Schilddrüsenunterfunktion = kaum ansprechbar, überdreht...
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Hallo ihr Lieben,
ich weiß einfach nicht mehr weiter und bin total verzweifelt, was das momentane Verhalten meiner Hündin angeht. An sich ist sie ein sehr gut erzogenes, liebes Tier, dass keiner Fliege etwas zu Leide tun könnte. Nun zeichnet sich seit einigen Wochen eine extreme Verhaltensänderung bei ihr ab. Sie wird immer nervöser, hechelt vermehrt und völlig ohne ersichtlichen Grund, ist extrem reizempfindlich und startet sofort von 0 auf 100, in den meisten Situationen und ist dann meist nur noch sehr schwer bis teilweise gar nicht ansprechbar.
Nun wurde vergangenen Montag eine starke Schilddrüsenunterfunktion bei ihr festgestellt, welche diese Symptome und ihre Neigung zum Untergewicht trotz ausreichend Futtergabe erklärt. Sie bekommt nun Tabletten, allerdings dauert es laut Tierärztin mindestens 2-3 Wochen bis sich die ersten Verhaltensänderungen zeigen und bis zu einem halben Jahr, bis man wirklich sagen kann, wie sie sich in Zukunft verhalten wird.
Das ist ja Alles schön und gut und ich erwarte auch nicht, dass es sich von Heute auf Morgen ändert, aber: Es wird immer schlimmer! Man kann quasi stündlich zusehen, wie sich der Hund immer mehr aufregt. Draußen ist sie so gut wie gar nicht mehr ansprechbar. Sobald sie von der Leine ist macht sie 'ihr Ding', hechelt dabei ununterbrochen und kommt wirklich nur noch, wenn ich umdrehe und in die andere Richtung abzieh', allerdings rennt sie dann in 90 % der Fälle auch einfach an mir vorbei.
Das sind Alles Dinge, die sie früher nie gemacht hat und ich hab' auch ehrlich gesagt nicht das Gefühl, als würde sie mich veräppeln wollen oder dergleichen. Sie fängt auch in der Wohnung teilweise völlig ohne Grund an, hochfrequentiert zu hecheln, kommt kaum wieder runter und... ich weiß einfach nicht mehr, wie ich mich nun korrekt verhalten soll, wenn ihre Ohren mal wieder - aus welchem Grund auf immer - völlig auf Durchzug stehen.
Es ist nicht so, als würde sie konsequent nicht hören. Ich hab eher das Gefühl, als bekäme sie es gar nicht mit, weil sie so mit sich selbst und ihren vermeindlichen Schmerzen sowie der Umwelt beschäftigt ist.
Hinzu kommt noch: Wenn sie dann hört und sich z.B. in den Fuß setzt, ist sie absolut Übermotiviert. Ich hab' das Gefühl, sie würde jedes Kommando in dem Moment gerne 10 Mal auf einmal ausführen. Dazu gehören abrupte Bewegungen, wildes, scheinbar total unkoordiniertes Rumspringen wie 'n Flummi etc. pp.Ich weiß einfach nicht mehr weiter und bin total verunsichert, wie ich mich dem Hund gegenüber nun am Besten verhalten soll, wenn sie denn mal wieder so völlig 'durchgeknallt' ist. Ich weiß ja, dass es von der Schilddrüsenunterfunktion kommt, aber was mich eben stutzig macht ist, dass es seit Anfang der Medikamentengabe wirklich eine imenze Verschlechterung gab, anstatt das es gleichbleibend blieb oder sich gar verbesserte. Kann es sein, dass sich ihr Körper erstmal an die Tabletten gewöhnen muss?
Und: Hat Jemand von euch einen Rat, wie ich mit ihr umgehen soll, was ich tun kann, um sie zu beruhigen?
Bisher habe ich ihr immer mal zwischendurch eine Ruhepause gegönnt, habe sie also abliegen lassen und gewartet, bis sie sich etwas entspannt hat und ansprechbar geworden ist. Das Problem ist nur, dass sie sofort wieder hochdreht, sobald sie Ansprache findet oder ähnliches.
In der Wohnung ist sie übrigens absolut ruhig, liegt den ganzen Tag auf ihrem Platz und macht keine Anstallten, irgendwie aufzumucken o.Ä.Ich wäre wirklich im jeden Rat und jeden Vorschlag mehr als dankbar... :/
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Hi
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Hallo :)
Ich kenn das und bin da auch durch...
Ich habe wochenlang mit Dana nichts gemacht, außer unserem "Anti-Stress-Programm".
