitteln. Die Chi's - durch Paris Hilton als "Accessoire" eingeführt - sind "out". Die Tierheime und Zuchtanstalten sind voll davon. Aber im Gegensatz zu Samsung LCD Mod. 2345 kann man die nicht einfach entsorgen!!
LG Falbala
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Zitat
Wir haben einen in der Nachbarschaft, 1/2 Jahr alt. Ein 75-jähriger Mann (!) hat ihn sich angeschafft und nun läuft er jeden Tag an der kurzen Leine - weil er alle anspringt, die nicht bei 3 auf dem Baum sind und schon öfters ausgebüchst ist. Was für ein trauriges Dasein! Die Schule hat der Besitzer beleidigt verlassen, weil die Trainerin ihm sagte, dass sie es unmöglich findet, dass er in seinem Alter sich so einen Hund zutut. Ich finde das auch!
Und ich finde unmöglich, daß eine Hundetrainerin so etwas sagt.
Für mich heißt das, die Dame ist unfähig, einem älteren Menschen den Umgang mit einem jungen Hund zu lehren.
Ich wäre dort auch nicht geblieben und würde mir einen kompetenten Ausbilder suchen.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
PS. Entschuldigt das OT, aber ich finde die Diskriminierung älterer Menschen unmöglich.
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Zitat
Und dann irgendwann:
Welche Rasse ist für mich geeignet?
Mich erstaunt einfach, dass diese Frage meist als allererstes im Raum steht.
Tut sie glaub ich bei den meisten Leuten gar nicht.
Nur sind die ganzen anderen von dir aufgezählten Punkte halt ein anderer Teil der Hundeanschaffung.
Erstmal kommt: Kann ich grundsätzlich einen Hund haben. Auch dazu haben wir hier ja genug Themen. Aber oft entscheidet sich das auch schon sozusagen im stillen Kämmerchen, jeder für sich und privat.
Und dann kommt die Frage: Wenn grundsätzlich Hundehaltung möglich ist, WAS für einen Hund.
Und ich denke schon, dass die Rasse da gewaltige Unterschiede bedingt!ZitatWas bringt es, wenn man im Vorfeld weiß, für welche Erbkrankheiten die Rasse prädestiniert ist?
Scherzfrage?
Ne, ernsthaft, was mir das bringt?
Ich kann von vornherein drauf achten, dass die Eltern meines Welpen diese Krankheiten nach bestem Wissen und Gewissen nicht tragen und somit die Wahrscheinlichkeit von Ärger, leid und TA-Kosten zumindest in dem einen Bereich deutlich verringern. Natürlich ist das keine Garantie, weder für das frei sein von dieser Krankheit noch vor dem Auftreten von anderen, nicht rassespezifischen Problemem. Aber wnen ich zumindest ein Problem vermeiden kann, dann tu ich das auch...Zitat
Ja, da bist du leider die große Ausnahme.
Aber daran sieht man, dass es sorum auch geht. Statt ein vorgefertigtes Bild und eine entsprechende Erwartungshaltung an den Hund zu haben, weil er ja nun mal dieser und jener Rasse angehört, passt du dich an die auf dich zugekommenen Gegebenheiten an.Für manch einen mag es so rum gehen. Für die meisten tut es das aber eben nicht.
Wenn ich in einem Mietshaus mit viel kommen und gehen wohne, ist es auch mit viel Anpassun g von meiner Seite ein ganz schlechte Idee, sich einen Hund zu holen, der einer Rasse mit ausgeprägtem Wachverhalten angehört und jeden Schritt im Treppenhaus meldet.
Wenn ich den Hund mit in meine Arbeitsstätte nehmen möchte, tu ich schlecht daran, eine Rasse zu wählen, die bekannt dafür ist, dass sie Fremden gegenüber misstrauisch ist und lange braucht um mit neuen Leuten warm zu werden.
Wenn ich ein aktiver Mensch bin, der gerne viel Sport treibt und darauf nicht v erzichten möchte, dann sollte ich mir keine Rasse holen, deren Nase und Beine so kurz sind, dass sie kaum mal nan längeren Sonntagsspaziergang mit macht.Es gibt Hunderassen, eigentlich sogar sehr viele, die würde ich geschenkt nicht nehmen, weil sie einfach nicht zu mir passen.
Ich bin absolut nicht bereit, mein Leben umzukrempeln, um einen Hund glücklich zu machen, der nicht grundsätzlich die selben Vorstellungen von einem angenehmen Zusammenleben hat wie ich.
Da schaff ich mir dann lieber gleich die Hunde an, die mit meinem Lebensstil gut können. Wenn dann mal Kompromisse gebraucht werden, ist das kein Problem, wenn ich dann mal zugunsten der Hunde zurückstecken muss - kein großes Ding, wirklich.
Aber einen Hunde, der grundsätzlich ein Kompromiss ist, weil er einfach nicht zu mir passt? Nö, werd ich nie haben. -
Alina: Rassebeschreibungen lesen und Hunde der Rasse kennen (geht über mal gesehen haben in der Nachbarschaft hinaus) sind zwei paar Schuh.
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Zitat
Und ich finde unmöglich, daß eine Hundetrainerin so etwas sagt.
Für mich heißt das, die Dame ist unfähig, einem älteren Menschen den Umgang mit einem jungen Hund zu lehren.
Ich wäre dort auch nicht geblieben und würde mir einen kompetenten Ausbilder suchen.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
PS. Entschuldigt das OT, aber ich finde die Diskriminierung älterer Menschen unmöglich.
Das ist so einfach nicht, Gaby! Ich gebe Dir recht über die Art und Weise der Trainerin, kenne aber auch den Mann. Das WIE sie es ihm sagt, ist das Problem. Dass sie ihm das sagt, ist nicht Diskriminierung, sondern Realität! Sie hätte diplomatischere Wege finden sollen. Aber wie sagst Du das jemand?
Und der Hund macht nun eben gar keine Ausbildung - insofern hat die Trainerin nichts erreicht und es war für die Füsse.
LG Falbala
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