Die Rudelstellung?? Höh? Klärt mich doch mal auf
- UnserCarlos
- Geschlossen
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Puh Hunde die angeblich laut dieser Rudeltheorie nicht passen werden abgegeben, Babys aus Doppelbesetzungen werden entsorgt..... Das hört sich total krank an
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Alleine wenn ich sowas schon lese, ist es mir völlig zuwider mich näher mit dem Thema zu befassen. Wirklich entsetzlich wie unbedarf und gefühllos manche Leute auf einen fahrenden Zug springen.
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Zitat
ich finde es nicht schön neue Erkenntnisse einfach so ins lächerliche zu ziehen. Es ist genau so wie in den 70gern als die Wattebauschtheorie gegen den Bundewehrbefehlston eingetausch wurde. Da ging es auch über Jahre bis sie sich durchgesetzt hatte. Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht. Warum? weil er nicht probiert hat ob es ihm schmeckt oder nicht. Ich kann nicht etwas ins lächerliche ziehen wenn ich keine Ahnung habe oder mir wenigsten mal Gedanken darüber gemacht habe.
Ich bin die jenige welche die in ihrer Signatur die Stellung meiner Hunde genannt hat. Ja ich habe meine Hunde einschätzen lassen um zu erfahren wer sie wirklich sind und wir leben auch danach. Und vielleicht jemanden hier zu finden, der auch gerade Erfahrungen damit macht.
Auch habe ich feststellen müssen, dass einige hier noch nicht bereit sind , sich mit dem Thema ernsthaft auseinander zu stezen. Er wird gelästert, genau so wie in den 70gern... und es herrrscht eine Kindergarten Atmosphäre die man echt nicht ernst nehmen kann.
Auch Günther Bloch der besagte Wolfsguru, hat bei seinen Beobachtungen mit Wölfen eine Übereinsimmung mit Haushunden festgestellt (Pizzahunde), dass es eine angeborene Rudelstellung gibt.
hier mal ein Ausschnitt aus seinem Seminar http://www.youtube.com/watch?v=KY1fji4YPtA&feature=shareIch werde mich hier nicht mit Ignoranten befassen, daher gebe ich keine weiteren Kommentare/ Auskunft über die Rudelstellung ab. Wer sich informieren möchte hier die HP http://www.rudelstellungen.eu/ oder dort gibt es auch ein PDF in Kuzfassung ganz runterscrollen unter aktuelle Downloads
Im übrigen gibt es Züchter, Tierheime, Hundeschulen, auch Trainer und der Auslandtierschutz die die Rudelstellung schon anwenden. Es ist eine Ernszunehmende Sache die kein Hohn verdient. Wenn mir die Torte nicht mundet, verurteile ich nicht den Bäcker wenn andere sagen sie schmeckt.
Ich habe mich damit befasst.
Niemand bezweifelt, dass es Persönlichkeiten gibt. Und auch nicht, dass diese Persönlichkeiten zu einem Teil vererbt werden. Als anlagen! Die erst durch Umwelteinflüsse zur Entfaltung kommen - oder auch nicht.
Natürlich kann man diese Persönlichkeiten als Anführer, Schlusslicht, Wächter usw charakterisieren - oder als Obermotz, Clown und Aufpasser, als A- oder B-Typ, als left-brain/intro oder right-brain/extro (Parelli, sehr spannend) - das sind aber nur menschliche Kategorien, die wir uns erschaffen, um etwas besser zu erfassen. Menschen denken in Kategorien, so funktioniert unser Gehirn, anders begreifen wir die Welt nicht. Die Fähigkeit zu kategorisieren und zu simplifizieren ist für uns überlebenswichtig.
Aber ebenso wie es in der Realität keine klare Grenze zwischen grün und blau gibt, existieren auch solche Kategorien nur in unserer Wahrnehmung.Was massiv bezweifelt wird, ist, wie bei dieser Theorie das "Rudel" verstanden wird - ein Rudel ist eine Familie, die solange zusammenlebt, bis die Kinder erwachsen sind. diese verlassen dann das Rudel. In schlechten Zeiten schliessen sich mehrere Familien zusammen, in guten gehen kleine Gruppen ihre Wege. Je nach Lebensraum bilden Caniden ganz unterschiedliche Verbände. Aber immer auf Grundlage von Familienstrukturen.
