Meinungen über Schutzdienst

  • Ich will noch hinzufügen, nicht daß das hier jetzt falsch verstanden wird:


    NICHT NUR die VPGler sollten die Aufgaben und Arbeiten auf dem Hundeplatz mittragen, dies sollte JEDES Vereinsmitglied tun. Das sollte auch der Agi-Sportler tun, das sollte genauso der Gruppenstunden-Mit-Trainierer leisten.


    Übrigens übernimmt man diese Pflichten sobald man Mitglied in nem Verein wird. Zumindest in den mir bekannten Vereinen ist dies nämlich in der Satzung niedergeschrieben. Rechte und Pflichten. Es ist eben ein Verein. Und ein Verein kann nur bestehen, wenn die Mitglieder sich für selbigen einsetzen.


    Wenn man dies nicht kann oder nicht möchte, dann muß man sich nen privaten Trainer oder ne Hundeschule suchen, zahlt dann dort deutlich mehr und kommt und geht und fertig.


    Aber das sind halt immer die besten: die den schön gepflegten Platz mit allen Annehmlichkeiten nutzen wollen, weil der Vereinsbeitrag ist ja soooo viel günstiger als die Hundeschule und dann sonst nix für leisten wollen. Geiz ist geil :ugly:


    ABER: dies muß ich auch sagen: In meinen alten Vereinen gab es dies gemischt: Da gab es den Gruppenstunden-Menschen, der nur 1mal die Woche mittrainierte und dafür aber IMMER da war, wenn ne helfende Hand benötigt wurde und sich voll einbrachte.
    Ebenso gab es den Prüfling, der alle Stunden nutzte, aber NIE auch nur nen einzigen Handschlag für den Verein machte, sondern nur nahm und nahm und nahm....


    Wie Buddy-Joy schreibt: es wird von niemandem in nem Verein erwartet, daß er immer da ist und alles macht. Aber es sollte halt ne Balance da sein. Es ist halt ein Verein. Was bedeutet dies denn wohl? Steckt schon im Namen drin....

  • Buddy_Joy: Ich weiß ja nicht, was du beruflich machst, aber man kann solchen Einsatz nicht von jedem erwarten.
    Das geht einfach nicht.
    Und ich bin durchaus bereit, einen Vereinsbeitrag zu bezahlen, daran soll es nicht scheitern.
    Wozu ich nicht bereit bin ist mein gesamtes Leben nach einem Verein auszurichten und das käme bei meiner spärlichen Freizeit da einfach bei raus.
    Und ich weiß auch, dass ein Hund Geld kostet und ich finde es toll, was einige ehrenamtlich für Hunde leisten, indem sie z.b einen Verein gründen etc.
    Ich verbringe ca. 90% meiner Freizeit damit, was mit meinem Hund zu machen und ich habe auch schon viel Geld dareingesteckt. Ua. ein eigenes Forum gegründet, Grilltreffen etc. organisiert usw.
    Was ich nachvollziehen kann ist Wartezeiten, gerade wenns um den Schutzdienst geht und auch, dass Fährten eben meistens morgens früh gelegt werden.
    Aber da kommt ja meistens noch so viel anderes zu und nein, da kenne ich von keinem Menschlichen Verein, das man da so eingespannt wird.

  • Das Problem mit der knappen zeit kenne ich. :/
    ich kann es absolut verstehen, wenn man das bissel Freizeit, was noch vom Tag übrig bleibt- für andere Dinge nutzen möchte.
    9 stunden im verein- das wär für mich undenkbar (wegen meinen arbeitszeiten). mir würde da höchstens der Sonntag bleiben, aber selbst am So schaffe ich es manchmal nicht, vor Ort zu sein.


  • Nuja ich halt auch meine Hunde am Fressen ;) *ma so sag*
    Klar kann man das nicht von jedem erwarten aber die meisten kommen doch mit der Erwartungshaltung : Gut gepflegter Platz für möglichst wenig Geld
    Bei uns ist, wie gesagt, Arbeitsdienst ein Samstag im Monat paar Stündsken
    Oder man tut einfach mal was in der Wartezeit z.B. das hat ja nix mit "Leben nach nem Verein ausrichten" zu tun
    Die Frage ist halt immer, was verlangste und was gibste das sollte n gesundes Maß sein
    Poppelsplatz in Hintertupfingen kleene Wiese mit nem Wohnwagen und 6 Verstecken braucht sicherlich weniger Pflege wie n Riesenplatz mit Grillhütte, Zwingeranlage ,Vereinseigener Gaststätte und eigenem Fährengelände.
    Jut ich bin ggf n extrem schlechtes Beispiel weil Hundesport ist fpr mich eben keine Freizeitbeschäftigung sondern Lebenseinstellung
    Zudem brauch ich nen Platz auch für meine Nebenbeschäftigung :hust: :ugly:


    Aber rechne mal bitte hoch, wie ist Dein Vereinsbeitrag und was würde es in anderen "Hundeschulen" kosten wenn Du da trainierst wo eben kein Arbeitsdienst gefordert bist, weil da biste Kunde in nem Verein biste Mitglied
    9 Stunden war ja Pommesbude Zuchtschau ... Kommt alle Jahre mal vor und soll jetzt auch kein Beispiel sein wo man sich dran messen soll :mute:

  • Night, du verwechselt einen Verein mit einem Dienstleistungsunternehmen. ;)


    Hundesportvereine sind etwas ganz anderes als z.B. der Fußballverein, der z.B. auch Fördergelder bekommt.
    Nimm eine durchschnittliche Ortsgruppe. Die hat meist irgendwo zwischen 30 und 70 Mitgliedern, davon sind aber die meisten Karteileichen, bzw. irgendwelche Familienmitglieder, die sozusagen "Fördermitglieder" sind, damit es mehr Beiträge gibt.
    Bleiben meist so 15 engagierte Leute und erheblich mehr Kosten, als die Beträge einbringen, dazu eine Heidenarbeit.
    Schon eine Prüfung kostet mehr, als die Teilnehmer zahlen.
    Die Pacht, das Vereinsheim, die Heizung, das Licht für den Platz, der Strom für das Vereinsheim, das Benzin für den Rasenmäher, Material für den Platz, das alles ist eine Liste ohne Ende...
    Da hat aber dann noch niemand das Vereinsheim und die Toiletten geputzt, Essen zubereitet, Getränke verkauft, gespült, Rasen gemäht, Laub geharkt, und so weiter und so fort.
    Warum müssen die anderen Vereinsmitglieder das tun, du möchtest es aber nur nutzen? Was macht dich so besonders, dass du nur nehmen darfst? Beiträge zahlen die auch, aber nur von Beiträgen funktioniert kein Hundesportverein.
    Einfach mal unsere "alte" Kalkulation:
    70 Mitglieder, die je 20 Euro Beitrag leisten, den Rest bekommt "leider" der Hauptverein. Macht 140 Euro sichere Einnahmen.
    Dagegen stehen 900 Euro Pacht.
    700 Euro Gas.
    800 Euro Strom.
    300 Euro Müllgebühren.
    2700 Euro müssen also auf jeden Fall aufgebracht werden.
    Mit Prüfungen ca. 3000 Euro.
    Das geht nur über Getränke und Essen. Nur muss dann eben jemand hinter dem Tresen stehen und jemand die Küche schmeißen.
    Vereinsheim und Anlage müssen entsprechend gepflegt sein, damit man gerne dort verweilt.
    Sonst gibt es eine Ortsgruppe weniger.


    Das kann man natürlich umgehen. Bietet man eben feste Gruppenkurse ohne Mitgliedschaft gegen deutlich mehr Geld. Dann kann ich aber keine individuelle Förderung mehr bieten, dann wird abgearbeitet, damit die, die den Laden am Laufen halten, danach ihn Ruhe trainieren können. :D


    LG
    das Schnauzermädel


  • Wieso das Leben nach dem Verein ausrichten? Ich versteh jetzt grad das Problem nicht...


    Du bist einmal die Woche auf dem Hundeplatz zum trainieren und dann kommen halt alle paar Monate (bei uns sind es zB 4-5 Arbeitseinsätze im Jahr) mal EIN Tag, an dem alle aufgerufen werden, Arbeitsdienst zu leisten. Heisst: Platzanlage reinigen, Unkraut jäten, Geräte instandsetzen, Zäune oder Vereinsheim instandsetzen....usw
    Und wer keinen Bock auf Arbeitsdienst hat, der zahl dann halt einen gewissen Betrag Ende des Jahres für nicht geleistete Arbeitsstunden.


    Was soll denn da so aufwendig sein?


