Welpe bekommt 1 bis 2 mal täglich totale Ausraster
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Sonst haben wir es so ähnlich gemacht, wie du es beschrieben hast, bloß haben wir ihn nicht bedroht, eher "aufgejohlt" und das etwas höher, wie ein schmerzschrei und haben ihn dann ignoriert für eine weile.
Ja, dieses "hoch aufquietschen" wird immer wieder empfohlen - nach meinen Erfahrungen funktioniert das nur bei sehr unsicheren, ängstlichen Hunden.
Sobald Hund auch nur ansatzweise etwas frecher ist, wirkt hohes Gequietsche eher motivierend, anstachelnd - meine Erfahrung. Andere können andere Erfahrungen gemacht haben.Aber generell gilt - Lob etc. besser in hohen Tönen, da diese bei allen Hunden eher motivierend sind.
ZitatWas meint ihr denn, ich hab jetzt schon beides gehört: Eher schmerzvoll aufschreien oder bedrohend Knurren und auf ihn zugehen bevor man ihn ignoriert?
Ignorieren würde ich solches Verhalten grundsätzlich nicht.
Ja - es gibt Verhalten, das sollte man besser ignorieren. Aber der Einsatz von Zähnen gehört da mE absolut nicht dazu. Mami würde dem Gartenzwerg was husten, wenn der mit den Zähnen zu grob wird - wobei die meisten Mutterhündinnen genau wissen, welcher Zwerg wie viel Ansage braucht, um zu verstehen.
Da tun wir Menschen uns schwer.Und was die Stimmlage betrifft - siehe oben.
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Welpe allein lassen wäre der TOD für unser Inventar gewesen
Der kleine Terrorkrümel konnte weder runterfahren noch hat er sich von irgendwelchen Drohungen beeindrucken lassen...
Unser "Retter in der Not" war ein Kennel... nachdem wir dazu übergegangen sind, einen Zwangs-Mittagsschlaf im Kennel sowie die Nacht im Kennel zu verbringen war sie mit ca. 7 Monaten soweit, dass sie sich entspannen konnte...
Allerdings haben wir sie nicht im Moment des Aufdrehens dahin gesteckt (positive Verknüpfung und so) sondern schon kurz vorher, die Zeichen waren da meist recht deutlich... also Leckerchen/Kauknochen in die Box legen, Hund dackelt hinterher, Box zu. Die Box wurde dann schrittweise wieder abgebaut (Tür während des Schlafens öffnen, Tür gar nicht mehr schliessen, das Körbchen halb aus der Box rausholen, davor legen) und wir hatten einen ruhigen, relaxten Hund im Haus. -
@buffel, die meisten empfehlen aber die ignoranz, was wäre denn deine Methode der Wahl bei einem solchen Ausraster?
Edit: also ich meine kurze ignoranz direkt nach dem kurzen zurechtweisen
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Das was Du beschrieben hast hört sich aus meiner Sicht nach nem schon ganz schön weit fortgeschrittenen Fiasko an. Keine Beißhemmung keinen Respekt. Der tanzt Dir doch ganz schön auf der Nase herum.
Fernprognosen sind immer schwierig. Aber ich glaube das Du mit konsequentem klaren Zurechtweisen und Festhalten bis er wirklich zur Ruhe gekommen ist, eher weiter kommst als mit Ignoranz.
Ich meine aber auch rausgelesen zu haben, daß das Wort Nein und andere Lautäußerungen schon teilweise verbraucht sind. Wichtig fand ich bei unseren Welpen bisher immer zu versuchen dem Fehlverhalten zuvor zu kommen.
Wenn unser Welpe versucht hat in den Ärmel etc. zu beißen gabs stets sofort den Griff über die Schnauze. Das liegt aber darin begründet, daß dies im Rudel in welchem unser Welpe die ersten Wochen gelebt hat von allen anderen erwachsenen Hunden bei Mißachtung von internen Regeln angewandt wurde. Später haben wir es dann mit dem Wort Nein gekoppelt. Nun reicht ein klares Nein und schluß ist. Das Nein wird äußerst selten mißachtet und wenn doch, dann wird wieder festgehalten.
Ich weiß nicht ob ich es ignorieren könnte wenn mich mein Hund so sehr beißen würde bzw. am Kittel rupft etc.Spontan würde ich ihn entsprechend zurechtweisen, dann sehen was er macht um dann hoffentlich dem Fehlverhalten mit einem Nein oder eben festhalten etc. zuvor zu kommen bzw. es garnicht bis zum Übergriff seitens meiner Arme oder Hand kommen zu lassen.
Wenn ich nein sage dann meine ich das auch so!Aber ich hatte es ja schon zitiert nach Müde kommt blöd. Das kenne ich von meinem jetzigen Welpen auch.
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Zitat
Das was Du beschrieben hast hört sich aus meiner Sicht nach nem schon ganz schön weit fortgeschrittenen Fiasko an. Keine Beißhemmung keinen Respekt. Der tanzt Dir doch ganz schön auf der Nase herum.
