Was ist an Rassehunden besser als an Mischlingen?
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'Wir' haben diese Trennung ja schon...
Showtervueren http://www.corsini.co.uk/belgians/
Arbeitstervueren http://www.domainedelasalvonie…ises/virus-du-musher.html -
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Hi
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Diese Trennung in 2 Linien gibt`s ja bei vielen Rassen.
Wir hatten "farbige" DSH aus Körzucht, viele im Verein hatten "die Grauen" aus Leistungszucht. -
'Wir' haben diese Trennung ja schon...
Showtervueren corsini.co.uk/belgians/
Arbeitstervueren domainedelasalvoniere.fr/pages…ises/virus-du-musher.htmlhast Du auch Beispiele aus Deutscher Zucht??
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Mit deutscher Abstammung? Ich hätte Fotos von nem Virus-Sohn der in DE gezogen wurde und kann auch Fotos von Showtervueren suchen die in DE gezogen wurden (ob deren Eltern deutsch gezogen sind, weiß ich auf die Schnelle nicht).
Im Grunde unterscheiden sich auch die in DE gezogenen Hunde nicht von den beiden aus meinem Beispiel.
EDIT: Ganz krass gesagt: Klick dich durch die HP der Tervuerenzüchter in DE und du findest zu 99% keine Arbeitstervueren. Ich weiß aktuell genau einen Züchter in DE. Manche ziehen nach und verpaaren Malis die Langhaarträger sind und würden gerne Arbeitstervueren züchten, tun es aber nicht.
Ich schick dir mal ne PN
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Aber sicher gab es den - gerade dann! Seit der Gründung des Britischen Empires stand man immer wieder vor der Frage, was die Menschen unterscheidet - was den einen zum Herren und den anderen zum Sklaven macht. Mindestens seit dem Mittelalter ging man in Europa davon aus, dass sich Charakterzüge im Aussehen eines Wesens ablesen lassen. Lavater, ein Schweizer 'Wissenschaftler', hatte die grossartige Idee, dass das auch durch eine anatomische Betrachtung des menschlichen Schädels möglich war und schrieb seine Ideen nieder. Menschen wurden bis nach dem zweiten Weltkrieg relativ skrupellos in Rassen unterteilt. Darwins Veröffentlichungen (und andere Abhandlungen zum gleichen Thema) taten dann ihr Übriges, die Angst vor der Unreinheit des Blutes zu fördern.
Gerade in Grossbritannien herrschte nicht nur die Vorstellung, dass man sich grundlegend als Menschheit immer verbessert, sondern dass man sich durch eine Durchmischung als Gesamtes verschlechtert. Pures Blut war also wichtig - nicht nur in der Königslinie und unter den Adeligen, sondern plötzlich auch bei deren Spielzeugen: den Pferden und Hunden. 'Bastarde' - aussereheliche oder 'fremdblütige' Nachkommen sind in dieser Gedankenwelt kein moralisches Problem, sondern sind unerwünscht, weil sie die 'Reinheit' einer Blutlinie beschmutzen. So wurden Pferde, aber vor allem Hunde (weil sie sich schnell reproduzieren und viele Nachkommen zeugen) zum Spielplatz der Reinblütigkeit: die Inzucht wurde in der Tierzucht als die Stabilisierung des reinen Blutes betrachtet. Fielen dann plötzlich kranke Hunde, wurde das darauf geschoben, dass das ein Produkt des 'unreinen' Blutes ist und einer der Partner eben (noch) unrein. Genauso wurde davon ausgegangen, dass sich 'reinrassige' Tiere niemals mit Mischlingen paaren durften, weil das reinrassige Tier dann für immer und ewig beschmutzt wurde und keine reinen Nachfahren mehr produzieren konnte. Welche - für heutige Verhältnisse merkwürdigen - Ideen bezüglich Verwandtschaft herrschten, zeigte sich zum Beispiel in Gesetzen, die besagten, dass es Inzucht und deshalb verboten sei, wenn ein Mann die Schwester seiner (zum Beispiel verstorbenen) Ehefrau heiraten wollte. Wieder: der Grund ist nicht moralisch, sondern medizinisch.
Ich bin nicht ganz sicher, warum du meinst, mich über die jüngere Menschheitsgeschichte aufklären zu müssen - das ist zumindest in meinem Fall nicht nötig, weil diese Thematik seit vielen Jahren mein Steckenpferd ist und ich darüber denke ich sehr gut Bescheid weiß (ich hab die Entstehung der Arten übrigens gelesen und es ist allgemein bekannt, dass das berühmte Survival of the fittest von diversen Seiten in einem gänzlich falschen Kontext verwendet und entgegen seiner ursprünglichen Bedeutung interpretiert wurde). Ich dachte, wir reden hier von Hunden, nicht von Menschen. Von einer Registrierung (von Namen, wohlgemerkt) spricht selbst der älteste Rassehundezuchtverband, der KC, erst ab Ende des 19. Jahrhunderts: http://www.thekennelclub.org.u…story-of-the-kennel-club/.
