Hundeleben um jeden Preis?

  • Patrick, wäre dann nicht eine mögliche Lösung, über die Dörfer zu reiten und eine neue Heimat mit passender Aufgabe zu suchen? Wirklich eine geschlossene, abgelegene Anlage, die der Hund getrost bewachen kann, in der Art, wie ich es in meinem letzten Post beschrieben hatte? So schwer kann das doch nicht sein. Wenn schon kein sonstiger geeigneter Platz zu finden ist, dann doch wenigstens das, wenigstens versuchen ...


    Und mal ehrlich, in deinem letzten Post liest sich das gar nicht sooo dramatisch. Ist eben kein Stadthund, sollte also dort leben, wo es nur wenig Menschen gibt. HH sollte ihn habten können, und zur Not gibt es Auslauf eben nur mit der Nase hinter Gittern, sprich Maulkorb.


    Da muss doch was zu machen sein.

  • @DSH-Bauer: geh doch einfach mal davon aus, daß der Hund durchaus mit Familienanschluß leben kann, weil er eben NICHT alles beisst, was sich bewegt.


    Patrick:
    Guggsu hier


    http://www.dsh-nothilfe.de/


    Ist jetzt nur gegockelt, aber Tierschutz-Orgas gibts ja genug.
    Also drück deinem Kollegen das Telefon in die Hand, er soll den Hund abgeben, sonst Beule! :D

  • Zitat

    @DSH-Bauer: geh doch einfach mal davon aus, daß der Hund durchaus mit Familienanschluß leben kann, weil er eben NICHT alles beisst, was sich bewegt.


    Habe ich auch nicht unterstellt. Nur reicht es ja, wenn der Briefträger jeden Tag eine neue Hose braucht. Und auch wenn manche Ehe- und Hausfrau das vielleicht anders sieht, Briefträger, Gasmänner, Elektriker usw. gehören nun wirklich nicht zur Familie, das weiß jeder Hund :lachtot: .

  • Klar, aber das heißt ja nicht, daß jeder Hund mit diesem Verhalten nur noch Wachdienst schieben muß, weit weg von allen Menschen. Ich habe ein Rudel Lagerschutzhunde. Das Umfeld stellt sich darauf ein ;)


    Es sollte eben ein "Gelbe-Seiten-HH" sein, einer, der sich damit auskennt.

  • Zitat

    Klar, aber das heißt ja nicht, daß jeder Hund mit diesem Verhalten nur noch Wachdienst schieben muß, weit weg von allen Menschen. Ich habe ein Rudel Lagerschutzhunde. Das Umfeld stellt sich darauf ein ;)


    Es sollte eben ein "Gelbe-Seiten-HH" sein, einer, der sich damit auskennt.


    So hatte ich das nicht gemeint, weit weg von allen Menschen. Nur eben weg von fremden Menschen. Ich hatte ja auch noch was von Bezugsperson und Spielen geschrieben.


    So, wie ich das lese, mag der Hund keinen Trubel. Er will seine drei bis drölf Menschen, die er kennt und mit denen er in Frieden leben kann, um sich haben und mehr nicht. Keine anderen Hunde, keine Fremden, er will nur seine Ruhe. Kann er doch haben.


    Mit dem "Gelbe-Seiten-HH" stimme ich dir voll und ganz zu.

  • Zitat

    So hatte ich das nicht gemeint, weit weg von allen Menschen. Nur eben weg von fremden Menschen. Ich hatte ja auch noch was von Bezugsperson und Spielen geschrieben.


    So, wie ich das lese, mag der Hund keinen Trubel. Er will seine drei bis drölf Menschen, die er kennt und mit denen er in Frieden leben kann, um sich haben und mehr nicht. Keine anderen Hunde, keine Fremden, er will nur seine Ruhe. Kann er doch haben.


    Mit dem "Gelbe-Seiten-HH" stimme ich dir voll und ganz zu.



    :???: wenn Ihr die einsame Insel gefunden habt, sagt Ihr dann Bescheid?


    Das Problem geht doch schon da los, wo der Postbote kommt, der Paketdienst, Freunde oder iein Handwerker. Innerhalb der Wohnung kann man den Hund ja noch wegschliessen, aber was, wenn man bei einem Spaziergang in der Wallachhei doch mal den Jogger, Radfahrer, die Mutter mit Kind, die älteren Herrschaften trifft? Genau dann ist der Hund nicht mehr kontrollierbar und wird zur Gefahr.


    Schnauzermädel schrieb ganz richtig, es braucht einen geeigneten Platz und die sind leider rar gesät.


