Kastration beim Rüden. Zu welchem Zeitpunkt?

  • Zitat

    Uiii, das wird ja wieder n lustiger Thread! :popcorn:



    Ja, das stimmt! Ich tu' noch paar Tüten Chips dazu! :D


    Und dem Themenstarter...gute Tipps und die "richtige" Entscheidung...., wenn's die denn gibt!

  • Grad bei nem großen Hund würde ich nicht kastrieren lassen, wenn der Hund noch nicht ausgewachsen und ausgereift ist- und das ist so ein großer Hund mit einem Jahr garantiert noch nicht.
    Mein Kleinhund ist jetzt etwas über eineinhalb und in den letzten Monaten habe ich so viele Kleinigkeiten bemerkt, die mir zeigen, dass er erwachsen(er) wird.


    Ich sehe keinen Grund meinen Hund kastrieren zu lassen und würde es jetzt auch definitiv als noch zu früh empfinden. Und hör nicht immer drauf, was dir der TA sagt... eine befreundete Tierärztin hätte meinen Hund mit 6 Monaten kastriert, ein Glück habe ich dankend verzichtet.


    Leider ist das

    Zitat

    Lt. Tierschutzgesetz ist eine Kastration (=Amputation von Körperteilen!) ohne medizinischen Grund tierschutzwidrig, vor allem auch, wenn eine Empfängnis durch etwas aufpassen seitens der Halter bei Haltung beider Geschlechter verhindert werden kann


    nicht immer gegeben. Ich habe zwar selber nur meinen Rüden, aber als Rüdenhalter hat man es auch nicht unbedingt leicht... du willst nicht wissen wie oft jemand schon seine läufige Hündin, der ich es leider nicht ansehen kann ob sie läufig ist oder nicht, und die auch leider keine Alarmleuchte auf dem Kopf hat, schon gaaaanz entspannt zu meinem hingelassen hat.
    Das ist für mich (derzeit) der einzige Grund aus dem ich mir vorstelle kann es doch machen zu lassen eines Tages- denn da die Hündinnenbesitzer hier einfach so dermaßen verantwortungslos sind kann ich einfach gar nicht mehr dafür garantieren, dass in +/- 15 Jahren Hundehaltung nie etwas passiert. Leider.

  • Zitat

    So viele Hunde werden verhaltensbedingt kastriert. Heisst das dann dass all diese TÄ gesetzeswidrig handeln, weil von der Logig her würde ich auffälliges Verhalten nicht unter einen medizinischen Grund subsumieren.



    Das stimmt so nicht.


    Das grundlose Entnehmen von Organen ist verboten, ja. Allerdings tritt dieses Gesetz außer Kraft zur Unfruchtbarmachung und "Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung", ist also legitim.


    Mal abgesehen davon bin ich auch gegen Kastrationen, weil es neben Gesetz ja auch noch so etwas wie Moral gibt.


    Aber ich denke, die TS hat sich das schon überlegt und das soll hier ja nun auch nicht Thema sein.

  • Hallo,


    Sammy hat immer wiederkehrende Vorhautentzündungen gehabt. Uns wurde vom Tierarzt gesagt, dass sich das nur ändert, wenn man ihn kastrieren lässt. Für uns war klar das machen zu lassen, denn alle vier Wochen Antibiotikum und Vorhautspülungen wollten wir ihm und uns nicht zumuten.
    Dennoch haben wir erst den Chip implantieren lassen um zu sehen, wie er sich verändert... Er wurde etwas ruhiger, aber sonst hat sich nichts groß verändert, allerdings hat die Wirkung auch nur zwei Monate angehalten, dann wurden die Hoden bereits wieder größer. Endgültig kastriert ist er seit er knapp 1 3/4 Jahre alt war und wir haben keine Veränderungen an ihm bemerkt, auch Gewichtstechnisch nicht, außer dass er bei läufigen Hündinnen mehr in sich ruht. :smile:
    Aber ich hätte ihn nicht kastrieren lassen, wenn er nicht immer diese Probleme gehabt hätte.
    Wünsche dir, dass ihr für euch und euren Hund die richtige Entscheidung trefft.
    Liebe Grüße
    Birgit

