Collie Besitzer wo seid ihr?
-
-
Hallo zusammen,
ich platze jetzt hier einfach mal so rein. Ich bin das Frauchen von einem KHC - Iason, 9 Jahre - der sich eher wie ein Terrier benimmt und einem britischen LHC - Happy, 2 Jahre - der viel zu klein ist und auch leider sonst sehr viele Probleme hat. Weiterhin wohnt noch die kleine Amy bei uns, sie ist eine ehemaliger Straßenhund aus Spanien, den meine Tochter adoptiert hat. Alls drei sind Sable-Farben und werden auf Spaziergängen gerne angegrinst.
Ich selbst habe und arbeite seit dreißig Jahren mit Britischen Hütehunden. Lange Zeit war ich im Hundesport aktiv und jetzt mache ich mit Happy, nicht so typisch, Nasen- und Fährtenarbeit.
-
- Vor einem Moment
- Neu
-
-
Herzlich Willkommen
Aber wieso ist Nasenarbeit untypisch? Nova war in Mantrailing der Hammer
-
@Witch70
Ich hoffe ich darf als Collieliebhaberin und ehemalige Colliehalterin auch fragen stellen.
Was für probleme habt ihr denn? Ich finde es auch mal interesannt nicht nur die Geschichten von den perfekten Collies zu lesen (was ich natürlich auch suuuper gerne mache und immer neidisch werde).
Natüüürlich würde ich gerne Fotos von allen dreien bewundern. -
Ich finde es auch mal interesannt nicht nur die Geschichten von den perfekten Collies zu lesen
Hier steht doch nicht nur was von perfekten Collies? Ich bin doch auch hier
. Mit meinem Fellmonster, der fett, unbeweglich, ungeschickt und durchtrittig hier ankam, keine Treppen steigt, nicht freiwillig ins Auto steigt und das "Teppichläufersyndrom " hat...
Also herzlich willkommen allen anderen unperfekten britischen Collies. -
Danke für das freundliche Willkommen!
ricci, ich hatte zwei absolut perfekte Hunde - und das waren ein Bearded Collie und ein Sheltie. Meine beiden Collies sind halt speziell ;-).
Iason haben wir vor neun Jahren spontan bei einer unseriösen Züchterin mitgenommen. Wir haben ihn in dem Bewusstsein mitgenommen, dass er schwer krank ist. Leider hat sich das ein paar Tage später auch bestätigt. Iason hatte bzw. Dermatomyositis. Der Tierarzt hat uns damals gesagt, wenn alles gut läuft wird er drei Jahre. Na ja, inzwischen ist er neun. Iason hat sehr früh bei uns das Bild des perfekten Collies zerstört. Er hat gejagt, Autos auf der Autobahn gehütet etc. Und es gab kein Geschirr, aus dem er nicht raus ist. Ich habe sehr oft meinen Sheltie hinterher geschickt, der ihn dann immer wieder zurück gebracht hat. Mit ca. 5 Jahren, nach dem Tod von meinem Sheltie, wurde Iason dann doch noch zum Streber. Allerdings hat er das Jagen bis heute nicht abgelegt und hat mir dann 2016 mit Jagdleine und viel Anlauf die Hand zertrümmert... Irgendwie hat das bei uns beiden Spuren hinterlassen und seitdem ist er der fast perfekte Collie. Iason war im Mantrail unterwegs und ist ein Trickdog - im Rahmen seiner Möglichkeiten, denn leider hat er sehr mit seinem Muskelschwund zu kämpfen.
Happy ist aus einem Wurf, der laut Züchterin vollständig mit der Hand aufgezogen wurde. Es gab hier ein Mitglied, welches einen Collie aus dem Nachfolgewurf mit gleicher Verpaarung hatte... Happy hatte schon als Welpe ein hohes Aggressionspotential und eine niedrige Hemmschwelle. Ich hatte zuvor nie einen Welpen, der so ungehemmt und so aggressiv zugebissen hat, teilweise aus unersichtlichem Grund. Es gab Phasen, da habe ich meinem eigenen Hund nicht den Rücken zugedreht. Eigentlich wollte ich mit Happy wieder Agility und Dogdance machen, aber es kam dann alles anders. Ich war in diversen Welpengruppen, die leider nicht auf Hütehunde ausgelegt waren, bis ich mich dann doch entschloss, Kontakt zu meiner alten Trainerin Kontakt aufzunehmen, bei der auch Jojo und Iason die Ausbildung gemacht hatten. Auf einem entspannten Spaziergang hat sie den Hund begutachtet. Ich brauchte ihr gar nicht groß etwas erzählen, sie hat mich schon nach 10 Minuten gefragt: Kann es sein, dass der eine gestörte Wahrnehmung hat??? Happy scheint sehr schlecht zu sehen, und verschiedene Geräusche verursachen bei ihm einen extremen Stress und Stress = ich beisse erst einmal in das, was in der Nähe ist. Im Klartext: Ich hatte wieder einen Hund mit Handicap, der Angstbeisser war/ist. Zu dem Zeitpunkt hatte ich Happy schon mehrfach untersuchen lassen, die Züchterin war mich angegangen, weil ich ihr mitgeteilt hatte, dass etwas mit Happy nicht stimmt, schon ein gutes Jahr. Ein Bruder von Happy wurde wegen gleicher Probleme ins Tierheim gegeben.
