• ich habe draußen leider genau dieses Problem.
    Eigentlich is er eine regelrechte Fressraupe, sobald aber die leine dran ist ist ihm alles völlig egal und er glaub ich hänge nur zur zierde hinten dran.
    seine aufmerksamkeit ist auch völlig weggeblasen, da hilft kein leckerchen, kein spielzeug und nen kurzer ruck an der leine hilft auch nicht.
    erst nach ca 15 min ist alles gelaufen und ihm fällt wieder ein das Frauchen ja noch da ist und das die doch immer was in der Tasche hat ;-)

    • Neu

    Hi


    hast du hier Leinenruck* schon mal geschaut? Dort wird jeder fündig!


    • Wir hatten genau dieses Problem mit der Leinenführigkeit, welches ich beschrieben habe, nämlich auch. Ab und an haben wir das Problem noch immer. Sobald wir in brenzlige Situationen kommen schnalle ich die Leine ans Geschirr. Ich weiß nicht was ihr unter Leinenruck versteht. Vielleicht sollte man das vor so einer Diskussion auch noch einmal definieren: Für mich kommt ein Leinenruck, schnell und kurz, nicht zu stark aus dem Handgelenk und gleich darauf folgt ein Richtungswechsel mit Angebot neben mir zu laufen, wenn das angenommen wird, folgt ein ordentliches Lob. Nach zwei, maximal drei mal (außer in Ausnahmesituationen, die sollte man allerdings meiner Meinung nach auch wieder individuell angehen und nicht einfach an der Leine ziehen und zerren) ist der Hund so aufmerksam und sogar entspannt, dass ich nur noch einen Schritt zurück machen muss und der Hund ordnet sich von selbst wieder ein.


      Die Methode würde ich definitiv nicht bei jedem Hund anwenden und schon gar nicht bei kleinen Hunden. Aber ich denke auch, dass jeder über den Tellerrand schauen sollte da es immernoch Ausnahmen gibt, die vieles nicht interessiert und auch öfter mal ihren Rüffel brauchen.


      Aber ich warte immernoch auf Ausweichmöglichkeiten, die ich bei meinem Hund austesten könnte. Vielleicht habt ihr ja die ein oder andere Variante, die ich noch nicht getestet habe.

    • @ Jeanie



      HIER!!!


      GENAU das Proplem haben/hatten wir mit Pepper! Alles was ich bei Pacco gemacht habe, funktionierte nicht! Weder Leckerchen, noch sinnloses Richtungswechselspiel oder stehen bleiben.


      Wir machen es mit "Leinenruck" nicht......... sondern mit Zuppeln!


      D.h. merkt man das der Hund nicht auf einen achtet, dreht man um, und man zuppelt kurz an der Leine, d.h. ein gaaaanz leichten Ruck, um den Hund zu sagen "Hey, ich geh um" Und das jedes mal...
      Dabei darf man den Hund nicht mitziehen!
      Zuppeln, Leine wieder lockern und umdrehen und weggehen, kommt er nicht mit, zuppelt man noch einmal und geht weiter. (Anfangs geht man natürlich langsamer - um den Hund Zeit zu geben mit zu kommen, irgendwann erreicht man sein normalempo)
      Wichtig ist, das man dann mit dem Rücken zum Hund steht damit er weiß "aha, andere Richtung"
      Also nicht 5x Zuppeln mit dem Gesicht zum Hund
      Mindestens 3/4 der Zuppler sollten Richtungswechsel sein.
      Dabei sagt man weder Lob noch "Nein" o.ä.



      Ein Erwachsener Hund braucht mehr als mitschleifen, der denkt mit und möchte bei jedem Zuppeln eine Info.


      Allein diese Leichte zuppeln stresst natürlich den Hund (Es tut ihm nicht weh, und man ruckt auch nicht hart am Hals herum - vergleichbar mit Antippen) und irgendwann achtet er auf dich.