    Und dann überleg mal, wieviele Stunden in der Woche ein Trainer sich damit beschäftigt......er MUSS jede Woche auf dem Platz stehen. Egal ob 3 oder 10 Leute kommen, egal ob die Sonne scheint oder es in Strömen regnet...er ist derjenige, der als erstes da ist und derjenige, der als letztes geht. Zudem kommt teilweise allerhand Papierkram um die Leute bei Prüfungen oder Seminaren anzumelden, Vorstandsarbeiten, Training planen und und und....


    ach ja...und ich arbeite 40std in der Woche...


    Ob ich mich nun jeden Tag nach Feierabend auf dem Feld mit meinem Hund beschäftige, oder auf den Platz fahre kommt zeitlich gesehen aufs Gleiche raus....

  • 9 Stunden unter der Woche auf dem Platz.. Wo findet sowas statt?
    Alle Aktiven die ich in Vereinen kenne, sind normale Arbeitnehmer/Selbststaendige. Die haben alle eine 35-Stunden Woche, eher noch mehr.
    Wir sind ab und zu auf 7 Stunden gekommen, meistens waren es 5 Stunden (+1 Stunde Heimfahrt). Nicht weil so lange trainiert wurde, sondern weil man noch aufgeraeumt und geredet hat.


    Platz putzen gab es 2-6x im Jahr, jeweils einen Tag lang. Das war immer cool, weil man meist noch essen war (Gaststaette ueber dem Vereinsheim), gegrillt hat o.ae. Und wer nicht helfen wollte, hat es halt sein lassen (man musste auch nichts deswegen zahlen).

  • Naja, der Verein den ich mir als letztes angeschaut habe, der ist klein, und die Leute, die da sind sind immer die gleichen und die sind dann schon von mittags an da. Der Rest trudelt dann zum Training gegen abends ein. Aber die bleiben dann so bis 22 uhr.
    Unter anderem sicherlich auch, weil das Hetzen noch kommt, aber eben auch weil man quatscht, nen bierchen trinkt etc.
    Nur: Mag ja alles schön und gut sein, aber a) war ich an solchen Tagen schon gut 10Std außer Haus, b) habe ich einen Freund, einen Haushalt und möchte auch davon noch was sehen.
    Ich mag es einfach nicht, dass man total schief angeguckt wird, weil man nach dem Training eben wieder etwas schneller nach Hause muss oder will.
    Und noch ne Sache: Selbst wenn ich solange dableibe, was mache ich in derzeit mit meinem Hund?
    Auf der Terasse geht es noch, aber im Vereinsheim geht es ja nicht und sperre meinen Hund nicht 2 bis 3 Stunden ins Auto oder in so eine Box ein, nur um zu quatschen.


    Wie gesagt, ich bewundere die Leute, die da Engagement zeigen und so einen Verein am Laufen halten. Aber diese Leute machen das, weil es ihnen Spaß macht, weil es ihr Hobby ist und das muss man natürlich honorieren.
    Und die, die das eben nicht leisten können oder wollen, zahlen eben. Es gibt immer aktive und Geldgeber bei so etwas. Nur das man hier als schlechter Mensch hingestellt wird, weil man lieber materiell unterstützt als mit Tatkraft, aus welcherlei Gründen auch immer, finde ich nicht okay und nicht fair.

  • Du machst das an einem einzigen Verein aus? Schade....


    Also wir lassen unsere Wuffs auf der Terasse laufen, nach dem Übungsbetrieb....aber das handhabt auch jeder Verein bzw jede Sparte anders.
    Kannste natürlich schlecht während der Basis-Arbeit bringen, wo 90% der Hunde nicht erzogen sind ^^

  • Nein, mache ich nicht.
    Aber bei diesem ist es so und bei dem wo ich davor reingeschaut habe, sollte ich sogar gleich Mitglied werden, dürfte dann alles nutzen und so, aber es gibt dann eben auch Arbeitsdienst.
    (das war übrigens nicht der Grund, warum ich da nicht weitergemacht habe, sondern Zeitmangel, weil ich da noch studierte, aber ich dachte, ich erwähns mal).
    Und ich kann mir eben vorstellen, dass die Vereine das gerne sehen. Wie es hier ja auch geschrieben wurde, das man allerdings gleich total abgekanzelt wird, weil ich man eben nicht 200% seiner Freizeit dalassen möchte, sondern nur den Hund trainieren (und das ist mit 2 Stunden ja durchaus machbar).

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