Kastration beim Rüden. Zu welchem Zeitpunkt?

  • Hallo,


    seit längerem denken wir schon darüber nach, ob wir unseren Großen mal kastrieren lassen wollen. Über Vor- und Nachteile habe ich mich schon informiert.
    Nur was den Zeitpunkt angeht, bin ich mir ziemlich unsicher.


    Er ist jetzt ziemlich genau ein Jahr alt (wurde am 5. Mai ein Jahr) und eben ein sehr großer Hund. Ich habe gelesen, dass die Wachstumsphase bei Hunden, die eher kastriert werden, länger dauert, dadurch hat man eben auch ein größeres Risiko, dass er von den Knochen her dann anfälliger ist.
    Und wenn man zu lange wartet, dann soll es vom Verhalten her kaum noch einen Unterschied geben ob jetzt kastriert oder nicht kastriert.


    Mit unserer TÄ habe ich auch schon gesprochen. Die meinte, dass es die Möglichkeit gebe, zur Probe mal was zu machen (Chip oder so, k.A.), das würde so ca. ein dreiviertel Jahr dauern. Und dann können wir uns immer noch entscheiden. Aber sie hat auch gesagt, dass ein Jahr nicht zu früh ist für die Kastraktion.
    Hat jemand von euch bei seinem Hund sowas wie eine vorläufige Kastraktion schon gemacht?


    Wir sind uns auch immer noch nicht ganz sicher, ob er überhaupt kastriert werden soll. Er ist zwar schon ein wenig aufdringlich, wenn er mit Hündinnen spielt, wobei er längst nicht mehr versucht, bei jeder drauf zu hüpfen. Und dass er nachts bellt und Radau macht, wenn irgendwo eine Hündin läufig ist, das gab es bislang eigentlich auch nicht.


    Ich habe auch schon mit vielen anderen Hundehaltern gesprochen. Deren Meinungen halten sich in etwa die Waage: Die Hälfte sagt, die würden das schon machen, die andere Hälfte sagt Nein.

  • Uiii, das wird ja wieder n lustiger Thread! :popcorn:


    Ich äußere mich mal nicht und bin mal auf die anderen Antworten gespannt! :4affen:

  • Ein TA darf in D lt Gesetz nur aus medizinischen Gründen kastrieren.
    Warum wollt ihr denn den Hund überhaupt kastrieren lassen?

  • Zum Zeitpunkt: nicht vor der Geschlechtsreife.
    Zum Grund: ja was genau ist denn der Grund dafür? Nur weil er bei manchen zu aufdringlich ist? Hmmm das find ich ein bisschen wenig. Mein Hund ist auch sauaufdringlich und noch nicht mal geschlechtsreif. Das muss nicht immer was mit den Hormonen Zutun haben.
    Falls die Kastration aber verhaltensbedingt durchgeführt werden soll würde ich vorher auf jeden fall zu dem Chip Raten.

  • um die Diskussion mal über das WARUM wegzulassen (danach wird ja nicht gefragt und Informiert hat sich die TE ja auch) wir haben Lino nun mit einem Chip kastriert (er ist ein Schäfermix und 2 jahre alt) Vom Kopf her ist er noch nicht so weit und deswegen lassen wir das erstmal mit der OP und schauen wie es sich mit dem Chip ändert. Viele passen auf ihren Hund auf und trotzdem "passiert" es, deswegen möchte ich 200%ig sicher sein das er sich nicht vervielfälltigen kann. Wenn er nun nicht total letagisch oder agressiv durch den Chip wird, kommt er ende es Jahres unters Messer, mit 2,5 jahren denk ich ist ein gutes Alter :)

  • Zitat

    ........
    Wir sind uns auch immer noch nicht ganz sicher, ob er überhaupt kastriert werden soll. Er ist zwar schon ein wenig aufdringlich, wenn er mit Hündinnen spielt, wobei er längst nicht mehr versucht, bei jeder drauf zu hüpfen. Und dass er nachts bellt und Radau macht, wenn irgendwo eine Hündin läufig ist, das gab es bislang eigentlich auch nicht. ......


    Na also - und wo ist dann der Grund für die Kastration? Verhalten ändert sich nicht notwendigerweise durch eine Kastration, es sei denn, es ist hormonell bedingtes Verhalten, und auch nur, wenn sich das noch nicht allzusehr eingeschleift hat und zur Gewohnheit geworden ist. Und wenn kein negatives Verhalten vorliegt, das durch eine Kastration wegfiele, und auch keine Hündin im Haus ist, die läufig werden könnte, dann gibt´s da keinen Grund für mich (und selbst dann wär das irgendwie machbar, allerdings, wenn die Hunde oft bei Hundesittern sein würden, wo man nie sicher ist, ob die Hündin 100% separiert würde, das würde ich als Grund für die KAstra des Rüden (geringerer Eingriff als bei der Hündin) verstehen können).