      Damit jedoch der Hund nicht konstant im anfänglichen Dauerstress ist haben wir ein Ritual, an der langen (normalen) Leine (2m) darf er ziehen und zerren, und mal unsauber gehen.
      Dann hole ich ihn mit einem "Hier" heran lasse ihn absitzen und verstelle die Leine auf die kürzeste Stelle (nun ca. 1m lang).
      Dabei klicke ich jedoch 2 mal demonstrativ mit dem Karabiner.
      Dann wird Leinenführungstraining gemacht - KONSEQUENT!


      Haben ich keine Lust mehr, lasse ich ihn absitzen, und klicke wieder demonstrativ 2 mal mit dem Karabiner während ich die Leine lang mache.
      Dann darf er wieder ziehen.


      Konsequent so gemacht, geht's recht schnell, und der Hund hört auch schnell auf an der langen Leine zu ziehen, das überträgt er.



      Wir machen das jetzt 1 Woche so, trainieren jeden Tag 5 min Leinenführigkeit, mehr nicht! :ops: Und er zieht jetzt schon kaum noch an der langen Leine. (An der kurzen sowieso nicht)
      :gut:



      Es geht darum das der Hund auf dich achtet, nicht nur auf deine "Höhe läuft" es soll gedanklich bei dir sein.
      Ergo dreht man sich auch um und macht einen Richtungswechsel wenn man merkt er schaut einem anderen Hund interessiert zu. Man dreht sich selbst dann um wenn er eben nicht zieht!
      Gedanklich beim Halter sein, ist das Ziel!



      Das Zuppeln hat die Stärke wie wenn man jemanden kurz am T-shirt zuppelt um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.

    • Zitat

      Der Clicker fällt dabei weg, weil der Hund draußen keinerlei Interesse an dem "Click" + Leckerlie hat. Sämtliche abgewandelten Versionen davon interessieren den Hund nicht. Spielzeug lässt ihn nur extrem überdrehen.


      Der Clicker muß nicht wegfallen, nur weil man weder futte noch Spielzueg nicht verwenden kann.
      Hunde, die draussen kein Futter annehmen, nehmen oftmals keins, weil sie so sehr von ihrer Umwelt gefesselt sind.
      Ich bestärke in diesem Fall nach dem Click mit schüffeln, Mäusebuddeln, paar Schritte rennen, hochspringen, Vögel gucken, mit anderen Hunden spielen, Hasenköttel futtern, in Wildschweisch* wälzen, verbal loben.... Was immer da zur verfügung steht, letzteres ist immer möglich :D





      Zitat

      Was ist eurer Meinung nach "besser"? Ein Hund der permanent an der Leine zieht? Sei es das Halsband oder das Geschirr. Beides kann auf dauer schwerwiegende Folgen haben. Ich denke da sind wir uns hier enig. Oder lieber ein kurzer Ruck und der Hund hat verstanden was er tun soll und wird für sein tun belohnt?


      Der Gegensatz ist falsch aufgebaut.
      Richtig müßte es heißen, wollt ihr lieber den Hund einmal kräftig am Halsband rucken, oder lieber eine Hundeschule aufsuchen, die nicht entweder oder drauf hat, sondern und, und, und, und, und, und so weiter.



      Zitat


      Und was ist eurer Meinung nach dem Hund gegenüber fairer?!


      Meiner Meinung nach ist es am fairsten zum Hund, dass man etwas länger nach Methoden sucht, und nicht gleich bei "wenn Leckerchen nicht gehen muß man rucken" aufhört.

