Deutscher Gassigang - eine Welt der Neurosen
-
-
Hier läuft es eigentlich(bei der großen Mehrheit zumindest)ganz entspannt ab.
Die Hunde laufen frei.Wenn man sich aus der Ferne sieht,beginnt immer ein Ritual.Beide rufen ihre Hunde zu sich,dann wird aus der Ferne geschaut,was der andere HH als Nächstes tut.Leint er seinen Hund an,dann leint der andere seinen Hund auch an.Man nähert sich und ruft sich zu("Rüde?" "meine(r) is ganz lieb,wollen wir sie spielen lassen?" etc)Wenns passt,werden beide Hunde wieder von der Leine gelassen,wenn nicht geht man mit den angeleinten Hunden aneinander vorbei und gut ist.
Grade weil man oft nicht weiß ob der andere Hund z.B. krank,läufig oder sehr aggressiv ist,einfach keine anderen Hunde leiden kann,sollte man zumindest angeleint abwarten und sich mit dem anderen HH kurzschließen.Ich denke,meistens hat es seine Gründe,wenn ein Hund nicht offline laufen darf.
Für mich gehört zumindest ein kurzes Anleinen oder den Hund zu sich rufen zum guten Ton,es sei denn,man kennt sich bereits und weiß,das ein Anleinen nicht nötig ist. -
- Vor einem Moment
- Neu
Hi
hast du hier Deutscher Gassigang - eine Welt der Neurosen* schon mal geschaut? Dort wird jeder fündig!
-
-
Ich war nie in der Hundeschule und bin von daher auch rein hundeschulentechnisch auch nicht gebildet
Aber, wenn ein fremder Hund an der Leine geführt wird, dann geht mein Hund da nicht hin, weil ich ja den Grund für´s anleinen ja nicht wissen kann und auch nicht möchte. Mein Hund hat sich davon einfach fernzuhalten.
Ich möchte auch gerne den Kontakt bestimmen den meine Hund macht, weil sie ist nicht ganz einfach mit ihresgleichen und gaaanz wenige finden es lustig, wenn meine Hündin mal ein ordentliches Schnapp macht. Außerdem ist mir der Streß hinterher einfach zu groß
Jogger, Radfahrer und andere Spaziergänger haben auch Recht, mein Hund muß niemanden belästigen, oder gefährden. Wobei ich sie nicht immer ran rufe, oder gar anleine. Ich wohne hier in der Stadt, da hätte der Hund theoretisch generell Leinenzwang.
Ich will auch nicht jeder, daß jeder meinen Hund anquatscht. Ich quatsche auch nicht jeden auf der Straße an. GsD bin ich glückliche Besitzerin eines Hundes die mit allen Beinen auf dem Boden bleibt und fremde Menschen reserviert betrachtet. Es ist allerdings auch unnötig vom bösen Hund zu sprechen, wenn sie den hartnäckigen Anquatscher und Betatscher anknurrt.
Und von den ganzen tut-nix und will-nur-spielen völlig frei von jeglicher Erziehung... ja, davon hab ich die Nase voll, weil ich für meinen Teil gehe nicht mit dem Hund raus, um die Viecher anderer zu bespaßen. Wenn dem so wäre, würde ich auf eine Hundewiese marschieren, aber so etwas meide ich so gut es geht.
So ist das Leben - alles hat einen Grund, auch wenn man ihn selber nicht immer sehen und verstehen mag
-
Gerade gestern hatte ich wieder eine Situation wo ein Mann seinen Hund einfach auf meinen zulaufen ließ. Paco war an der Leine, der andere kam fixierend und geduckt näher absolut angespannt. Auf die Bitte den Hund zurück zu rufen gab es keine Reaktion außer "Der tut nix." Das interessiert mich herzlich wenig, ich habe eh gerade bei Paco mit einer leichten Leinenaggression zu kämpfen und habe Paco so weit, das wir ohne Theater an anderen Hunden vorbei laufen können. So eine Begegnung empfinde ich dann nur als nervend und hinderlich.
