Was ist an Rassehunden besser als an Mischlingen?
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Nehme ich zum Neufundländer phänotypisch, genoptypisch ähnliche Rassen (Leonberger, Landseer z. B.), habe ich die identischen Erbkrankheiten in der Zucht. Nur eben keinen reinrassigen Neufundländer mehr, der mir wahrscheinlich auch die nicht erwünschten Wesenszüge anderer Rassen zeigt.
Neufundländer sind nur ein Beispiel. Ähnlich sieht es bei allen phänotypisch, genotypisch stimmigen Rassen aus.
Wo macht also das Verpaaren zweier verschiedener Rassen Sinn?
Reines Gedankenexperiment: beim Neufundländer kommt mir aufgrund der Entstehungsgeschichte natürlich sofort der Labrador in den Sinn - wie wir letzthin ja schon einmal hier im Forum festgestellt haben, wurde ja einfach alles nach England importiert, was dem aktuellen Modegeschmack entsprach und irgendwie nach 'Kanadischem Wasserhund' aussah. Hier bekamen die Hunde dann je nach 'Experte' ein Label - wobei, wir wir ja auch gesehen haben, Uneinigkeit darüber herrschte, ob der Labrador jetzt eher ein grosser flauschiger, oder ein kleinerer stockhaariger Hund sein sollte.
Würde ich also gefragt, welche Rasse man denn zum Beispiel zwecks Blutauffrischung in die Neufundländerzucht einbringen könnte, hielte ich zum Beispiel den Labrador für einen möglichen Kandidaten, auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht nicht die naheliegendste Option sein mag.
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(...)Würde ich also gefragt, welche Rasse man denn zum Beispiel zwecks Blutauffrischung in die Neufundländerzucht einbringen könnte, hielte ich zum Beispiel den Labrador für einen möglichen Kandidaten, auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht nicht die naheliegendste Option sein mag.
Gerade der Labrador würde Krankheiten in die Neufundländerzucht bringen, die wir heute zum Glück noch nicht haben.
PRA, RD, erbliche HC, Labrador-Myopathie und weitere, die ich jetzt erst nachlesen müßte.Blutauffrischung mit diesen Risiken?
Und schau ich zu den anderen molosserartigen Rassen, überall fast die selben gesundheitlichen Probleme.
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Ich frage mich ganz ehrlich manchmal, wo für manche Leute das Problem liegt, wenn Menschen bewusst "Mixe" züchten.
Und damit meine ich Leute, die vernünftig züchten, keine Hinterhofvermehrer oder Ähnliches.Rassehunde sind nichts weiter als reingezüchtete Mischlinge, wenn man es so betrachtet. Sie können Rassekrankheiten ohne Ende haben oder eben gesunde Hunde sein. Genau das können "Mischlinge" auch.
Es gibt bei den Rassehunden Top Züchter und Züchter, die man in eine Tonne kloppen und nie wieder hervor holen möchte. Genauso ist es bei Leuten, die Mischlinge züchten. Wobei, pardon, hier sagt man ja vermehren
Wenn die Leute mit ihren Mischlingswelpen sich genauso eine Mühe bei der Aufzucht machen wie ein seriöser, guter Züchter, sehe ich persönlich da kein Problem darin, mir von dort einen Hund zu holen.
Gut, wenn man einfach nach Optik oder Ähnlichem kreuz und quer irgendwelche Rassen zusammen kleistert, die weder charakterlich noch vom Körperbau etc. Gemeinsamkeiten haben, muss das nicht sein.
Aber ansonsten finde ich es nicht verwerflicher, einen Wurf "Mischlinge" aufzuziehen und das bewusst und ordentlich, wie einen Wurf rassereiner Welpen.
Zumal, man hört dauernd, dass sei ja einfach vermehren und es gibt schon so viele ungewollte Hunde in den Tierheimen....warum unterstützt man denn dann Züchter? Die setzen ja auch nur Welpen in die Welt und hoffen das man sie ihnen abnimmt. Um es mal fast schon hart auszudrücken -
Und welcher gezielte Mischlingswurf hat einen wirklichen Sinn? Das sind die allerwenigsten!!
Meistens sind es Wuerfe weil die Huendin mal Welpen haben soll, einer der Hunde ja soooo super ist und man Nachwuchs von ihm haben will, Hunde mit zuchtausschliessenden Fehlern, Hunde die mit voellig falschen Versprechen verkauft werden oder wo es nur um Kohle geht.Neulich gesehen: Silberner Labbi x Thai Ridgeback. WTF?
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Der große Vorteil von Züchtern ist einfach, dass sie über viele Generationen den Gesundheitsstand der Elterntiere und deren Verwandte beobachten können.
Bei einem Mischling geht das wohl schwerlich.
(und ein Rassehund mit allen nötigen Papieren für die Zucht, würde wohl nicht 'artfremd' absichtlich die Gelegenheit zum Decken/gedeckt werden bekommen)
Der Züchter bleibt ja der Rasse i.d.R. treu - d.h. ein Schäferhund wird wohl den Arbeitstrieb eher mitbringen - denn man braucht, wenn man gewisse Dinge eben machen möchte.