Solche Verbände sind niemals statisch - Flexibilität ist absolut entscheidend für das Überleben sozialer Tiere! ein Modell, dass jedem Individuum bei der Geburt eine Rolle zuschreibt, ist derart statisch, dass es in der Evolution keine 5 Minuten bestehen würde.Und in wie weit hast du dich mit Genetik befasst? Gibt es eine Erklärung, wie 2 Eltern 7 genetisch klar unterschiedliche Persönlichkeiten hervorbringen können (selbst wenn diese Persönlichkeiten genetisch fixiert wären..) ?
Bei Pferden ist es übrigens auffallend häufig so, dass eine Tochter einer Leitstute später selbst Leitstute wird. Nur zu einem geringen Teil spielt hier Genetik eine Rolle, allerdings ist es durchaus so, dass sich "gute Nerven" vererben. Wächst eine Jungpferd aber isoliert auf, wird es niemals ein echtes Leittier werden, es fehlen die sozialen Kompetenzen.
eine Jungstute, die bei ihrer Leitstuten-Mutter aufwächst, wächst aber sehr häufig in die Leitrolle hinein und übernimmt diese dann auch oft ganz selbstverständlich, wenn sie die Herde verlassen sollte, in der sie aufgewachsen ist, und sich einer anderen anschliesst.
Wobei auch in einer Pferdeherde die Leitrolle nicht erkämpft wird und nichts mit Körperkraft zu tun hat. Den Job bekommt die klügste und souveränste Stute, ob sie ihn will oder nicht. -
Den Sektenvergleich finde ich a bisserl happig - aber ich finde, es fehlen ganz klar wissenschaftliche Argumente für so eine Theorie. Nicht nur wegen der Genetik, sondern auch weil ich es mir nicht vorstellen kann, da es doch von Natur aus wesentlich mehr Welpen im Wurf sind, als es Stellungen gibt. Und was mir halt sehr große Bauchschmerzen bereitet ist: der Hund ist dann eingerastert und kommt nie wieder aus der Stellung raus.
Meine Beobachtungen bei Straßenhunden sind Folgende (ich lebe ja zurzeit auch in Russland und habe so russische Straßenhunde als Vergleich):
1) die Straßenhunde leben eher in lockeren Gefügen zusammen. Manchmal streifen sie mit der Truppe in dem Bezirk umher, mal mit einer anderen Truppe.
2) Wenn sie angreifen (am liebsten Hunde an der Leine *grummel*), greifen sie alle an oder bellen sie alle.
3) Es herrscht da z.T. ein richtiges Chaos.
4) Meist sind es die älteren Tiere, die das Sagen haben - wahrscheinlich durch die Lebenserfahrung.In zusammengefügten Hundegruppen (bei Mehrhundehaltern) ist es doch auch meist der ältere Hund, der ruhiger und souveräner an die neuen Situationen geht, oder sehe ich das falsch?
Ich finde es gut, wenn man den Charakter eines Hundes einschätzen kann und demnach das Training aufbaut. Carlos ist z.B. ein sehr unsicherer Hund, der seine Grenzen aber besonders positive Bestätigung braucht. Jede neue, unsichere Situation und Carlos wird nervös, aggressiv ggüber anderen Hunden und fremden Menschen. Aber er würde in keinen der Schemata des Rudelstellung passen.
Und das ist ein weiterer Punkt: es gibt in der Theorie keine Mischpositionen. Und das ist unnatürlich. Was ist denn, wenn das Leittier stirbt?? Oder der hochgelobte Zentralhund? -
Zitat
aber ich finde, es fehlen ganz klar wissenschaftliche Argumente für so eine Theorie
Das ist der eigentliche Punkt. Es ist leichter zu beweisen (bzw. es ist bewiesen), dass es keine ererbten Rudelstellungen gibt. Von daher ist dieses ganze Gedöns für mich völlig ohne Belang.
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Ich habe mich ebenfalls mit der Materie beschäftigt und war auch Seinerzeit mal auf einem Seminar. Ich kann den Wunsch nachvollziehen, Gliederung ins Chaos zu bringen. Aber ganz ehrlich: das ganze Thema haut einfach vorne und hinten nicht hin. Nach der Hypothese der vererbten Rudelstellungen, wäre eine Persönlichkeitsentwicklung nur in einem recht engen genetisch vorgegebenen Rahmen möglich und das stimmt schlicht und ergreifend nicht.
