Knochen schmackhaft machen?
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Samojana, solche Behauptungen sind ohne anständige Quellenangaben wertlos.
Was diese etwas eigensinnige "aktuelle Empfehlung" angeht: Es gibt gar nicht "DIE [aktuelle] Empfehlung". Es gibt verschiedene Meinungen, Äußerungen, Erfahrungen (ja, auch tierärztliche) und vielleicht am Allerwichtigsten im aktuellen Zusammenhang auch verschiedene Hunde.
Uschanka
Nach meiner Erfahrung mit einem Hund, dessen Verdauung lang- aber auch kurzfristg auf einige Sachen heikel reagiert, würde ich solche Abneigungen immer ernst nehmen und mich danach richten, das heißt, ich würde in dem Fall kurz- bzw. mittelfristig auf einen Knochenersatz ausweichen und dann erst nach einer Weile wieder etwas Weiches und Fleisches wie z.B. Kalbsbrustbein austesten.EDIT: Ah, gerade gesehen, du gibts Trockenkauzeugs, das Knochen enthält? Das würde ich nochmal überdenken, das kann sehr leicht zu einer argen Überversorgung führen.
Liebe Grüße
Kay -
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Durch falsche Zusammenstellung der Ration sieht man sehr häufig sowohl einen Calciummangel als auch drastische Überversorgungen
an Calcium.Zusätzlich fehlen vor allem die Spurenelemente Kupfer, Zink und
Jod.Auch zweimal wöchentliche Fischfütterung deckt den Jodbedarf eines Hundes selten.
Ein 20-Kilo-Hund bräuchte dazu im Durchschnitt
300 g Meeresfisch pro Tag.
Fehlen Rinder-, Kalbs- oder Hühnerleber, kommt es häufig zu
einer Unterversorgung an Vitamin A.Durch eine Blutuntersuchung lassen sich Fütterungsfehler
nicht überprüfen.Auch wenn ein Hund kaum Calcium gefüttert bekommt, wird
er zum Beispiel trotzdem einen passenden Blut-Calciumspiegel haben, da in einer Mangelsituation Calcium aus dem Knochen frei gesetzt
wird.Der Hinweis, man müsste dem Tier einen Mangel doch ansehen, hilft in der Praxis eher selten. Fehlen Zink, B-Vitamine und Fettsäuren,
kann sich das unter Umständen an Haut oder Fell widerspiegeln. -
Fehlernährungen durch Barfen sind häufig:
Eine aktuelle Barf-Studie zeigt, dass der überwiegende Teil der aus dem Bauch heraus zusammengestellten Futterrationen große Mängel aufweist (Ludwig Maximilian Universität München). Niemand möchte seinem Hund bewusst schaden und ihn mangelhaft ernähren. Aber trotz Handeln nach besten Wissen und Gewissen sowie intensiver Recherche kommt es immer wieder zu Fehlernährungen durch Barfen.
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Zitat
dass der überwiegende Teil der aus dem Bauch heraus zusammengestellten Futterrationen große Mängel aufweist (Ludwig Maximilian Universität München).
Das kann ich mir sehr gut vorstellen.
Aber...
Magst du noch erzählen, auf welche Knochen sich die pauschalen Angaben von 1 - 2g/ kg KM beziehen?
Das wäre äußerst aufschlussreich.
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Eine angebliche Studie wird nicht dadurch wissenschaftliche Realität, dass man Links zu Texten kommerzieller Ernährungsberater einstellt, die im Vorbeilaufen "eine Studie" erwähnen
Liebe Grüße
Kaydie eigentlich eher darüber erstaunt ist, dass die eine Ernährungsberaterin meint, 30% der von ihr überprüften Futterpläne seien "bedarfsgerecht".
Man bedenke, dass dieses "Bedarfsgerechte" ausschließlich über pauschale Laborversuchswerte definiert wird, die heute wissenschaftstypisch anders aussehen als noch vor 10 Jahren. Das heißt z.B. beim zitierten Calciumbeispiel, dass kein "bedarfsgrechter" Futterplan von vor 10 Jahren heute noch als "bedarfsgerecht" gelten würde, sondern sie wären alle hochoffiziell bedenklich bis gefährlich überdosiert an Calcium.
In noch 10 Jahren ist die Wissenschaft noch ein Stück weiter, wer weiß, was dann alles falsch wird, was die heutigen Laborversuche als einzig "Bedarfsgerechte" ergeben.
Wenn man die Wahrscheinlichkeiten ganz nüchtern betrachtet, könnte man zum Schluss kommen, es wäre selbst im Sinne dieser Ernährungsberater sicherer, einen Junghund einfach drauflos zu barfen, da hätte man zumindest noch die 30%-Chance, es bis zum Seniorenalter nicht hochoffiziell vermasselt zu haben
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weißt du , was ich mich ernsthaft frage?
