Hund knurrte uns an und wollte uns beißen
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Hier eine kurze Vorgeschichte:
Mein Freund und ich wollten unbedingt einen Hund in unserer Familie. Beide hatten wir vorher schon mal einen gehabt. Ich einen Labrador und er einen Schäferhund. Wir wollten etwas Gutes tun und holten uns einen Jack Russel aus einer anderen Familie, die ihn nicht mehr behalten konnte. Nun ist er im November 1 Jahr bei uns. Er ist 7 Jahre alt und wir waren auch schon bei einer Hundetrainerin. Er hat hier und da ein paar Macken, über die wir liebevoll hinweg sehen. Ich bin tagsüber zu Hause, er muss also auch nur allein bleiben, wenn wir einkaufen oder so. Vor ein paar Monaten haben wir auch noch einen zweiten Hund angeschafft und die beiden sind die besten Freunde.
Gestern dann der Vorfall:
Mein Hund ist drinnen in der Wohnung, der liebste der ganzen Welt. Macht nirgendwo hin, knabbert nichts an, aber gegenüber Geräuschen ist er etwas empfindlich. Unser Nachbar von oben hat laut TV geguckt und er hat in der Nacht angefangen zu bellen. Wir sind raus, aus dem Schlafzimmer haben ihn ausgeschimpft und da schmiss er sich auf den Boden und knurrte uns an. Das hat er noch nie gemacht. Mein Freund wollte ihn beruhigen und da wollte unser Hund ihn plötzlich beißen. Ist aber Gott sei Dank nichts passiert.Mit den Vorbesitzern habe ich keinen Kontakt und er hatte da auch kein gutes Leben gehabt. Was soll ich denn jetzt machen, hat einer von euch nen Tipp? Denn ich seh ihn jetzt mit etwas anderen Augen und mein Freund meinte, wenn er mich beißt dann kommt er weg. Weder will ich das er einen beißt, noch das ich mich von ihm trennen muss.
Dringend HILFE gesucht!
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Zitat
Mein Hund ist drinnen in der Wohnung, der liebste der ganzen Welt. Macht nirgendwo hin, knabbert nichts an, aber gegenüber Geräuschen ist er etwas empfindlich. Unser Nachbar von oben hat laut TV geguckt und er hat in der Nacht angefangen zu bellen. Wir sind raus, aus dem Schlafzimmer haben ihn ausgeschimpft und da schmiss er sich auf den Boden und knurrte uns an.Er knurrte aus dem Liegen?
ZitatDas hat er noch nie gemacht. Mein Freund wollte ihn beruhigen und da wollte unser Hund ihn plötzlich beißen. Ist aber Gott sei Dank nichts passiert.
Wie denn beruhigen?
ZitatWas soll ich denn jetzt machen, hat einer von euch nen Tipp?
Grundsätzlich die Finger vom Hund lassen, wenn er knurrt. Das ist eine eindeutige Warnung.
Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Er hat hier und da ein paar Macken, über die wir liebevoll hinweg sehen.
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Mein Freund wollte ihn beruhigen und da wollte unser Hund ihn plötzlich beißen.Hallo,
was sind denn das für "Macken", über die Ihr liebevoll hinwegseht?
Und wieso hat der Hund die "Macken" trotz des Besuchs bei der Hundetrainerin noch?Und das Zweite: Wieso wollte Dein Freund ihn beruhigen? Bei mir käme da je nach Hund ein energisches "HEYYYYYYYYYYYYY!!!!!" oder einfach ein ruhiges "Ist ok, sei ruhig." in solch einer Situation.
Ich denke, das Verhalten des Hundes ist das Ergebnis Eures Umgangs mit ihm.
Liebe Grüße
Doris
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Ihr seid beide aus dem Schlafzimmer und habt ihn ausgeschimpft
seid ihr auf ihn zu gestürzt ?
warum hat er sich hingelegt ?War der Vorfall im dunkeln oder hattet ihr überall Licht an.
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Ich denke das man das aus der Ferne schlecht beurteilen kann, das müsste man schon mal sehen. Auch wie Euer Rudel sich so allgemein verhält. Kann ja sein das sich der Hund bedrängt fühlte und deshalb so reagiert hat
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Macken z.B. Bellen im Auto und er hats nicht so mit kleinen Hunden.
