Femurkopfluxation
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Hallo an alle!
Bin neu hier und wäre dankbar für jeglichen Rat zu unserem Problem:
Leider wird der Beitrag etwas langUnsere 13 Monate alte Schäferhündin war am 14.07. für eine Stunde bei einer Freundin als ich zur KG mußte.
Feenja nutzte einen kurzen unbeobachteten Moment um aus dem Fenster der dritten Etage zu springen.
Diagnose in der Klinik:
Pneumothorax ( Riß in der Lunge ) und Luxation des Oberschenkelkopfes des linken Hinterlaufs.
Der Pneumothorax wurde mit einer Drainage behandelt und während dieser Narkose versuchte man den Femurkopf ohne OP zu repositionieren.
Hat leider nicht geklappt. Das Bein wurde mit einer Ehmer Schlinge fixiert.
Am 16. 07. wurde Feeni dann operiert.( Vorher war wegen der kritischen Lungensituation die Narkose zu gefährlich)
Bei der OP wurde der Femurkopf mit 6 Schrauben und einem Faden ähnlich einer Sehne in der Hüftpfanne fixiert. Das Bein kam wieder in die Ehmer Schlinge.Fraglich war, ob diese Fixierung reicht um den Kopf in der Pfanne zu halten oder ob er später wieder rausspringen würde.
Am Montag den 19.07. durften wir Feeni dann endlich wieder mit nach Haus nehmen. Erst ging es der Maus gar nicht so gut, aber jeder Tag brachte einen kleinen Fortschritt und sie wurde immer geschickter und fixer auf ihren 3 Beinen.
Am 27.07. wurde nun die Ehmer Schlinge entfernt und die Fäden gezogen.
Die positive Nachricht der Kopf blieb drin!! Aber jetzt hängt das Bein nur noch an Ihrem Körper, und gestern stellte sich heraus, das der Ischiasnerv im Bein wohl beschädigt ist ( war vorher nie die Rede von) Die Muskulatur in dem Bein hat sich bereits stark zurückgebildet und Sehnen scheinen auch schon verkürzt zu sein.
Wir sollen jetzt 1 Woche warten, Physio machen, jede Menge Medikamente geben und schauen ob sich etwas verändert. Dann wird entschieden, ob sie nachoperiert werden soll. Dann müßten wahrscheinlich die Schrauben wieder raus um an den Nerv zu kommen.
Womit wir dann wieder das Problem mit der Hüfte haben nur dann wesentlich schlimmer.Wir sind total verunsichert.
Wollen uns gerne eine zweite Meinung einholen.
Nun meine Fragen an Euch:
Hat jemand evtl. Erfahrung mit diesem Probelem ?
Weiß jemand einen Spezialklinik für Orthopädie und Neurochirugie? Wir sind aus DUS.
Habt Ihr sonst noch irgendwelche Tipps für uns?
Vielen Dank schon mal für Eure Geduld beim Lesen!!!!
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Hallo Slina,
das tut mir sehr leid, was Deiner Maus passiert ist.
Ich war heute mit meiner Kleinen zur Physio und habe da von Deinem Fall erzählt. Die Physiotherapeutin von meiner Hündin sagte mir, Du sollst Physio mit ihr machen, wenn möglich da wo man sich auch gut mit den Nerven auskennt.
Wie benutzt sie denn ihre Pfote? Kannst Du das mal beschreiben?
Wenn Du möchtest schick mir eine Email, dann kann ich Dir vielleicht
weiter helfen.Gruß Cleounddon
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Hallo Cleounddon,
erstmal vielen Dank für Deine Antwort. Ihre Pfote benutzt Sie leider gar nicht und ich darf diese auch nicht wirklich anfassen. Sie versucht dann immer meine Hand wegzuknabbern. Allerdings waren wir gestern und heute in MG in der Klinik und haben uns eine zweite Meinung eingeholt.
Der TA dort (Neurochirug) ist der Meinung, daß der Ischias nicht defekt ist. Evtl. leicht verletzt oder irritiert durch die zu lange Zeit in der Schlinge.
Dort ist man der Meinung, daß Feeni auf Grund von Schmerzen das Bein nicht benutzen ( auftreten) will. Beim hinsetzen, zieht sie es scheinbar bewußt an.Da sich lt. neuem Röntgenbild auch eine Schraube verschoben hat, rät man uns nun zu einer Femurkopfresektion. Danch dann sofort intensivste Physio um die Muskeln wieder aufzubauen. Alles in der Hoffnung, daß Feeni ihr Bein behalten und auch wieder möglichst normal benutzen kann.
Ich denke wir werden diese OP machen lassen, obwohl es mir total leid tut Feeni nochmal solchen Strapazen auszusetzen!!
