Pinkelt auf die Couch / bleibt nicht allein
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Hallo!
Also ich bin ja mit Hunden aufgewachsen und habe auch schon lange eigene Hunde, aber mit meinem Benji bin ich etwas überfragt... vllt kann mir ja hier jemand einen guten Rat geben.
Zu Benji: Er ist ein bulgarischer Straßenhund der erst letzten November durch eine Organisation nach Deutschland kam. Dann lebte er bis vor 3 wochen bei seiner ersten Besitzerin. Dort hat er solchen Terror gemacht, wenn sie arbeiten war, dass sie fast ihre Wohnung verloren hätte deswegen. Weil das so weder für sie noch für Benji tragbar war, kam er zu mir da ich verhindern wollte, dass er wieder ins Heim abgeschoben wird. Ich mache eine Umschulung zur Tiermedizinischen Fachangestellten und darf den Hund mit zur Arbeit (in einer großen Tierarztpraxis) nehmen, sonst ginge es gar nicht. Nach ein paar Untersuchungen kam ausserdem zu Tage, dass er schwer Herzkrank ist und einen Schilddrüsentumor hat. Nach Schätzung der Ärzte ist er auch schon ca. 8-10 Jahre alt. Nun medizinisch ist er bei mir bestens versorgt, das ist nicht warum ich Hilfe brauche.
Das Alleinsein ist ja ein bereits bekanntes Problem gewesen, also habe ich die Nachbarn und Vermieter informiert, dass es sein kann, dass er mal laut bellt, von der Seite gab es bislang keine Probleme. Allerdings hat er die Tür zerkratzt und pinkelt auf unsere Sofas
zuerst hat er auf das kleine Sofa gemacht, dass hab ich dann blockiert, dass er nicht mehr draufkam und dann hat er eben auf das große Sofa gepinkelt. Nicht nur ein paar Tropfen, sondern ganz schön nassDas waren die einzigen beiden Male bislang als er Alleinbleiben musste. Dann hat er jetzt aber auch noch angefangen es zu tun, wenn gerade niemand im Wohnzimmer ist. Ich weiß nicht woran es liegt, ich gehe oft und lange Gassi und aushalten tut er es ohne Probleme. (Das mit dem Pinkeln hat er bei der Vorbesitzerin auch nicht gemacht) Ich muss wegen der Umschulung eben auch ein- bis zweimal wöchentlich zur Schule, wo er nicht mitkann und Zuhause bleiben muss...
Was mache ich gegen das Türkratzen? Und vorallem Wie gewöhne ich ihm das Sofapinkeln ab? Ich erwische ihn schliesslich nie auf frischer Tat, dass ich ihm ein Stoppsignal geben könnte
Danke schonmal -
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Naja dein Hund hat wahrscheinlich massiven Stress wenn er alleine ist. Die ganze Situation ist natürliche extrem frustrierend für dich. Ich kenne da auch so einen Kandidaten.
Hier im Forum wird oftmals der Tipp gegeben, den Hund in einem Kennel schlafen zu lassen bzw an einen Kennel zu gewöhnen. Hier gibts auch ein zwei Tipps zum Thema.
http://www.hundetrainerblog.de…ungsangst-bei-hunden.html
Vielleicht kannst du auch zusätzlich verschiedene Entspannungsmethoden probieren (konditionierter Entspannungsdurft, Thundershirt oder z.B. auch der Kennel). -
Mein Tip wie auch hundertfach hier im Forum zu finden:
Das Alleinsein von Null auf neu aufbauen, wie bei einem Welpen.
In Anbetracht des Alters kann das ne Weile länger dauern als bei einem Welpen.
Eine Garantie, dass er es vollständig lernt ohne Stress allein zu bleiben, gibt es vermutlich hier nicht.
Irgendwann kommen ja weitere gesundheitliche Probleme wie mögliche Inkontinenz, Schwerhörigkeit usw. dazu, weshalb man hierauf auch immer ein Auge haben sollte. -
Hi,
ich hab leider keinen Tipp, kämpf selber mit einem ähnlichen Problem.
Ich denke, das schwierige ist raus zu finden, ob er sich angewöhnt hat auf die Couch zu pinkeln - weil er es ja auch macht wenn du zuhause bist.