Mit welchen Hunden Paco Kontakt hat und mit welchen nicht, das bestimme ich und nicht irgend welche Leute die ihre Hunde unkontrolliert auf andere zurasen lassen. Mittlerweile wurde Paco auch zweimal von solchen Hunden gebissen - nicht tief und nicht schlimm, aber die Leinenaggression hatte er vorher nicht.
-
Zitat
Ich sah neulich im Fernsehen einen Bericht über den Libanon – und da liefen Hunde frei herum! Unangeleint! Mehrere! Auf einmal! Da frage ich mich natürlich, wie die Menschen das dort aushalten, die stete Gefahr ertragen können und ich sage, „Hut ab“! Da sind die wahren Helden!Dir ist aber hoffentlich auch klar, dass das eine ganz andere Situation als bei uns ist.
Wenn da ein Hund vors Auto rennt, oder sich mit nem anderen beult und schwere Schäden davon trägt, dann ist das so. Ob es zu diesen ganzen freilaufenden Hunden dann auch Besitzer gibt, die Geld in eine tierärztliche Behandlung von Wunden stecken, oder um ihre Lieblinge trauern? Ich denke nur in Ausnahmefällen.
Zum Thema von fremden streicheln lassen: das müssen sich die Hunde im Libanon nicht gefallen lassen. Erstens haben sie Platz zum Ausweichen und zweitens sind viele Straßenhunde nicht in dem Pflegezustand, in dem man ihnen gern durchs Fell streicht.
Und wirkliche Fremdhunde dürften auch eher selten auftauchen - das ist halt die Truppe aus der Gegend.Ich bin froh, dass ich anderen z.B. in der Läufigkeit meiner Hündin zeigen kann, dass ich keinen Kontakt will, und dass das dann auch häufig akzeptiert wird. Meine bleibt bei mir, wenn uns angeleinte Hunde entgegenkommen. Da die meisten Menschen einen Mund haben können sie mir dann gerne sagen, dass mein Hund zu ihrem darf, oder sich bedanken, dass mein Hund bei mir bleibt und ihren nicht belästigt. Kommunikation ist doch ne super Sache!
-
heute morgen - im städtischen Bereich - sind Hunde bei uns anzuleinen.
Ich laufe - kommt von hinten einer angeschossen - ohne Leine - der andere keifend an der Leine - und MOMO MOMO der Hund scherte sich einen Dreck um das Rufen seiner Bezugesperson.
Find ich nicht sonderlich lustig -der andere aber - er hatte nicht mal eine 2. Leine dabei.
Ich möchte nicht das meine Hunde bespielt werden, von rückwärtig überfallen werden und auch ich möchte nicht belästigt werden. Leinenpflicht - interessiert keinen - aber wenn das Ordnungsamt vor der Türe steht - dann ist das Gejammer da. Wozu haben wir Vorschriften ?
Dabei ist es mir völlig egal - ob der andere als TUTNIX bezeichnet wird - ich sage dazu GEHORCHTNIX.
Es muss doch möglich sein - in Ruhe seines Weges gehen zu können, ohne von anderen belästigt zu werden - oder hat man als Hundehalter kein Recht darauf ?
-
-
Die Überschrift ist ja mal lustig ...
Hier laufen Spaziergänge -ganz ohne neurotischen Hintergrund- ähnlich deiner Beschreibungen ab.
Kreuzen Radfahrer/Jogger/Spaziergänger usw. unseren Weg, haben die Hunde bei mir zu sein.
Treffen wir auf uns unbekannte Hundebesitzer nebst ihren Hunden, haben die Hunde bei mir zu sein.Ja ich bin da sehr egoistisch, ich bestimme für meine Hunde, mit wem sie was tun & lassen können und alle 3 pflegen ausführliche Kontakte und Toberunden mit anderen 4-Beinern.
Gerade dieses Jahr habe ich auf einigen Kurztripps in anderen Ländern sehr viel positives im Umgang mit Hundebegegnungen erlebt und dachte für mich, ach wäre das zu Hause doch auch alles so einfach ...
