Fussels Kampf gegen die Epilepsie

  • Vielen Dank Dirkita, ja zum Glück konnten wir die Anfälle rapide mildern, damit ist schon viel gewonnen! Eine weitere, größere Runde werden wir schon hinbekommen, da bin ich mir sicher. :smile:


    Moosmutzel, das hast du so lieb geschrieben :hug: und ein Kennenlernen ... sag niemals nie! :D


    Zitat

    Der " gewisse Humor " samt smilies bei deiner Schilderung war etwas, dass mir sofort auffiel, Sabine! Und es ist wohl gut so. Kämpfen mit Humor, warum nicht?!? Und der glückliche Fussel nach dem Sieg der Schlacht...., hört sich gut an! Alles Gute für euch!!!


    Ja Leni, mit Humor geht vieles leichter ... für alle Betroffenen und was gibt es schöneres, als ein glücklicher Fussel. ;)


    Ich möchte hier etwas einsetzen, was mich auf meinem Weg begleitet. Ich hatte es im Epiforum gelesen, um in schwersten Zeiten zu verstehen und ja ich verstand, hatte ich doch auch zwei sehr kranke Kinder und nun Fussel, es spiegelt alles das wieder wie ich bin, was mir im Leben auferlegt wurde, warum ich auch die verschlungensden Wege fand, immer kämpfte und weiterhin kämpfen werde.


    Als ich das las lief mir eine Träne über die Wange, doch zauberte es mir gleichzeitig ein Schmunzeln ins Gesicht:



    Ich stelle mir vor, wie Gott über die Erde
    schwebt und sich die Werkzeuge seiner
    Art-Erhaltung mit größter Sorgfalt und
    Überlegung aussucht. Er beobachtet sehr genau
    und diktiert dann seinen Engeln ins riesige
    Hauptbuch: "Müller, Lisa: Einen Sohn;
    Schutzengel: Matthias. Meier, Lena: Einen
    Tochter; Schutzengel: Cecilie. Schmitt,
    Laura: Zwillinge; Schutzengel? Gebt Ihr
    Gerhard, der ist gewohnt, dass geflucht
    wird!"
    Schließlich nennt Gott einen Namen und sagt:
    "IHR gebe ich ein behindertes
    Kind." Der Engel sagt neugierig:
    "Warum gerade ihr, o Herr? Sie ist doch
    so glücklich?" "Eben
    deswegen!", sagt Gott lächelnd.
    "Kann ich einem behinderten Kind eine
    Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das
    wäre grausam." "Aber hat sie denn
    die Geduld?" fragt der Engel. "Ich
    will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst
    ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid
    und Verzweiflung. Wenn der anfängliche Schock
    und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es
    tadellos schaffen. Ich habe sie heute
    beobachtet. Sie hat den Sinn für
    Selbständigkeit und Unabhängigkeit, die bei
    Müttern so selten und so nötig sind.
    Verstehst Du, das Kind, das ich ihr schenken
    werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und
    sie muss es dazu bringen, in der ihren zu
    leben. Das wird nicht leicht werden."
    "Aber, Herr - soviel ich weiß, glaubt
    sie nicht einmal an Dich..." Gott
    lächelt. "Das macht gar nichts, das
    bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist
    hervorragend geeignet. Sie hat genügend
    Egoismus."
    Der Engel ringt nach Luft. "Egoismus?
    Ist das denn eine Tugend?!" Gott nickt.
    "Wenn sie sich nicht gelegentlich von
    dem Kind trennen kann, wird sie das alles
    nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich
    mit einem nicht ganz vollkommenen Kind
    beschenken werde. Sie weiß es zwar noch
    nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie
    ein gesprochenes Wort als etwas
    Selbstverständliches hinnehmen. Nie einen
    Schritt als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind
    zum ersten Mal "Mama" sagt, wird
    ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt.
    Wenn sie ihrem blinden Kind einen Baum, einen
    Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so
    sehen, wie nur wenige Menschen meine
    Schöpfung jemals sehen.
    Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu
    erkennen, was auch ich erkenne -
    Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile - und
    ich werde ihr erlauben, sich darüber zu
    erheben. Sie wird niemals alleine sein. Ich
    werde bei ihr sein. Jeden Tag ihres Lebens,
    jede einzelne Minute, weil sie meine Arbeit
    ebenso sicher tut, als sei sie neben mir.
    "Und was bekommt sie für einen
    Schutzengel?" fragt der Engel mit
    gezückter Feder. Da lächelt Gott: "Ein
    Spiegel wird genügen."


    Verfasser unbekannt


    LG Sabine

  • Ich kenne Frauen, die den Eintrag ins Buch angenommen haben. Aber auch Frauen, die an dem Eintrag zerbrochen sind. Vielleicht ist bei denen der Engel in die falsche Zeile gerutscht..... ;)

  • Man Sabine, gerade wollte ich mich mit Dir freuen, dass nun schon eine so lange, anfallfreie Zeit hinter Euch liegt. :( :


    Trotzdem muss ich dieses Bild hier zitieren:


    Es zeigt doch ganz deutlich, was für eine Lebensfreude der kleine Kerl hat und das Ihr, auch wenn mal ein Rückschritt kommt, doch wirklich auf dem richtigen Weg seit.
    Wie hat Fussel die Pyronale überstanden?