    Es ist weder watteweich noch fair, aber es ist so.


    Dazu das Alter und die Krankheit(en). Da braucht`s wirklich für den Hund einen Sechser im Lotto.


    Birgit

  • es ist hart, aber leider Realität - erst wird sich ein Hund zugelegt, sich um nichts weiter gekümmert - Hauptsache man kann sagen - ich habe einen Hund und wenn er dann lästig wird, dann müssen andere Menschen den Karren aus dem Dreck holen. :hust:


    Der Hund zeigt doch eigentlich sehr deutlich, dass er in geeigneten Händen sicherlich noch ein schönes Leben habe kann. Nun ist es doch so, der Hund hat nichts gelernt, war in einem Zwinger untergebracht - also immer abegeschoben und seine Gassigänge mit Sicherheit auch nicht so wie wir das eigentlich handhaben.


    Jetzt findet sich ein junger Mann, dem doch einiges an dem Hund zu liegen scheint und die Freundin kann sich mit dem Tier nicht anfreunden - leider schade für dieses Tier, zumal der Hund ja den jungen Mann zu kennen scheint und ihm auch vertraut. Das Alter und seine Gebrechen mal außer Acht lassend - es ist zum heulen, da ist jemand, der eigentlich alles zum guten wenden könnte, aber leider ist da ein anderes Wesen welches kein Verständnis hat.


    Ehrlich gesagt, es wäre für den Hund besser, wenn man ein geeignetes Plätzchen finden könnte, aber ich habe wenig Hoffnung. Und wieder einmal zeigt sich - Tier muss ausbaden, was Mensch versäumt hat.


    Traurige Grüße

  • Patrick


    ich selber habe vor vielen Jahren einen Hund einschläfern müssen, damals gab es keine HT die sich dem Hund und seiner Agression und seinem Beschützerinstinkt annahmen. Ich hatte meinen Hund aus dem TH und es war so, dass der Hund nur mich akzeptierte, ich hatte aber kleine Kinder, auch Freunde konnten sich nicht mehr nähern, wenn ich arbeiten war. War ich da, war mein Hund ein Lamm, aber kaum hatte ich das Haus verlassen, wurde aus meinem Hund ein Kontrollfreak, welches alle Bewegung - egal von wem, unterbund, meine Kinder und auch ehem. Partner konnten sich nicht mehr frei bewegen, sie konnten nicht mehr essen, ohne dass mein Hund versuchte sie überall und an jeder Tätigkeit zu hindern.


    Ich wollte lange Zeit nicht daran denken, diesen Hund aufzugeben, er war noch jung, hatte ständig Durchfall, ich war sein Frauchen, dass er gegen alle anderen abschirmen wollte. Selbst mein TA wußte nicht mehr weiter, die Trainer die er kannte lehnten alle dankend ab.


    So blieb mir nichts anderes übrig, als den jungen Hund über die RBB gehen zu lassen. Er war gerade 2 Jahre alt und noch heute denke ich viel an ihn. Hätte ich keine Kinder gehabt, ich hätte den Hund mit all seinen Macken behalten und ihm sein Leben weiter ermöglicht.


    Man muss immer abwägen - aber da müssen alle an einem Strang ziehen und man darf gewisse Verhaltensweisen nicht ignorieren, man muss auch bereit sein auf gewisse Umstände einzugehen.

  • Da wir alle nicht wirklich wissen, wie reissend und unkontrollierbar die "Bestie" wirklich draußen ist, ist diese Diskussion eh müßig. Das zu beurteilen ist nur jemandem möglich, der Ahnung hat und den Hund sieht.


    Interessant finde ich, daß sich der Thread wieder in 2 Lager spaltet. Da gibts die einen, wie mich, die sagen "kann so schlimm nicht sein. Findet den richtigen Platz, dann wird das schon" und dann die Anderen, die schon das Nachbarkind zwischen seinen Zähnen hängen sehen und ihn lieber einschläfern wollen. GsD liegt es nicht bei uns, eine Entscheidung zu treffen. Alles nur freie Meinungsäußerung :smile:



  • Ich bin mal ehrlich...Ich hätte auch ein Problem mit solch einen Hund...jedenfalls finde ich es fast unmöglich so einen Hund in der Stadt zu halten.
    Aber das Mindeste ist wirklich zu versuchen einen geeigneten Platz auf einem Bauernhof oder dergleichen zu finden...und so schnell wie möglich einen Wesentest machen zu lassen.
    der beste Platz wäre eben der Tierschutz.

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