  • Danke erstmal für die vielen Antworten bislang.


    chucky1


    Echt? - Das mit dem "nur aus medizinischen Gründen" wusste ich gar nicht. :???:


    lilifeeFFM


    Gut, geschlechtsreif ist er natürlich schon seit längerem. Wenn, dann wäre die Kastration schon hauptsächlich "verhaltensbedingt". Wobei er jetzt aber wahrlich kein Problemhund ist. Das mit den Hündinnen habe ich vielleicht ein wenig zu schön dar gestellt.
    Wir haben schon ältere sehr souveräne Hündinnen getroffen, die ihm schnell klar gemacht haben, dass er sich lieber nicht trauen sollte hinten hin zu gehen. Richtig beeindrucken lässt er sich davon aber meist nur immer kurze Zeit.
    Und bei anderen Hündinnen ist es so, dass die HH sie teilweise dann nicht mehr mit ihm spielen lassen wollen, weil sie nur noch am Boden hocken und winseln bzw. so kurze Schreie ausstoßen, wenn er sich ihnen nähert...
    So richtig drauf gesprungen ist er aber erst einmal bei einer Hündin - und einmal bei einem Rüden.


    KamiKatZeChArLy


    Eine Züchterin die von der Nähe kommt und die wir manchmal treffen meinte, dass große Hunde manchmal erst mit zwei oder sogar drei Jahren vom Kopf her vollkommen ausgewachsen sind. Wusste ich auch nicht. Und hat mich auch wiederum ein wenig beruhigt, weil so mancher Hund in seinem Alter schon so erwachsen wirkt, er aber ist immer noch so ein Kindskopf. :D


    BieBoss


    Vielen Dank für die sehr hilfreiche Antwort und den Link.


    Wie gesagt, einfach werden wir uns diese Entscheidung nicht machen. Ich war eigentlich immer strikt gegen die Kastration. Zumindest zu diesem Zeitpunkt.
    Dann meinte letztens aber eine HH, dass man lieber nicht zu lange warten solle, denn etwaiges negatives Verhalten hätte sich sonst schon beim Hund festgesetzt.


    Binchen63


    Ja, danke. Wobei mir doch noch nicht sicher bin, ob es überhaupt notwendig ist.


    @Tjani


    Danke für den hilfreichsten Beitrag von allen. Ich glaube, dass viele TÄ da dann - auch wenn es aus berufsethischen Gründen etc. (wenn es sowas überhaupt noch gibt) nicht zu vertreten ist - da erstmal das Geld für sie selber sehen, leider. Auch bei uns gab es Leute, die uns schon zu einer unglaublich frühen Kastration geraten hatten.
    Stimmt, dass manche HH einfach selber nicht erkennen, wenn ihre Hündin läufig ist. Wobei ich eh das Gefühl habe, das ist unserem Mido egal. Der will immer rauf. :lol:


    sabale


    Alles Gute für euren Hund und danke für die Antwort. Wie gesagt, leicht werden wir uns die Entscheidung nicht machen.


    Ich lasse mich vielleicht auch manchmal zu sehr zu leicht beeinflussen und bin mir noch total unsicher. Als wir die eine HH getroffen hatten, die meinte, das müsse man schon sehr bald machen ("sonst ist es zu spät") und am nächsten Tag bei der TÄ waren (wegen einer Kleinigkeit) da war ich der Meinung, er muss so schnell wie möglich kastriert werden.
    Am nächsten Tag aber hatte sich meine Meinung schon wieder um 180° gedreht. Und wenn man sich nicht zu 100% sicher ist, lässt man es vielleicht eher. Zumal das Hauptargument für uns ganz klar immer noch ist: Was tun wir unserem Mido dann damit an.