Die erste Hundetrainerin war kacke, denn die war der Meinung, der ist zu alt, dem kann man nichts mehr beibringen. So ein Schwachsinn.Das Licht war an und er saß in seinem Hundekorb. Ich bitte euch, ist nicht mein erster Hund und ich pflege schon einen sehr guten Umgang mit meinen Hunden. Mein Freund ging zu ihm (stürzte sich aber nicht auf ihn!) und sagte (auch nicht laut oder schreiend) pfui und aus. Und da schmiss er sich einfach hin. Und knurrte. (Das man ihn in solch einem Augenblick nicht anfassen soll, ist mir schon klar) Mein Freund sagt dann besänftigend, er soll ruhig bleiben ist ja alles ok, und da sprang er fast auf und schnappte richtig nach ihm. Mein Freund war aber schneller. Er ging dann angesäuert ins Bett und ich blieb bei ihm. Nahm dann Platz auf der Couch und er kam zu mir und legte sich auf meinen Schoß. Wie gesagt, hat er noch nie gemacht. Er wird hier auch nicht geschlagen oder so. Er ist ein treuer Begleiter, kommt überall mit hin und hört aufs Wort.
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Wenn er tatsächlich angstmotiviert bellte, dann ist das Verhalten nachvollziehbar - zumal man ja nicht weiß was beim Vorbesitzer in solchen Situationen passierte... Ich denke mal, dass er das "Beruhigen" eher als Bedrohung aufgefasst hat.
Vielleicht solltet Ihr Euch mal in Ruhe nach einem neuen Trainer umschauen
Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Macken z.B. Bellen im Auto und er hats nicht so mit kleinen Hunden.
Die erste Hundetrainerin war kacke, denn die war der Meinung, der ist zu alt, dem kann man nichts mehr beibringen. So ein Schwachsinn.Das Licht war an und er saß in seinem Hundekorb. Ich bitte euch, ist nicht mein erster Hund und ich pflege schon einen sehr guten Umgang mit meinen Hunden. Mein Freund ging zu ihm (stürzte sich aber nicht auf ihn!) und sagte (auch nicht laut oder schreiend) pfui und aus. Und da schmiss er sich einfach hin. Und knurrte. (Das man ihn in solch einem Augenblick nicht anfassen soll, ist mir schon klar) Mein Freund sagt dann besänftigend, er soll ruhig bleiben ist ja alles ok, und da sprang er fast auf und schnappte richtig nach ihm. Mein Freund war aber schneller. Er ging dann angesäuert ins Bett und ich blieb bei ihm. Nahm dann Platz auf der Couch und er kam zu mir und legte sich auf meinen Schoß. Wie gesagt, hat er noch nie gemacht. Er wird hier auch nicht geschlagen oder so. Er ist ein treuer Begleiter, kommt überall mit hin und hört aufs Wort.
Ich glaub Du machst Dir unnötig nen Kopf. Im EP hast Du geschrieben Ihr habt den Hund ausgeschimpft, im nächsten Post, dass die Stimme nicht mal erhoben wurde. Ich will Dich nicht festnageln, weil es auch egal ist.
Also mal aus Hundesicht versuchen zu sehen: ich lieg in meinem Körbchen, es ist dunkel. Ich höre was und melde. Bumms, Licht an, zwei Gestalten steuern aus dem Schlafzimmer auf mich zu und ich bekomm eine Ansage vom Allerfeinsten.
Erstmal ist meine Denke: wenn was uninteressant sein soll für den Hund, dann kann ich ihm das nur klarmachen, wenn ich auch Desinteresse zeige. Genau das habt Ihr allerdings nicht getan. Der Hund weiß nicht, dass Ihr wegen seinem Gebell derart aus dem Bett gefahren seid, es könnte ja auch aus dem Grund gewesen sein, den er gehört hat.
Lass es mich an einem Beispiel erklären. Angenommen der Hund hätte einen Brandgeruch wahrgenommen und gemeldet. Dann wärt Ihr genauso aus dem Bett gerumpelt. Auch zum Hund hin. Aber diesmal mit einer ausschließlich positiven Reaktion auf ihn und gar nichts wäre passiert.