Natürlich existierte die Rassehundezucht bereits vorher - ich hab nicht umsonst Friedrich den Großen erwähnt (18. Jahrhundert!) und natürlich lässt sich da in der Geschichte auch noch bis weit vor Christus zurückgehen (bis zum vordynastischem Tesem). Aber wenn man Vergleiche ziehen will, dann sollte man doch an dem Punkt ansetzen, an dem von entsprechenden Institutionen erstmals in größerem Umfang viele verschieden Rassen registriert und entsprechende Zuchtstandards ausgearbeitet wurden. Und meines Wissens entwickelte sich diese Form der modernen Rassehundezucht, so, wie wir sie heute kennen, erst mit der Gründung des Kennel Clubs bzw. in den darauf folgenden Jahrzehnten. Aus meiner Sicht macht es keinen großen Sinn, hier von Adligen, die ihre hündischen Statussymbole untereinander tauschen und miteinander kreuzen, auszugehen, da die Aufzeichnungen doch sehr begrenzt sind. Auch auf alten Gemälden lassen sich zwar verschiedene Hundetypen feststellen, aber wirkliche "Reinrassigkeit", so wie wir sie heute definieren, lässt sich daraus nicht wirklich ableiten. Oder wie siehst du das?
Es ist ein Mythos, dass alle Hunde bis vor kurzer Zeit noch eine Aufgabe ausserhalb des Hauses hatten. Schosshunde gab es schon bei den Ägyptern, den Römern und wahrscheinlich noch viel früher. Die Frage ist, wie man 'Funktionalität' definiert. Meiner Meinung nach ist 'Schosshund' oder 'Familienhund' durchaus eine ernst zu nehmende Aufgabe und die dafür benötigten Eigenschaften können durch Zucht beeinflusst werden. Nur leider ist der Ruf des 'Familienhundes' offenbar kein guter und nur wenige scheinen aktiv daraufhin selektieren zu wollen - selbst wenn ihre Rasse von 95% der Besitzer genau so gehalten wird.
Dass vor hundert Jahren hauptsächlich die Funktionalität im Vordergrund stand, war die Aussage von Getier, nicht meine, ich habe dem lediglich widersprochen.
Der Begriff wird hier im Forum gern als Abgrenzung der Gebrauchshunde- von der Schönheitszucht verwendet, auch wenn das nicht meine persönliche Wahl wäre. Getier hat den Begriff, sofern ich sie richtig verstanden habe, auch dahingehend ausgelegt, eben im Sinne von "arbeiten", als Jagdhund, Hütehund etc., dementsprechend habe auch ich ihn verwendet. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass das Begleithundedasein völlig anspruchslos wäre. In meinen Augen ist das definitiv eine große Aufgabe und das hab ich hier im Forum auch schon mehrfach betont.
Bei 'echten' Gebrauchshunderassen sicher. Aber im Falle des Neufundländers: Gebrauch wofür? Sobald der Neufundländer kommerzialisiert und im grossen Stil nach England gebracht wurde, war Schluss mit Fischnetzen einsammeln - es ging rein darum, 'so einen' Hund zu halten. Dasselbe passierte mit dem Bernhardiner, der in seiner heutigen Form eine komplett englische Kreation ist. Kein Mensch hatte auch nur das geringste Interesse daran, einen Neufundländer oder einen Bernhardiner zum 'arbeiten' nach England zu holen. Es ging um nichts anderes als um das, worum es heute in den meisten Fällen auch geht: man will genau 'einen solchen' Hund - aber sicher nicht zum arbeiten. Arbeit ist für den Pöbel - nicht für einen Rassehund.
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@MurmelchenDas wars was ich dachte , bei Tervueren (und Groeni..) gibts in DE keine Arbeitslinie mehr.. (Askjas Vater entstammte einer Arbeitslinie aber der kam auch aus Schweden..)
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So sieht ein (wundervoller) ACD heute aus:
http://images.google.de/imgres…JAhWK1iwKHSbmByEQ9QEIVDAJIst der nicht einfach nur etwas zu dick?
Logic Return, meine ich.
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@MurmelchenDas wars was ich dachte , bei Tervueren (und Groeni..) gibts in DE keine Arbeitslinie mehr.. (Askjas Vater entstammte einer Arbeitslinie aber der kam auch aus Schweden..)
Wäre Kalle jetzt z.B. ein Arbeitstervueren, dann hätte ich ernsthafte Probleme den Hund in die Zucht zu bekommen. Ich weiß aktuell nicht, ob Mondioring als AKZ mittlerweile durch die Änderung anerkannt ist. Wenn nein, könnte der Hund nur in der Offenen Klasse laufen und da muß man mit nem Arbeitstervueren nicht starten....