Wenn wir alles so lassen wie es jetzt ist, besteht die Gefahr, daß sie aufgrund der Schmerzen das Bein weiter nicht benutzt und man auch keinen Erfolg bei der Physio errreicht. Folge wäre auch hier das sie das Bein verliert.
Alles ganz schön besch....!
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Oh man das ist ja schrecklich. Leider kann ich euch keinen Rat geben, aber lass dich unbekannterweise mal ganz fest von mir drücken.
Ich wünsche euch dass ihr die richtige Entscheidung trefft und dass es eurer Maus schnell wieder besser geht!!!!!! -
Guten Morgen Slina,
entschuldige bitte, bin gestern nicht mehr dazu gekommen
Dir zu antworten.
Das ist ja wirklich absolut besch.....!!!!!
Das tut mir so leid, für die Maus.
Wann soll denn die OP sein?
Darf ich mal etwas fragen? Wird sie danach nicht humpeln, weil das Bein kürzer ist als das Andere? Und bekommt sie durch das kürzere Bein keine Probleme auf der anderen Seite der Hüfte? Hat man dazu etwas gesagt?
Ich wünsche der Maus auf alle Fälle alles Gute!Gruß aus Krefeld
Cleounddon -
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Guten Morgen Ihr Lieben,
vielen Dank erstmal für´s drücken. Können wir im Moment gut gebrauchen.
Wir haben solche Angst die falsche Entscheidung zu treffen!!! fast jeder Gedanke drehr sich um die Maus und die Frage was wir machen sollen!
Sie ist noch so
Man ist so hilflos, da man den Ärzten so ausgeliefert ist. Wie haben am Montag nochmal einen Termin in der Klinik in DUS, wollen erklären, warum wir dort die Behandlung abbrechen.
Das Schlimme ist, daß der Chirug der Feenja operiert hat aufeinmal und ganz plötzlich nicht mehr in der Klinik ist, und wir ihn überhaupt nicht mehr zu der Situation befragen können.
Kürzer soll das Bein nach der OP nicht sein. Mit der Zeit bildet sich wohl ein sogenanntes Bindegewebsgeleng.
Das Wichtigste ist somit die Physio im Anschluß um Muskulatur aufzubauen.
Leider hat sich die Muskulatur seit dem Unfall schon extrem zurückgebildet! Darum liegen die Erfolgsaussichten der OP auch nur bei 50-60%.Vielleicht hat hier ja jemand mit der Femurkopfresektion schon Erfahrung, oder ähnliches erlebt!?
Die OP ist am Dienstag und wir können alle Daumen gebrauchen!
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Hallo Slina,
schreib mir doch bitte mal eine Email. Sie ist freigeschaltet. Ich würde sehr gerne mal mit Dir telefonieren.
Ich möchte hier im Forum ungern meine Telefonnummer mitteilen.
Gruß Cleounddon
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Hallo Slina,
das war ja ein schlimmer Unfall! Da drücke ich aber ganz fest die daumen, das alles wieder gut wird!!!
Zur Femurkopfresektion kann ich dir von meiner Erfahrung erzählen. Bei meinem Golden Retriever wurde diese durchgeführt, als er knapp 6 Monate alt war (noch nicht ganz), da er keine ausgebildete Hüftpfanne auf der linken Seite hatte. Das Bein ist ein kleines Stückchen kürzer, aber wirklich minimal. Laufen konnte er immer und nach der Schonphase auch ein ganz normales Hundeleben führen mit Spaziergängen, toben, rennen, spielen. Schwimmer ist unheimlich gut zum gelenkschonenenden Muskelaufbau. Zur Unterstützung des Muskelaufbaus bekam er in gewissem Abstand 3x Anabolika gespritzt.
Mittlerweile ist er 13,5 Jahre alt und es geht ihm altersentsprechend immer noch gut!
LG
bonanza -
Hallo Bonanza, daß macht mir ja Mut, daß die OP bei Euch geglückt ist.
Feenja ist zum Glück noch nicht so schwer 24kg. Der Arzt meint bei dem Gewicht wäre die Resektion noch kein Problem.Ich hoffe so sehr , daß dies dann die letzte OP ist und Feenja in absehbarer Zeit wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung, mit anderen Hunden toben, ausleben kann. Im Moment versuchen wir sie mit Kong und Kopfspielen auszulasten, aber so richtig zufrieden scheint sie damit nicht zu sein. Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten.! Vielen Dank erstmal für die Antworten
P.S. Cleounddon, ich habe Dir gerade eine e-mail geschickt!
Euch allen einen schönen Abend und weiter viel Spaß mit Euren vierbeinigen Freunden!
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