Weder in Prag/Belgien/der Niederlande noch mitten in Paris (ja, da gab es Unmengen Hunde) stürmten Hunde aufeinander zu. Egal wo (ob Strand/Innenstadt/an Sehenswürdigkeiten) man auf Hundebesitzer traf, wurden die Hunde in einer Selbstverständlichkeit angeleint, man lief aneinander vorbei, grüßte sich oder auch nicht, es gab kein 'der will nur Hallo sagen' Getue - schlicht es war einfach entspannend
Aber im Prinzip muss das jeder für sich entscheiden und auch handhaben.
-
Dein Hund pöbelt jetzt nicht mehr wie hast du es in der Zeit geregelt? Warst du nicht froh das man seinen Hund eingesammelt hat und anleinte?
-
Also einerseits stimm ich dir zu, dass vieles zu verkopft ist. Alles muss geregelt werden, der Hund darf ja nichts selbst regeln. Alles kontrolliert werden und dem Hund wird nichts zugetraut.
Meine Hunde müssen einiges selbst regeln und ich lasse viele Situationen einfach laufen. Lass Janosch auch mal allein seine Kämpfchen ausfechten wenn er wieder meint einen auf Oberboss machen zu wollen.Aber das alles hat Grenzen.
Letztens erst passiert: Wir laufen in Richtung Hundefreilauffläche, sind aber noch in der Nähe der Straße und uns kommen zwei freilaufende Hunde entgegen. Ich mit Janosch an der Leine großzügig ausgewichen (er pöbelt) und hab ihn Sitz machen lassen. Der Tutnix kam natürlich trotz bitten angerannt, sprang lustig um mich rum und ich durfte gucken wie ich meinen weghalte. Frauchen kreischte derweil "Schneeeeeel weg da Fiffi, der ist bissig!!!", anstatt das sie mal ihren Hund holt. Nachher fragte sie noch, warum ich meinen nicht einfach laufen lasse - wohlgemerkt an der Straße.
Und so was geht einfach nicht. Ich wäre sehr froh, wenn wir hier ein paar mehr verantwortungsvolle HH hätten die ihre Hunde anleinen wenn man ausweicht, sich nicht kennt und offensichtlich keinen Wert auf direkten Kontakt legt. -
Ich mag jetzt nicht zu Allem was schreiben, sonst geht mein Blutdruck am frühen Morgen schon so hoch...
ZitatIch komme gerade vom Spazierengehen wieder - und schleichend vergeht mir der Spaß, mit dem Hund unterwegs zu sein.
Seit mein Rüde (2 J) kastriert ist, geht er nicht mehr auf alles in höchster Aggression los, was ein Rüde ist. Jetzt ist es so, dass er morgens einfach voller Leben ist und mit seinen Artgenossen herumturnen möchte. Wenn er mal nicht ausgelastet ist kann es sein, dass er auch nicht abrufbar ist und das Spiel vorzieht – erstmal egal, ob ich die Gegenrichtung einschlage.Das ist das Leben.
Die einen sagen, das ist das Leben. Die anderen sagen, das ist ein mäßig erzogener Hund und Frauchen/ Herrchen hat keine Lust den Hund auszulasten, also müssen das andere Hunde übernehmen...
Zitat
Mir geht es auch auf den Keks, wenn ich aus irgendeinem Grund meinen Hund an der Leine habe - und dann die hundeschulgebildeten Leute, die mir entgegen kommen, alle ihre Hunde an die Leine nehmen. Lasst sie doch laufen, was soll denn der Mist?Sorry,kann ich gar nicht verstehen! Ich freue mich sehr, wenn andere HH so rücksichtsvoll sind und ihre Hunde auch anleinen oder bei sich behalten. Wenn ein Hund angeleint ist, wird das schon seinen Grund haben (Krankheit, Training, whatever...) da krieg ich so ne Krawatte wenn mir irgendein anderer Hund reinrasselt. (Oder fandest su es etwa super wenn ein anderer Rüde zu deinem angeleinten Aggrorüden gelaufen kam?) Also mache ich das genauso wenn ich einen angeleinten Hund treffe, die anderen können ja wohl kaum Gedankenlesen. Wenn mein Hund brav ist und ich Kontakt ermöglichen möchte, muss ich halt mal den Schnabel aufmachen.