Für mich war es nie eine Option,den Hund aufzugeben, denn eigentlich ist er sehr sanftmütig, kuschelig, anhänglich,gelehrig - halt Collie. Für mich war es eine riesige Herausforderung, denn ich hatte noch nie einen Angsthund und jetzt direkt einen, den ich auch noch in ein Rudel integrieren muss.
Inzwischen ist Happy gute zwei Jahre und ich habe die meisten Probleme im Griff. Er ist ein super Mantrailer und Sachensucher. Allerdings versucht er zwischendurch immer noch mal was mit den Zähnen zu regeln, leider trifft es dann schon mal meinen alten Rüden.Trotzdem wird mein nächster Hund wohl wieder ein Collie sein...
-
-
Mein Collie Problem,wenns schon so gut passt
:
Ich kann mit Cashew nicht arbeiten. Also nicht mal tricksen oder so. Der starrt mich nur an und wartet auf Leckerlis und wenn nichts kommt geht er
Da kommt NULL Mitarbeit soweit. Nichts.
Der ist so futterübermotiviert, dass er dabei alles ausblendet und ich bin mir echt unsicher wie ich da ansetzen kann. Selbst wemn ich keine Leckerli habe läuft es ähnlich ab.Wenns so nebenbei im Alltag läuft lernt er dafür zum Glück recht leicht und schnell, aber alles was drüber raus geht ist irgendwie nicht drin.
Ich hab das eine oder andere probiert, aber bisher hat nichts wirklich angeschlagen und ich muss dann auch immer ne Pause machen, wenn ich mal wieder heftig gescheitert bin mit meinem Hund irgendwas zu machen, weil ich dann echt auch irgendwie frustriert werde.Ansonsten klaut er weiterhin wie ein Rabe
Heute: einen ganzen Schoko-Muffin -
mit Fietes Grips isses auch nicht weit her. Was Tricks angeht. Alltagsdinge, wie auf Futterfreigabe warten, aus der Küche gehen, wenn ich drin bin, an der Straße sitzen, der Rückruf, das wird langsam....Betonung auf laaaaangsam
. Aber mit Tricks brauche ich dem Colliekind nicht kommen. Er hat halt...andere Qualitäten.
Im Gegensatz dazu ist mein Sheltie mit viel WTP und auch will to eat ausgestattet, lernt super schnell, bastelt sich aber auch super schnell Verhaltensketten. Hat alles sein Für und Wider. Ich bin da momentan ganz froh, wie es läuft.
Vorhin buddel ich im Garten rum, Emil kekst aus, weil alle sich bewegen und er es nicht kontrollieren kann, Fiete latscht entspannt schnüffelnd durch die Gegend und platscht sich dann grunzend auf den Rasen, wo er halt alles im Blick hat.
Dann aber kriegt Emil ein "Hol den Müll", flitzt los, sammelt nacheinander im ganzen Garten die leeren Plastiktöpfe ein, bringt sie zu mir, ich halte ihm den gelben Sack hin und er läßt sie da reinfallen. So einen Quatsch lernt er dann unwahrscheinlich schnell, aber dafür ist er eben leider auch sehr dünnhäutig und stressanfällig.
Und das ist bei Fiete gar kein Thema. -
Mit Grips hat das gar nicht so viel zu tun, Cashew ist denke ich sogar ziemlich schlau und auch erfinderisch bzw sehr gut in der selbstständigen Problemlösung.
Ich denke auch, dass sein WtP gar nicht so gering ist, aber er ist so verfressen, dass das alle anderen Hirnfunktionen erstmal komplett ausschaltet. Der kriegt einfach nichts mehr um sich herum mit.
Deswegen ist es auch so frustrierend. Wenn er einfach zu doof dafür wäre - ok, kein Ding. Aber er ist es nicht, wenn wir was machen könnten wäre das garantiert richtig toll, aber ich finde einfach keine Möglichkeit wie wir trainieren könnten.Und das schlimmste ist - ich bin mir ziemlich sicher, dass er es langsam braucht. Ich glaube er ist etwas unterfordert. Aber wie soll ich ihn auch geistig auslasten, wenn er nicht mit mir arbeitet...
