Entscheidung fällt schwer...

  • Also ich kann dir nur von uns berichten. Unser Hund war knapp 8 Monate alt, als wir ihn im Tierheim abgeholt haben. Ich hatte am Anfang Urlaub und bin wie mit einem Welpen nachts alle ca 2-3 Std raus, so dass er nach ca. 2 Wochen sauber war.
    Allerdings müsst ihr auch daran denken, dass ein paar Monate alter Hund schnell in seine erste Pubertätsphase kommt, und das kostet Energie. Also Hundeplatz bzw. Trainer/in ist unheimlich wichtig und hier lohnt es sich, gleich von Anfang an konsequent zu Werke zu gehen. zum Jahreswechsel ist er jetzt dann 2 Jahre bei uns und wirklich ein toller Familienhund. Aber das erste halbe Jahr war ziemlich anstrengend, vor allem für meine Frau, die vorher selbst noch nie einen Hund hatte.
    So oder so, ich wünsche euch viel Erfolg und Spaß mit eurem neuen Rudelmitglied

  • Zitat

    Tja, bei älteren Tieren ist halt die Gefahr größer, dass man schon bald ständig zum Tierarzt muss und eben nicht unbedingt noch viele, gesunde, sorgenfreie Jahre hat, die man meist erstmal mit einem Welpen verbringen kann.
    GLG Dani


    das würde ich so nicht verallgemeinern, ich kenne viele junge hunde die schon öfter beim TA waren als z.b. der 10 jährige hund meiner eltern.
    eine freundin von mir hatte eine goldi-welpen, der in seinen ersten 8 monaten 15 mal zum TA musste
    bekannte haben eine JRT-hündin, mittlerweile 4 jahre alt, mit lebershunt. rund 7.000 euro wurde schon in operationen investiert.


    klar haben alte hunde öfter mal verschleißerscheinungen an knochen etc. aber es muss nicht sein, genauso wie es nicht sein muss das ein junger hund krank ist.


    aber verallgemeinern würde ich nicht

  • Spontan würde ich dir zu der "älteren" Hündin.
    Aus mehreren Gründen:


    Sie ist charakterlich schon gefestigter. Sie scheint gute "Anlagen" zu haben. Es hört sich so an, als ob sie sich leichter in eine Familie integrieren lässt. Man kann bei ihr einfach mehr abschätzen, wie sie ist. Während es beim Jungspund eher ein "raten wie er wird" ist.


    Niemand weiß, wie lange der kleine "Angsthase" braucht, um sich an den Trubel, den so eine Familie mit sich bringt, zu gewöhnen.


    Du musst die komplette Erziehungsarbeit noch leisten. Kannst du das? Neben Job, Kids etc??


    Auch ein junger Hund kann "Wehwechen" haben und ständig krank sein. Oder durch Krankheit, Unfall früh sterben.
    Auf der anderen Seite, kann dich auch ein 6-jähriger Hund noch die nächsten 10 Jahre problemlos begleiten. Das kann niemand vorher sagen.


    Aber das sind halt eher Vernunftsgründe. =)


    Und ganz nebenbei: ich finde es super, das sie Stöckchen und Bällchen nicht interessiert. Es gibt gute andere Hundespiele - die beiden im Übermass gehören sicherlich nicht dazu. ;)



    Edit: Aber Bilder/Links fände ich auch super. Bin ja schon neugierig! :smile:

  • Hallo Patrick und die anderen,
    mein Mann würde einerseits eher zu dem jungen Hund tendieren, da hier die Lebenserwartung natürlich höher wäre bzw. die Zeit, die wir mit ihm noch gemeinsam hätten, sicherlich eine längere wäre.
    Die Kinder auch eher für den jüngeren, weil er halt noch etwas niedlicher aussieht. Aber sie würden sich auch sehr über Lucy freuen, keine Frage.
    Anbei die Links, aber wir haben nun eigentlich schon entschieden, dass wir der Hündin ein neues zuhause geben, da es sicherlich richtig ist, dass es mit den Kindern für den Rüden zu viel Programm ist, da wir ja auch fast jeden Mittag - oft mit dem Auto - losmüssen. Da würde ich ihn dann gerne immer mitnehmen und während die Kinder turnen, Sport machen etc. mit ihm bzw. ihr in den Wald gehen. Wenn ich dann jedesmal den jungen Hund erst ewig dazu überreden muss, ins Auto zu gehen, habe ich meinen Spaß. Und wenn er schon beim Rascheln der Jacken Angst hat, darf ich gar nicht an den Staubsauger denken... Ne, ist sicherlich besser und für alle Beteiligten stressfreier, wenn wir die süße Hündin bei uns aufnehmen.
    GLG Dani
    P.S. Links:
    http://www.hundeherzen.de/contents/de/p1506.html
    http://www.hundeherzen.de/contents/de/p1566.html

  • Oh, von den Hundeherzen kommt die Kleine - für die hatte ich gestern eine VK gemacht ;-)


    Sie sieht meinem Fegerchen ähnlich. Und Fegerchen ist ein toller Hund.


    Ich wünsche Euch viel Glück mit dem Mädel. Und dem Mädel Willkommen auf der Sonnenseite.