Für den 'netten Familienhund' braucht man natürlich keinen Spezialisten.
Da kommt dann wieder auch das Ego ins Spiel - man möchte ja den 'Ridgeback'(z.B.), da der ja so coool und majestätisch ist...
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Ich frage mich ganz ehrlich manchmal, wo für manche Leute das Problem liegt, wenn Menschen bewusst "Mixe" züchten.
Der Sinn bzw. das Ziel dahinter.Lieblingsbeispiel ist der Xer in der Diensthundezucht. ein Mischling mit einem klar umrissenen Zuchtziel, das auch wirklich durch Mischung der Ausgangsrassen erreicht werden kann.
Bei den meisten Mischlingszuchten gibt es aber entweder kein echtes Zuchtziel oder aber die verwendeten Ausgangsrassen werden zusammen nie das angegebene Zuchtziel erbringen können.
Darin liegt für viele das Problem.
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Tatsache ist aber nun mal, daß in den Tierheimen vorwiegend Mischlinge sitzen. Die wenigen Rassehunde sind nicht innerhalb eines RZV gezogene Hunde.
Woher mag das wohl kommen?
Warum unterstützt man Züchter? Ganz einfach, weil ich nicht einen xbeliebigen Hund möchte, sondern einen einer ganz bestimmten Rasse.
Oh je, die meisten Züchter haben Wartelisten, manche schon für kommende Jahre. Da ist nichts mit, die hoffen, daß man ihnen die Welpen abnimmt.
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Das widerspricht sich aber. Äußerst selten, wenn nicht sogar unmöglich, wirst Du im Tierheim oder beim Tierschutz die Elterntiere kennenlernen und dir ein Bild über die Aufzucht machen können.
Ein Grund könnte sein, daß es bei manchen Rassen keinen Sinn macht.
Nehme ich zum Neufundländer phänotypisch, genoptypisch ähnliche Rassen (Leonberger, Landseer z. B.), habe ich die identischen Erbkrankheiten in der Zucht. Nur eben keinen reinrassigen Neufundländer mehr, der mir wahrscheinlich auch die nicht erwünschten Wesenszüge anderer Rassen zeigt.Neufundländer sind nur ein Beispiel. Ähnlich sieht es bei allen phänotypisch, genotypisch stimmigen Rassen aus.
Wo macht also das Verpaaren zweier verschiedener Rassen Sinn?
Das würde gerade für Rassen mit einem kleinen Genpool sogar sehr großen Sinn machen. Stichwort genetischer Flaschenhals.
Warum stellt man die Frage nicht mal andersrum: Was für einen Sinn macht es z.B., extrem große, massige und schwere Hunde zu züchten, die geradezu prädestiniert sind für allerlei orthopädische Problemchen, die ihren Speichel nicht bei sich behalten können und noch dazu eine überdurchschnittlich kurze Lebenserwartung haben? Ehrlich gesagt kann da ein Outcross mehr retten als schädigen.
ZitatDer große Vorteil von Züchtern ist einfach, dass sie über viele Generationen den Gesundheitsstand der Elterntiere und deren Verwandte beobachten können
Aber das ist doch kein Vorteil von Rassehundezucht. Testen lassen kann ich jeden Hund. Inwiefern ist da ein Mix aus zwei Rassehunden, bei denen über mehrere Generationen auf alles mögliche untersucht wurde, schlechter dran?
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Gerade der Labrador würde Krankheiten in die Neufundländerzucht bringen, die wir heute zum Glück noch nicht haben.PRA, RD, erbliche HC, Labrador-Myopathie und weitere, die ich jetzt erst nachlesen müßte.
Blutauffrischung mit diesen Risiken?
Unter Umständen schon. PRA, RD und Myopathie zum Beispiel können, so weit ich weiss, über einen Gentest nachgewiesen werden. Nehme ich natürlich einen x-beliebigen Labrador, ist das ein Risiko. Suche ich mir allerdings einen, der nicht nur wesens-, sondern gesundheitsmässig passt und aus einer guten und dokumentierten Linie kommt, wird das Risiko überschaubar.
Zum Thema Mischlinge: bei uns sind die grosse Mehrzahl and Hunden 'rassenreine ohne Papiere'.
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Der Sinn bzw. das Ziel dahinter.
Lieblingsbeispiel ist der Xer in der Diensthundezucht. ein Mischling mit einem klar umrissenen Zuchtziel, das auch wirklich durch Mischung der Ausgangsrassen erreicht werden kann.
Bei den meisten Mischlingszuchten gibt es aber entweder kein echtes Zuchtziel oder aber die verwendeten Ausgangsrassen werden zusammen nie das angegebene Zuchtziel erbringen können.
Darin liegt für viele das Problem.
Das Problem liegt aus meiner Sicht eher in überzogenen Erwartungen an irgendwelche "Ziele". Warum sollte ein netter, unkomplizierter und gesunder Hund nicht ein erstrebenswertes und vor allem ausreichendes Ziel sein? Für die meisten Otto-Normalverbraucher ist es das mit Sicherheit.
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