Viele Grüße
Frank -
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Genau so denke ich auch. Denn da kommen ja noch die 80% der Umweltreize hinzu. In welcher Umgebung sind die Welpen aufgewachsen, welches Verhältnis haben sie zu Hunden, zu Menschen ... und wichtig: was mussten sie in den ersten Wochen lernen? Das was ein Lebewesen zum Individuum macht wird hier komplett vernachlässigt.
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Zumal es schon in den Anfängen hängt
Die Welpen liegen nicht wie Frau Ertel das will?
Kein Problem dann ist die Mutter ein schwacher Hund der falsch aufgewachsen ist ( passt dann zwar nicht mit der Genetik-Geschichte aber wer braucht schon Fakten)
Rollenwechsel im Rudel? Nur wenn die Hunde gezwungen wurden die Rolle einzunehmen weil es sonst keiner macht.Für alles gibt es eine "Abbügelantwort" die sich zwar oft wiederspricht aber dafür gibt es neue zum abbügeln
Klar gibt es bestimmte Hundetypen und natürlich wird ein gewisser Teil vererbt ( sonst könnten wir uns z.B. Wesensüberprüfungen sparen) aber das inerhalb eines Wurfes eine bestimmte Anzahl fällt und diese gegliedert werden kann verbietet ja schon die Evolution.
Ich hab grad Kopfkino ... Das Spermium kommt angeschwommen ... WEG DA! Es fehlt noch ein nachrangiger Binder DU bis vorderer Leithund also mach Disch wech das mein Ei"
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Ich bin befremdet, einige Hundehalter in diesen RS-Foren wiederzufinden, denen ich ein wesentlich kritischeres Denken zugetraut hätte. Nie im Leben hätte ich geglaubt, daß sie für pseudowissenschaftliches Geschwurbel anfällig seien. Aber jetzt ist mir auch klar, warum sie sich aus anderen, langjährig besuchten Hundeforen zurückgezogen haben. Ist dieser soziale Rückzug in eine glaubenskonforme, vermeintlich elitäre Gruppe nicht auch ein Sektenmerkmal?
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Es fehlt einfach jede Logik, was eigentlich jedem klar werden müßte, der sich die Texte auf der HP durchliest:
Sbylle hat schon die merkwürdige Definition des Rudels dargelegt, die eben nicht dynamisch und anpasungsfähig ist wie in der Natur, sondern hier eher an einen Ameisenstaat erinnert: Arbeiterinnen, Königin, Soldatenameisen sind unveränderlich und festgelegt. Für die Fortpflanzung kommen nur ganz bestimmte Tiere in Frage.
Mehr Unlogik:
Der Drang zu Rudelstellung ist angeblich so stark und grundlegend, daß sogar Welpen schon ab der ersten Lebensminute ihn zeigen und einander entsprechend kontrollieren. - Anderesseits kann man diesen starken Drang einfach dadurch kaputtmachen, daß man die Welpen zum Wiegen rausholt und anschließend in anderer Position wieder in die Wurfkiste legt.
Zum Vergleich: ein hungriger Welpe, den ich rausnehme und zurücklege, ist danach immer noch hungrig und wird erfolgreich die Zitze suchen.Rudelstellung gibt es schon bei Wölfen. - Gegenfrage: Warum gibt es dann nicht immer 7 Welpen im Wurf, 7 Wölfe im Rudel, zumindest statistisch häufiger als andere Kopfzahlen?
Antwort: Man kann das nicht beobachten, weil auch wildlebende Wölfe schon zu sehr vom Menschen beeinflußt sind, indem sie am Rande der Zivilisation leben, von Menschen ständig beobachtet werden. Sie sind also schon degeneriert.
- Aber an unseren Haushunden, die von Geburt an vom Menschen maßgeblich beeinflußt werden, da kann man das natürlich prima beobachten...
Obwohl da die meisten ja auch schon deshalb degeneriert sind, weil die Mütter und Väter nicht passend im Sinne der Sekte zusammengestellt wurden. Deshalb kann man das an den allermeisten Haushunden doch auch wieder nicht beobachten.
Außer natürlich an denen, die zu den Seminaren gebracht werden...Dagmar & Cara
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Mod-Modus an: man mag von dem Thema halten, was man möchte, aber ich bitte darum ab sofort auf Sektenvergleiche zu verzichten.
Viele Grüße
Frank -
- Vor einem Moment
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