Ab wann wird aus Spieltrieb Jagdtrieb?
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Hallo Foris,
ja, die Frage klingt blöd, ich weiß.
Unsere Mia buddelt nach jedem Geruch und sowas von zielstrebig und versiert.
Da wird zunächst das Gras weggerupft, dann wird gebuddelt und wenn sie dann ihre Nase in ein Nagernest steckt entwickelt sie scheinbar sogar ne andere Atemtechnik.
Wenn sie könnte, würde sie sich RedBull besorgen und flugs den Vögeln hinterherJetzt ist meine Frage, sie ist ca. 5 Monate alt und ein Senfhund (vermutlich Boxermix).
Kommt da jagdtechnisch noch was auf uns zu oder legt sich das mit dem Erwachsenwerden?Sie versucht ja auch immer die Kinder in unserem Blickfeld zu haben und zieht dann wie Hechtsuppe bis sie wieder sieht (= Hütetrieb)
Die Hundetrainerin meinte da ist was sehr lauffreudiges mit drin weil sie in der Junghundgruppe alle abhängt
Ja und jetzt steh ich hier und habe keine Antwort darauf gefunden
Oh, unser Ü-Ei, ich lieb sie einfach
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Hütetrieb = Jagen ist nie "lustig"
Dusty kam mit ca. 3 Monaten zu uns und hat vom ersten Tag an gejagt.
Und ja am Anfang findet man das süß.
Wenn der Hund dann aber 2 Stunden im Wald verschwunden ist und man ewig weit weg nur noch Jagdgeheul hört, dann lacht man schon lange nicht mehrNimm das bitte sehr ernst, jedes hüten ist auch jagen, jedes buddeln ist jagen, auch Rennspiele sollte man gut im Auge haben. Es gibt Hunde, die hören nicht auf zu rennen
Ich hatte Dir in dem anderen Thread schon geschrieben, buddeln ist etwas, was der Hund mit Dir macht und nicht alleine. Und sie darf auch nicht entscheiden, wann und wo sie buddelt. Nur so kannst Du Kontrolle bekommen.
Lass die Zeit nicht verstreichen, denn Du weißt eben nicht, was bei ihr alles mit gespielt hat.
Wenn unter ihren Vorfahren mal ein Terrier oder Windhund war, dann ist der Jagdtrieb oft noch ausgeprägter wie bei anderen Rassen. Eventuell wirst Du bei Mia mal irgendwann Rassen erkennen, im Moment ist das ja noch schwierig -
Hallo Bibi,
warum ist Hüten auch Jagen *aufdemschlauchsteh*?
es ist jetzt so- gehe ich mit Ihr spazieren darf sie nicht buddeln, denn freies Feld gibt es nicht.
Was sie aber darf (hier die Frage ob es ok ist:) Bei uns werden etliche Bäume gefällt und da liegt immer so Spreu auf nem Haufen, damit spielt sie gerne, wir haben ne kleine Sandfläche an der Wiese in der Nähe da darf sie auch, angeleint, drauf.
Also die Mia von der Leine zu machen wäre für mich momentan unvorstellbar.
Mit dem "Überblick behalten" lasse ich zeitweise die Kinder ausser Sichtweite gehen und lasse sie dabei aber auch reden und spielen, setze mich dann aber mit Mia auf ne Bank oder so, damit sie sieht das alles ok ist auch wenn die Kinder nicht zu sehen sind. -
Mal bildlich gesprochen
Beim Jagen hetzt der Hund hinter dem "Objekt" her und will es am Ende töten.
Beim Hüten hetzt der Hund hinter dem "Objekt" her und will es zurück zur "Herde" treiben.Bei Mia wäre jetzt sozusagen Hütetrieb, wenn sie die Kinder zurück holen will, sprich in die Hacken zwickt, wenn sie sich zu weit entfernen, sie umrundet und sie zurück holt etc.
Oder in der Spielegruppe, wenn sie die anderen Junghunde nicht nur hinter sich herjagen lässt, sondern selbst hinterher jagt und in die Pfoten beißt und sie die Hunde so zurück treibt.So besser verständlich?
