Abbruchsignal konditionieren

  • Hallo,


    in sehr vielen Threads liest man ja über ein gut konditioniertes Abbruchsignal.
    Nun habe ich eine - vielleicht sehr dumme - Frage.
    Wie konditioniere ich das Abbruchsignal richtig?


    Ich habe anfangs das Abbruchsignal (bei uns "Pfui") mit Hilfe von Leckerchen konditioniert.
    Also: Leckerchen in die Hand, will Hund dran: Pfui & Hand zu. Zögert Hund -> gab's Leckerchen.
    Das gleiche mit Leckerchen auf Knie/Fuß/Boden.
    Jedoch habe ich da ein Verständnisproblem:
    WAS lernt der Hund da genau? Lernt er wirklich "Pfui heißt, das ich das, was ich tue unterbrechen soll" oder lernt er nicht doch eher "Pfui heißt, das ich das Leckerchen nicht direkt nehmen soll". Also eigentlich nur, das er Leckerchen nur mit Erlaubnis aufnehmen darf.


    Worum's mir geht:
    Maya ist jagdlich recht interessiert (drücken wir's mal so aus), und ich bin der Meinung, das es ihr leichter fallen würde, wenn sie einer Spur nachgeht, erst ein Abbruchsignal zu befolgen und um DANN den Rückpfiff zu kriegen.
    Da für diese Leistung das Abbruchsignal ja wirklich sehr gut sitzen muss, frage ich mich, wie ich das Abbruchsignal am besten konditionieren soll? Auch was Ablenkungsreize angeht und Steigerungen, etc.


    Für viele unter euch bestimmt eine dumme Frage - aber habt ihr trotzdem Ideen und könnt mir helfen?


    Liebe Grüße,
    Lisa.

  • hm, wollen wir es hier wirklich ausführen?
    meiner Meinung nach funktioniert das, was du vor hast nur übers Meideverhalten
    und dann musst du fragen, ob es dir so recht ist


    vielleicht wüsste ja sonst wer was anderes



    wenn nicht, tippsel ich dir morgen gerne mal was dazu :ugly:
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  • Vielen Dank für diesen Thread. :gott:
    Falls die Frage tatsächlich dumm ist, sind wir schon mal zwei Dumme, die eine Antwort suchen. :headbash:


    Bei uns ist es nämlich so:
    - Ich habe bei Mia ein "nein" konditioniert nach oben genannter Methode. Das klappt auch gut, dass die dann das nicht frisst, was sie gerade Fressen möchte (sofern ich schnell genug bin, natürlich). Ich habe aber auch so meine Zweifel, ob das nicht komisch/falsch ist, wenn man das Kommando nur übers Fressen aufbaut ...
    - Ein Abbruchsignal haben wir gar nicht. Wenn sie eine Handlung beenden/nicht ausführen soll, kommt ein scharfes "lass es" oder ein gezischtes "eyy" - das klappt auch ganz gut. Wir haben es aber nie konditioniert.


    Für die Kaninchensichtung bräuchte ich auch ein richtig aufgebautes Signal, welches bedeutet: STOP! NICHT WEITERMACHEN! AUF WAS ANDERES KONZENTRIEREN! Also ein Kommando, das von Anfang an ordentlich aufgebaut ist, und das man entsprechend ausbauen kann.


    Also ich schließe mich den Fragen komplett an! :headbash:


    Wäre super, wenn du etwas dazu schreiben würdest. Ich traue der Geschichte "STOP!" -> Leckerli weg -> Leckerli fressen einfach nicht so ganz. Klar, nett aufgebaut. Aber für den Ernstfall ...
    Und ob man selbst die beschriebenen Methoden beim eigenen Hund anwenden möchte, kann man dann ja immernoch selbst entscheiden.
    Wäre dir sehr dankbar, wenn du es beschreiben würdest! :smile:

  • Poco,
    ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht genau, was ich mit dem Video anfangen soll :???:
    Wenn es darum geht, das Rosie das "Pfui" versteht (indem es das was sie fressen wollte nicht frisst) ohne das sie es konditioniert hat, schön.
    Aber in wiefern kann ich das jetzt auf die Situation Jagd/Hetzen und Abbruchsignal anwenden?
    Wenn es dir nur um die Aussprache/Körpersprache/Dringlichkeit des Signals geht - nun, darauf würde ich mich persönlich nicht verlassen wollen.. :roll:


    Manu,
    Ich muss gestehen, ich bin nicht per se gegen Meideverhalten. Kommt natürlich darauf an, wie es aufgebaut wird.
    Ich wäre also nicht abgeneigt, gegen dein Geschreibsel :D

  • Aber du könntest doch dein Signal einfach weiter ausbauen, oder?


    Also ich hab auch so angefangen, wie du es oben beschrieben hast. Dann hab ich angefangen, Leckerlies zu werfen (ihn dann auch teilweise erst losrennen lassen und dann abgebrochen). Im nächsten Schritt würde ich dafür dann ein Spielzeug nehmen (erst ein langweiliges und am Ende dann ein super tolles), dabei auch langsam die Intensität steigern, also erst hinlegen und das Aufnehmen abbrechen und am Ende dann werfen und während des Hinsprintens abbrechen. Das gleiche Spiel kann man dann auch nochmal mit der Reizangel spielen...


    Naja und wenn das alles sitzt,musst du gucken welches der nächste Schritt bei euch sein könnte. Bei uns wäre das dann, das "Hinrennen zu anderen Hunden" und danach dann zB nicht so interessanten Wild (bzw. auf Entfernung) und das kann man dann langsam wieder steigern bis dann (vllt) das hetzen abgebrochen werden kann... ;)


    Ich hoffe, das ist jetzt verständlich rüber gekommen... :D


    EDIT: Wichtig: Der Hund darf das Leckerlie, welches ich verboten habe, nicht fressen!! Bei mir wird über ein extra Leckerlie belohnt und das "Verbotene-Leckerlie" sammel ich auf und packe es weg! Genauso beim Spielzeug, immer extern belohnen! ;)

  • Jedes Signal, dass der Hund zuverlässig ausführt, ist ein Abbruchverhalten für andere Verhalten.


    Deshalb braucht man eigentlich kein "Abbruchsignal" (das nur zu diesem Zweck aufgebaut wird)

  • Shoppy,
    für einen Hund der mitten in der Hetze ist, ist es aber wesentlich einfacher, erst durch mein Abbruchsignal zu stoppen, und dann durch den Rückruf zu mir zu kommen, als durch mein Rückruf quasi zwei Dinge ausführen zu müssen: Stoppen UND Kommen.
    Zumindest ist das die Erfahrung, die ich bis jetzt von sehr vielen Menschen gehört habe, die auch mit jagenden Hunden im Umgang sind.


    Aber anscheinend gibt es keine Alternative zum Aufbau eines wirklich funktionierenden Abbruchsignal außer über das Meideverhalten. Zumindest findet sich hier ja niemand mit einer anderen Idee. Schade.


    Was das Futter angeht, so habe ich ja in meinem Ausgangspost geschrieben, das ich das Gefühl habe, so lernt Maya nur, nicht das zu fressen. Aber nicht, das sie aufhören soll, mit dem was sie gerade macht.

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