ZitatIch werde meinen Hund jedenfalls entweder auch nur noch anleinen (tut mir echt Leid, ihm da das, was Leben ausmacht, zu verweigern) – oder wir fahren zu einem 3 km entfernten Freilaufgebiet. Da sind mutige Menschen, die sich nicht schreiend und schützend über die Hunde werfen, wenn die mal Hund sind und brummeln.
Ja, mach das doch. :) Was den zweiten Satz angeht kann ich dir allerdings nur zustimmen, sowas finde ich auch extrem nervig... Allerdings erlebe ich sowas oft mit Menschen, die ihren Hund einfach auf meinen zubrettern lassen, was dieser nicht immer so pralle findet und den anderen dementsprechend zurechtweist. Wenn meiner angeleint ist, kann das dann auch schonmal entsprechend heftiger ausfallen wenn ich den anderen Hund nicht blocken kann. Blocke ich einen anderen Hund weil ich nicht möchte, dass er von meinem gemaßregelt wird (oder mit Husten angesteckt wird) und mir das gezeter von Lieschen Müller darüber wie aggressiv und unsozial mein Hund ja ist einfach ersparen möchte, werd ich noch beschimpft. Danke, da werd ich gerne neurotisch genannt und halte von vornherein Abstand.
Bei "normalen" Begegnungen im Freilauf sieht das allerdings ganz anders aus, da darf mein Hund gerne Kontakt haben und toben.
ZitatNeulich beschwerte sich eine Verwandte bei mir über Hundebesitzer über eine ähnliche Thematik. Sie wollte einen Hund streicheln – das sollte sie aber nicht, denn „stell Dir mal vor, Dich würde ständig jemand anpaddern“. Hundebesitzer würden ständig, in dem Bewusstsein, den Hund nicht zum König zu machen, den Hund doch im Mittelpunkt aller Betrachtungen haben und den Hund zum König machen. Hunde, die nebenbei laufen, wie meine Generation das noch aus der Vergangenheit kennt, würde es kaum geben. Es wäre alles unsagbar kompliziert und verkopft.
Ich gab ihr Recht.Joa, vieles wird vielleicht komplizierter gemacht als nötig und ja, vielleicht sind viele HH unnötig verkopft, würd ich gar nicht abstreiten. Aber in einer Zeit in der ein Hund bereits als potentiell gefärhrlicher Hund eingestuft werden kann, weil er jemanden "in Gefahr drohender Weise" angesprungen hat -mit allen unangenehmen Folgen- und jeder Hans dich wegen jedem Schiss beim OA anschwärzen kann, lass ich meinen Hund nicht zu jedem hin und umgekehrt niemanden einfach so an meinen Hund. Und das hat nichts damit zu tun, dass mein Hund zum König gemacht wird, sondern damit, dass er schlicht und einfach geschnappt hat wenn ihn ein Fremder einfach so antatschen wollte. Nach viel Zeit und Training hat er viel von seiner Unsicherheit verloren und weicht nun einfach zurück wenn er nicht angefasst werden möchte. Solchen Leuten, die meinen jeden Hund einfach anfassen zu müssen, würde ich eigentlich mal ein paar ordentliche Löcher in der Hand wünschen wenns nicht hinterher für Hund und Halter so ein Theater geben würde.
-
Lieber "Neurotiker", der seine Hunde kontrolliert, als ein "freier Bürger", dessen Hund antiautoritär "erzogen" wurde ... denn mit 2. eckt man hier in der Stadt ganz sicher an
Übrigens bin ich mit Hündin in der Standhitze echt froh, wenn mir wer mit angeleintem Hund entgegen kommt und halte meine Hunde liebend gerne bei mir
-
- Vor einem Moment
- Neu
-
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!