Ritualisierte Begrüßung
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Hallo ihr Lieben,
ich habe die Suchfunktion betätigt, aber kein passendes Thema gefunden. Falls es so einen Strang schonmal gab dürft ihr mich gerne weiter verweisen.
Ich habe gestern bei Alexandra Horowitz (Was denkt der Hund) gelesen, dass Caniden sich immer nach einem festen Ritual untereinander begrüßen. Daher hat sie mit ihrem Hund auch ein entsprechendes Begrüßungsritual so in die Richtung abschlabbern und schnüffeln lassen, wenn sie nach Hause kommt. Hier lese ich immer wieder, dass man seinen Hund, wenn man nach Hause kommt, nicht sofort als erstes begrüßen soll, damit er sich nicht jedesmal vor Freude überschlägt, wenn man zur Tür rein kommt.
Wie handhabt ihr das? Darf euer Hund euch an der Tür begrüßen? Was sind Vor- und Nachteile des jeweiligen Verhaltens?
Ich habe noch keinen eigenen Hund und kann daher leider nicht von meinen Erfahrungen berichten. Und jetzt bin ich auf eure Antworten gespannt!
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Hallo LuckyLotta,
bei uns war es von Anfang an ganz klar, dass der Hund Niemanden an der Tür (oder überhaupt irgendwo hier im Haus) zu begrüßen hat. Wir haben mit unserer Hündin also von klein auf trainiert, dass der Besuch für sie sowieso völlig uninteressant ist und es sich für sie dafür aber doppelt lohnt, in ihrem Körbchen zu bleiben, wenn Jemand rein kommt. Natürlich war das am Anfang knifflig, da sie sich immer tierisch gefreut hat und am liebsten jeden Besucher sofort zum Kuscheln bewegen wollte, aber mit konsequentem Training und sehr viel positiver Bestätigung, wenn sie brav auf ihrem Platz geblieben ist und ruhig war, funktioniert es dafür Heute einwandfrei.
Jetzt darf sie sogar nach ein paar Minuten, nachdem der Besuch 'angekommen' ist, von ihrem Platz und eine kurze Runde 'begrüßen' weil sie sich völlig relaxed verhält. Sie liegt völlig entspannt auf ihrem Platz, bis ich ihr das Signal gebe, dass sie hin darf. Der Besuch ist für sie schlichtweg langweilig geworden, weil sie weiß, dass er sich eh nicht für sie interessiert und sie dafür belohnt wird, dass sie einfach nur 'da ist'.
Ich würde diese Methode immer wieder wählen. Sie bellt nicht, wenn es klingelt oder klopft und der ganze Umgang ist so völlig stressfrei, obwohl sie eigentlich der totale Menschenfreund ist und für ihr Leben gerne mit Allem und Jedem kuschelt.
Das Ganze gilt natürlich auch für die Situation 'Wir kommen nach Hause'. -
Huhu :)
Also wir haben auch eine Art Ritual
Wenn der Schlüssel im Schloss ist, kommt Sammy zur Tür und begrüßt uns mit Schwanzwedeln und Rumhüpfen.
Wir versuchen nicht, ihm das abzugewöhnen, da es schön ist, ihn so zu sehen, wie er sich durch seine Freude nahezu überschlägt.Das Verbotsargument "Der Hund wartet dann die ganze Zeit" passt bei uns nicht. Sammy schläft seelenruhig, wenn wir weg sind, da finde ich die Freude super als Abschluss des Alleineseins.
Das einzige, das uns wichtig ist, ist, dass Sammy nicht anspringt. Das wäre ein großes Problem, wenn wir voll bepackt sind, abgesehen davon ist es ohnehin eher Tadelverhalten, da Hunde sich gegenseitig auch nicht voll ineinander reinstürzen
Martin Rütter hat das in seiner Show ganz lustig erklärt.
So sehe ich bei unserem "Ritual" keine Nachteile, die Vorteile liegen auf der Hand: Hund freut sich, Frauchen freut sich, Herrchen freut sich und keiner hat einen Nachteil dadurch.
Liebe Grüße :)
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Also bei mir kommt es auf die Personen/Situationen an.
Wenn ich nach Hause komme von der Arbeit, stell ich meine Sachen auf Seite, ziehe meine Jacke aus und dann gibts Hundeknuddeln.
Wenn ich vom Einkaufen nach Hause komme, bleibt er im Körbchen sitzen und hält mir den Weg frei, dass ich die Einkäufe abstellen und auspacken kann. Hier wird nicht begrüßt.
Wenn mein Freund kommt, bin erstmal ich mit begrüßen dran, dann der Hund, so lange wartet er entweder im Flur oder im Körbchen.
