Club der (Hunde-)Altenpfleger & Altenpflegerinnen - Teil 2

  • Oh, was wird der Günni denn für einer, wenn er mal groß ist?!


    Ich bin zwar noch kein Altenpfleger, aber da unser Senior mittlerweile 12 Jahre alt ist, wird auch dies irgendwann auf uns zutreffen. Bis dahin lese ich erstmal gespannt hier mit und wünsche allen Senioren noch eine laaange Zeit auf Erden.

  • Danke MaiNero. Ich bin, wenn ich an all das denke, auch sprachlos :( :
    Jetzt über Weihnachten musste ich auch oft an die beiden denken und bin auch oft zu den Gräbern gegangen...


    Es freut mich aber, dass es Nero gut geht =) und euer Neuzugang ist wirklich putzig. Bei dem Namen musste ich irgendwie direkt an Günter Kastenfrosch denken :D
    Wie reagiert Nero denn auf Günni?

  • Mädels, ich brauche hier mal wieder Altenpfleger-Rat.


    Wir haben jetzt eine Weile Rimadyl versucht, aber dabei keine Verbesserung bemerkt.
    Teddy hat mittlerweile offensichtlich generell Rückenschmerzen, nicht mehr diese kurzen Schübe, die offensichtlich von den Spondylosen kommen, sondern eben immer, das merkt man vor allem, wenn er sich hinlegen will. Er muss sich scheinbar überwinden, macht es ganz langsam, hält dabei oft inne und jammert häufig.
    Meiner Meinung nach, muss demnach etwas Stärkeres her, das geht ja so nicht weiter.


    Ich bin bei meinen Überlegungen zunächst bei PhenPred gelandet. Wenn ich mich dann aber darüber informiere, steht im Netz, dass es nur für die kurzzeitige Gabe geeignet ist und nicht länger als 14 Tage gegeben werden sollte. Nun ist ja natürlich mit 14 Tagen nicht getan.


    Was meint ihr dazu. Gibt es noch andere Alternativen zu Metacam und Rimadyl? Irgendwelche Ideen?



    Achso, unser TA steht stärkeren Medikamenten kritisch gegenüber. Warum, das habe ich bisher nicht gefragt. Ich würde also gerne ein bisschen Wissen mitbringen, wenn ich dann wegen des neuen Medikaments bei ihm bin.

  • Hallo,
    ich bin ganz neu hier um Forum und würde gerne einwenig mitschreiben.
    Bei meiner Familie und mir leben unsere beiden Collie-Senioren "Buddy" und "Darth" beide sind 12 Jahre alt und Wurfgeschwister. Darth geht es gesundheitlich soweit ganz gut, allerdings hat er einen Tumor am Augenlid und da dieser zwar seeehr langsam aber stetig wächst, wird dieser nun am Freitag vom operativ entfernt.
    Buddy ist da leider noch mehr unser Sorgenkind. In jungen Jahren ist bereits HD und ED beidseits festgestellt worden :verzweifelt: Trotz allem kam er jahrelang gut damit zurrecht, aber seit ca. einem Jahr bekommt er nun Metcam.
    Spazierengehen wird immer schwieriger und das bringt mich langsam zum verzweifeln. Er mag einfach nicht mehr. An manchen Tagen springt er zwar noch auf, wenn ich die Leine nehme aber an ganz vielen Tagen bleibt er einfach liegen und muß regelrecht gedrängt werden damit es losgehen kann. Sind wir dann vor der Türe bleibt er ständig stehen und sobald kleines und großes Geschäft erledigt ist gehen wir wieder heim.(Beide Geschäfte werden übrigens nur noch bedingt kontrolliert erledigt. Er macht zwar nicht im Haus und auch nur ungern im Garten, aber draußen wird fallen und laufen gelassen wo es ihm beliebt, also auch mitten auf der Strasse :hust:, )
    Dann gibt es aber auch (zugegeben wenige) Tage an denen läuft er eine 10-15 Minuten-Runde ohne einmal stehen zu bleiben, auffällig ist dabei, das er meistens besser läuft, wenn ich eine andere Richtung einschlage als die übliche. Ich kann überhaupt nicht einschätzen warum er so schlecht läuft. Klar, die ED macht ihm nach längerem Gehen Schmerzen und ohne Metacam wäre es wohl noch schlimmer und die Hinterhand ist seeeeehr schwach und die Muskeln bauen immer mehr ab und es ist ein Teufelskreis, je weniger er sich zum gehen motivieren läßt umso schneller der Abbau :( : Wenn aber die richtigen Reize beim Spaziergang seine Aufmerksamkeit wecken (andere Hunde, Katze, Müllauto ect.) dann läuft er wieder doppelt so schnell :???: Das selbe bei uns auf dem Grundstück, da kann noch bellend zum Zaun galoppiert werden. Kaum ist er zum Spaziergang an der Leine bleibt er aber wiegesagt stehen und zwar das erstemal sobald wir das Grundstück verlassen haben. Ich bin hin und her gerissen: Soll ich ihn einfach nur noch im Garten machen lassen und er "muß" vielleicht nur noch maximal einmal am Tag mit mir gehen (bisher 2-3mal) oder soll ich ihn weiterhin zu kleinen Runden überreden? Ich hab einfach sooo Angst das er irgendwann gar keine Kraft mehr in der Hinterhand hat.