    • Hallo!
      Es wird da nicht ständig geruckt, das war eine Übung, wo die an Leckerchen am Boden vorbei laufen sollten und dann auf´s Abbruchkommando hören sollen. Falls nicht :( : . Danach sofort ein dickes Lob.
      Also in meinem Fall geht es nicht um Leinenführigkeit.
      Ich find die HuSchu sonst echt super!
      Wir lernen, die Hunde ruhig zu streicheln, Bodenarbeit, Abrufen, Umweltreize, in der Halle was machen und draußen sind laute Geräusche, so Methoden wie Schütteln oder Umdrehen, diese Zuschnürhalsbänder (ich weiß die genaue Bezeichnung nicht) etc. gibt´s da nicht.
      Ich üb jetzt das "Nein", indem ich ihn etwas schärfer anspreche und ihm eine Alternative biete. Er ist sogar (noch???) vom Außenstall der Meerschweinchen abrufbar.
      Klappt nicht so schnell, aber gut! Er hat sogar schon vom Schuh abgelassen :gut: . Er ist jetzt 15 Wochen und ein selbstsicheres Kerlchen!
      Ich würd mich über weitere Einschätzungen sehr freuen!

    • Zitat

      Meiner Meinung nach ist es am fairsten zum Hund, dass man etwas länger nach Methoden sucht, und nicht gleich bei "wenn Leckerchen nicht gehen muß man rucken" aufhört.


      Seh ich auch so. :gut:


      Und wir reden hier vom Leinenruck nicht von mal eben ein bissel zuppeln und nen kleinen Impuls nach dem Motto "hallo ich bin noch da".


      Leinenruck? So hat es der idiotische Kasernengeist Trainer damals erklärt: Wie eine Nähmaschine, kräftige kurze Stöße nach oben.
      Und das ist dann eben kein zuppeln mehr, sonst hätte Gismo wohl bei der Vorführung durch den Trainer wohl kaum ne Blockade in der Halswirbelsäule davon getragen. :roll:


      Joker ist auch kein Hund, der nur mit Leckerlie leinenführig wurde.
      Sobald er mit dem Kopf an meinem Bein vorbei war, hab ich sofort ne 180° Linkskehrtwende gemacht und ihn so abgeblockt.
      Oder ich hab ihn auch schonmal körperlich zurückgedrängt und laut "kscht" gemacht, aber geruckt hab ich nie. Bringt meiner Meinung auch gar nicht wirklich was... und die körperliche Verletzungsgefahr ist einfach da beim Leinenruck. Ich will meine Hunde so nicht erziehen und schon gar nicht etwas so konditionieren.


      Am besten und am effektivsten hat es bei uns aber auch mit dem Clicker funktioniert und da hab ich es ab und an auch mal so gehandhabt wie shoppy es beschrieben hat.


      Ich finde es eben nicht fair dem Hund über Schmerzen etwas beizubringen. Klare Ansagen, ein körperliches Abblocken o.k. aber nicht über einen richtigen Leinenruck.
      Und solange der Hund nicht leinenführig ist kommt er ans Geschirr.

    • Wir hatten das, mit der kurzen und der langen Leine auch. Sind aber schon drüber hinweg. Mittlerweile läuft er nur noch an der kurzen Leine. Länger muss sie nicht sein. Wozu auch? Es gibt selten Probleme und wenn, dann immer dann, wenn wir beide einen schlechten Tag haben. Richtiges rucken, so würde ich das auch nicht nennen, da aber jeder eine andere Definition hat, ist es eben schwer übers Internet zu erklären. Das müsste man demonstrieren.



      Und vielen dank für deinen Post Shoppy. Aber scheinbar hast du meinen Beitrag nicht so ganz durchgelesen, vll. auch einfach nicht aufmerksam genug. Der Clicker fällt übrigens bei uns auch weg, da Finn draußen kein Interesse am Clicker hat. Da kann ich noch so viel Clickern. Und nicht nur Leckerchen, nein, auch Schnüffeln, rennen, sonstwas. Es ist ihm egal. Am ehesten frisst er Dinge vom Boden aber mal ehrlich? Ich stecke nicht viele, viele Stunden rein, damit er eben nichts mehr vom Boden frisst um ihn im nachhinein damit zu belohnen.


