Euer Leben mit einem kranken Hund
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Ich weiß nicht, ob ich so stark und ausdauernd wäre
Ich wusste das auch nicht (meine Mitmenschen sagen das aber von mir, wobei sie mit Ausdauer eher Sturheit meinen... :D) , aber mein kleiner Hund ist stark und ausdauernd, der hat ganz bestimmt dazu beigetragen, diese Seite meiner Persönlichkeit zu Tage zu fördern
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LG
Eureka
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Ich würde reine Neugier sagen
ICH HAB JA SOVIEL ACHTUNG VOR EUCH!!!
Ich weiß nicht, ob ich so stark und ausdauernd wäreLG
Die Achtung verdient mein Hund.
Sie ist trotz der Schmerzen immer mein Casper geblieben, ein unglaublicher Hund, der mir zur Seite steht und einfach mein Herzhund ist.Grüzzle
Bibi -
ups doppelt
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Ich bin grad über den Threat gestolpert und werde ihn aus der Versenkung holen.
Wie hat sich die Krankheit bemerkbar gemacht?
Vor 4 Wochen fiel mir ein deutliches Humpeln meiner Hündin auf, nachdem sie nach dem Schlafen aufgestanden war. Frühs war stets nichts erkennbar, abends wurde es häufiger sichtbar.
An einem Tag fiel mir auf, dass ihre beiden Hüften/Oberschenkel sehr steif wirkten. Da ich hier im DF schonmal was von HD gelesen hatte, kam der böse Verdacht auf.
Nach weiterem informieren über HD fiel mir beim Spazierengehen auch ihr mitunter eiriger Gang und der "Hoppelgalopp" auf - Der Verdacht erhärtete sich.Wie war die Diagnose für euch?
Der Tierarzt hat mir die Röntgenbilder gezeigt und ich habe gesagt "Okey, ich sehs schon...", da ich mich schon vorher ausgiebig informiert und ziemlich damit gerechnet hatte. Bin ja extra dafür zu einem Facharzt gefahren, weil ichs von einem Spazialisten ganz sicher diagnostiziert haben wollte. Habe die Tränen in meinem Herzen eingefroren, sonst hätte ich sie nicht mehr stoppen können. Dann habe ich den Tierarzt mit tausenden Fragen gelöchert...von Futterzusatz bis Muskelaufbauübungen. Er hat sich trotz proppenvollem Wartezimmer sehr viel Zeit für mich genommen, geduldig alle Fragen genaustens beantwortet und mir wirklich Mut gemacht.
Da ich selbst auch von Geburt an HD habe, finde ich in unserem Schicksal auch eine gewisse Ironie...Dass ich selbst aber auch mithilfe von Physio&Co. ziemlich beschwerdefrei lebe, gibt mir aber auch Hoffnung...Was genau bedeutet die Diagnose für euer weiteres Zusammenleben?
Wir wohnen im 4. Stock ohne Aufzug...Happy darf keine einzige Stufe mehr laufen. Ich schaue nach einer anderen Wohnung, aber erstmal müssen wir noch 3 Monate warten, bis sich die berufliche Situation meines Freundes entscheidet...
Sprünge vermeiden, wann immer möglich vom Sofa heben, kein Bälle werfen usw...
Aber sie darf noch mit ihren Hundefreunden toben, nur nicht mehr 3 Stunden am Stück, sondern maximal 1 Stunde und wir versuchen allzu wildes Rennen möglichst umzulenken.
Happy geht weiterhin in die HuTa, wenn ich arbeiten bin, aber auch dort darf sie jetzt nurnoch 3-4 Mal eine halbe Stunde mit den anderen Hunden toben und kommt die restliche Zeit mit ins Büro der Cheffin dort zur Schonung.
Ich mache mir ständig Sorgen um Hundi und drehe jede Cent dreimal um, da für eine evtl. notwendig werdende OP dringend noch Geld benötigen. Dafür trinkt Frauchen halt Tee statt Saft, verkauft allen möglichen unbenötigten Kram und hat ein schlechtes Gewissen beim Rauchen...
Wir haben mit Begleithundetraining und Fährtenarbeit anstatt Agility angefngen :)Welche Therapie verfolgt ihr?
Ich fahre gezielt an möglichst vielen Tagen, solang es die Witterung noch zulässt, täglich eine 3/4 Stunde Fahrrad auf einem weichen Feldweg und wir machen einige Physio-Übungen (Schritt-Laufen, Slalom).
