Was ist an Rassehunden besser als an Mischlingen?

  • Echt? Mir kommt es so vor, als wenn es immer weniger gesunde Rassen gäbe.


    Viele von den Rassen die ich noch so aus meiner Anfangszeit von vor fast 40 Jahren als gesund kenne sind inzwischen todkrank.

    Leider wird aber gerne vergessen, wie kurz die Zeit ist, seit der sich intensiv um die Hundegesundheit gekümmert wird.
    Vor 40 Jahren hat sich niemand drum gekümmert, warum ein Hund humpelt. War halt so, ging so lang es ging und dann war eben Schluß.


    Hund fiel mit drei Jahren tot um. Man war traurig, aber war halt so.
    Leber-, Milztumore, Knochenkrebs wer hat davon gewußt?
    Der Hund war krank und starb. Fertig.


    Erst in den letzten 30 Jahren hat die Tiermedizin, die Kynologie richtig Schwung geholt. Wer hätte vor 15 Jahren daran gedacht seinen Hund durch ein CT schieben zu lassen?


    Sehr vieles an Krankheiten, was damals schon da war, wird heute erst erkannt und behandelt.


    Tun wir nicht so als ob unsere Hunde heute, jedenfalls die meisten, kranker sind als früher. Früher hat man nur nicht gewußt, woran der Hund litt und starb.

  • Vor 40 Jahren hat sich niemand drum gekümmert, warum ein Hund humpelt. War halt so, ging so lang es ging und dann war eben Schluß.

    Tztztztztztz..... vor 40 Jahren wurden doch alle Hunde Roh gefüttert und wurden 20 Jahre alt... (Kannst Du in diesem und i jedem anderen Forum nachlesen! ;) :D )
    (Gestorben sind sie alle eines friedlichen Alterstodes (an der Kette, aber pssst.... ;) )

  • Welche heutige Rasse hat denn anatomisch und/oder genetisch durch die moderne Rassehundezucht profitiert? So im Vergleich zu dem jeweiligen Modell von vor hundert Jahren? Bin sehr gespannt.

  • Welche heutige Rasse hat denn anatomisch und/oder genetisch durch die moderne Rassehundezucht profitiert? So im Vergleich zu dem jeweiligen Modell von vor hundert Jahren? Bin sehr gespannt.

    Wie willst du denn feststellen, wie der genetische Zustand vor 100 Jahren war? :???: Oder anders gefragt, wie willst du beweisen, dass sie vor 100 jahren schlechter dran waren? Da wusste man doch nocht nicht mal, ob der Hund eine Erbkrankheit hatte, geschweige denn, ob er das betreffende Defektgen trägt....


    Man kann natürlich Trends sehen. So wurde bei einigen Rassen die HD-Bewertungen im Schnitt besser. Hovawart fällt mir da ein, gibt aber noch mehr. Das kann man als Verbesserung auf anatomischer und genetischer Ebene sehen.


    Oder stellvertretend für viele heute verfügbaren Gentests: es muss kein ESS mehr an Fucidosis erkranken, weil heute ein Gentest zur Verfügung steht, und man risikofreie Verpaarungen vornehmen kann, ohne den Genpool ungebührlich einzuschränken. Die Stoffwechselkrankheit verläuft immer tödlich und befällt typischerweise Hunde zwischen 1.5 und 4 Jahren. Natürlich weiss niemand, wie verbreitet die Krankheit vor 100 Jahren war, aber ich würde schon sagen, dass die Rasse von der Elimination profitiert.

  • Oder stellvertretend für viele heute verfügbaren Gentests: es muss kein ESS mehr an Fucidosis erkranken, weil heute ein Gentest zur Verfügung steht, und man risikofreie Verpaarungen vornehmen kann, ohne den Genpool ungebührlich einzuschränken. Die Stoffwechselkrankheit verläuft immer tödlich und befällt typischerweise Hunde zwischen 1.5 und 4 Jahren. Natürlich weiss niemand, wie verbreitet die Krankheit vor 100 Jahren war, aber ich würde schon sagen, dass die Rasse von der Elimination profitiert.

    Oder PRA


    "Früher" wurden die Hunde ebend blind mit 7, 8,9 Jahren.


    Heute weiß man den Erbgang und kann TROTZ betroffenem "Zuchtmaterial" eine Erkrankung zu 100% ausschließen (an genetisch getesteten Hunden).


    In vielen "bösen" Zuchtvereinen ist diese Untersuchung PFLICHT, die Vermehrer wissen oft nicht einmal, was PRA ist, geschweige denn, wie sie vererbt wird. Da hört man dann: "Die Welpen wurf´den vor Abgabe untersucht, die Augen waren TOP!"