Wenn mein Vater kommt, der wird mit Anspringen begrüßt, egal ob draußen oder drinnen (das darf Milow hier aber auch).
Wenn wir z.B. zu meiner Oma fahren wird die ohne Anspringen begrüßt.
Ich könnte die Liste noch ewig weiter fortsetzen.... achja noch wichtig vielleicht.
Wenn fremde Personen kommen (Postbote, Elektriker etc.) bleibt Milow im Körbchen, auch wenn es ihm manchmal schwer fällt (z.B. wenn Handwerker in der Wohnung sind).
Es kommt aber auch sehr auf den Hund an. Manche Hunde pusht man durch Begrüßen sehr hoch, andere kommen mit einem festen Ritaul besser klar, wieder andere wie meiner können Personen und Situationen unterscheiden.
Richtig oder Falsch gibt es hier nicht pauschal
Noch ergänzend zu meinem: er schläft, wenn er alleine ist. Merkt man daran, dass er einem verschlafen und manchmal gähnend und sich streckend entgegen kommt. Und natürlich mit Dalmatinergrinsen :)
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Huhu Lio,
Balin darf mich und auch meinen Freund an der Türe begrüßen, allerdings erst nach Freigabe sein Körbchen zu verlassen und das hat auch seinen guten Grund
Er ist völlig maßlos beim begrüßen von Menschen die er gut kennt und sehr mag, wobei es bei mir mit Abstand am schlimmsten ist. Er springt mich an, hüpft rum, klammert sich an mein Bein,knabbert an Schuhen und Hosenbeinen, leckt an allem was in Reichweite ist und wenn man sich runterbückt fällt er übers Gesicht her....jeglicher Erziehungsversuch das er ruhig bleibt scheitert und mittlerweile hab ichs aufgegeben (wir müssten halt einfach nur konsequent das Begrüßen komplett abschaffen).
Ich halte ihm meine Hände hin und er leckt und kaut drauf rum. Anspringen wird allerdings nicht geduldet.
Er darf das aber nur weil ich ihn im Zweifelsfall immer ins Körbchen schicken kann und er bei Fremden deutlich zurückhaltender ist (höchstens mal an der Hand schnuppern)Ganz aufs Begrüßen Verzichten möchte ich nicht, auch wenn das mancher sicher nicht verstehen kann
Viele Grüße,
Nina -
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Was gibt es schoeneres als eine freudige Begruessung, wenn man nach einem langen Tag im Buero nachhause kommt ?! Wenn ich die Gartentuer aufschliesse, kommen meine 3 Damen angewetzt. Lucky und Minnie benehmen sich dabei gut, grinsen mich an, ich taetschel ihnen den Kopf und gut ist. Frieda springt leider noch oft an mir hoch. Wir arbeiten daran und es ist auch schon viel besser geworden. Sie wird kraeftig gelobt, wenn sie mit allen 4 Beinen auf dem Boden bleibt. Die guten Bueroklamotten sollen eben nicht leiden, sonst waere es mir egal.
Das Problem ist Besuch. Da wetzen 3 Hunde zum Tor und bellen. Bei Leuten, die oefter kommen (Gaertner, Handwerker) und die sie dann schon kennen, ist das gleich abgetan und dann werden diese Leute auch in Ruhe gelassen. Bei Besuchern, die eher selten kommen, ist das ein Problem, da viele dann auch Angst haben. Ich weiss nicht recht, wie ich ihnen das abgewoehnen soll. Wenn ich sie im Haus lasse, bellen sie dort wie verrueckt. Lasse ich sie raus, rennen sie zum Tor und bellen die Leute an. Wie soll ich das ueben - mit bekannten Menschen ist es ja anders. Und andererseits sollen sie ja bei "Unbefugten" auch ordentlich bellen und Haus und Hof bewachen.
Bin da etwas ratlos.
Gruesse aus Bangkok
Soidog -
Sunny begrüßt mich wenn ich lange weg war total stürmisch, da kreiselt der Hund und das Schwanzerl fährt Propeller, sie springt hoch und wenn ich in die Knie geh drückt sie sich fest an mich, lehnt sich gegen mich und streckt mir den Bauch hin.
Wir mögen das beide sehr. Sie ist auch jeden Morgen total aus dem Häuschen wenn wir aufstehen und freut sich wie irre ^^ obwohl sie ja neben uns schläft ^^sunny bleibt wunderbar alleine, bellt nicht, macht nichts kaputt, jault nicht. ich denke bei hunden die mit dem allein sein so gar kein Problem haben, kann man sich ruhig mitfreuen
freunden von mir, habe ich aber auch empfohlen den hund zu ignorieren wenn sie gehen und kommen (und allein sein neu aufbauen) weil er alles zerstört wenn er länger als 60min alleine ist...