Sie bekommt Futterzusätze wie Grünlippmuschel und Teufelskralle, dazu Vit. C, E und Öl sowie einige bestimmte Kräuter. Gebarft wird sie ja sowieso schon, dabei achte ich jetzt noch viel genauer auf eine vielseitige und rundum "perfekte" Ernährung.
An Medikamenten testen wir grad einen Monat lang die Wirkung von sehr gering dosiertem Entzündungshemmer. Danach will der Tierarzt uns wiedersehen und neu entscheiden. Eine OP wäre in den nächsten 1-2 Jahren vermutlich noch nicht nötig, meine der TA. Er arbeitet (obwohl Chirurg) lieber erstmal auf sanfteren Wegen, was ich sehr gut finde.Was sind Zukunftsaussichten/-wünsche für euch und den Hund?
Durch ihre derzeit ziemlich gute Muskulatur besteht die Hoffnung, dass es noch 1-2 Jahre bei gezielter Bewegung ohne größere Eingriffe gut geht.Aktuell bin ich sehr hoffnungsvoll, denn seit ich Happy entsprechend Schone, die Bewegung gezielt in kürzere Etappen über den Tag verteile und sie die Futterzusätze bekommt, zeigt sie keinerlei (über einen leicht eirigen Gang hinausgehenden) Beschwerden, selbst abends und nach dem Aufstehen nicht. Vielleicht können wir die Krankheit tatsächlich noch ein ganzes Weilchen gut im Griff behalten...
Ich wünsche mir...
...dass Happys derzeitiger Zustand möglichst lange so bleibt
...dass wir im Falle einer Verschlechterung einen geeigneten Weg zur Verbesserung finden
...dass wir das Geld für eventuell nötige teuerere OPs und Therapien auftreiben können bzw. einen Weg zu den OPs finden (da ich ja in 2 Jahren ein Tiermedizinstudium beginnen möchte, ergeben sich vielleicht in diesem Rahmen gewisse Möglichkeiten...?!)
...dass meine Fellnase sehr sehr lange möglichst schmerzfrei bleibt, sie ein glückliches und erfülltes Leben hat und ich lange lange an ihrer Seite bleiben darf.Sentimentale Grüße,
Lily und Happy -
Hey,
mein Opi, der im Februar gestorben ist, hatte schwere HD, Jack hat exokrine Pankreasinsuffizienz (also die Bauchspeicheldrüse produziert keine Enzyme mehr...
Erstmal Benji:
Wie hat sich die Krankheit bemerkbar gemacht?
Mit 12 haben wir ihn aus dem Tierheim geholt, einen Tag später, nachdem er dreimal normal Gassi war, lief er auf drei Beinen, hat immer gehumpelt, tat sich beim Aufstehen schwer.
Wie war die Diagnose für euch?
Hart... wir hatten gehofft, dass es vllt. etwas reparables von seinem Autounfall her sein könnte (so wurde er gefunden)
Was genau bedeutet die Diagnose für euer weiteres Zusammenleben?
Gut, Benji ist mittlerweile gestorben, aber es hat definitiv einiges an Rücksichtnahme gefordert, wir mussten das Wetter erahnen, denn je nach Feuchtigkeit hat er Schmerztabletten gebraucht, er musste immer wieder getragen werden (was er gehasst hat) und die Gassirunden wurden im Laufe unserer gemeinsamen 2 Jahre immer kürzer (da Jack ja mit seinen 2 Jahren noch da war, mussten wir getrennte Runden gehen, also mind. 6mal am Tag raus)
Welche Therapie verfolgt ihr?
Na ja, also erstens wie gesagt, gab es Schmerzmittel, später dann Umstellung auf Barf. Letzteres hat ihm einen Schub gegeben, den ich mir nie hätte vorstellen können. Er ist noch einmal richtig aufgeblüht und zeigte deutliche Verbesserungen im Laufen.
Was sind Zukunftsaussichten/-wünsche für euch und den Hund?
fällt hier leider aus... für uns war immer wichtig, dass er nicht zu sehr leidet, dass wir rechtzeitig erkennen, wann es einfach nicht mehr geht... er hat uns das durch einen Schlaganfall abgenommen
Auch würd ich gern was über "negative Begleiterscheinungen" wissen
Wolltet ihr aufgrund der Krankheit den Hund vllt. zurück-/abgeben, wolltet ihr selbst schonmal aufgeben, hat die Behandlung der Krankheit eurer Gespartes aufgefressen, was hat euch den letzten Nerv geraubt?
