Meinungen über Schutzdienst

  • Ähm wenn ich es mal hart sagen darf: was jucken mich andere Hunde?


    Meine Hunde haben Spass daran, hätten sie es nicht würd ich mich anderweitig umschauen oder bei der Fährte bleiben oder oder
    Sie haben so die Möglichkeit ihren Trieb auszuleben und ich nutz die Möglichkeit n bisschen Triebkontrolle zu üben
    Und ja ich bin überzeugt davon das es ihnen spass macht :roll: auch wenn sie nicht geifern und hochdrehen, die Frechheit nehm ich mir mal raus


    Ps ich finde Schutzdienst furzlangweilig, ich mag die Fährte und die UO lieber


  • Der Hund sucht ja nicht den Menschen, sondern nur den Beißarm.
    Gibt sehr schöne Videos dazu, ohne Arm wird weder gestellt noch gebellt, stell nen Schneemann mit Arm ins Versteck und schon geht es rund.


    Ich seh einfach keinen Unterschied ob der Hund in den Ärmel beißt oder in ein Bällchen mit dem ich vor ihm herlauf.


    Und wie schon gesagt, wer braucht einen Hund der in Schlangenlinien durch die Beine laufen oder im Sprung über Frauchens Rücken ein frisbee fangen kann?
    Braucht kein Mensch, aber so lange Hund und Mensch Spaß haben, ist es ok.

  • Zitat

    Und dennoch frage ich mich da schon: Sollte man ein solches "Spiel" mit Hunden spielen, für die es eben kein Spiel ist? ..... Wie geht es wohl dem Hund, der da grad in den Wehrtrieb fällt? Der null Anreiz mit Beutetrieb hat?.... Macht es dem wirklich Spaß? oder hat der nicht viel mehr Streß bei der Sache? .... Aber nunja, dies ist wohl Auslegungssache... Die meisten Agi-Sportler behaupten ja auch steif und fest, daß ihr hechelnder geifernder glotzender hektischer Hund voll den Spaß hat und nie und nimmer voll im mega-streß läuft... :roll:


    Wieso hat ein Nicht-Beutehund automatisch mehr Stress?
    Meine können völlig entspannt direkt neben dem Helfer pennen. Eben weil der Hetzanzug oder der Ärmel für sie kein Schlüsselreiz ist. Mein Holländer ist ja nun noch ein Baby mit seinen 8 Monaten. Der steht nur unter Strom, wenn ich ihn schicke, ich etwas als bedrohlich empfinde oder ich mich wehre.
    Meine alten Rüden kann man auf dem Platz anbinden und Schutzdienst gucken lassen, dann könnte man denken Llamby wertet Let´s Dance. :lachtot:
    Beide Hunde sind absolute Rüpel, die Raufereien jeder Art schätzen und 10cm größer aus einer gewonnenen Auseinandersetzung gehen. Nur lasse ich sie bei mir seltenst gewinnen, Raufen mit anderen Hunden ist tabu, da bietet sich Raufen mit dem Helfer an.
    Und für mich ist es einfach praktisch, denn beide Hunde reagieren im täglichen Leben eben auch auf "Bedrohung". So kann ich sie viel besser einschätzen und führen. Und Probleme kann es mit beiden Hunden im täglichen Leben schnell geben, wenn man mal so vor sich hinträumt.


    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Sie haben so die Möglichkeit ihren Trieb auszuleben ...


    Welchen "Trieb" leben deine Hunde beim Schutzdienst aus ?



    Zitat

    Der Hund sucht ja nicht den Menschen, sondern nur den Beißarm.


    Ja ja, aber der Sinn des SD ist ja nicht, daß der Hund hinter einer Beute herläuft und diese apportiert, sondern hinter dem Menschen (mit der Beute) !
    Sicher könnte man auch eine Beißwurst verstecken und den Hund diese suchen und verbellen lassen. Wäre ja theoretisch für den Hund dasselbe. Man schickt den Hund aber bewußt dem Menschen hinterher, simuliert einen Angriff, eine Flucht, etc. das Element: Den Hund auf den Mensch hetzten, das mein ich. Es geht ja auch ohne, ist natürlich nicht so spektakulär ... warum macht mans dann ?


    Gruß, staffy


  • Meine Überlegungen wären die selben... ich sehe da den Sinn nicht.



  • Genau bei dieser kritischen Frage kann ich nur zustimmen.
    Es ist das eine, wenn Hunde im Dienst (Zoll, Polizei, etc) entsprechend ausgebildet werden.
    Dort werden sie im Einsatz benötigt und erfüllen ihren Zweck, sie sind Diensthunde, und werden auch als solche eingesetzt.
    Aber gehört ein so ausgebildeter Hund in private Hand?
    Ist diese Form der Ausbildung wirklich ein Spaß, ein Hobby, ein Wochenendzeitvertreib?