Warum stürzen sich dann ausgerechnet die Barfer auf diese von den Veterinärmedizinischen Fakultäten ermittelten Bedarfswerte,wenn doch alles Mumpitz ist. Warum füttert ihr dann 1-2 g Leber pro Tag oder soundsoviel Hühnerhälse (Calcium), Protein etc.. ( Referenzwerte M/Z).Hier wird aus Halbwissen heraus ein ganzer Industriezweig verteufelt ,dem man nicht nur bunte Tüten und teure Werbespots im Fernsehen zu verdanken hat, sondern auch eine gehörige Portion dessen, was man im allgemeinen Fachwissen nennt.
Die Leute dagegen, die B.A.R.F. so heiß empfehlen, sind entweder selbst Laien oder im besten Fall Heilpraktiker.
Gibt es überhaupt einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass barfen gesund ist, oder muss man für seinen Hund einfach nur feste genug daran glauben?
Es ist dies wohl eher eine Modereligion, für die sich wie bei allen Religionen unkritische Gefolgsleute finde, die alles nachplappern, was ihnen ihr Guru vorbetet.
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Zitat
weißt du , was ich mich ernsthaft frage?
Warum stürzen sich dann ausgerechnet die Barfer auf diese von den Veterinärmedizinischen Fakultäten ermittelten Bedarfswerte,wenn doch alles Mumpitz ist. Warum füttert ihr dann 1-2 g Leber pro Tag oder soundsoviel Hühnerhälse ( Referenzwerte M/Z).Weil (so dreist bin ich jetzt einfach mal, Kay wirds mir verzeihen, denk ich) geordie sicherlich nicht sagen wollte, dass diese Werte völliger Schwachsinn sind.
Sie sind als Richtwerte wichtig und sinnvoll, sind aber eben nicht mehr als Richtwerte, die, je nach dem, was und wie untersucht wird, sich auch mal ändern können.Zitat
Hier wird aus Halbwissen heraus ein ganzer Industriezweig verteufelt ,dem man nicht nur bunte Tüten und teure Werbespots im Fernsehen zu verdanken hat, sondern auch eine gehörige Portion dessen, was man im allgemeinen Fachwissen nennt.Aber auch eben dieser Industriezweig ist ein Industriezweig, zudem sind wissenschaftliche Erkenntnisse immer wissenschaftliche Erkenntnisse - weder mehr, noch weniger! Das darf man nicht vergessen!
Hier wirst du niemanden finden, der Versuche zur Bedarfsermittlung verteufelt.
Aber ne Menge Leute, die solche Werte mit etwas Menschenverstand und Erfahrung koppeln.ZitatGibt es überhaupt einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass barfen gesund ist, oder muss man für seinen Hund einfach nur feste genug daran glauben?
Was genau ist denn "barfen"?
Eigentlich grundsätzlich mal die Orientierung an den Ursprungsfutterkomponenten von Hunden und anderen Caniden.
In wie weit man die "Natur" auf ein inzwischen eher weniger natürliches Tier anwenden kann und in wie weit das überhaupt sinnvoll wäre, ist Einstellungssache. Diskussionsgrundlage. Eine fast philosophische Frage.
Aber generell, denke ich, darf ein Tier, das nie gelernt hat, sich Werkzeuge wie Feuer und Topf zunutze zu machen, ruhig grundsätzlich mal frisch und roh ernährt werden.Zitat
Es ist dies wohl eher eine Moderreligion, für die sich wie bei allen Religionen unkritische Gefolgsleute finde, die alles nachplappern, was ihnen ihr Guru vorbetet.Nachplappern ist lustigerweise auch so eine schöne "Eigenart" der Wissenschaft.
Von der "Exekutive" dieses Genres, den Ärzten, Tierärzten etc, mal ganz zu schweigen.Meinetwegen nennt man es Modereligion, das ist mir persönlich ziemlich egal, viele füttern auch sicherlich grundlegend falsch.
Ob nun mit frischen Nahrungsmitteln oder schlechten "Alleinfuttermitteln" () .
Und im Endeffekt ist es bei der Tierernährung mitnichten anders, als bei der Humanernährung:
Man weiß nur, dass man nichts weiß
Und die paar Dinge, die man aktuell zu wissen meint, die darf man selbstverständlich gern als Richtwerte nehmen. Unbedingt meiner Meinung nach sogar.
Aber es ist eben nicht mehr. Richtwerte.
Ich hab um die Ecke n Institut für Tierernährung und mein Freund macht grad bei ner Studie für Humanernährung mit...Zweifel ist in der Wissenschaft bitte UNBEDINGT angebracht
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Zitat
Aber auch eben dieser Industriezweig ist ein Industriezweig,
Genau wie BARF. Ein sehr lukrativer Geschäftszweig, der auch nur auf Profit programmiert ist.
Ich sehe hier keinen Unterschied. -
Zitat
Magst du noch erzählen, auf welche Knochen sich die pauschalen Angaben von 1 - 2g/ kg KM beziehen?
Das wäre äußerst aufschlussreich.
für " kritische Barfer " mit Sachverstand relativ uninteressant, weil diese Empfehlungen von einem " Industriezweig " stammen.
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