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Liebe DF´ler,
heute muss ich mich auch mal auslassen und mein Leid klagen...
Ich hoffe auf Mitleid, Tipps & Schläge auf den Hinterkopf!Mein Jungrüde (11 Monate) ist eigentlich ein ganz feiner Kerl, wenn man davon absieht, dass er mich in letzter Zeit bei fast jedem Spaziergang einmal "stellt".
Auf dem Gassigang wird sich generell beschäftigt, sprich wir arbeiten noch an der Leinenführigkeit (kurze und lange Leine), zwischendurch ein paar Unterordnungsübungen (Sitz, Platz), "weiter" bei Stellen wo er jetzt nicht schnüffeln soll / ich weiter will und z.B. stoppen vorm Pinkelbaum und mich "fragen" ob er hindarf.
Aber natürlich darf er zwischendurch auch rumbutchern & schnüffeln etc.pp.Leider passiert es jetzt seit 3-4 Wochen, dass er dann zwischendurch einfach einen Aussetzter bekommt. Sprich er dreht sich frontal zu mir um und springt auf die Leine (also das er meistens eine Pfote über/auf der Leine hat in der Luft), beisst in die Leine und zerrt und springt mich an.
Das ganze ist nicht sehr angenehm, wobei er dabei nicht aggressiv ist.Kommt mir vor wie: frech, ne da hab ich jetzt keinen Bock drauf / ging die ganze Zeit nach Deiner Schnauze, jetzt bin ich dran... ??!
Einen festen Zeitpunkt wann das auftritt kann ich nicht genau festlegen. Meist wenn wir an der letzten Ampel vorm zuhause ist und der Spaziergang dem Ende zugeht, manchmal auch einfach Zwischendurch, manchmal wenn ich Leinenführigkeit machen möchte, manchmal wenn er einen Hund gesichtet hat und nicht hin durfte oder der ihn von weitem angepöbelt (angebellt) hat.
Ich hab schon so ziemlich alles versucht um das zu unterbinden, aber so langsam gehen mir die Ideen aus...
- sich aus der Situation rausnehmen (umdrehen und ignorieren)
...da springt er mir dann eben meist in den Rücken- irgendwo festbinden und parr Schritte weg und ignorieren
... erstmal muss ich ihn dann wo geeignet hinschleifen....er beruhigt sich schnell, aber wenn ich ihn wieder abhole gehts gleich wieder los. Das Spiel kann man fast unendlich spielen.- Aus, Nein, Lass das, Schluss
...interessiert ihn nicht- in dem Moment wo er mich anspringen will etc. selbst nach vorne auf ihn zugehen
beeindruckt ihn gar nicht, er hat´s schon perfekt drauf zurückzutänzeln / aus meiner Reichweite zu bleibenTja...und nu?
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hallo sandschiffchen,
was passiert denn, wenn du auf ihn zu gehst, bevor er auf dich springen kann außer das er zurück geht?
damit hast du doch dein ziel erreicht, nämlich das er dich nicht anspringt. oder hab ich da was falsch verstanden?LG
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Wir haben in etwa das gleiche Problem, mal ist es sehr schlimm, dann macht er es tagelang nicht mehr. Meiner macht es eben auch in Situationen, in denen ihm nicht passt, was ich mache, also z.B. Spaziergang beenden, obwohl er noch weiter will etc.
Du könntest noch versuchen, eine zweite Leine dranzumachen, also eine am Halsband und eine ans Geschirr oder so und dann die andere Leine zu nehmen und stur weitergehen. Wenn es die Situation erlaubt kannst du vielleicht auch einfach die Leine loslassen, vielleicht hört er dann auf. Wir mussten leider schon oft soweit gehen, dass ich ihn kräftig am Halsband packen musst (also nicht dass er gleich erstickt, aber eben mit Nachdruck) und dann hört er auf. Das muss ich aber nur in extremen Situationen machen, oft reicht schon Leine loslassen. Aber wenn er es macht, weil er zu einem Hund hin will, kann ich nicht loslassen, dann hätte er ja sein Ziel erreicht. Tipps wie Alternativhandlung (z.B. Zerrspiel) haben bei uns leider nicht geholfen. -
Zitat
hallo sandschiffchen,
was passiert denn, wenn du auf ihn zu gehst, bevor er auf dich springen kann außer das er zurück geht?
damit hast du doch dein ziel erreicht, nämlich das er dich nicht anspringt. oder hab ich da was falsch verstanden?LG
NUn, wenn ich auf Ihn zugehe oder ihn mir ranholen möchte / packen möchte beeindruckt ihn das nicht. Er hat schon gelern mir leicht auszuweichen / zurückzutänzeln. Dabei zerrt er aber beispielsweise weiter an der Leine und such sich dann aus einer anderen Position heraus wieder einen "Anspring-Angriffspunkt".