Beispiel: Wir haben auf dem Platz das Nein geübt. Unsere Trainerin hat Cashew mal zum Vorführen genutzt um die Aufgabenstellung zu zeigen. Cashew hat ganz schnell spitz bekommen, dass er das Leckerli jetzt so nicht nehmen darf und gewartet. Aber glaubst du der wäre mal auf die Idee gekommen da wegzuschauen? Der starrt das dann minutenlang an. Und dann geht er im Zweifel. Oder versucht es doch noch mal. Aber mal den Kopf drehen? Der starrt da lieber 5 Minuten hin.
-
Danke @Witch70. Das hast du sehr anschaulich beschrieben und du hast meinen Respekt, dass du nicht aufgegeben hast.
Der Tierarzt hat uns damals gesagt, wenn alles gut läuft wird er drei Jahre. Na ja, inzwischen ist er neun.
Wow!!! Das ist richtig toll. Ich höre oft von so schlechten prognosen und dann leben die Tiere doch länger.
und seitdem ist er der fast perfekte Collie. Iason war im Mantrail unterwegs und ist ein Trickdog - im Rahmen seiner Möglichkeiten, denn leider hat er sehr mit seinem Muskelschwund zu kämpfen.
Da habt ihr richtig was geschafft! Toll, dass ihr so zusammengewachsen seid. Jordi (kein Collie) hat mir auch schon die Hand demoliert, als er einem Kaninchen nach ist. Ich hatte wochenlang starke schmerzen.
Für mich war es nie eine Option,den Hund aufzugeben, denn eigentlich ist er sehr sanftmütig, kuschelig, anhänglich,gelehrig - halt Collie. Für mich war es eine riesige Herausforderung, denn ich hatte noch nie einen Angsthund und jetzt direkt einen, den ich auch noch in ein Rudel integrieren muss.
Inzwischen ist Happy gute zwei Jahre und ich habe die meisten Probleme im Griff. Er ist ein super Mantrailer und Sachensucher. Allerdings versucht er zwischendurch immer noch mal was mit den Zähnen zu regeln, leider trifft es dann schon mal meinen alten Rüden.Wirklich traurig, dass so ein toller Hund durch so eine blöde Krankheit so verhaltensauffällig ist und das der Züchterin scheinbar egal ist. Aber er ist erst 2 und ihr seid schon so weit gekommen!! Bestimmt wird er auch irgedwann fast perfekt.
@SabethFaber
Bei Jordi war das ganz zu anfang auch nicht so einfach. Vielleicht versuchst du es erstmal mit nicht so hochwertigen Leckerlis und verlangst erstmal sachen die er schon kann und dann wandelst du vielleicht ein kommando leicht um?
Pfote geht auch recht leicht, weil du den Trick quasie einfach durchführen kannst. Einfach die Pfote nehmen und Pfote sagen kannst und dann belohnen. Vielleicht kommt er dann auf den trichter, dass er mal aktiv werden muss. -
Livi etwas beizubringen ist auch... schwierig. Sie hat da keinerlei Frustationtoleranz (sonst schon). Try and Error geht bei ihr überhaupt nicht, denn sobald das Lob mal nicht sofort kommt, weil ich sie in eine bestimmte Richtung lenken will und sie ausprobieren soll wird sie so verunsichert, dass sie sich wegduckt, Rute klemmt und geht.
Deshalb kann sie viiiieeeel weniger als Nova. Komplexere Dinge sind einfach ein Drama bei ihr. Sie ist auch keine Leuchte, aber diese Eigenschaft dazu macht es wirklich schwer. Und wir machen sowas NUR positiv
Sie kann auch auf irgendwas total scharf sein, wie zB. die Frisbee und gar nicht genug kriegen und am nächsten Tag meidet sie wie verrückt, legt sich duckend ins Platz und will sich in Luft auflösen. Dabei kam kein einziges böses WortJegliche Motivierungsversuche meinerseits machen es dann nur noch schlimmer.
Ich muss sagen, ich habs wirklich oft versucht und ich bin jedesmal so gefrustet.
Aber naja. Ich hab Nova für solche Sachen, er liebt es auszuprobieren, hat Spaß dran und seine Futtermotivation ist genau im Rahmen und er ist auch einfach nicht unsicher. Ob er jetzt suuuper intelligent ist weiß ich nicht, im Vergleich zu Livi jedenfalls schon
Nicht nur weil es das gerne macht, auch sonst im Alltag kapiert er schnell woraufs ankommt und was gerade keine gute Idee ist und hält sich dran, während Livi manchmal nur mit dem "oh Gott oh Gott oh Gott was ist jetzt" Blick durch die Gegend läuft
Sie will es dann schon richtig machen aber checkts einfach nicht.
-
- Vor einem Moment
- Neu
-
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!