Im ersten halben Jahr hatten wir fast 2000€ Tierarztkosten, Benji wurde uns vom TH als gesunder Hund vermittelt. Abgeben kam niemals in Frage, kein Gedanke daran, aber die Wut war schon groß (besonders da wir herausgefunden haben, dass Benji NIE untersucht wurde, obwohl er nach einem Autounfall gefunden wurde, existiert kein Röntgenbild, er war ein alter Hund, kein Blutbild, nichts!), das Geld wurde knapp, die Nerven lagen blank, für mich war es echt anstrengend, dass ich neben Arbeit und Uni 6-8mal am Tag rausgehen musste.
Aber nie, niemals hätte ich den Opi wieder abgegeben, er war mein Herzhund und ich dachte, es bleibt bei einem chronisch kranken... aber nein, auch wenn ich oft gestresst war, ich habe immer versucht, ihn das nicht merken zu lassen und wir haben unsere gemeinsame Zeit genossen..So... und nachdem ein chronisch Kranker selten alleine kommt, hier Jacks Story:
Wie hat sich die Krankheit bemerkbar gemacht?
Er bekam immer öfter richtig schlimmen Durchfall, magerte ab (über 6kg runter), das was er fraß, kam auch fast genauso hinten wieder raus.. schlechtes Fell, Übergeben, etc pp.
Wie war die Diagnose für euch?
Ehrlich gesagt eine Erleichterung. Wir wussten wo wir ansetzen mussten, konnten uns informieren und sie gab uns viel Hoffnung.
Was genau bedeutet die Diagnose für euer weiteres Zusammenleben?
Tja, jede Woche genauestes Wiegen, bei jedem zu weichem Kot wieder die Sorge, dass er etwas nicht verträgt und schon wieder abnimmt, informieren, da die TÄ hier nicht sehr viel drüber wissen...
Welche Therapie verfolgt ihr?
Auch hier auf BARF umgestellt, über Ausschlussdiät nähern wir uns verwertbaren Dingen an, damit wir irgendwann einen vernünftigen Futterplan haben. Als Enzymergänzung gibts Ananas/Papaya-Pulver.
Was sind Zukunftsaussichten/-wünsche für euch und den Hund?
Dass wir eben bald einen vernünftigen Plan haben, dass er endlich wieder zunimmt und nicht mehr wie ein Gerippe aussieht, dass sich alles vllt. wieder etwas erholt..
Auch würd ich gern was über "negative Begleiterscheinungen" wissen
Wolltet ihr aufgrund der Krankheit den Hund vllt. zurück-/abgeben, wolltet ihr selbst schonmal aufgeben, hat die Behandlung der Krankheit eurer Gespartes aufgefressen, was hat euch den letzten Nerv geraubt?
Es wurde diagnostiziert, nachdem Jack 2 Jahre bei uns war, zurückzuführen ist es vermutlich auf seine 9 Vorbesitzer, bei denen er das unterschiedlichste "Futter" bekommen hat, genau sagen kann man es aber nicht. Tja, seit der Diagnose über 1000€ ausgegeben, auch hier wird das Geld wieder knapp, viel informiert, obwohl eigtl. kaum Zeit für so etwas da ist... vor ein paar Wochen war ich selbst total am Ende, weil ich einfach nicht mehr weiter wusste und es hart war, ihn so dürr zu sehen. Meine gesamte Energie und Zeit ging an ihn und die Informationsbeschaffung... aber jetzt sehen wir erste Erfolge und hoffen, dass es so weitergeht.Jetzt hat Jack auch noch ein Geschwür an der Pfote, das am Dienstag operiert werden muss, wir hoffen sehr, dass es sich hierbei nicht um einen bösartigen Tumor handelt, vermutet wird momentan leider ein Mastzellentumor, aber wir gehen jetzt einfach nur vom besten aus. Er ist erst 3 Jahre alt und darf schon so viel mitmachen, das tut mir im Herzen weh, aber wir schaffen das, auch wenn sich die schlimmsten Befürchtungen jetzt dann auch noch bewahrheiten..
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