    Denn es gibt dieses kritische Element: Der Hund hetzt und stellt den Menschen, mittels bellen oder beißen in den Arm. Entsprechende Videos habe ich gesehen - und ich finde es auch wirklich beeindruckend (im positiven Sinne), wie diese Hunde arbeiten. Ich habe einen riesigen Respekt vor den Ausbildern.
    Und ich denke auch, dass diese Hunde sehr wohl zwischen Arbeit und Freizeit unterscheiden können, sofern sie in verantwortungsvollen Händen sind.
    Aber dennoch bleiben diese Hunde was sie sind: verlängerter Arm des Hundeführers um einen Menschen gegen seinen Willen zu beeinfussen (Flucht verhindern, stellen, niederringen, ...), demnach eine Art Waffe die meiner Meinung nach nicht in private Hände gehört.


    Und genau da haben wir jetzt schon kritische Punkte.
    Dieser "Sport" ist eine sehr anspruchsvolle Ausbildung des Hundes. Es ist Arbeit, auch für den Hund. Und dieser "Sport" stellt enorme Ansprüche an Ausbilder und Hundeführer.
    Dazu ist nicht jeder geeignet!
    Und eine Privatperson benötigt einen solch ausgebildeten Hund sicher nicht im Haushalt.



    Es gibt genügend andere Arten, wie ich einen Hund körperlich und geistig auslasten kann.
    Man kann Obedience machen, Agility, Flyball, Dogdance, ...
    Sicherlich sind auch hier Befehle dabei, die kein Mensch im Alltag benötigt.
    Schließlich muss mein Hund weder auf meinen Rücken springen noch Slalom durch die Supermarktkassenschlange laufen.
    Aber diese Sportarten dienen lediglich der Beschäftigung der Hunde, sie bilden die Hunde nicht zu Waffen aus.
    Und genau hier liegt der große Unterschied.



    Wie gesagt, ich habe meine Zweifel daran, ob eine Privatperson einen zur Waffe ausgebildeten Hund benötigt. Sicherlich sehe ich diese Hunde nicht als tickende Zeitbombe oder unkontrollierbares Gefahrenpotential.
    Sofern sie richtig ausgebildet sind, wissen diese Hunde ganz genau, wann Freizeit, und wann Arbeit angesagt ist.
    Mir stellt sich eben nur die Frage, warum eine Privatperson einen Hund derart ausbilden lassen sollte, und warum es so ohne größere Einschränkungen möglich ist ...


  • Meine holen sich ganz klar die Beute, sie raufen mit dem Helfer darum
    UNd doch genau DAS ist der Sinn des Schutzdienstes so wie er im Sport betrieben wird
    Ich hab Verstecke in meinem Garten, da steht ein Dummy drin ( 2 Balken an denen ich den Arm anbringe) den verbellen meine Hunde auch
    Joy kann ich auf Trümmer schicken, findet sie da jemanden verbellt sie auch, Schutzhund und Trümmerhund wurden Dual ausgebildet ... Bis jetzt wurd noch keiner getackert der uns das Opfer machte, warum auch er hat ja keine Beute
    Zudem ist der Schutzdienst ebenso Belastungstest, ohne wäre ne Gebrauchshundezucht eben keine Gebrauchshundezucht


    Waffe *kopfschüttel* meine Hunde sind, bei gott, alles andere als Waffen und ich wehre mich da auch vollkommen gegen

  • Ein schönes Beispiel ist mein Kleinteil. Zergelt super mit bekannten Menschen, lässt sich auch auf einen Ärmel umstellen. Aber fremder Mensch = völlige Blockade. Sie geht gerne zu Fremden, sie hat keine generelle Angst vor Menschen. Aber zergeln gegen einen Fremden, das geht nicht.
    Selbst wenn ich sie dazu bekommen würde, wäre sie bei Belastung weg. Das müsste gar nicht der VPG-Softstock sein, da reicht dann sicherlich eine abwehrende Haltung oder anschreien.
    Bei dem Mix ist das nun gar kein Thema, es stört lediglich, dass man so nicht zur Steuerbefreiung kommt.
    Wenn das aber nun eine der typischen Rassen wäre, die als Gebrauchshund funktionieren sollen, dann hätte ich mit so einem Hund ein Problem, wenn in den beteiligten Linien öfter solche Hunde dabei wären.
    Genauso hätte ich ein Problem mit einem Hund, der den Ärmel hoch und runter Klavier spielt. Im Sport kostet das nur Punkte, im Dienst brächte so ein Hund unnötige Verletzungen und wäre ein Risiko für die Beamten. Und das ist eben alles nicht nur eine Frage der Ausbildung. Man kann einen guten Hund verderben, aber man bekommt aus einem ungeeigneten Hund keinen guten.


    VPG ist eben zur Zeit die einzige Selektionsmöglichkeit für die Gebrauchshundezucht in D.


    Und wieso Waffe?
    Mein Schnauzermädel war ein Schaf. Ein guter Sporthund und im täglichen Leben Schutzwirkung Null.
    Der Schnauzerrüde hat lange bevor er das erste Mal einen Hundeplatz gesehen hat zuverlässig geschützt. Greg beißt ebenfalls, das erste Mal tat er das mit 12 Wochen, da hatte er noch nie einen Helfer gesehen.


    LG
    das Schnauzermädel

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!