  • Schau doch erstmal ob sich mit dem Chip was ändert, bevor du den endgültigen Schritt gehst.
    Wenn dein Hund andere Hunde nervt (das tut meiner manchmal auch und der ist erst 5 Monate)
    dann hol ihn von den Hündinen weg oder verbiete es ihm. Das darf man auch :)

  • Zitat

    ääähm BieBoss,genauer die Artikel lesen ^^
    die gründe FÜR eine kastration sind Prostataprobleme, nicht gegen :gut:


    Hat sie doch geschrieben. :???:


    Zitat

    Und bei anderen Hündinnen ist es so, dass die HH sie teilweise dann nicht mehr mit ihm spielen lassen wollen, weil sie nur noch am Boden hocken und winseln bzw. so kurze Schreie ausstoßen, wenn er sich ihnen nähert...


    Glaubst du denn, das wird anders, wenn der Hund kastriert ist? :) Hier ist doch nicht euer Hund das Problem und ihr könnt die Probleme anderer Hundehalter doch nicht mit lösen!


    Weißt du, ihr habt euch für einen männlichen Hund entschieden, der nunmal auch ein sexuelles Lebewesen ist. Genau wie wir Menschen hat so ein Hund ab und an mal Gelüste. Vorteil beim Hund ist, dass diese Gelüste meist nur durch einen Stimulus durch eine läufige Hündin richtig ausgelöst werden. Und nur weil sich ein Hund ab und an ein bisschen sexuell benimmt, finde ich das (für mich) keinen Kastrationsgrund.


    Ob ihr ihn letztendlich kastrieren lasst, ist eure Sache, nur bedenkt das ihr damit unnötig und massiv in die körperlichen Vorgänge eures Hundes eingreift. Je nachdem kann eine Kastration auch sehr nach hinten los gehen.

  • Wenn es nur um das Fortfpflanzungsrisiko geht, kann man seinen Rüden auch sterilisieren lassen.
    Ansonsten habt ihr einen Rüden, dazu gehört auch, dass er sich ausgewachsen nicht mehr mit allen Rüden versteht, dass er Interesse an Hündinnen haben wird (wenn man dem Hund aber die Chance lässt zu lernen wird jede Läufigkeit leichter für ihn zu ertragen sein. Auf den Hundeplatz trainieren während ne läufige Hündin anwesend ist, eiget sich super dafür) und dass er sich mal kloppen wird.
    Aber dafür hab ich nen Rüden und kein Neutrum, was nichts halbes und nichts Ganzes ist.

  • Also ich habe meine mit ca. einem Jahr die Eier amputieren lassen. Kann von keinen negativen Erfahrungen berichten. Vorteil: Sie gehen nicht mehr stiften. Sonst ist alles beim Alten geblieben, außer dass sie seltener aufreiten. Habe es nicht bereut.


    Von Neutren sind sie weit entfernt. Lass Dir nichts einreden.

  • Meiner ist auch nie mit Eiern dran stiften gegangen. :) Der Hund einer Bekannten geht allerdings auch ohne Bömmel noch jeder heißen Hündin her. Genauso kenne ich kastrierte Rüden, die nicht weniger Rüde sind nach der Kastration und ich kenne auch die Neutren.


    Meine Hündin ist kastriert (nicht wegen mir, kam so aus dem Tierschutz) und sie ist in manchen Dingen mehr Rüde als mein Rüde. Die reitet eher auf wie er, sie ist diejenige welche die Pfützen der läufigen Damen findet.


    Man kann nicht von einem Rüden auf alle schließen. Man muss drauf hinweisen, dass es vielleicht nicht alles so verläuft wie man es sich wünscht. Ich verstehe halt nicht, warum man sich ein Tier holt und es dann kastrieren läßt nur weil einem das eventuell auftretende sexuelle Verhalten nicht passt. Ist es ein übermäßiges Verhalten, okay. Aber nur weil er an den Damen interessiert ist... ? Kein valider Grund für mich. Aber das sieht halt jeder anders.

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