Hormongesteuerte Galga-Mix-Hündin...
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Zitat
Das ist wahrscheinlich der normale Charakter Deiner Hündin.
Oder ist sie noch direkt in der Zeit nach der Scheinschwangerschaft?Da fängt nämlich die Scheinmutterschaft an. Diese beginnt circa 60-65 Tage nach der Läufigkeit.
Hier ist sie einfach hormonbedingt leichter zu führen.
Jupp, so denke ich das auch
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Ok, verstehe.
Meine ist auch viel jagdinteressierter, da eben aufgedrehter und quirliger - aber eher gehorsamer als während der Läufigkeit.
Also von einem vor die Nase springenden Reh würde sie sich auch nicht abrufen lassen, aber sie ist eben (ich denke auch typisch Vizsla) keine selbstständiger Jägerin, sie verschwindet nicht ins Niemandsland und lässt sich auch von einer frischen Spur abrufen.
Vielleicht würde dir ein spezielles Rückruftraining oder Antijagd-Training helfen.
Die Schwierigkeit ist natürlich, dass du es dann nur im "Normalstatus" so richtig üben kannst, weil ja zu Zeiten von Läufigkeit/Scheinschwangerschaft der Rückruf wohl super klappt, nehme ich an. Oder eben für die paar Monate im Jahr ne Schlepp dran.Im Übrigen hab ich aber auch schon öfter gedacht, dass ich auch deswegen froh bin, dass sie nicht kastriert ist - dann hätte ich vielleicht immer den "Normalstatus"
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ja, es heißt Galga und Podenca. Ich z.B. habe eine Podenca und einen Podenco. Einmal Xarnego Valenciano (die Podenca) und einmal einen Ibicenco.
Bezüglich dem Antijagdtraining würde ich wohl in den "einfachen" Phasen ein ordentliches AJT aufbauen und das auch richtig durchführen und am Ball bleiben - dann sollte es auch in der "schwierigen" Phase leichter werden.
Aber ein Galgo/Podenco ist nunmal ein Jagdhund, das man ihn dann in so schlimmen Phasen nicht ohne Schleppleine laufen lassen kann wenn sie in diesen Phasen ihr gutes Antijagdtraining vergisst, ist halt so *schulterzuck* (wäre aber ja bei anderen Rassen nicht anders). -
Uns wurde mal wieder zur Kastration geraten- diesmal von einer Person von der ich sehr viel halte und die bestimmt nicht jedem dahergelaufenem zur Kastration rät.
Habt ihr darüber schonmal nachgedacht? Oder ist das zu Off-Topic?!
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Ja, natürlich haben wir darüber nachgedacht und eigentlich waren wir auch schon entschlossen.
Dann kam erst ein zertrümmerter Mittelhandknochen dazwischen, der uns soviel Tierarztkosten verursachte, dass es für das Jahr reichte. In diesem Jahr beglückte sie uns dann mit einem jagdlich veranlassten Sprung in einen Stacheldrahtzaun mit zerrissener Brust.
Letztlich spricht gegen eine Kastration unsere Überlegung, dass sie im hormonellen Normalzustand wirklich kaum zu händeln ist und den würden wir mittels Kastration ja erreichen.Nur ein Beispiel:
Wenn Hazel nicht läufig, scheinträchtig oder im Zustand der Scheinmutterschaft ist und wir morgens in der Dämmerung mit ihr an den Rhein gehen (d.h. es sind unendliche viele Kaninchen da) ist sie so sehr im Jagdmodus, dass sie sich nicht einmal löst vor lauter Aufregung.
Und so einen Hund möchte ich nicht das ganze Jahr haben.LG
Andrea -
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Sollte Deine Hündin eine Podenca sein,
dann ist dieses Jagdverhalten völlig normal und auch züchterisch erwünscht.
Ich kann Dich schon verstehen, dass Du das nicht prickelnd findest,
aber das sollte man sich vor der Anschaffung überlegen (nicht böse gemeint!!).Ich habe mir letzten November eben deswegen keine Podenca mehr ausgesucht,
habe allerdings mit meiner kleinen Bodeguera jetzt dasselbe Glück :-)Ich denke nicht, dass Du über eine Kastration den erwünschten Effekt erzielst,
das hast Du ja schon selber geschrieben.
