Die irrste Hundestory...

  • ...die ich schon seit langem gehört habe. ;)


    Wir treffen bei unseren Spaziergängen ab und zu eine Frau, die mit ihrer
    Debbie, einer Retreiver-Hündin, unterwegs ist.
    Die Hunde verstehen sich prima und wir unterhalten uns derweil.


    Ihr Ehemann ist beim französischen Militär für einen Uno-Einsatz in West-
    Sahara.
    Was ihn schockiert, ist der Umgang der Leute dort mit den Tieren. Hunde,
    Katzen und gerade Nutztiere, wie z.B. die Esel, führen dort ein erbärmlich-
    es und oft nur kurzes Leben.


    Im Camp lebt bei den Soldaten eine Hündin namens Sahara. Sie gehört
    niemandem, wird aber von den Soldaten versorgt.
    Die Truppe zieht jetzt zum Jahresende ab und dem Ehemann unserer
    Bekannten war sofort klar, dass er Sahara dort nicht zurücklassen will.


    Er hat sich erkundigt, was zur Einfuhr nach Deutschland notwendig ist.
    Aber wo soll er dort einen TA finden, der die nötigen Impfungen durch-
    führen kann? Ausser Unverständnis hat er jedenfalls nichts bekommen.


    Er ist mit Sahara nach Agadir (Marokko) gefahren, wo es einen TA gibt,
    der die notwendigen Untersuchungen und Impfungen machen kann.
    Also ist es beschlossene Sache, dass er zum Jahresende mit Sahara nach
    Deutschland kommt.
    Beide sind jetzt sehr aufgeregt und nervöse, weil sie Angst haben, dass
    sich Sahara nicht mit Debbie verträgt...


    Jetzt kam es zum worst case. Aus der grossen Sahara rieselten plötzlich
    acht Sandkörnchen in Form von Welpen.
    Was jetzt? :shocked:


    Er und seine Frau haben alle Hebel in Bewegung gesetzt und hier in der
    Nähe einen Tierschutzhof gefunden, der das Muttertier und alle 8 Welpen
    aufnimmt!
    Sollte sich Sahara mit Debbie vertragen, würde sie nach Vermittlung der
    Welpen zu unserer Bekannten kommen. Vertragen sie sich nicht, kann
    Sahara auf dem Hof bleiben und darf dort in Hof und Freigehege leben.
    Für sie, die keine Häuser, kein eingesperrt sein kennt, wäre das sicherlich
    eine gute Lösung.
    Die Bekannten würden dann einen der Welpen nehmen und mit Sahara
    weiterhin Kontakt halten.


    So weit, so gut.


    Nur, wie mit der Hundebande von Westsahara ins Badische kommen?


    Tja. Sobald er seinen Dienst beendet hat, fliegt er her. Dann mieten er
    und seine Frau ein Wohnmobil und fahren die Zweitausendnochwas Kilo-
    meter nach Agadir und holen die Hunde bei dem TA ab, wo sie so lange
    bleiben können. Dann fahren sie die Strecke wieder rüber, mit der
    ganzen Hundefamilie im Gepäck. :gut:


    Eine unglaubliche Aktion, aber eine tolle Sache!


    Ich wünsche allen jedenfalls eine gute Reise und hoffe, dass alle in gute
    Hände vermittelt werden können.


    liebe Grüsse ... Patrick

  • das is ja unglaublich - und das alles für einen Hund, ähm Hundehaufen :headbash:


    Riesengroßen respekt, ich würds sicherlich nicht machen. Aber die Aktion ist schon geil


  • WOW! :respekt: Das nenne ich mal Einsatz! :gut: Gute Reise für alle Beteiligten und gesundes Ankommen im neuen Heim.


    LG Ute

  • Ich finde das einfach nur großartig und hoffe, dass alles gut klappt und Sahara hier bald ein wunderschönes Leben führen kann... ihre Welpen natürlich auch!


    Meine Hochachtung :gut:

  • Patrick... was für eine Geschichte


    Hat der keine Kollegen die die Hunde im Flieger mitnehmen
    können?
    Kann er nicht mehrere Boxen "packen" ?
    Flugpaten ... Agadir ist nu nicht " amarschderwelt"?


    ( Andererseits ... interessante Route für WoMo-Urlaub :roll: )


    Grüße
    Susanne

  • Hammer - grenzenlose (im wahrsten Sinne des Wortes) Tierliebe.

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