Dahingehend bringt es also wenig, da es die Situation nicht beendet und ich mir durch das auf ihn zugehen auch keinen Respekt verschaffen kann. :/
@Sockenschlupf
Ja, das mit der 2.ten Leine habe ich mir auch schon gedacht aber noch nicht probiert.
Mal schauen was ihm dann einfällt.
Loslassen ist leider keine Option, da ich ja dann in der Stadt unterwegs bin und wenn er so einen Aufstand macht ist alles andere ausgeblendet - da hätte ich Sorge, dass er über die Straße "hampelt". Manchmal fängt er ja auch an zu "spacken" gerade wenn ich mit ihm über die Ampel gehe und rumpelt im besten Falle auch noch in andere Leute rein...in dem Moment würde ich am liebsten nicht ruhig bleiben sondern ihm den Hals umdrehen!Am Halsband packen wenn gar nix mehr geht wär schon rein theoretisch eine Option, aber da komm ich meist gar nicht ran, weil er ja ausweicht...außerdem schnappt er dann schonmal nach der Hand (nicht bösartig oder mit Verletzungsabsicht, einfach unverschämt!!).
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Ja es ist manchmal recht schwierig, ihn am Halsband zu erwischen, v.a. Wenn er richtig an mir hochspringt. Mit ein bisschen Übung klappt das aber immer besser. Mittlerweile kann ich es auch gut abschätzen, wann es losgeht, dann kann ich ihn noch "fixieren", bevor er richtig loslegt. Er beruhigt sich dann zum Glück sehr schnell. Aber das mit der 2. Leine solltest du mal ausprobieren. Unsere Hundetrainering hat es uns empfohlen. Bei uns hat es in den Extremsituationen leider nicht geholfen, aber zumindest dann, wenn er "nur" in die Leine gebissen hat, also ohne Anspringen etc.
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hm, wenn das wirklich einfach nur "frech sein" ist, würde ich ihm mal zeigen, dass ich sein benehmen garnicht toll finde.
also wenn er frontal auf dich zu springt, knie hoch. wenn er in den rücken springt ellebogen nach hinten. (mit dem dementsprechnenden wortlaut dazu)versteh mich nicht falsch, eigentlich bin ich eher ein plüschi, aber frechheiten brauche ich nicht zu dulden!
aber ganz ehrlich, bevor du diesen ratschlag befolgst, stell euch doch einen trainer vor.
ich find das ganz schwer eure situation von der ferne auch nur annähernd zu beurteilen! -
Huhu,
mein Hund neigt in solchen Situationen dazu zusätzlich noch mal kurz zu tackern... also hängt mir in den Klamotten oder am Arm... doof also.Das einzige was bei uns hilft: ruhig bleiben, unbeeindruckt bleiben. WORTLOS (das war mein größtes Problem) und aggressionslos den Hund irgendwo befestigen und warten bis er wirklich entspannt.
Es kann sein, dass es einfach zu viel ist was ihr macht.
Bei Enki war das wirklich das Problem.
Und klar auch Frust der sich aufstaut, wer will schon heim wenn's grad draußen alles so spannend ist.Auf den Hund zugehen quasi körpersprachlich bedrohen würde ich nicht bzw. schlug das bei Enki dann komplett um. Eher wegdrehen oder im richtigen Moment das Knie heben wenn er springt. Klingt böse, aber das habe ich nicht oft machen müssen.
Ansonsten war immer gut: Eine Aufgabe geben. Lustigerweise hörte der Spuk schneller auf, wenn ich ihn hab einfach Sitz machen lassen. Irgendwie ging das Hirn dann meist wieder an.Also wir haben das super damit hinbekommen!
Viel Glück!
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Ich muss gerade so schmunzeln. Das recht unsanfte Stoppen auf dem Nachhauseweg hatte meine kleine Dampfwalze auch perfekt drauf.
Wenn es so ist, wie bei uns, sind die Aussetzer während das Spaziergangs etwas anderes als die Aussetzer auf dem Nachhauseweg. Während es während dem Spaziergang Frust oder Überdrehtheit war, hat sie auf dem Rückweg sehr zielgerichtet gehandelt, weil sie keinen Bock hatte heimzugehen. Gegen Frustreaktionen gab es was zu Beißen und gegen Überdrehtheit gab es ne Auszeit plus was zu Beißen.
An den recht unsanften »Spielaufforderungen« auf dem Rückweg habe ich am längsten rumgemacht, weil nichts gefruchtet hat. Letztlich wurde es dann in dem Moment, in dem sie ansetzte, zwei- oder dreimal kurz unangenehm und das Thema war durch. Es brauchte dann nur noch ein paar mal eine Verwarnung im Ansatz und seither ist es komplett gegessen.