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Beim Hüten arbeitet der Hund eigentlich genau wie bei einer Jagd - bis auf den vorletzten Schritt, das Packen (ist bei einigen Rassen aber auch noch erwünscht) und den letzten Schritt, das Töten.
Also ist Hütetrieb eigentlich immer Jagdtrieb ohne die letzte Instanz. Dem entsprechend muss ein Hütetrieb immer gut unter Kontrolle gebracht werden (über Gehorsam), damit der Hund sich nicht verselbstständigt und jagen geht.Buddeln an erlaubter Stelle finde ich sehr gut, gerade, wenn Dein Hund sehr gern buddelt, kannst Du mit ihr zusammen Spaß haben und behälst gleichzeitig die Kontrolle.
Vile Spaß Euch Beiden weiterhin - und genieß die Welpenzeit, sie ist so schnell vorbei
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Zitat
es ist jetzt so- gehe ich mit Ihr spazieren darf sie nicht buddeln, denn freies Feld gibt es nicht.
Was sie aber darf (hier die Frage ob es ok ist:) Bei uns werden etliche Bäume gefällt und da liegt immer so Spreu auf nem Haufen, damit spielt sie gerne, wir haben ne kleine Sandfläche an der Wiese in der Nähe da darf sie auch, angeleint, drauf.Diese Spreu ist dann vom Baum oder was meinst Du?
Wenn es Splitter sind, dann würde ich persönlich sie nicht dort spielen lassen.
Sie hat in dem Alter noch sehr weiche Ballen und kann sich da ruckzuck Splitter reinziehen, was ziemlich unangenehm ist.
Sandfläche ja, wenn da kein Müll drin liegt, in sowas werden ja gerne mal Glasscherben gesteckt :/ -
Jagen besteht aus mehreren Sequenzen, das Anpirschen/Anvisieren ist eine davon und wurde bei Hütehunden besonders herausgezüchtet stammt aber ursprünglich aus dem Jagdverhalten.
Ob der Hund Jagdtrieb hat oder nicht ist nicht das entscheidende. Wesentlich ist die Aufmerksamkeit seines Hundes jederzeit auf sich lenken zu können. Und da muss man halt schauen worauf der Hund am ehesten anspricht und ihm entsprechendes bieten. Buddeln ist nur gut, wenn du es bewußt mit Kommando erlaubst und den Hund jederzeit davon abrufen kannst (und die Löcher nachher wieder zu schaufelst). -
Zitat
Buddeln an erlaubter Stelle finde ich sehr gut, gerade, wenn Dein Hund sehr gern buddelt, kannst Du mit ihr zusammen Spaß haben und behälst gleichzeitig die Kontrolle.
Dabei gibt es keinen gemeinsamen Spaß - der Hund bespaßt sich allein ohne seinen Halter - dass du daneben stehst ändert nichts daran. -
Zitat
Dabei gibt es keinen gemeinsamen Spaß - der Hund bespaßt sich allein ohne seinen Halter - dass du daneben stehst ändert nichts daran.Hm, sehe ich anders.
Meine Große buddelt ja auch für ihr Leben gern, wenn ich es gestatte, wir haben dafür spezielle Brachflächen, wo sie darf.
Da ich in der Zeit mit Bibo was anderes mache, kontrolliere und feuere ich Dusty auch an.
Sie sucht auch den Blickkontakt und ich zeige ihr neue Löcher.
Ich stehe ja nicht wie Dummbrot daneben -
Jeder halbwegs aufgeweckte Hund entdeckt früher oder später, dass manche Dinge auch ohne Frauchens Zutun Spass machen. Wo ist das Problem, solange der Solospass nicht zum einzigen Lebensinhalt wird? Darf Hund an keinem Grashalm mehr riechen, ohne dass ich das auch tue und Spass dabei heuchle? Soll der Hund zum hörigen Sklaven werden, der keinen selbständigen Schritt mehr tun darf, weil es ihm ja Spass machen könnte?
Meine Hunde finden es übrigens durchaus motivierend, wenn ich mal ein Mausloch inspizieren komme und ihre Arbeit würdige. Da buddeln sie gleich mit doppeltem Elan weiter.
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