  • Hallo Dani,


    ...die Hündin ist ja wirklich eine hübsche und liebenswerte Hundedame.


    Ich denke, da trefft ihr eine gut Wahl, sie hat eine gute Familie verdient.


    Aber...


    ...der Rüde! :herzen1: -Heiliger Heinz!


    Der ist ja ne Granate! Genau meine Kragenweite! *ganz-verliebt-guck*


    Macht Euch da keine Gedanken.
    Ihr macht das schon richtig. Der süsse Racker findet eine Familie.
    Aber für Euch ist die Hündin -den Beschreibungen nach- geeigneter und ihr
    werdet sicherlich viel Spass mit ihr haben.
    Ihre Chancen zur Vermittlung sind schlechter. Um so schöner, wenn sie zu
    Euch darf.


    liebe Grüsse ... Patrick

  • Das ist natürlich eine verdammt schwierige Entscheidung. Aber ich denke mit der Hündin habt ihr die richtige Wahl getroffen. Du kannst halt nicht wissen, wie sich der ängstliche Welpe entwickelt. Wird er immer relativ unsicher bleiben? Wie wird er sich mit den Kinder verstehen? Job, Kinder und junger Hund sind schon eine große Belastung. Wenn der Hund schon stubenrein ist und einige Kommandos kennt, erspart euch das eine Menge arbeit.


    Und wie die anderen schon geschrieben haben, man weiß nie genau was auf einen zukommt. Ein 7 Jahre alter Hund kann kerngesund sein, während ein Welpe schwer krank wird.

  • Liebe Dani,


    hier ist im vorletzten August ein zehnjähriger Rüde eingezogen. Wenn er noch ein schönes Jahr hat, sind wir zufrieden, haben wir gesagt. Doch dann hat unser Senior eine ganz tolle Entwicklung durchgemacht - die Sicherheit eines geregelten Sofaplatzes und die regelmässigen Spaziergänge haben ihn nochmal richtig aufleben lassen. An manchen Tagen merkt man gar nicht, dass wir einen Hundeopa haben - an anderen Tagen, da mache ich Dir nix vor, natürlich schon.


    Ich bin jedoch ziemlich froh, dass wir unser Leben mit einem Hund teilen, der schon ein älterer Herr ist. In vielen Situationen ist er ganz souverän und (obwohl er ein Angsthund ist) und zeigt uns ganz genau, wie wir jetzt mit der Situation umgehen sollen. Diese Ausgeglichenheit genieße ich sehr. Auch ist er durch sein Alter nicht mehr so hibbelig und pennt auch gern mal ein paar Stunden durch, das kommt unserem Lebensstil sehr entgegen.


    Abgesehen davon, dass ich ein Herz für alte Hunde habe, würde ich mich auch aus rein praktischen Gründen immer wieder für ein altes Tier entscheiden. Klar, die Ollen entwickeln Macken und sind manchmal tüdelig - aber davon kann mit SIEBEN ja noch gar keine Rede sein. Die junge Dame ist doch in den besten Jahren ... und Tierarztkosten können in jedem Alter anfallen.

  • Ich würde vom Gefühl her auch sagen: Die ältere Hündin passt besser. Ihr könnt besser abschätzen, dass sie verträglich mit Kindern ist und ihr Charakter hat sich schon gefestigt, so dass Ihr vermutlich keine "bösen Überraschungen" mehr erleben werdet.


    Ich stand vor 7 Monaten vor einer ähnlichen Entscheidung: Ich hatte 2 Hunde "in die engere Wahl" genommen. Eine Schäfermix-Hündin aus dem hiesigen Tierheim, ca. 7 Jahre alt, die als "gemütlich", einfach nur lieb etc. beschrieben wurde, und dass sie nicht sooo viel Gassi gehen möchte, da sie am liebsten faul in der Sonne liegt.
    Die zweite war eine spanische Mischlings-Hündin, mit ca. 2 Jahren, die als verschmust und menschenliebend beschrieben wurde.
    Vom Verstand her hätte ich zur älteren Hündin tendiert ... Ich dachte mir, dass sie besser passt, da ich selbst auch eine Sofakartoffel bin, :hust: nicht wirklich Sport brauche und ich mir dachte: Die Große ist schon älter, gemütlicher, einfacher zu erziehen.
    Als ich dann aber ins TH bin um die Schäferhündin anzuschauen, hatte ich sofort das Gefühl: DAS ist nicht mein Hund. Der "Funke" wollte einfach nicht springen.
    ALso wurde es doch die Spanierin. Ich muss sagen, sie hat sich in den letzten 7 Monaten kaum verändert. So, wie sie sich in den ersten Tagen gezeigt hatte, ist sie immernoch. Sie hat starken Jagdtrieb, was ich nicht wußte, und was stressig ist. Aber alles in allem läuft es gut.
    Kurz drauf kam noch ein Mops-Welpe dazu. Mit der Kleinen habe ich schon ein halbes Vermögen beim TA ausgegeben. Meine Große war nur zum Impfen dort ... Ich denke daher, auch ein Welpe kann oft zum TA müssen.


    Insgesamt würde ich sagen: Hört auf Euer Gefühl.

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