Viele Grüße
Frank -
Das kenne ich!!!! Und zwar, nach etlichen Umerziehungsversuchen am liebsten mitten auf der Kreuzung, weil klar war, dass man da nichts machen kann.
Zuerst: Es ging vorbei.
Woran es letztendlich gelegen hat, dass es aufhörte, kann ich nicht sagen, vielleicht war es einfach eine "Phase". Wir haben auch alles durchprobiert, was Du gemacht hast. Zusätzlich haben wir uns noch auf die Leine gestellt und ihn somit "festgenagelt" und dann ignoriert. Das setzt aber eine gewisse Standfestigkeit voraus, sonst liegt man auf der Nase.
Ich denke, unserer hielt das für ein Superspiel. Er hüpft und sofort ist Action angesagt. Wenn das Spiel dann mal kurz mit Festbinden an irgendeinem Zaun unterbrochen wurde, hat er gekläfft. Sobald wir weitergingen, ging auch seiner Meinung nach das Spiel weiter. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei Euch auch so ist. Falls er aber auch denkt, dass er ein tolles Spiel erfunden hat, würde ich ihn ignorieren. Ihn nicht anschauen, einfach in die Ferne gucken und auch nicht weiter laufen. Ist ätzend. Bei uns führte das, wie gesagt, dazu, dass dieses lustige Spiel auf die Straßenmitte verlegt wurde, weil man da nicht sofort stehenbleiben kann. Jegliche Reaktion von Deiner Seite, wie wegdrehen, schubsen etc. wird als Spielbeteiligung verstanden, das wird ihn nur weiter aufstacheln. Was auch noch helfen könnte - wenn es klappt - Sitz oder Platz, das findet er in dem Moment bestimmt doof.
Es war dann aber irgendwann einfach vorbei.
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Erstmal danke für die ganzen Komments! :-)
@ Sockenschlumpf
Das mit der 2.ten Leine probiere ich heute mal - mal gucken wie´s läuft! Immer positiv bleiben!@ Gretchen & Freulein
Ja, mit Knie ist eine Option. Keine Sorge, habe derzeit eh eine Trainerin / Einzelstunden. Nur das hat er sich gerade mal wieder neu ausgedacht und wir machen gerade mal 3 Wochen Pause mit Training weil ich ein wenig am "häuslichen Programm" (canis) arbeiten wollte. Im Notfall kann ich sie ja auch anrufen.Mit Sitz & Co. das klappt schon, nur wenn ich dann wieder sage es geht weiter bzw. loslaufe, geht das "Spiel" von neuem los....
Hmmm...zuviel kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Manchmal mache ich ja gar nix (weils die Pipi-Abendrunde ist), bzw. achte nur, dass er nicht zerrt (Leinenführigkeit). Da besteh ich auch drauf! Und er machts dann trotzdem....aber vielleicht nur, weil er noch nicht nach Hause möchte....?!Schnappi
Stimmt, dass kann sein, dass das gleiche "Spiel" für die unterschiedlichen Situationen genutzt wird...also einmal Überforderung/Frust und "nicht-nach-Hause-wollen".
Vielleicht ist er auch unterfordert?! Ach ich weiß auch nicht....Was meinst Du denn mit was zu beissen? Beisswurst?!
Ich frag mich nur dann, ob das nicht ein Anreiz sein zu können sowas öfter zu machen weil er das Spieli will?! Kannst Du das nochmal genauer erläutern?
Ebenso wie Du letztenendes die "Rückweg-Sache" gelöst hast?TeddyKa
Ja, auf der Kreuzung ist wirklich super....*stöhn*...aber auch so ist es schwierig in irgendwo zu fixieren, da mitten auf dem Gehweg in der Stadt nicht immer ein Poller o.ä. ist...ich glaub die "Ratte" weiß das ganz genau....Auf die Leine stellen...hmmm...schwierig....der hat jetzt schon knappe 35kg.
Ich versteh einfach nur nicht was er hat...ich denke schon, daß es einerseits Frust ist und ich will nicht nach Hause, andererseits hat er in der Situation mit mir zu tun...also trägt ja einen Konflikt mit mir aus. Da muß ich ja auch irgendwann sagen: So nicht!
Das Ding ist, dass er das ja (nach Aussage) nur mit mir macht...dabei bin ich diejenige die echt ALLES macht. Ich beschäftige ihn, mach Kopfspiele, mal Clicker, bring neue Sachen bei, Gehorsamkeit, denk mir was tolles aus, mach die meiste Erziehung, geh als einzige mit ihm zum Hundetraining und setz die Sachen um, geb das Fressen........blabla
Und wenn was kaputt gemacht wird sinds ausschliesslich meine Sachen und wer draussen "gestellt" wird bin ausschliesslich ich....
Püühhhh!!!!!
So, genug geflennt! ;-) -
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