    Im Haus ist er sehr ruhig und schläft viel, hat er aber immer schon gemacht. Aber er frisst gut und kommt in letzter Zeit wieder auffällig oft ins Bett oder Couch kuscheln (hat er sonst vor Jahren zuletzt gemacht) und am Tisch betteln klappt auch noch hervorragend ;)
    Abends geht er mit uns immer nach oben in die erste Etage, da da auch unsere Schlafräume sind und dann bleibt er die ganze Nacht oben, allderings kommt er morgens fast nicht mehr die Treppen runter. Tragen lassen mag er sich nicht und ihm verbieten mit nach oben zu gehen mag ich auch nicht.
    "Seufz" ich tu mich verdammt schwer damit zu akzeptieren, dass er einfach alt geworden ist und bin froh das ich mich hier mal ausheulen durfte.
    Danke
    Annchen mit Buddy und Darth

  • Caro
    Ich kann dir da leider nicht weiterhelfen. Ich finde mich im Schmerzmitteldschungel nicht wirklich zurecht...
    Ich drück die Daumen, dass es besser wird!


    @Annchen
    Hallo und willkommen hier :winken:
    Ich drück auch schon mal die Daumen für Darth morgen, dass er es gut übersteht!


    Buddy hört sich in vielen Sachen an wie Nele. Wir waren jetzt 10 Tage bei meiner Mutter wo wir aufgewachsen sind und sie kennt das Gelände, weiß genau, dass nicht viel passiert auf dem Spaziergang. Meistens: Feldweg runter und wieder rauf. Da latscht sie so mega langsam, dass man denkt sie fällt gleich um.
    Gehen wir dann in unbekanntem Gebiet wird vorweg getrabt.
    Vielleicht hilft es bei euch ja öfter mal wohin zu fahren, wenn ihr die Möglichkeit habt, in Gebiete die neu und spannend sind. Dann könnt ihr evtl den Teufelskreis durchbrechen wenn er sich mehr bewegt. Die Gelenke sind dann besser geschmiert, die Muskeln etwas mehr trainiert und vielleicht mag er sich dann generell mehr bewegen.
    Mit 12 ist er ja noch nicht so alt, dass man nichts mehr machen könnte. Ich denk mir auch man kann den Oldies ruhig noch was abverlangen :smile:


    Das mit dem Haufen mitten auf der Straße verlieren kenn ich übrigens auch ;)


    Wegen der Treppe: es gibt Tragehilfen für die Vor- und Hinterhand der Hunde wie so Tragetüten. Z.B. sowas http://www.hundeversand.de/hil…schirre/hilfsgeschirr.php
    Vielleicht akzeptiert er das eher.
    Bei Nele hab ich festgestellt, dass sie sich eher tragen lässt wenn ich vorne und hinten mit den Händen zwischen die Beine gehe. Vorher habe ich sie quasi umrahmt und vor den Vorderbeinen und hinter den Hinterbeinen rumgefasst. Kann mir vorstellen, dass ihr das vielleicht Schmerzen bereitet hat.


    Ich weiß, dass es schwierig ist zu akzeptieren, dass der Hund jetzt alt ist und einfach nicht mehr so kann. Aber deshalb mit dem Schicksal hadern, oder traurig sein bringt nix ;) Trotzdem was fordern von den Hunden, damit sie nicht aus der Übung kommen und die schrulligen Eigenheiten mit Humor nehmen. Dann gehts einem selber besser und dem Hund auch =)

  • Vor lauter antworten vergessen, dass ich ja selbst auch berichten wollte von Nelchen.


    Von dem Problem mit dem Mäkeln hab ich euch erzählt oder?