Damit wird klar, das Problem liegt nicht am Bellen, nicht am Melden, nicht am Knurren. Sondern Ihr müsst dem Hund beibringen, wann man ruhig weiterschlafen kann ohne sich aufzuregen. Das ist der Schlüssel.
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Zitat
Macken z.B. Bellen im Auto und er hats nicht so mit kleinen Hunden.
Die erste Hundetrainerin war kacke, denn die war der Meinung, der ist zu alt, dem kann man nichts mehr beibringen. So ein Schwachsinn.Yap, haben wir auch schon gehört. Es gibt ja aber zum Glück auch Trainer mit Hirn.
ZitatDas Licht war an und er saß in seinem Hundekorb. Ich bitte euch, ist nicht mein erster Hund und ich pflege schon einen sehr guten Umgang mit meinen Hunden. Mein Freund ging zu ihm (stürzte sich aber nicht auf ihn!) und sagte (auch nicht laut oder schreiend) pfui und aus. Und da schmiss er sich einfach hin. Und knurrte. (Das man ihn in solch einem Augenblick nicht anfassen soll, ist mir schon klar) Mein Freund sagt dann besänftigend, er soll ruhig bleiben ist ja alles ok, und da sprang er fast auf und schnappte richtig nach ihm. Mein Freund war aber schneller. Er ging dann angesäuert ins Bett und ich blieb bei ihm. Nahm dann Platz auf der Couch und er kam zu mir und legte sich auf meinen Schoß. Wie gesagt, hat er noch nie gemacht. Er wird hier auch nicht geschlagen oder so. Er ist ein treuer Begleiter, kommt überall mit hin und hört aufs Wort.
Er ist ein treuer Begleiter und wollte Euch wahrscheinlich einfach auf die seltsamen Geräusche aufmerksam machen. Wahrscheinlich war er einfach erschrocken vom Trubel, der dann folgte und hat Euer Verhalten als Angriff gewertet.
Wenn unser Hundeopa in der Nacht wach wird, ist er meist selbst erschrocken und zudem noch etwas dösig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass an dieser Stelle oft Vergangenheit und Gegenwart verwischen und er überdurchschnittlich schnell in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Wer weiß, was Euer JRT beim Vorbesitzer erleben musste, wenn er unerwünscht gemeldet hat.
Wir hatten auch ein Meldeproblem, welches wir mit sehr guten Tipps aus dem Forum gut gelöst bekommen haben. Ich glaube es war u.a. Bentley die den Tipp gab, immer wieder zu beruhigen. Hund bellt, Mensch sagt: Ist in Ordnung, schlaf weiter. Irgendwann ist das ritualisiert und der Hund lernt, alles klar, da ist nix. Bentley, verzeih, wenn ich das jetzt unzureichend wiedergegeben habe
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Zitat
Also mal aus Hundesicht versuchen zu sehen: ich lieg in meinem Körbchen, es ist dunkel. Ich höre was und melde. Bumms, Licht an, zwei Gestalten steuern aus dem Schlafzimmer auf mich zu und ich bekomm eine Ansage vom Allerfeinsten.
Das ist verflixt gut beschrieben.
Noch als Ergänzung:
Und dann kommt einer von den Schimpfern immer näher, ARGH!Ich glaub einfach, dass Ihr alle drei ein wenig verschlafenerweise überreagiert habt.
Terriers "Bellfreude" (MEIN Synomym für Geräuschempfindlichkeit
) gehe ich gänzlich anders an, indem ich das Melden an sich gar nicht "beschimpfe", denn manchmal ist man auch sehr froh drum, sondern dem Hund helfe, Geräusche, die "meldewürdig" sind, besser einzuordnen.
Schimpfen ist sogar eher kontraproduktiv - denn damit, dass auf das Geräusch hin etwas doofes (=schimpfen) passiert, wird der Hund ja nur in seiner Einschätzung, dass das ein doofes Geräusch ist, bestätigt.
Man mag es kaum glauben, dass ein oft noch so ursprüngliches Tier wie der Hund tatsächlich aus dem Schlaf heraus genauso verpennt reagieren kann, wie wir Menschen (noch dazu ohne Kaffee
), aber es ist tatsächlich oft genug so.
Ich würde das Ganze gar nicht überbewerten, sondern beim nächsten nächtlichen Bellen etwas verhaltener reagieren.
LG, Chris
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