Die Ausschlussdiät - Infos und persönliche Erfahrungen

  • Ich würde bei der Symptomatik ehrlich gesagt zu nem Dermatologen gehen.

    Fellverlust klingt eher nach CDA als nach Allergie.

    Ich hab bisher noch keinen Allergiker kennen gelernt der Probleme mit Fellverlust hatte ( mit Ausnahme von Haarlosen Stellen weil der Juckreiz so stark ist dass sich der Hund die Haare selbst ausgerissen hat ). Wenn dann hatte das andere Gründe ( bspw Cushing, Schilddrüse oä, so viele Dilute Hunde kenne ich nicht um da konkret Erfahrung mit CDA zu haben ).


    Kann natürlich sein dass trotzdem eine Futtermittel- oder/und Umweltallergie vorliegt, aber so oder so gehört da ein Fach-TA drauf und kein Haus-TA.

    Haustierärzte sind erfahrungsgemäß schnell bei Hautthemen überfordert. Logisch, die haben sich ja auch nicht drauf spezialisiert sondern machen Allgemeinmedizin.

  • Also wir waren mit Arya beim Dermatologen kurz nachdem wir sie bekommen haben. Die hat sich das ganze unterm Mikroskop angeschaut, bestätigt dass es nicht so aussieht wie es aussehen sollte und auch direkt gesagt, dass man bei CDA sowieso nicht viel machen kann... Ist eben nicht heilbar...

    Das ist sehr unbefriedigend für mich, aber sie ist die Ärztin... Oder meint ihr ich sollte mir ne zweite Meinung holen?

  • Aber am Ende können wir ja trotzdem erst sicher sein, dass die ohreninfektionen nicht von einer Allergie kommen, wenn wir das ausgeschlossen haben. Oder sind immer wiederkehrende Hefepilze die Ohrenentzündungen auslösen auch kein Anzeichen für ne Allergie? Jetzt bin ich völlig verunsichert :loudly_crying_face:

  • Aber am Ende können wir ja trotzdem erst sicher sein, dass die ohreninfektionen nicht von einer Allergie kommen, wenn wir das ausgeschlossen haben. Oder sind immer wiederkehrende Hefepilze die Ohrenentzündungen auslösen auch kein Anzeichen für ne Allergie? Jetzt bin ich völlig verunsichert :loudly_crying_face:

    Wenn dir das was hilft: Also bei meinem Allergiker sind es immer die Ohren, die als Erstes mit Entzündungen reagieren, wenn er irgendwas nicht verträgt.

    Oder z.B. wenn das, was er nicht verträgt, nur wenig vorhanden wie Zusatz ist, wie z.B. Bierhefe.

    Fellverlust kommt als Level 2.

    Juckreiz Level 3.


    Nie immer sofort, die Reaktion kommt immer zeitlich verzögert. Durchfall etc. Als Reaktion auf Futter, hatten wir aber nie.

    =)

  • Letztenendes ( soweit ich informiert bin ) kann es halt beides sein, wenn es nicht auch irgendwo nen Zusammenhang geben könnte ( aber kp ).


    CDA schwächt ja irgendwie ziemlich viel, und wenn was durchlässiger wird, wird ja ein Zusammenhang mit Allergien vermutet.

    Andererseits ist bei CDA einfach auch die Neigung für entzündliche Geschehen seitens Haut höher ( kurze Recherche ergab dass hinsichtlich Symptomatik Behandlung empfohlen wird regelmäßig mit entsprechenden medizinischen Shampoos zu baden um die Haut zu reinigen/desinfizieren damit sich nix entzündet ), was ja auch wieder irgendwie Juckreiz macht. Kenn mich damit nicht aus, klingt für mich aber plausibel, weil wenn die Haut nicht richtig intakt ist kommt ja mehr in Kontakt mit dem Immunsystem.

    Hefepilze/Milben im Ohr sind ja immer dann vermehrt wenn da irgendwas aus dem Gleichgewicht gerät. Kann sein Immunsystem schießt über ( Allergie ), kann sein Immunsystem ist angegriffen ( Krankheit ), kann sein zu schlechte Belüftung ( dadurch zu viel Feuchtigkeit im Ohr, was ich beim Labi jetzt eher ausschließen würde ) -> Dinge die normal im Ohr leben nehmen denn Überhand -> Juckreiz-> Ohren werden geschädigt-> mehr Juckreiz...

    Dem entsprechend kann das ja erstmal sowohl als auch sein.


