Trockenfutter - Hausgemachter Krankmacher?

  • Vielleicht kenn jemand das Buch: "Hunde würden länger leben, wenn... Schwarzbuch Tierarzt".
    Ich besitze das Buch nicht, habe jedoch einmal in der Bücherei reingeschnuppert. Dort sind Dinge beschrieben, wie zum Beispiel, dass das Impfen - in seiner Häufigkeit - Tiere krankmachen kann, es sind vielerlei Beispiele gegeben. Ob nun alle Sachen stimmen, die die Autorin beschrieben hat, sei dahingestellt. Aber eine Sache finde ich recht interessant, da ich dazu nämlich vor ein paar Tagen einen weiteren Artikel gelesen habe:


    Dass das industrielle Trockenfutter krankmacht. (Der Artikel wurde von einer überzeugten BARFerin verfasst.) Bzw, dass sich die Tierärzte durch das Futter ihre Patienten machen oder aber, dass bei bestimmten Krankheitsverläufen immer nach Ursachen gesucht wird (Versuch und Irrtum), jedoch niemals das Futter in Augenschein und als Ursache festgemacht wird.


    So ist es doch zum Beispiel so, dass die Empfehlungen, was der Hund braucht, mit jeder neuen Studie wieder neu zusammengewürfelt werden. Das Calcium/Phosphor-Verhältnis als Beispiel oder gewisse Zusammensetzungen der Vitamine oder anderer Mineralien, die der Hund braucht.


    Dazu kommt, dass Hunde immer häufiger an Gelenkproblemen leiden, obwohl so lange streng selektiert wird, damit sich kranke Tiere nicht fortpflanzen - natürlich sind HD und ED und viele andere Sachen erblich bedingt, jedoch werden sie durch falsches Futter etc. begünstigt, so die Autorin.
    Außerdem gibt es immer öfter Fälle, dass Hunde allergisch auf bestimmte Sachen reagieren; Ganz oben finden sich dort Roggen, Weizen und andere Getreidesorten, die in vielen Futtermitteln im Übermaß enthalten sind. Mit einem Augenzwinkern wurde darauf verwiesen, woher das denn kommen könnte, dass Hunde darauf reagieren; Vielleicht, weil sie Carnivore sind? Also Fleischfresser - die zwar auch gewisse pflanzliche Elemente benötigen, jedoch kaum in solch einem Übermaß.


    Ich habe jetzt einmal das zusammengetragen, was mir im Kopf geblieben ist, denn ich finde, dass das ein sehr wichtiges und interessantes Thema ist, über das sich diskutieren lässt :tropf: .

  • Darüber wird schon in ganz vielen Beiträgen diskutiert und als Fazit habe ich für mich gezogen, dass oft sehr viel schwarz-weiß gemalt wird. Das Fertigfutter automatisch krank macht, kann sicher nicht belegt werden. Fraglich bleibt aber der oft übermäßige Einsatz von Nahrungsergänzungen wie chemisch hergestellte Vitamine etc., die ebenfalls Ursache für vielerlei Unverträglichkeiten und/oder Allergien sein können. Es gibt aber Hunde, die gebarft werden und ne Allergie entwickeln oder durch fehlende Nährstoffe ne Mangelerscheinung bekommen.


    Hunde sind weniger Fleischfresser als z.B. Katzen. Im Übrigen sind die häufigsten Auslöser für allergische Reaktionen tierische Eiweiße, daher wird auch als erstes eine Ausschlussdiät mit nur einer Proteinquelle zur Diagnose von Allergien gemacht. Im großen und ganzen wird meiner Meinung nach nicht ständig etwas neues in der Zusammensetzung von Hundefutter empfohlen. Der Nährstoffbedarf ist doch schon recht gut erforscht. Aber dass Hunde auf Dauer nicht mit einem Getreideanteil von über 40% ernährt werden sollten, sollte jedem klar sein. Fertigfutter hat meiner Meinung nach schon seine Berechtigung, denn den Hunden geht es doch heute damit wesentlich besser als noch vor einigen Jahrzehnten, als die Fütterung mit Essensresten noch auf der Tagesordnung stand. In den letzten 30 Jahren hat sich das durchschnittliche Lebensalter von Hunden um 25% verlängert. Das ist neben der besseren medizinischen Versorgung auch auf die bessere Ernährung zurückzuführen.


    Schlussendlich: Jede Medaillie hat zwei Seiten. ;)

  • Es gibt 3 tolle Bände von "Pet Food Pets Die for" von A. Martin ,da wird die ganze Geschichte und die Machenschaften der Industrie beschrieben.Fakt ist ,dass die Kontrolle weltweit in den Händen von 3 Konzernen liegt,die nur auf Profit aus sind!Es gibt natürlich auch kleinere,seriöse Hersteller,die versuchen ein gutes Produkt herzustellen.HD ,ED konnte durch Line-Breeding nicht ausgeschlossen werden,ob es am Futter liegt ,gute Frage!
    Hunde und Katzen sind nunmal Fleischfresser und keine Mastschweine ,die Weizen,Soja,Mais,Rübenschnitzel oder irgendwelche Proteinhydrolysate fressen müssen.


    LG

  • Zitat

    Vielleicht kenn jemand das Buch: "Hunde würden länger leben, wenn... Schwarzbuch Tierarzt".
    Ich besitze das Buch nicht, habe jedoch einmal in der Bücherei reingeschnuppert. Dort sind Dinge beschrieben, wie zum Beispiel, dass das Impfen - in seiner Häufigkeit - Tiere krankmachen kann, es sind vielerlei Beispiele gegeben. Ob nun alle Sachen stimmen, die die Autorin beschrieben hat, sei dahingestellt.


    ein Artikel in der FAZ. Die Autorin verkauft übrigens nebenher selber Fertigfutter in ihrem " Futtermittelladen".
    Die Dame bildet sich offenbar ein, dass alle Tierärzte( ausser sie selber !!!)nur hinter dem Geld her wären und dass dafür alle Heilpraktiker oder sonstigen Gesundheitspropheten vom reinen Idealismus beseelt sind .
    http://www.faz.net/aktuell/feu…or-die-hunde-1657375.html

  • Hallo WhitePolarwolf :winken:


    Du wirst hier im Forum unzählige Threads finden, die sich mit diesen Themen kritisch auseinandersetzen.
    Ich persönlich beschäftige mich schon seit über 20 Jahren mit den "Segnungen" der Lebensmittelindustrie (damals begann die Gen-Mais-Disskussion). Unsere "großen Ernährer" produzieren ja das Tierfutter nur nebenher ...
    Meiner Einschätzung nach - wissenschaftliche Studien wird es dazu natürlich nicht geben weil keiner solche Untersuchungen finanzieren kann - ist nicht mal die Zusammensetzung (also 40 % Getreide) des Futter das größte Übel, sondern die Qualität der einzelnen Zutaten.
    Und genau DA wirds dann leider auch beim Selbst-Zusammenstellen von Tierfutter schwierig - oder eben teurer.


    Schön wär auch, wenn alle die den Fehler in diesem System entdeckt und verstanden haben, ihre Erkenntnisse auch auf die eigene Ernährung übertragen würden/könnten.


    PS: ja, auch hinter der Pharma-Industrie steckt ein großes System (weil Du ja auch kurz das Thema Impfschäden angerissen hattest)


    lg
    Susa

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