Wie wär's denn mal mit einem vernünftigen Antijagdtraining nach Pia Gröning,
oder Jagd Ersatztraining, wie Eva Zaugg das nennt?
Eva Zaugg hat auch eine Jagdhündin, die sie ohne Leine im Wald laufen lassen kann.
Dank Trainings.Vielleicht könntest Du dieses Training unter Anleitung, in reizarmer Umgebung,
und während Deine Hündin hormonell in der 'nicht jagen' Phase ist, anfangen,
und es dann langsam steigern?LG
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Danke für deine Antwort! :-)
Wie viel Podenca und wie viel Galga in ihr ist, weiß ich nicht. Bilder gibts hier: https://www.dogforum.de/sam-s-t90597-40.htmlHazel ist ursprünglich nicht mein Hund sondern einer der Hunde meines Partners und die Hunde waren vor mir da. Für mich gab es also den Partner nur mit Hund, so dass ich vor der Anschaffung (des Partners) nur eine eingeschränkte Wahl hatte und Liebe macht ja auch blind.
Wir sind uns aber beide sicher, dass es nie wieder ein Jagdhund wird.Hazel ist ja auch nicht immer so. Mein Beispiel mit der Dämmerung ist der Extremfall. Und morgens um die Uhrzeit kommt sie eben nie von der Leine. Trotz ihrer Ambitionen verschaffen wir ihr aber so gut wie täglich Freilauf, aber eben nicht immer während des gesamten Spaziergangs und lange nicht so oft, wie sie ihn haben könnte, wenn sie zuverlässiger wäre und wie unsere anderen Hunde ihn haben.
Sie ist grundsätzlich irgendwie händelbar, auch wenn es nicht immer Spaß macht und wenn man in Kauf nimmt, dass man sie nicht immer ableinen kann und auch in Kauf nimmt, dass sie eben ab und an wegläufig ist.
Im Wald ist sie sogar relativ gut ableinbar.Wir waren auch schon bei Pia Gröning, die allerdings meinte, dass bei Hunden wie Hazel immer ein Restrisiko bleibt.
Ich finde es nur so krass, dass auch das Jagdverhalten so sehr vom Hormonstatus abhängt. Es gibt Zeiten, in denen kann ich sie aus vollem Lauf abrufen und dann wieder Zeiten, da dreht sie sich im vollen Lauf nach mir um, zeigt mir den imaginären Stinkefinger und ist weg.
Und wenn ich nicht aufpasse und den Anleinmoment verpasse gerät sie im Jagdmodus irgendwann in ein Stadium, in dem ich froh bin, wenn sie mich überhaupt noch erkennt.
Bei Menschen wärs dann wahrscheinlich Ekstase ;-)LG
Andrea -
O ja, diese Extase kenne ich nur zu gut.
Hier in Spanien löse ich das Problem, indem ich die Hunde rennen lasse.
Es gibt hier kein Hochwild und Hasen und Kaninchen sind zu schnell.
Mit der Zeit gewöhnen sich die Hunde daran und werden immer gelassener
bei Kaninchensicht. Jetzt gehen sie schon nochmal ein bisschen hinterher,
kommen aber meist sofort zurüch.
Das ist so in Deutschland nicht machbar, das weiss ich.
Meine beiden waren diesen Sommer von Juli bis letzte Woche auch konsequent
an Schleppleinen, weil ich bei meinen Eltern in Deutschland war.Bei Rehen sind sie regelmässig ausgetickt, das wäre nicht gutgegangen.
Und ich kann auch verstehen, dass es manchmal die Umstände nicht erlauben,
sich einen Hund auszusuchen, so wie bei Dir. Ging mir auch oft so, dass mich
ein Hund auf der Strasse einfach gefunden hat und ich eigentlich lieber einen
anderen gehabt hätte.Aber so schlimm hört sich das bei Euch ja nicht an. Ich bin mir sicher, dass Ihr
mit den Jahren auch alle lernt, besser mit dem vorhandenen Jagdtrieb umzugehen.In Dein Fotoalbum komme ich leider nicht rein.
Aus irgendeinem Grund habe ich keine Berechtigung dazu (?).LG
Chrissi
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