Deutscher Gassigang - eine Welt der Neurosen

  • spannend dazu auch von Juni

    Zitat

    Sind denn aggressive Rüden so selten? Wahrscheinlich trifft man sie seltener, weil sie einen Bogen machen :D Leider ist es auch so, dass wenn es ein Kämpfchen gab (kam schon mal vor) und wir beide unsere Rüden schnell da rausgenommen haben, dass der andere Hundehalter ganz entrüstet und schnurstracks abgehauen ist.


    Das Thema "Du bist in den Augen der Mitmenschen das, was Dein Hund ist" setzt mir schon etwas zu. Ich habe beobachtet, dass das deinitiv so ist. Leute die Abstand halten, weil sie vielleicht defensiv handeln und den Situationen ausweichen, gelten schnell als seltsam. Ich glaube Männer mit kleinen, kläffenden Hunden ist ihr Hund peinlich, sie geben dann so Sprüche von sich wie "Lass das! Was soll das denn?" - in Wirklichkeit sind die Sprüche natürlich an den anderen Hundebesitzer gerichtet.

  • Manu, hatte mir auch die anderen Threads von dem TE durchgelesen.. scheinbar handelt es sich dabei genau um die Art von Hundehaltern denen ich immer aus dem Weg gehe und die mich dann blöd anmachen, wenn ich ihre Hunde blocke wenn sie angerast kommen.


    Wenn alle Hundehalter (und Menschen im Allgemeinen) toleranter in der Öffentlichkeit sind, gibts auch nicht soviele Probleme und Zwischenfälle zwischen Hunden (und auch deren Halter). Es kann nicht oft genug gesagt werden: Es gehört zum "guten Ton" auf Gassigängen das ich meinen Hund verdammt nochmal anleine, wenn es mein Gegenüber tut oder ihn zumindest bei mir halte. Das ist nicht schwer, tut keinem Weh und ist ein eindeutiges Zeichen das die Hunde keinen Kontakt haben wollen/sollen. Dann geht man aneinander vorbei. Wartet einen gewissen Abstand ab und leint wieder ab und geht froh seines Weges. Alle sind glücklich, keiner muss sich aufregen.


    Ich handhabe es mittlerweile so das ich auf Zurufe wie "tutnix" mit "meineschon" reagiere und dann isses auch gegessen. Manchmal krieg ich nen doofen Blick, aber das juckt mich nich. Es habe aber viele Verständnis wenn ich sage das sie Angst hat und dann kommt man auch mal ins Gespräch und erklärt die Sichtweise eines Halters mit ängstlichem Hund. Man hatte ein nettes Gespräch und geht dann weiter, beim nächsten Mal weiß dieser Halter dann Bescheid.

  • Ich hab kein Problem mit reinrennenden Tutnixen. Solang die Halter hinterher nicht heulen, weil ich entweder den Hund blocke oder er eine sehr unnette Begegnung mit meinem Hund hat. Das können viele nämlich auch gut - erst den Hund machen lassen und dann ist das Geschrei groß, wenns Ärger gibt.


    Meine Hunde werden bei Fremdhunden angeleint. Ich erwarte eigentlich auch, dass jeder so fähig und rücksichtsvoll ist, seine Hunde bei sich zu behalten, wenn ich schon deutlich signalisiere "kein Kontakt gewünscht".
    Genauso wie meine Hunde keine Jogger oder Radfahrer zu jagen haben und nicht einfach mal jedem Hallo sagen. Sicher ist niemand perfekt, und mir ist auch was durch die Lappen gegangen. Dann wird der Hund schnellstmöglich eingesammlt und sich entschuldigt.


    Ich seh das Problem nicht - wenn ich will, dass mein Hund unbedingt mit jedem Kontakt hat und sich benehmen kann wie er will, geh ich auf eine dieser unerträglichen Freilaufwiesen (zumindest ist es hier so) wo sich - hoffentlich - nur Hunde aufhalten, die halbwegs damit klarkommen. Oder Besitzer, die es gerne haben, wenn "die Hunde das unter sich" ausmachen.

  • Ich komme gerade vom Spazierengehen wieder-


    und schleichend beginnt es mir Spaß zu machen, distanzlos heranstürmene unerzogene und nicht rückrufbare Tutnixe mal kurz vor die Brust zu treten oder an mir hochspringende Schwanzwedler auf die Nase zu boxen. Mir tut es nicht leid, dem Tutnix damit ´da das, was Leben ausmacht´, zu vergällen.


    Das bringt mir meine Trainerin gerade bei. Am dezentesten macht es so, dass man sich selbst zwischen den HH und den Tutnix stellt, so dass ersterer nichts davon mitbekommt. Nach dem Kick oder dem Nasenstüber rennt der Tutnix zurück zum HH, welcher sich darüber freut, dass seiner so schön auf den Rückruf reagiert.


    Die neu erlernten Techniken im Umgang mit anderen Hunden machen die sonst so langweiligen Leinengänge für mich richtig aufregend, schärfen meine Aufmerksamkeit und Motorik. Je mehr Tutnixe uns belästigen, desto schneller werde ich. Inzwischen verzichte ich auch auf die früher höflichst vorgetragen aber nicht zielführenden Worte: ´Bitte, rufen Sie ihren Hund zurück...´weil ich gelernt habe, dass der einschlägige TutnixHH das Kommando nicht kennt.

  • Zitat

    Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint :???:


    Wäre das wirklich sooo schlimm?!
    Sie schrieb schließlich nicht, sie würde dem Hund unter den Hals treten o.ä.

  • Naja treten und boxen fänd ich jetzt auch zu viel des Guten. Zumal ich nicht glauben kann das sie das ernst gemeint hat. Ich hab dafür meine (bösen bösen) Schläuche. Die kriegt der tutnix schön vor die Füße geworfen. Hab ich einen Kandidaten den das nicht interessiert schmeiss ich den damit auch ab. Bevor der meinem Hund was tut, tu ich ihm lieber was. Und das sind weiche Gummischläuche, das können diese Ballerköppe wohl ab.

  • Unter den Hals oder vor die Brust, wo ist da der Unterschied? Auch nett umschrieben als "Kick" oder "Nasenstüber".
    Ich finde es nicht schlimm sich mal zu wehren, wenn ein Hund zu nahe kommt und aufdringlich wird. Auch nicht mal zu treten wenns wirklich nicht anders geht, aber Cookie scheints ja drauf anzulegen und sich drauf zu freuen, wenn wieder ein "Tutnix" kommt, schließlich kann sie dann wieder zuschlagen :mute:

  • na mir sollen solche leut ja auch wurscht sein,wenn denn danach das geheule nicht gross ist und an meinen geldbeutel geht,wenns freiheitsliebende hundchen mit meinen 3 mobbingkünstlern bekanntschaft gemacht hat.


    da dies aber meist ja eher nicht der fall ist,gestehe ich..ich bin neurotiker zum wohle des anderen hundes,meines geldbeutels und meiner nerven ... auch wenn mir dies ( wahrscheinlich aufgrund der grösse meiner viecher) nicht recht oft passiert

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