    Andererseits muss man auch sagen dass Allergien beim Labrador auch nix ungewöhnliches sind ( so hinsichtlich braun und Silber), wodurch es schon Sinn macht auch ne Ausschlussdiät durchzuführen.


    Aber letztenendes :

    Es gibt Krankheiten die nicht heilbar sind. Das bedeutet aber nicht immer, dass man bei den Symptomen nicht ein Stück weit helfen kann. Von daher wär ein TA der sich mit dem CDA-Thema auskennt schon hilfreich.


    Das Ding is allerdings: Wenn die Ausschlussdiät nicht funktionieren sollte/der Hund trotzdem Symptome haben sollte, kann es sein dass es in dem Fall nicht an einer allergischen Reaktion liegen muss, sondern einfach die Haut aufgrund der CDA anderweitig Probleme hat.

    Wenn die Diät hingegen dafür sorgt dass das Ohren jucken aufhört, dann weiß man = war Futtermittelallergie ( vorausgesetzt das hatte nicht zufällig andere Ursachen die zufällig in dem Moment keine Probleme mehr machen weil bspw Umweltallergiker und entsprechende Pollen nicht mehr da ).

    Soll halt nur heißen dass man evtl nicht unbedingt sagen kann bspw Hund kratzt sich trotz Ausschlussdiät mit Pferd und Hirse die Ohren = Hund verträgt Pferd und/oder Hirse nicht.

    Ist letztenendes natürlich aber auch wieder ein Risiko das man bspw bei einem Hund auch hat der auf Umweltallergene reagiert. Verständlicher wird es, wenn der Hund auch Magen-Darm technisch reagiert ( und man das weiß), oder es jedes Mal wenn man etwas bestimmtes füttert merkt dass xy dann jedes Mal schlimmer wird.



    Hier liest man bspw sehr oft dass Ohrenentzündungen in der Regel mit Futtermittelallergien einher gehen. Ist de fakto aber nicht immer so. Sehr oft, aber nicht bei jedem Hund.

    Ohrenentzündungen bei meinen Allergikern war/ist immer saisonal gewesen, bzw wegen Unweltallergenen.

    Bei Futter kamen immer Magen-Darmprobleme on top, bzw Juckreiz an Pfoten/Bauch/Rücken.

  • Ohrenentzündungen wären für mich aber auch ein ziemliches klares Indiz für eine Ausschlussdiät, auch wenn es theoretisch was anderes sein kann. Umweltallergien könnte natürlich auch, aber Futtermittelallergie wäre schon der Klassiker bei Ohrenentzündungen. Und Haarverlust hab ich dabei schon mehrfach gesehen, auch ohne Juckreiz, teilweise kommt das auch einfach vom geschwächten Immunsystem, dass ja durchgehend mit den Entzündungen beschäftigt ist.


    Melli24 Wie sieht es mit der Omega 3 Versorgung aus? Da würde ich auf jeden Fall parallel ansetzen, um die Entzündung einzudämmen, da kann man im therapeutischen Bereich gut noch etwas erreichen. Und am Ende machst du mit einer Ausschlussdiät nichts falsch, es ist ätzend, für Hund und Halter, aber mit etwas Glück hilft es und es schadet zumindest nicht. Bevor du mit irgendwas anfängst, überleg aber nochmal genau, was umsetzbar ist und was sie auch wirklich noch nicht gefressen hat. Und am besten etwas mit wirklich wenig Inhaltsstoffen, entweder selbstgekocht oder Hydrolysefutter. Leider dauert es bei dieser Symptomatik wirklich 8 - 12 Wochen, bis du einen Erfolg siehst.

  • Melli24 wurde die Schilddrüse mal ordentlich gecheckt?


    Ansonsten zur Ausschlussdiät: warum kaufst du nicht einfach Reinfleischdosen (wirkliche Reinfleischdosen mit Muskelfleisch, nicht noch mit zig anderen Sachen) und nimmst dazu eine KH Quelle die sie noch nicht kennt? Zusätze sind erst mal egal, die kommen erst später.

  • Gibts eigentlich irgendwo eine Liste mit empfehlenswerten Reinfleischdosen (-herstellern)?

    Ich hatte damals Loisachtaler

    Hab mich gerade etwas durchgeklickt, da sind überall Innereien dabei, oder?

    Die Ernährungsberater haben mir bisher immer reines Muskelfleisch empfohlen, darum frage ich. Futtermedicus hat das z.B., dann kenne ich noch Kale und Sanoro. Man muss aber sehr genau auf die Zusammensetzung schauen, teilweise unterscheidet sich massiv, wieviel Wasser und andersrum Fleisch drin ist.

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