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Stimmt so nicht ganz.
Der Neufundländer wurde durchaus auch in England noch als Arbeitshund genutzt. Er schaffte nämlich, was Pferdefuhrwerken nicht gelang, Lasten, in die zum Teil extrem schmalen Gassen der englischen Städte zu transportieren.
Zahlreiche alte Stiche zeugen davon.Er wurde übrigens auch nicht im großen Stil nach England gebracht, sondern es waren ganze 20 Neufundländer.
Ergänzend dazu noch, nur der weiß-schwarze Neufundländer wurde in Adelskreisen als "Schoßhund" gehalten, der schwarze war nicht attraktiv genug, wie die zahlreichen Gemälde des Sir Edwin Landseer zeigen.
Die Bevölkerung, die den schwarzen Neufundländer halten konnte, benutze ihn als Arbeitshund. Dieser Hund mußte sich sein karges Futter verdienen.
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Es soll ja nicht um den Neufundländer gehen,trotzdem zitiere ich mal:
"Im 18. Jahrhundert wurden dann die ersten Neufundländer auf britischen Handelsschiffen nach England gebracht. Diese frühen Neufundländer waren recht unterschiedlich, im allgemeinen kleiner und mit leichterem Knochenbau als die heutigen Neufundländer, mit einer Vielzahl an Farben und oft gescheckt. Die Haarstruktur war rauh, gelockt oder lang, die Ruten wurden oft hoch und kreisförmig geringelt getragen. Wahrscheinlich kam es in Europa zu weiteren Kreuzungen, aber nach und nach wurde der Typ stabilisiert. Die Neufundländer entwickelten sich zu großen, starkknochigen Hunden mit tieftragenden Ruten und es gab mehrere Farben, häufig waren die Hunde noch gescheckt.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann ein Standard schriftlich niedergelegt, zu dieser Zeit kam der schwarze Neufundländer in England so stark in Mode, dass die Schwarzen allgemein als die "einzigen Neufundländer" in England und Nordamerika bekannt wurden. Seine adelige Erscheinung, die friedfertige Persönlichkeit, elegante äußere Form und die außerordentlich Kraft zogen sehr viele Hundefreunde zu dieser Rasse, nicht nur die Seeleute.Im Jahre 1886 gründeten Neufundländerbesitzer dann einen Spezialklub und stellten einen Rassestandard auf. Der "freundliche Riese" hatte in diesem Jahr sein Ausstellungsdebüt, er erfreute sich eines kleinen, aber respektablen Ansehens. Etwa 1935 begann der Anstieg der Rasse und diese zog immer mehr Liebhaber an. Viele Neufundländerclubs bemühen sich heute um den Erhalt der natürlichen Wasserveranlagung, und veranstalten u. a. Rettungsübungen."
(http://www.brassica-basenjis.de › n_ursprung)Ich verstehe das jetzt so, dass es bevor es den einheitlichen schwarzen Typ gegeben hat, lange Zeit uneinheitliche "bunte" Tiere gab.
Auf den Bilden die ich in meinen Büchern und im Internet gefunden habe, sehe ich hochbeinigere, schwarze Tiere mit weißem Abzeichen und weniger massigem Kopf,kürzerem Fell im Vergleich zu dem welches der Neufi heute trägt.
Die Tiere die wirklich gearbeitet haben dürften demnach doch nicht auschließlich Neufundländer wie wir sie heutzutage kennen gewesen sein(?)
Dann war es doch sogar viel mehr so, dass sich die rein schwarze Variante die Menschen leisten konnten, die dafür auch einen gewissen Preis zahlen konnte. Der Rest müsste sich doch mit "bunten" eher uneinheitlichen Hunden begnügt haben.Ich finde im Allgemeinen sind grade die großen Rassen wie Berner Sennenhund, Neufundländer, Leonberger und Bernhardiner erschreckend "klobig" im Sinne von zu viel Gewicht, zu massiger Schädel geworden.
Mal eine ganz andere ernstgemeinte Frage...vielleicht mag mich ja wer aufklären.
Jeder Welpe im Wurf bekommt ja Papiere, nicht jeder ist aber zur Zucht zugelassen. Sollte ein Tier (schwere) gesundheitliche Probleme haben, wird dieser dann nur mit Kastrationsauflage oder in irgend einer anderen Form davon abgehalten Nachwuchs zu zeugen?
Ich meine, hier wurde ja angeführt, dass ein guter Züchter seine Hunde immer zurück nimmt und das mit zum Kriterium eines guten Züchters gehört auch eine Art Verantwortung gegenüber seinen "Ehemaligen"zu tragen.
Gehört sowas nicht auch dazu? -
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