Tierschutzverein setzt mich unter Druck - was tun?

  • Nein, leider nicht. Die haben nie Zeit, ständig muss ich anrufen und werde dann wieder abgewimmelt mit neuen Ausreden. Daher bin ich auch der Meinung dass sie nicht ganz seriös sind. Sie geben einem einen Hund, freuen sich dass sie ihn nicht mehr in der Pflege haben müssen und sobald man sie mal braucht, für wirklich nur 2-3 Stunden an einem Nachmittag, können sie nie.
    Langsam werd ich echt sauer, seit 3 Wochen werde ich hingehalten, nie finden sie Zeit.


    Zum Vertrag: Wenn es einer dieser Schutzverträge ist, wo man nur Bestzer wird und nicht Eigentümer und der Verein sich quasi herausnimmt mir zu sagen was ich darf und was nicht, werde ich mich da klar dagegen ausdrücken. Habe schon so viel davon gelesen, dass diese Schutzverträge immer wieder Probleme gebracht haben.
    Jetzt ganz abgesehen von der OP - Der Hund soll mein Hund sein und ich will nicht immer im Hinterkopf haben dass er mir nicht "völlig" gehört...

  • Also mal kurz zusammengefasst dass, was ich weiss und denke.


    Ich weiss, dass nach Auffassung vieler Gerichte heute die "Schutzgebühr" eine Kaufsumme ist, d.h. der Hund gehört Dir, die Orga kann Dir gar nichts mehr.
    Aber ich weiss auch, dass die Orga dennoch versuchen kann, zu ihrem Recht zu kommen. Könnten sie selbst dann, wenn gar nichts im Vertrag drin stünde, dann könnten sie nämlich behaupten, du hältst einen Hund der unter extremen Schmerzen leidet und prompt hast du den Amtsveterinär an der Backe.
    Letztlich kann das also nervig werden, wirklich zu befüchten hast Du aber wohl nichts.


    Die Verhaltensänderung nach der OP erachte ich für Bullshit. Tiere ändern sich. Menschen auch. Lebenslang. Ob mit OP oder ohne, mit Kastra oder ohne. Auch Hunde aus bestem Hause und bester Aufzucht können heute einen anderen Hund beissen oder Leinenaggro werden. Der Mensch neigt nur dazu, Ausreden zu finden und dann ist eine Ursache schnell gefunden: OP, Tierheim, Ausland, Kettenhund, schlecht geträumt, Schilddrüsenunterfunktion, Furz quer sitzen, schlechte Kindheit. Ob das letztlich wirklich der Grund ist? Who knows. Ist letztlich auch nicht entscheidend. Der Hund lebt im Hier und Jetzt und da sollte man als Besitzer auch ansetzen, wenn Probleme auftreten - nämlich im Hier und Jetzt einen Weg suchen und finden, wie man das unerwünschte Verhalten abstellt.


    Ich persönlich würde so eine OP nicht in die kalte Jahreszeit legen. Bei Minusgraden Gassi stehen kann für alle Beteiligten sehr unangenehm sein. Vielleicht im April/Mai, so dass ihr, nachdem der Fixateur ab ist, gemeinsam schwimmen könnt, um schonend Muskulatur aufzubauen. Je nach Grösse muss abgeklärt werden, wann der Hund ausgewachsen sein wird. Und ob es sinnvoll ist, im Wachstum oder erst später zu operieren. Auf jeden Fall würde ich vorher Muskulatur aufbauen, so gut wie möglich. Zweit- und Drittmeinung einholen ist natürlich perfekt.


    Bezüglich der Orga würde ich einfach überlegen, ob die Mühe lohnt. Heisst: Scheinen die Leute sehr vernünftig und haben nur Angst, dass der Hund auf ewig humpeln wird: Erklären was Du vorhast, sie miteinbeziehen, vom Termin in der grossen und kleinen Tierklinik berichten, nach den Arztbesuchen eine kurze Mail schreiben mit dem, was der Arzt gesagt hat... dann sollte das alles sehr entspannt ablaufen und für alle Seiten zufriedenstellend.
    Erachtest Du die Leute eher für dümmliche Paragraphenreiter: Ja sagen, abnicken und danach auf Durchzug stellen - und beim nächsten Mal eine Orga suchen, wo man mit den Menschen auf einer Wellenlänge liegt ;)

  • Hier ein Beitrag den ich mal woanders gesetzt hatte:
    Urteil zu "Schutzverträgen"





    Mich würde auch interessieren wie es weiter gegangen ist?

  • So liebe Leute, es gibt Neuigkeiten.


    Es gab keinen Schutzvertrag. Es gab einen Vertrag wo einiges drinstand, das übliche.
    Über die Op wurde nichts geschrieben. Daher haben sich alle Sorgen verzogen :3


    Trotzdem danke ich alle die sich so rege beteiligt haben und mich so geduldig berieten!


    Trotzdem werde ich wie es aussieht die Op machen.
    In Wien gibt es einen Spezialisten der es ohne Fixateur Extern machen würde, mit einer ausgeklügelten Technik.
    Statt dem Fixateur wird mit Platten und Schrauben gearbeitet. Und diese Tatsache nimmt mir schon etwas die Angst vor der Operation. Operiert wird wenn dann im Mai, danach habe ich keine Prüfungen mehr und habe gaaanz viel Zeit.

  • Ich finde es klasse, dass Du Dich weiter informiert hast und Dich auch Deinem Hund zuliebe für die OP entschieden hast! Ich finde, dass sich die Sache mit dem Spezialisten und ohne Fixateur (ich bin kein Arzt, kann daher nicht beurteilen ob es gut ist) vernünftig anhört, da mich der externe Fixateur wohl auch sehr beschränken würde und es mir schwerer machen würde auf alles Wichtige zu achten.
    Ich drücke die Daumen, dass alles so läuft wie ihr Euch das vorstellt und Dein Hund einen Vorteil von der OP hat.

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