Langsame Spaziergänge an Flexi-Leine (in Danas Fall mit Mauli) in einsamen Gegenden zu unmöglichen Uhrzeiten (damit wir wirklich keinem Menschen oder anderen Hunden begegnen). Zuhause Kontaktliegen auf dem Sofa, anfangs sogar ohne anfassen, weil sie auch das hochgedreht hat. Bei Tobsuchtsanfall in den Kennel (sehr geduldig positiv als Entspannungsort aufgebaut). KEIN Training, keine Kommandos, kein "Bei Fuß"... nix... eben weil sie sofort überreagierte und sich sowieso nichts merken konnte.
Nach und nach kann man das alles wieder anfangen, aber in der Situation finde ich das am sinnvollsten.
Mehr über unseren Weg: http://problemhund-dana.blogsp…keit-langsamkeit-und.html und vielleicht noch hier: http://problemhund-dana.blogsp…unser-erfolgskonzept.html
Lieben Gruß, gute Nerven und alles GUTE!!!
Kirsten
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Hallo,
Deine Sorge kann ich sehr gut verstehen und vielleicht ist die Einstiegsdosis der SD-Tablette zu hoch.Weißt Du, wie die Werte sind?
Welche Stärke an Thyroxin bekommt sie? -
KirstenC: Ich habe auch bereits darüber nachgedacht, konsequent nur noch an der Leine mit ihr unterwegs zu sein, weil sie ja, wie gesagt, im Freilauf so gut wie gar nicht mehr ansprechbar ist und sie wieder vermehrt und sehr viel für 'Ruhe' zu loben. Also z.B. wenn wir im Garten sind, liegt sie immer neben meinem Stuhl. Das kennt sie von Anfang an so und macht sie auch nach wie vor. Ich hab' allerdings mit der Zeit deutlich die Bestätigung dafür reduziert (Sie bekommt das meiste Futter am Tag aus der Hand, beim Training etc.)
Entweder sie reagiert absolut gar nicht, oder sofort zu 500 %, also völlig übermotiviert.
Einen Kennel haben wir ebenfalls, den Maja gerne nutzt, weil auch wir 100 %ig positiv für sie konditioniert haben.BorderPfoten: Ihr aktueller Wert war 1 (laut TA sollte er zwischen 2-3 betragen) und sie bekommt zwei Mal täglich eine 3/4 Tablette Fortyhron 400 auf nüchternen Magen.
Allgemein: Meint ihr, es würde für uns Sinn machen, für eine gewisse Zeit nur noch ruhige Spaziergänge an der Leine zu führen und sie für ruhiges Verhalten zu bestätigen?
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Ich hab bei Dana mit 100µg (2x50µg) am Tag angefangen und wir sind jetzt, nach 8 Monaten und 4 Kontrolluntersuchungen auf 500µg am Tag (Morgens 300, spätnachmittags 200) ...
Dana wiegt allerdings um die 17 Kilo... geht ja nach Körpergewicht. Jedenfalls soll man sehr niedrig anfangen, weil die Schilddrüse nach und nach mit der Eigenproduktion aufhört... Kannst ja mal auf das Gewicht deines Hundes runterrechnen...
Ich finde, es geht nichts über echte Spezialisten bei dem Thema... Ich hab ne Verhaltenstierärztin von der Liste: http://www.gtvt.de/10/verhalte…aerzte-in-ihrer-naehe.htm
...und ja: ich finde, da geht erstmal nur RUHE RUHE RUHE.... bis die Tabletten langsam wirken. Und auch dann hatten wir noch 3 massive "Rückfälle".... und wieder von vorne angefangen...
Aber alles wird gut...
Lieben Gruß
Kirsten
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ich habe auch so einen kandidaten
bei sam war der sd wert monate nach der gabe vob forthyron auf 1,8 trotz medikament gesunken.
sam wiegt um die 17/18 kg... zu dem zeitpunkt waren es nur noch 16 kg.er wurde hochgestuft auf 2x täglich 300 forthyron.
der kardiologe bei dem wir zusätzlich sind,sam hat zusätzlich einen herzklappenfehler u. eine schädigung der lunge,ist spezialist was die sd angeht.
er wollte das sam sein wert im oberen bereich zwischen 4 und 5 liegt,sagte uns aber auch das es monate dauern würde bis wir da wären.zusätzlich haben wir die einnahmezeiten angepaßt,d.h. sam bekommt morgens die tablette auf nüchternen magen und abends 2 std nach der abendmahlzeit,so liegen dazwischen rund 12 std ,allerdings darf es abends auch nicht zu spät sein mit der einnahme da diese (so der arzt) den stoffwechsel anregt.anfang juni haben wir ein sd profil machen lassen(erhöhung des forthyron war im vergangenen aug.) ,da war der wert bei 3,9.
sa war/ist ein sehr wachsamer,aufmerksamer ,oft aber auch in sich unruhiger hund.wobei die unruhe besser geworden ist.