    Ne Kastration ist ein großer Eingriff in den Körper des Hundes, für nichts und wieder nichts, wenn er bisher keine Probleme (Prostataprobleme, Innenliegender Hoden, "Hypersexualität" oder extremes Belästigen von Hündinnen - wobei Letzteres eindeutig Erziehungs-und nicht Hormon-Problem wäre!) hatte.


    Dazu kommt, daß bei älteren Hunden, wenn dann später Muskelaufbau wegen Skelettschäden gefragt ist, das Muskelwachstum nicht so toll ist zwecks nach Kastration fehlendem Testosteron. Dies vergessen viele bei der Betrachtung mit zu berücksichtigen, und haben sich damit frühzeitig selbst "ins Knie geschossen".....


    Lt. Tierschutzgesetz ist eine Kastration (=Amputation von Körperteilen!) ohne medizinischen Grund tierschutzwidrig, vor allem auch, wenn eine Empfängnis durch etwas aufpassen seitens der Halter bei Haltung beider Geschlechter verhindert werden kann (geringstmöglicher Eingriff wäre hier aufpassen und anleinen, es gibt also ne Alternative, die weniger einschneidend ist, dann ist die Kastra nicht angesagt). Und nur, damit der Hund halt kastriert ist - ne....... Das wär für mich wie Geld zum Fenster rauszuwerfen.


    Für mich gibt´s mehr Gründe gegen eine Kastration als dafür, hier mal ne Auflistung der Nachteile für Rüden, die ich mir aus diversen Seiten im Web zusammengeschrieben hatte (daher ohne Quellenangabe), aus Tierarzt-Seiten etc.:
    - wenn der Hund vor dem 1. Lebensjahr kastriert wird erhoeht sich das Risiko fuer Knochenkrebs
    - erhoehtes Risiko fuer Herztumore
    - verdreifacht das Risiko fuer Hypothyreose
    - erhoehtes Risiko fuer "Altersdemenz"
    - verdreifacht das Risiko fuer Uebergewicht
    - vervierfacht das Risiko fuer Prostatakrebs
    - verdoppelt das Risiko fuer Harnwegkrebs
    - erhoeht das Risiko fuer Orthopaedische Schaeden
    - erhoeht das Risiko auf Impfstoffe eine schlechte Reaktion zu entwickeln


    Aber da hab ich doch noch nen Link für Dich:
    http://www.kleintierpraxis-am-…ration-sterilisation.html


    Du wirst sicher im Laufe des Nachmittags noch viele Links erhalten, die auf ähnliche Themen verweisen, die hier schon zu Hauf geschrieben worden sind, und zum Teil in regelrechte "Kastrations-ja-oder-nein-Kriege" ausgeartet sind..... *gg


    Daher : :popcorn: holengehtunddensesselbereitstelltzummitlesen....... ;-)

  • Sie hat sich doch über Vor und Nachteile informiert.
    Darum geht es doch nun gar nicht.
    Wäre doch schön,wenn hier einfach mal die gezielten Fragen beantwortet werden.
    Es geht um das WANN und nicht um Das WARUM und WIESO!!
    Bleibt doch bitte einfach mal beim Thema!!

  • Zitat

    Ein TA darf in D lt Gesetz nur aus medizinischen Gründen kastrieren.
    Warum wollt ihr denn den Hund überhaupt kastrieren lassen?


    So viele Hunde werden verhaltensbedingt kastriert. Heisst das dann dass all diese TÄ gesetzeswidrig handeln, weil von der Logig her würde ich auffälliges Verhalten nicht unter einen medizinischen Grund subsumieren.

  • Wir haben Diego kastrieren lassen, als er ungefähr 1,5 Jahre alt war... das war so vorgeschrieben vom TS (wusste da noch nicht, dass das nicht zwingend ist) und er hat halt massiv andere Hunde (sowohl unkastrierte Hündinnen als auch kastrierte Rüden) bedrängt. Da konnte man auch 2,5 Stunden spazieren gehen und er hats am Ende immer noch versucht :headbash: Das Verhalten ist jetzt komplett weg, ansonsten hat er sich nicht verändert vom Charakter her, was ja auch gut ist... Also ich würds wieder machen lassen... ;) Ob sich das nun negativ auf seine Entwicklung auswirkt, kann ich nicht sagen, es ist erst ein halbes Jahr her ;)

  • ääähm BieBoss,genauer die Artikel lesen ^^
    die gründe FÜR eine kastration sind Prostataprobleme, nicht gegen :gut:



    und viele der anderen Dinge hab ich noch NIE gehört :???: (werden übrigens auch in fast keinem anderen Kastrathread aufgeführt)


    hier noch die sache mit dem Herztumor:


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