    Ja, ganz toll, bei einer Erkrankung, die erst ab dem 6. Lebensjahr in Erscheinung tritt....

  • Welche heutige Rasse hat denn anatomisch und/oder genetisch durch die moderne Rassehundezucht profitiert? So im Vergleich zu dem jeweiligen Modell von vor hundert Jahren? Bin sehr gespannt.

    Also anatomisch haben viele Rassen nicht unbedingt profitiert.
    Oder welche hat jetzt durch die heutige Zucht anatomische Vorteile im Gegensatz zu dem von vor 100 Jahren beispielsweise?
    Und mit der Anatomie hängt auch irgendwie die Gesundheit zusammen.
    Ich denke einiges ist besser anderes ist schlechter geworden.Grade in Bezug auf die Optik wurde teilweise viel zu viel Wert gelegt.

  • Welche heutige Rasse hat denn anatomisch und/oder genetisch durch die moderne Rassehundezucht profitiert? So im Vergleich zu dem jeweiligen Modell von vor hundert Jahren? Bin sehr gespannt.

    Den Vergleich mit dem Zustand vor 100 Jahren finde ich, aus den schon genannten Gründen, auch schwierig, aber die Aussies haben z.B. vom MDR1-Test profitiert. Man kann Verpaarungen von betroffenen Hunden (-/-) heute ziemlich sicher ausschließen und m.W.n. werden auch (fast) nur noch Träger oder freie Hunde geboren. Schon netter, wenn der Hund nicht "urplötzlich" nach der Gabe von Medikamenten tot umfällt... ;)

  • Wie willst du denn feststellen, wie der genetische Zustand vor 100 Jahren war? :???: Oder anders gefragt, wie willst du beweisen, dass sie vor 100 jahren schlechter dran waren? Da wusste man doch nocht nicht mal, ob der Hund eine Erbkrankheit hatte, geschweige denn, ob er das betreffende Defektgen trägt....
    Man kann natürlich Trends sehen. So wurde bei einigen Rassen die HD-Bewertungen im Schnitt besser. Hovawart fällt mir da ein, gibt aber noch mehr. Das kann man als Verbesserung auf anatomischer und genetischer Ebene sehen.


    Oder stellvertretend für viele heute verfügbaren Gentests: es muss kein ESS mehr an Fucidosis erkranken, weil heute ein Gentest zur Verfügung steht, und man risikofreie Verpaarungen vornehmen kann, ohne den Genpool ungebührlich einzuschränken. Die Stoffwechselkrankheit verläuft immer tödlich und befällt typischerweise Hunde zwischen 1.5 und 4 Jahren. Natürlich weiss niemand, wie verbreitet die Krankheit vor 100 Jahren war, aber ich würde schon sagen, dass die Rasse von der Elimination profitiert.

    Gut, hätte ich differenzierter fragen sollen. Anatomische Veränderungen ZUGUNSTEN des Hundes in den letzten hundert Jahren. Generelle gesundheitliche Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten im Sinne von Trends und Tendenzen.

  • Ich finde das auch so noch schwierig - gibt es genügend Dokumentationen über anatomische Fehlstellungen vor 100 Jahren? Ich kann mir da schon vorstellen, dass sich bei der einen oder anderen Rasse was getan hat - bei manchen moderassen ging es aber auch ins Gegenteil.


    Die Trendbeispiele hast du ja schon erhalten, wo siich definitiv was verbessert hat. Und die sind ja auch nicht abschliessend, sondern das ist jetzt im Gange, bei vielen Rassen.... :smile:

  • Ich finde das auch so noch schwierig - gibt es genügend Dokumentationen über anatomische Fehlstellungen vor 100 Jahren? Ich kann mir da schon vorstellen, dass sich bei der einen oder anderen Rasse was getan hat - bei manchen moderassen ging es aber auch ins Gegenteil.


    Die Trendbeispiele hast du ja schon erhalten, wo siich definitiv was verbessert hat. Und die sind ja auch nicht abschliessend, sondern das ist jetzt im Gange, bei vielen Rassen.... :smile:

    Bei einem solchen Zeitraum bleiben natürlich nur Fotos, evtl. noch ein paar frühe Videoaufnahmen, die man für einen Vergleich heranziehen kann. Rein auf den Phänotyp bezogen fällt mir jedoch keine einzige Rasse ein, die durch die moderne Rassehundezucht profitiert hat. Ein paar haben sich optisch kaum verändert - die meisten wurden dagegen "verschlimmbessert". Und zwar zum Teil derart krass, dass Fotos hinreichend sind, um diese Veränderungen festzustellen.


    Gentests sind dagegen ein großer Gewinn für die Zucht, da stimme ich uneingeschränkt zu.

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