Wenn unser Welpe versucht hat in den Ärmel etc. zu beißen gabs stets sofort den Griff über die Schnauze.Ich glaube, kaum ein Welpe hat innerhalb einer Woche bei seinen neuen Besitzern die Beißhemmung erlernt.
Ob es nun normaler oder "anormaler" (meist durch Überforderung ausgelöst) Welpenwahnsinn ist, kann man anhand eines geschriebenen Beitrags nicht beurteilen, denn man schreibt, wie man es empfindet.
In absehbarer Zeit ist es sogar möglich, dass der Themenstarter darüber lächeln wird, wenn er an die ersten Wochen der Welpenzeit zurückdenkt.
Was ich aber herauslese, dass unangemessen gemaßregelt wurde (auf den Rücken drehen und fixieren, das Gleiche gilt für den empfohlenen Schnauzgriff), was das Verhalten verschlimmern kann.
Die meisten Welpen werden durch eine Zurechtweisung und laute Worte nur noch wilder oder sind so dermaßen beeindruckt, dass Ruhe ist, was auch nicht grundsätzlich Sinn macht, wenn ein Welpe sich ruhig verhält, weil er sich bedroht fühlt (gilt in erster Linie dem "auf den Rückendrehen").
Es wurde geschrieben, dass der TS mit Ignoranz nicht weiterkam, darauf wurde geschimpft und wenn das nicht half, wurde der Welpe auf den Rücken gedreht.
Ignoranz kann insofern helfen, wenn man es richtig und konsequent durchzieht, wobei man meines Erachtens nach erst einer Woche (!) keine Wunder bei einem sehr aktiven Welpen erwarten darf!Erschwerend kommt hinzu, dass dem jungen Hund in der ersten Woche schon viel zu viel versucht wurde, beizubringen (Sitz, Platz, Nein, Komm und andere Wörter, die der Mensch spricht).
Nebenbei muss ein so junger Hund seine neue Umwelt, seine neuen Menschen kennenlernen, stubenrein werden, ein schon erwachsener Hund ist anwesend (dazu komme ich noch) und dann noch verstehen, dass Menschenhaut tabu ist, sprich, seine Beißkraft zu reduzieren.
Dass der Welpe, ein - bis zweimal am Tag aufdreht, immerhin "nur" ein - bis zweimal, finde ich nun nicht mehr so besorgniserregend, wie es dargestellt wird.
Der Kleine kommt nicht wirklich zur Ruhe, dreht auf, man versuchte dieses und jenes, DAS kann nicht innerhalb einer Woche zum Erziehungserfolg führen!Sorry, ich weiß nicht, was an diesem Welpen nicht normal sein sollte?
Mangelnder Respekt?
Wow, der ist neun Wochen jung, kann noch nicht wirklich etwas verstanden haben.
Wie denn?
Wenn ein Mensch mal so, mal so reagiert und wenn nichts sofort fruchtet, reagiert der Halter noch ungehaltener, was sich wieder auf den Kleinen sichtlich überträgt...
Wir sprechen nicht von Monaten, in denen nichts geholfen hat, sondern von einer Woche.Wenn der Welpe so abdreht, kann man neben Ignoranz auch einfach die Leine dranmachen und mit dem Welpen eine kleine Runde draußen drehen, auch das kann hilfreich sein, schließlich ist von 1-2 "Ausrastern" die Rede.
Ignoranz bedeutet sofortiger Spielabbruch, aus dem Zimmer herausgehen und wenn man zurückkommt, Welpen nicht beachten.
Hängt er wieder in den Hosenbeinen, bestimmt wegnehmen und ihm etwas zum "Reinhacken" reichen (Spielseil, kleinen Kauknochen zum Abreagieren).
Welpenzähne sind spitz und ungnädig zur Menschenhaut, aber zum Trost, eigentlich lernt nahezu jeder Hund die Beißhemmung früh oder später.
Je mehr mit dem Welpen agiert wird, umso mehr dreht er auf.Wenn der Welpe den Hund der Eltern so attackiert und auf ein Knurren oder andere Warnungen nicht reagiert, dass er sogar den erwachs. Hund beißt, warum wird da nicht vorher eingegriffen?
Welpen wegholen, festhalten und eine erneute Attacke unterbinden.
Es gibt hemmnungslose, nervige, dreiste Welpen, die lässt man nicht so lange machen, bis der erwachsene Hund aufjaulen muss.Mit wirklicher Konsequenz, Geduld, viel weniger Programm, rechtzeitigem Eingreifen, frühzeitigem Umleiten, Herunterfahren (z.B. in den Situationen nach draußen gehen), richtiger Ignoranz (Mensch verlässt den Raum) und das alles muss man doch bitte erst einmal über einen gewissen Zeitraum durchziehen, wird das auch was.
Nein, nach einer Woche beherrscht das noch kein Welpe, wenn man es mal so oder mal so versucht.
Selbst mit einer richtigen Methode begreift es kein neun Wochen junger Hund, was er darf und was tabu ist.Insgesamt muss man ruhig und souverän reagieren, nicht verzweifeln, auch wenn es schwer ist.