er fährt sehr schnell hoch und kommt nur sehr langsam wieder runter(aber auch dies ist besser geworden) grund ist laut fachtierarzt für verhaltenstherapie(den haben wir im letzten sommer aufgesucht weil wir auch nicht mehr weiter wußten) ,sein adrenalinstoffwechsel.dieser steigt zu schnell zu hoch und sinkt viel zu langsam ... dadurch wird im gehirn eine art denkblockade ausgelöst die es dem hudn unmöglich amcht dineg/anordnungen,umzusetzen u. auszuführen... eben ,die nicht ansprechbar sein....wir wurden von dem tierarzt an eine hundeschule verwiesen die sich mit solchen krankheitsbildern auskennt und dem entsprechend trainiert.
sam hat lernen müssen was ruhe ist.wir haben unterwegs immer wieder pause gemacht,einfach nur auf ner bank gesessen... mehr als max. 45 min sollte kein spaziergang dauern... keine ballspiele mit werfen o. schießen...den hund nicht beachten wenn er fordert...keine wilde toberei u.ä.
einen festen ruhigen tagesablauf mit regelmäßigkeit(wie bei meinen kindern ,als diese kleinw aren,beide haben ads)das hat uns viel geholfen...
sam kann heute zwar immer nur kurzfristig entspannen,aber im gegensatz zu noch vor 6 mon. kann er es jetzt.unterwegs werden inzwischen bänke schon von selbst angesteuert.im garten kann er jetzt neben uns liegen ohne was tun zu müssen(aus seiner sicht)allerdings wird er nie die ruhe in person/hund werden... er ist hochgradig sensibel und regaiert auf jede noch so kleine veränderung mit unruhe.
musik,kindergeschrei ,unruhiger etwas lauterer besuch,oder wenn mein mann späte abends/nachts noch den fernseher anhat,das alles macht sich in unruhe bemerkbar.lg kirsten
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Bei Gandhi habe ich kleine Veränderungen sofort bemerkt, zum Beispiel ist er nach dem aufwachen/wenn es raus gehen sollte, nicht mehr Kopflos mit selbigem gegen Wände, Türen oder Möbel gerannt. Alles andere kam dann natürlich langsamer. Wenn er allerdings morgens wieder so aufgestanden ist (gegen Sachen rennend) habe ich das als Zeichen genommen, dass ich die Dosis wieder erhöhen muß. So haben wir uns dann langsam an unsere Dosierung rangetastet, die eine Weile lang bei je 1,5 Forthyron 400 morgens und abends lag. Inzwischen habe ich ihn allerdings auf wieder auf 200 morgens und abends runtergeschlichen, das scheint derzeit zu reichen.
Bekommt Dein Hund das Thyroxin in einer Gabe? In welcher Dosierung /Kg Körpergewicht?
Ich würde derzeit mit Schleppleine arbeiten.
Ausserdem würde ich ein Entspannungssignal einführen.Für die verschiedenen Sachen, auf die sie reagiert würde ich mit Zeigen und Benennen arbeiten. und eventuell ist die Einführung des Geschirrgriffs nicht die schlechteste Idee.
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Wir hatten Werte von 0,07 und haben sehr, sehr schnell auf 20ug/Kg hochdosiert.
Vielleicht ist eure Dosis noch zu niedrig?
Unserer bekommt momentan morgens 1 3/4, abends 1 1/2 Tabletten 400ug. Sein T4 liegt bei 1,8, mein TA sagt dass sich der Wert bei substituierten Hunden nur selten im hoeheren Bereich bewegt.
Ich hab aber auch schonmal gehoert dass es sich erstmal verschlimmern kann. -
Unser Problem ist derzeit, dass es trotz Medikation von Stunde zu Stunde immer schlimmer wird. Ich habe keine Besserung erwartet in der kurzen Zeit, aber dass es sich kontinuierlich verschlimmert und ich mittlerweile sogar Angst habe, dass der Hund mir bald kollabiert, weil sie sobald ich sie anspreche sofort von 0 auf 100 schießt, macht mich einfach total fertig.
Kann es tatsächlich sein, dass die Medikamente erstmal eine so krasse Verschlechterung ihres Verhaltens bewirken, bevor es sich einpendelt? -
Wir sind jetzt in der 3. Woche der Medikamentengabe und in den ersten anderthalb Wochen habe ich das ähnlich beobachtet:
Kleine Dinge sind zwar sofort spürbar besser geworden (besserer Kot zum Beispiel) und auch die Ansprechbarkeit während der Panikattacken. Dafür hat sich die Häufigkeit der Panikattacken massiv erhöht. Ich hatte u.a. das Gefühl, dass die massive Dosissteigerung schuld war (Hormonhaushalt durcheinander), jetzt ist shcon definitiv gravierende Besserung zu sehen und ich steigere die Dosis eben langsam (3,3 µg/kg pro Woche).Nicht den Kopf verlieren.
Möglichst immer die selbe Runde gehen, einfach jetzt in der Zeit nicht so viel Aufregendes machen. Das wird schon wieder. -
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