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Es gibt hier verschiedene Situationen, die wir auch unterschiedlich händeln.
Besuch wird überhaupt nicht begrüßt, dazu hat er sich auf Befehl auf seinem Teppich aufzuhalten und den auch erst zu verlassen, wenn wir das sagen. Man weiß nie, wenn Fremde kommen, ob die nicht Angst haben - also kein Kontakt. Kommen Familienangehörige, dann kommen die meist in Gruppen - ist eine Überforderung von Satoo, also hat er sich erst zu nähern, wenn Ruhe eingekehrt ist.
Benutzen wir den Schlüssel, kann er ruhig an der Türe stehen, darf dabei aber nicht hochfahren. Es gibt kein Gejaule, Rumgehampel oder dergleichen. Sind wir vollbeladen, hat er sich aus dem Weg zu bewegen, ansonsten gibts nur Chaos. Ruhige Begrüßung mit Streicheln folgt dann nach Abstellen der Taschen. Die Nase sollte aus den Taschen gehalten werden. In solchen Situationen kommt es auch häufig vor, dass Satoo tief gepennt hat und gar nicht mitbekommt, wenn wir nach Hause kommen.
Ist von uns nur einer unterwegs zum Einkaufen im Dorf und wir wollen, dass Satoo uns ruhig stürmisch begrüßt, schellen wir in bestimmter Weise an. So weiß der Partner Bescheid, öffnet die Wohnungstür und lässt Satoo in die Zwischenetage runter stürmen. Das geht allerdings nur, weil wir die Treppe allein benutzen und man oben hören kann, wenn man auf den Stufen unterwegs ist. Satoo trägt dann auch ein Teil nach oben, gibt das oben ab und das wars. Wenn die Gassirunde allein gemacht wird, geht das umgekehrt. Derjenige, der mit Satoo unterwegs ist, klingelt an, schickt Satoo unten vor und oben wird dann ruhig mit Streicheln begrüßt.
Vor- und Nachteile von solchen Ritualen hängt eng damit zusammen, wie ich es dem Hund verkaufe, wann etwas erwünscht ist. Der Hund sollte auch prinzipiell nicht zu hoch fahren, sondern eher ruhig begrüßen. Nachteile von zu fest gezurrten Ritualen und zu hohem Erregungslevel: wehe es tritt eine Ausnahme ein und der Hund kann es nicht wissen. Du hast zum Beispiel ein Abendkleid an (trägst ansonsten nur widerstandsfähige Jeans und T-Shirts), dazu ne feine Strumpfhose und ne tolle Jacke und jetzt begrüßt dich dein völlig abgedrehter, ausflippender Hund mit Hochspringen, Kratzen und ähnlichem: deine wertvollen Klamotten kannste in die Tonne kloppen.
Oder du kommst vollgepackt mit zig Taschen vom Einkaufen zurück, der Hund wuselt um dich rum, macht dir keinen Platz und schlussendlich fällste mehr oder weniger über ihn. Was mit empfindlichen Obst und den Eier passiert, kann sich wohl jeder vorstellen.
Der Hund darf zur Begrüßung immer in deiner Tasche nachschauen, was drin ist ... woher soll er wissen, dass er das bei Besuch nicht darf.Das Ignorieren hat den Vorteil, dass der Hund lernt: jaulen, bellen, kratzen wird nicht durch mehr Aufmerksamkeit belohnt. Einige Hunde würden dadurch das Alleinbleiben nicht gut verkraften bzw. lernen. Andere Hunde sind ständig in Lauerstellung, wann jemand wieder nach Hause kommt, sind also im Dauerstress - denen würde ich auch zu Ignorieren raten, dadurch fällt die Erwartungshaltung nämlich ein ganzes Stück weg.
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meine Hunde haben mich nicht zu begrüßen, bevor ich sie anspreche
Warum? 2 um mich rum wuselnde Hunde, wenn ich Einkäufe rein schleppe? mag ich nicht
eine knurrende Luna, weil ich Besuch mitbringe? mag ich nicht -
Danke für eure ausführlichen Antworten. Jetzt habe ich schonmal einen Überblick, was alles so üblich ist.
Wenn der Hund auf seinem Platz warten muss, bis man ihn zu sich ruft ist das doch auch eine Art Ritual, oder? Denn wenn er dann gerufen wird, begrüßt man ihn ja auch oder nicht? Ich weiß noch nicht genau, wie ich das händeln werden, bin aber auch nicht begeistert von der Idee mit Einkäufen über den Hund zu fallen.
Besucher begrüßen ist für mich auch etwas anderes als mich oder meinen Freund zu begrüßen. Da bin ich mir sicher, dass der Hund auf ein OK warten sollte. Manche Hunde scheinen das ja auch gut unterscheiden zu können.
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