Die Welpenzeit vergeht zu schnell.Gruß
Leo -
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Nein die Beißhemmung lernt er sicher nicht binnen einer Woche. Die lernt er aus meiner Sicht schon früher. Ich muss jetzt aber zu meiner Schande zugeben, daß ich das mit der einen Woche irgendwie überlesen habe.
Was ich aber gut finde ist, daß sie sich hier Hilfe sucht und das Ganze nicht einfach so mit tragen möchte.In einer Woche kann ein Welpe das alles sicher nicht lernen das sehe ich auch so.
@ Leo: Es gefällt mir, wie Du das geschrieben hast. -
Das mit dem Schnauzengriff wollte ich nicht empfehlen, sondern ich wollte erklären warum wir ihn verwendet haben.
Es ist einfach wichtig eine Richtung einzuschlagen und nicht zick verschiedene. Halbherziges Handeln führt zu Unsicherheit.
Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob ich es gut heißen soll einen Welpen, der so unter Strom steht, durch Ignoranz sich selbst zu überlassen. -
Kann buffel nur zustimmen, mir gefällt der Text von Leo auch sehr gut.
Ein Fiasko ist es mit Sicherheit nicht, wenn der Kleine 1-2 "übernormale" (in Bezug auf seine "normalen" täglichen Spinnereien) Ausraster bekommt, mir liegt es nur am Herzen, hier möglichst gut zu reagieren auf ihn und keine gravierenden Fehler zu begehen, die ihn dann später wirklich zu einem "Fiasko" machen.
In Bezug auf den älteren Hund trennen wir die beiden jetzt eher und es funktioniert besser. Wir haben es seit dem beschriebenen Vorfall aufgegeben, dass der große den kleinen mal zurechtweist..sehr schade, es hätte ihm nämlich bestimmt mal ganz gut getan, seine Grenzen zu lernen :)
@ Buffel: Du sagtest: "Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob ich es gut heißen soll einen Welpen, der so unter Strom steht, durch Ignoranz sich selbst zu überlassen."
Ich verstehe dich sehr gut, wenn der kleine "unter strom steht" sollte man ihn nicht "sich selbst" überlassen.
Wenn aber andere Alternativen nicht funktionieren, kann es zB bei zu dollem Beißen wunder wirken, das spiel abzubrechen und ihn kurz zu ignorieren. Das find ich völlig okay, es handelt sich ja nur um einen Moment.Liebe Grüße
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Zitat
Heute hatte er ihn dann einmal richtig gebissen, daraufhin habe ich ihn in mein Zimmer getan, dort hatte er mich dann mehrfach in Fuß und Knöchel und das auch recht doll gebissen. Nein und leichtes Kopf wegschieben haben ihn zum ablassen gebracht. Daraufhin rannte er eine Runde durchs Zimmer, kam im Spurt zurück und bis mich so in den Arm das die Stellen an denen die Zähne waren bluteten. Als ich kurz danach das Hundeklo (bekam er von den Züchtern angewöhnt und soll nun langsam abgewöhnt werden) säuberte, kam er erneut durch das Zimmer angebraust und biss mir aus dem nichts ein weiteres mal in den Arm.
In diesen Phasen ist es mir nicht möglich ihn zu beruhigen. Egal ob der Hund meiner Eltern anwesend ist oder nicht. Bin ich im Zimmer und ignoriere ihn, macht er unaufhörlich weiter absolut alle Dunge UND GENAU DIESE zu tun, die er nicht darf. Dreh ich ihn nachdem ich einige Zeit geschimpft hab auf den Rücken und halte ihn für einen Moment, zappelt er wie wild los, wird dann aber irgendwann ruhig und sobald ich ihn dann aber loslasse versucht er nach mir zu schnappen und das kann ganz schön schmerzhaft werden. Auch wenn ich ihn am Nacken festhalte, da es in diesen Momenten die einzige Möglichkeit ist kontrolle zu gewinnen ohne das er nach mir schnappen kann (es aber weiterhin probiert) lässt er sich nicht beeindrucken.Immerhin haben ein Nein und ein zur Seite schieben schonmal etwas gebracht. Vielleicht kannst Du in den Situationen in welchen er so grob zu Dir ist eine Alternative bieten in welche er z.B. reinbeißen kann. Handtuch etc.
Es zu ignorieren wenn mein Hund mir in den Arm, Knöchel, Fuß, oder sonst wo hin beißt, Gegenstände atomisiert, oder mir am Hosenzipfel hängt. Davon halte ich einfach rein garnix. Vom auf den Rücken legen übrigens auch.
Festhalten, Alternativen bieten, den Hund nicht überfordern, die rituale Unterwerfung erlernen und spielerisch üben ( nicht in einer solchen Situation ) halte ich für passender und manchmal gabs bei uns auch einen leichten Klapps.
Ein Schnauzengriff kann sicherlich auch zur Eskalation führen; ich hatte ja geschrieben warum wir ihn genutzt haben. Bei unserem zweiten Hund nutzten wir stets Alternativen....was aber auch nicht immer gelang
Dein Eingangspost liegt ja nun auch vier Tage zurück. Wie siehts denn jetzt bei euch aus bist du in irgedneiner Form weiter gekommen.
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