    Derzeitiger Stand ist so, dass sie eigentlich kaum noch richtig frisst. Sie bleibt fast immer unter der Hälfte ihres Tagesbedarfs, trinkt aber gut. Morgens verweigert sie am häufigsten. Nachmittags oft auch und Abends gehts manchmal. Sie bekommt Billigfutter, Mittelklassefutter und Hochwertiges abwechselnd. Immer das gleiche geht gar nicht mehr. Vertragen tut sie das Gemisch erstaunlich gut.
    Ihre Nierendiät, wofür ich mir den Plan bei Futtermedicus erstellen ließ kann ich vergessen. Sie frisst einfach nicht nach Plan. Die Futterzusätze verweigert sie teilweise und nimmt eh nicht genug zu sich davon. Die homöopathischen Mittelchen frisst sie manchmal wenn sie im Futter sind, oder lässt sie übrig.
    Das einzige auf das ich bestehe ist ihre Schilddrüsentablette.


    Obwohl das für ihre Nieren sicher alles andere als ideal ist, habe ich beschlossen da nichts mehr zu machen. Keine Nierendiät, kein Spezialfutter und auch keine Schmerzmittel. Wenn sie etwas frisst bin ich sehr zufrieden, wenn nicht muss ich halt wegschmeißen, aber ich mach mir da keinen Kopf drum.
    Ich guck halt, dass ich ihr durch abwechslungsreiches Futter oder mal Gekochtes einen Anreiz gebe und gebe ihr Sachen die sie gut verträgt.


    Ich überlege auch ob ich das Blutbild einfach sein lasse, welches ich jetzt im Januar machen lassen wollte...


    Könnt ihr das halbwegs verstehen oder würdet ihr noch machen und tun um das alles herauszuzögern?


    Wünsche euren Oldies alles gute =)

  • Ich kanns absolut nachvollziehen, Anja.
    Was willst Du auch machen - Die Niere heilen geht nicht, also bleiben die Probleme, die durch die Nierenerkrankung da sind, ob man will oder nicht. Man kann eine Zeit lang versuchen, gegen die Probleme anzugehen, mit allen möglichen Medis, mit Diätfutter und allem Pi Pa Po. Aber das kann den Prozess des Nierenversagens nur verlangsamen, stoppen kann man ihn nicht.


    Man kann nur dafür sorgen, dass es dem Nelchen so lang wie es noch geht, leidlich gut geht.


    Ich gehöre eher zu der Truppe, die Schmerzmittel als allerletztes weglassen - aber Du weiß ja selbst am besten, ob Nele ohne auskommt.


    Was nützt Dir das BB? Was nützt Nele das BB? Da sieht man dann Nierenwerte, die man doch eh schon erahnt. Ich glaub nicht, dass Euch das irgendwas bringt.


    Ich denke, dass das Nelchen allmählich auf der Zielgeraden ihres Lebens angekommen ist.


    Macht Euch einfach noch eine schöne Zeit. Nele wird es Dir "sagen", wenn es nicht mehr geht.


    LG, Chris

  • Danke Chris! So letzte Selbstzweifel bleiben ja doch immer und der Gedanke, dass man nicht alles tut, damit es dem Hund besser geht. Aber mit diesem Gedanken macht man sich auch selbst so viel Druck und Nele ist ja ein absolutes Sensibelchen. Wenn die spürt, dass ich mir Sorgen mache, gehts ihr gleich schlecht.


    Schmerzmittel brauch ich bei ihr keine weglassen, weil sie keine bekommt. Irgendwie macht sie nicht den Eindruck, dass sie dringend Schmerzmittel bräuchte. Auch wenn sie sich häufig schwer tut mit Treppen oder irgendwann einfach sehr langsam läuft. Ich bin mir sicher, dass sie Schmerzen hat, aber wahrscheinlich hat sie sich an die inzwischen gewöhnt.
    Vielleicht würde es ihr mit Schmerzmedis besser gehen, aber dafür müssten wir erstmal rumprobieren welche sie denn überhaupt verträgt. Dann immer das reinzwingen, weil sie inzwischen schon bei Leberwurst stutzig wird.
    Ich schließe absolut nicht aus ihr mal Schmerzmedis zu geben, aber zum aktuellen Zeitpunkt glaube ich kommt sie noch gut ohne aus.

  • Ach, das mit den Schmerzmitteln hab ich dann bloss falsch verstanden.


    Ich glaube, der Umgang mit dem Oldie und dabei die Dinge, die man einfach nicht ändern kann, so hinzunehmen, ohne sich selbst und den Vierbeiner mit einer Art vorgezogener Trauer zu belasten, ist das schwierigste Kapitel in der Altenpflege.


    LG, Chris

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