    Das Geschirr von Fussel gefällt mir gut. Ich bin ja auch ein Fan von Biothane. Es ist so super pflegeleicht. :gut:

  • Zitat

    Es zeigt doch ganz deutlich, was für eine Lebensfreude der kleine Kerl hat und das Ihr, auch wenn mal ein Rückschritt kommt, doch wirklich auf dem richtigen Weg seit.


    Ja so sehen wir es auch! ;)


    Zitat

    Wie hat Fussel die Pyronale überstanden?


    Soweit gut, doch ich war erstaunt das auch die Musik von dort, sind ja immerhin 10-12 Km, irre laut war. Prikelnd war es nicht für das Stummelbein aber er konnte sich lösen, ist ja schon viel wert. :smile:


    Zitat

    Das Geschirr von Fussel gefällt mir gut. Ich bin ja auch ein Fan von Biothane. Es ist so super pflegeleicht.


    Danke, war garnicht sooo viel Arbeit und obwohl ich das nur geklebt habe, hält es bombenfest.
    Ich möchte es nicht mehr missen, gerade bei dem nassen Modderwetter und seiner Schwimmerei. :gut:


    Im Moment arbeite ich noch an der anfallsgeschuldeten Fehlverknüfung hier um den Block, doch das wird schon werden.


    leni
    Ich glaube irren ist somit nicht nur ......... menschlich.


    LG Sabine

  • Zitat


    Wie geht's Fussel?


    Ich hab gesehen, dass Du auch einen Chiahuahua-Mix hast. Hast Du den aus dem Umland Berlin?


    Hallo Anne, schön mal wieder von dir zu hören und hoffe das es Tiger gut geht! ;)


    Fussel geht es gut :smile: , auch wenn er eine Woche brauchte um sich, auf der Morgenrunde, wieder entspannt lösen zu können.


    Ja unser Rowdy ist ein Chihuahua - Jack Russel Mix, doch langbeinig (40cm hoch) und wir haben ihn vor 11,5 Jahren von einer Pflegestelle, doch entstammt er aus dem Tierheim Bernau, wo er mit 5 Wochen über den Zaun geschmissen wurde. Dort mussten wir auch für die Formalitäten hin ....... viel Fahrerei, doch nach 4 Stunden hatten wir den Zwerg endlich im Arm. :D


    Auch er hatte ab seinem 5 Lebensjahr Krampfanfälle und es dauerte 2 Jahre bis ich die Ursachen aufdeckte, seine Lebensgewohnheiten / Futter umstellte und seitdem ist er GsD anfallsfrei !!

    Leider ist es bei Fussel nicht so, doch wer weiß ... eventuell ... irgendwann, wir geben die Hoffnung nicht auf.


    Hier noch ein paar Bilder vom letzten Feldausflug, man fühlte sich dort wie im Urlaub und uns begegnete so allerhand Getier. :D


    Für Frauchen posen


    Der Feldweg voller frecher Nebelkrähen, die von unseren Fellen "nicht" gejagt wurden.


    Große und kleine Reiter wurden beäugt, nicht verbellt ( war bei Fussel mal ganz anders :roll: )


    Rindviecher beobachten ......


    .......und als uninteressant abgetan. Da ich nicht wusste wie Fussel reagiert und der Stromzaun uns zu gefährlich, kam der Kurze an die Schlepp, doch er war vollkommen relaxt.




    LG Sabine


  • Tiger geht's blendend. Letzte Woche waren wir bei einer TÄ, die auf Neurologie spezialisiert ist. Ursache war, das mir mittlerweile jeder TA A gesagt hat, dass mein Hund wegen der Epilepsie keine Medi's kriegt und Narkose geht gar nicht. Die Neurologin war total lieb und wird den Hund für die dringend fällige Zahnreinigung schlafen legen. Zudem ist nach 2009 das erste Mal der Lumispiegel kontrolliert worden und großes Blutbild haben die auch gleich gemacht.


    Tiger stammt aus der Nähe von Bernau genauer aus Birkholz. Kann es sein, daß unsere Fellnasen die gleiche Abstammung haben? Das Passt nämlich mit der Epilepsie, dem Mix und der Vorgeschichte, was das Alter der Abgabe angeht. Mir würde sich jetzt der Kreis schließen. Gerade weil Du das mit den 5 Wochen über den Zaun geschrieben hast. Ehrlich gesagt treibt es mir gerade Tränen in die Augen. Snoopy, Tigers "Bruder" ist letztens in Berlin friedlich eingeschlafen. Hirntumor. Krampfanfälle gehabt. Petsy, aus dem Wurf vorher, hat auch Epilepsie. Der Vater von den Dreien ist vor ca. 4 Jahren von Bekannten von der Züchterin weggeholt worden, nachdem sie gedroht hat, sie bringt ihn um. Kurze Zeit später hatte er einen Status epileptikus, der nicht mehr durchbrochen werden konnte.

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