      Und nein, mein Ansatz ist auch nicht falsch. Warum? Ganz einfach, weil ich Einzelstunden bei einer sehr kompetenten Trainerin nehme und auch in die Gruppenstunden gehe und auch sie meint, dass mein Hund relativ ignorant ist in vielen Dingen und extrem eigenständig ist (Meint übrigens nicht nur sie). Glaubst du wirklich, ich wäre so naiv und würde einfach das machen, was meine Trainerin mir vorgaugelt? Glaubst du wirklich, ich würde ohne System einfach etwas rumrucken nach dem Motto "Die Hünd läuft schon irgendwann"? Falsch. Ich habe jetzt fast ganze 7 Monate damit rumgemacht, die richtige Methode für uns zu finden und zuletzt - wirklich zuletzt - habe ich es doch mit "Zuppeln", "Rucken" oder wie immer ihr es nennen wollt, versucht und Erfolg gehabt. Ich konnte meiner Trainerin sagen, dass ich diese und jene Methode nicht anwende bevor ich nicht vorher andere Methoden angewendet habe und meine Trainerin ist so fair und überlegt sich dann andere Dinge. Aber es ist schön, dass andere Menschen immer sehr viel mehr über die Gesamtsituation weiß, als man selber.


      Mein Hund wird weder mitgeschliffen, noch sonst irgendwas. Mein Hund wurde NIE, wirklich NIEmals so geruckt, dass er Schäden davon hätte tragen können weil ich damit vorsichtig umgehe und mein Hund immernoch ein Lebewesen ist. Mein Hund achtet mittlerweile hervorragend auf mich - auch wenn man es als Außenstehender oftmals nicht sieht, weil er einen nicht permanent in die Augen glotzt. Aber ich kann jederzeit die Richtung wechseln, ohne dass er eingeschüchtert, ängstlich, sonstwas in der Art ist und mein Hund ist dabei.


      Vom Prinzip her machen wir ungefähr das, was Piccolini beschreibt, nur eben auf meinen Hund zugeschnitten. Vermutlich etwas mehr als das Zuppeln was Piccolini meint. Und auch immer ein Gegenangebot nach dem Zuppeln/Rucken. Einfach weil mein Hund sehr viel Bestätigung braucht, wenn er etwas richtig macht.


      Mir wurde das Rucken übrigens anders erklärt. Keine ordentlich kräftigen Rucke nach oben. Sondern auf Hundehalshöhe eher nach unten. Aus dem Handgelenk raus, nicht aus dem Ellenbogen, oder gar aus der Schulter, was beim Ruck nach oben wohl nur so geht?

    • Wenn es nur ein leichtes zuppeln ist, frag ich mich warum du vorher nicht die Aufmerksamkeit über eine positive Konditionierung erreicht hast. :???:
      Wenn es dem Hund nicht unangenehm ist und es kein Meideverhalten ist, kann ich den Wandel wirklich nicht verstehen...
      Das leichte zuppeln müsste ihm doch dann erst recht egal sein, wenn ihm schon Spieli, Leckerchen oder streicheln von dir schnuppe war.


      Und keiner hat hier geschrieben, dass er DEINEN Hund und dich besser kennt. Wir haben doch nur geschrieben, was WIR machen und das wir es eben nicht über den Leinenruck "Konditionieren" würden.


      Keiner hat dich angegriffen, also warum dann direkt so auf Abwehr???

    • :ironie: Früher als der Leinenruck noch gang und gebe war, als ausser Schlittenhunden kein Hund auf der Welt ein Geschirr anhatte hat man auf der Strasse unzählige Hunde auf Krücken , in Rollstühlen und sich unter schwersten Schmerzen auf dem Boden winden sehen.. >ironie ende< :-)


      erst als Geschirr und Klicker erfunden wurde ließ das nach ..


      Richtig angewandt und dem jeweiligen Hund angepasst kann die Binäre "Sprache" aus Leinenruck und Bestätigung eine genauso schonende und erfolgreiche Lernmethode darstellen als alle anderen Methoden auch.


      Auch mit rein auf positiver Bestärkung basierenden Methoden kann man viel falsch machen und den Hund in den Triebwahnsinn treiben ..auch das ist in meinen Augen quälerei .

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