Ich hab überlegt einen Hundesitter zu engagieren für die paar Stunden die ich weg muss. So als Übergangslösung. Weiß ja nicht ob das bei dir ginge. Kommt wohl auch drauf an wo man wohnt.lg
Sabine -
Denke, das beste wäre, wenn du mal ne Kamera aufstellst und dir anschaust, mit welcher Körpersprache er das tut. Entleert er sich aus Angst? Oder maßregelt er dich? Gerade in Verbindung mit der Couch, dem Weggehen und dem Bellen, wenn du gehst, hört sich das von mir aus (als unzuverlässige Ferndiagnose) als Kontrollproblem an. Kann ich ebenfalls ein Lied von singen. Letztendlich läuft es aber - wie schon erwähnt - aufs selbe hinaus: Ganz, ganz langsam in Minischritten ans Alleinelassen gewöhnen. Bei einem Kontrollproblemen wäre bloß der zusätzliche Bonus, dass du auch ein wenig bestimmter durchgreifen könntest und mit konsequenten Kontrollentzug auf allen Ebenen den ganzen Prozess sehr gezielt unterstützen/ beschleunigen könntest.
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Zitat
Oder maßregelt er dich?
Das kann ich gleich sagen - das wird niemals ein Hund machen. Dazu sind Hunde kognitiv nicht in der Lage - sprich Hunden fehlt der Verstand in die Zukunft zu schauen und Handlungen zu planen.
Der Zahn sollte allen Hundehaltern gezogen werden die solche Leistungen Hunden unterstellen. Das würde man ja nicht mal 2 jährigen Kindern unterstellen. -
Dann schlage eine bessere Formulierung vor. Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine ein wenig unglücklich und einen Tick vermenschlichend ist, aber ich mein Hauptpunkt war eigentlich simpel, dass Unterschiede (und somit unterschiedliche Erziehungsmöglichkeiten) existieren zwischen einem Hund, der absolute Angst hat, weil der Besitzer geht und einem, der (ebenfalls durchaus gestresst) "lediglich" deutlich macht, dass eine Diskrepanz zwischen seiner eigenen kontrollierenden Position und der Tatsache, dass sein Besitzer draußen ist, wo er ihn nicht kontrollieren kann existiert, indem er das Sofa markiert. Ich habe mir angewöhnt/erlaubt für letzteres das deutlich knappere "maßregeln" zu benutzen, weil es im ersten Moment m.E. zumindest betont, dass der Hund etwas einfordert, was er nicht unbedingt - spätestens wenn Probleme auftreten - haben sollte. Wenn du eine präzise bessere Formulierung dafür hast, gerne her damit, da ich auch nicht unbedingt ein Fan von Vermenschlichung zu Ungunsten des Hundes bin.
Oder hattest du ein Problem mit der Gesamtaussage? -
Zitat
Das kann ich gleich sagen - das wird niemals ein Hund machen. Dazu sind Hunde kognitiv nicht in der Lage - sprich Hunden fehlt der Verstand in die Zukunft zu schauen und Handlungen zu planen.
Der Zahn sollte allen Hundehaltern gezogen werden die solche Leistungen Hunden unterstellen. Das würde man ja nicht mal 2 jährigen Kindern unterstellen.Ist das so?
Mein 1,5 jähriger Neffe ist durchaus in der Lage, Handlungen zu planen, und tut dies auch.
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Genauso tendieren viele Hundetrainer die ich kenne ja auch dazu, eine zu überschwängliches Begrüßung und die darin enthaltene ebenfalls in obiger Bedeutung gemeinte "Maßregelung" als "Anpöbeln" zu bezeichnen. Ich denke, das Problem ist die negative Konnotation, die leicht in dem Wort verstanden wird. Wie gesagt, hoffe, das war das Problem, nicht der eigentliche Punkt, den ich machen wollte und gerne noch einmal wiederhole: Abseits jeder Semantik rate ich grundsätzlich zu einer Videoaufnahme. Hat in meinem eigenen Fall von "Trennungsangst" wirklich die Augen geöffnet, mir dreimal so viele Handlungsmöglichkeiten eröffnet und somit wahre Wunder bewirkt.
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Ich benutze solche Worte nicht weil da immer etwas mit schwingt bei dem man als Mensch denkt "dem werde ichs zeigen" ... dabei kann der Hund nicht anders. Ich denke dann immer, dass der Hundehalter das wirklich denkt (weil ich oftmals schon sowas erlebt habe).
Ich habe aber verstanden, was du meinst. Zumindest gilt in beiden Fällen, dass der Stress reduziert werden muss und das geht leider nur durch langsame Gewöhnung an das allein bleiben.
lordbao ja aber nicht "jetzt male ich hier ein Kreuz hin damit sich Papa freut wenn er von Arbeit wieder kommt" -
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