Lonely Barkers - die Alleinbleib-Selbsthilfegruppe
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Hier geht mittlerweile gar nix mehr.
Und wir haben zum ersten mal eine Kamera aufgestellt.
Jaulen wie ein Wolf, jammern, japsen, fiepen, Stresshecheln dass ich denke, sie kippt gleich ganz um. Völlig von der Rolle.
Rennt durch's Haus, geht die Türen und Fenster hoch, zerkaut Türgriffe, scharrt sich gefühlt durch Wände.
Und das ungefähr 10 Sekunden, nachdem man das Haus verlassen hat. Bis man wieder zurück ist. Und wenn das Stunden sind, macht sie es Stunden.
Den Rest vom Tag ist der Hund game-over. Komplett.
Es gibt bessere Tage, es gibt ganz besch***** Tage, aber entspannt gibt es nie.
Die Kleine liegt währenddessen einfach da und schläft. Hätte ich auch nicht gedacht.
Also allen Mut zusammengenommen und Chef gefragt... es gibt keine andere Lösung mehr, Hund muss mit ins Büro.
War ihm völlig egal. Montag ist erster Bürotag.
Wollte gestern und heute schon, hab aber zu viele Meetings. Ungünstig zur Eingewöhnung und mein Papa hat sowieso Urlaub.
10 Minuten war er gestern mal außer Haus, die Gardinen waren danach nicht mehr am Fenster....
Auf der einen Seite... tolle Lösung ab sofort. Auf der anderen Seite machen wir uns Sorgen, dass sie dann so gar nie nicht mehr alleine bleiben können wird, wenn sie 24/7 an meinem Rockzipfel hängen darf.
Eine rundum-Betreuung kann ich nicht IMMER sicherstellen. Es gibt Termine, Einkäufe.. da kann sie einfach nicht mit. Weil Hund verboten, Auto zu heiß etc..
Und immer so timen, dass ich meine Termine erledige, wenn die anderen Zuhause sind und andersrum... no way, wenn alle anders schichten / arbeiten.
Es ist so unfassbar anstrengend. War es schon immer. Und jetzt nimmt es ganz schlimme Ausmaße an.
Ich bin ein so wahnsinniger Hundemensch, aber dieses Alleinbleib-Thema schreckt mich dermaßen ab, dass ich mir zumindest die kommenden Jahre nach Nicki keinen Hund mehr holen werde.
Musste mal raus.
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Hallo in die Runde,
Hätte ich doch niemals gedacht hier landen zu müssen, tu ich es nun doch und bin recht kurz vorm verzweifeln.
Ich bin Anfang Juni also vor genau 4 Wochen in meine erste eigene Wohnung gezogen. Habe davor mit meiner Mutter und meinem Bruder zusammengewohnt in einer Doppelhaushälfte.
Da wir nun alle drei getrennte Wege gehen und aus dem Haus ausziehen, konnte ich quasi den Großteil der Möbel mitnehmen.
Alle drei Hunde sind mit mir ausgezogen. Bisher konnten sie völlig ohne Probleme alleine bleiben. Das ganze war nie ein Thema. Von Welpen Beinen an haben wir das geübt und auch an Tagen wo es leider mal sein musste haben sie die 6-7 Stunden ohne Probleme geschafft. Ich habe sie immer über die Kamera beobachten können.
Tja nun sind wir in der neuen Wohnung und meine große Hündin (7 Jahre alt) hat nun wohl ein Problem entwickelt. Ich habe es in der neuen Wohnung kleinschrittig wieder aufgebaut. Zuerst wenige Minuten und dann immer weiter. Sie sind wie sie es bisher auch waren auf das Wohnzimmer begrenzt beim alleine bleiben. Haben da ihr vertrautes Sofa sowie Hundebetten.
Das ganze läuft folgendermaßen ab, ich mache unser Allein bleibe Ritual und gehe dann anschließend. Das juckt sie wirklich überhaupt nicht. Sie bleibt entspannt liegen und hebt nicht mal den Kopf beim Tür abschließen und raus gehen.
Das geht dann so gute 20-30 Minuten gut und dann platziert sie sich direkt vor der Wohnzimmertür. Erstmal sitzt sie da dann eine ganze Weile und starrt die Tür an. Dann fängt sie immer mal wieder kurz an wie ein Wolf zu heulen. Dann legt sie sich wieder ab und starrt weiter die Tür an. Sie hechelt immer wieder, dann legt sie den Kopf mal ab, dann wird wieder hingesetzt und kurz mal losgeheult.
Die anderen zwei tangiert dieses Verhalten absolut null. Die liegen super tiefenentspannt und schlafend rum.
Ich weiß beim besten Willen nicht woher dieses Verhalten auf einmal kommt. So etwas hat sie bisher noch nie gezeigt. Ich habe sie dann versucht per Sprachsteuerung von der Tür wegzuschicken aber das nimmt sie nur so Semi ernst.
Langsam hab ich nur leider wirklich ein Problem, da ich wieder arbeiten muss und meine Oma die aktuell mir als Hundesitter hilft Ende Juli wieder heimfahren möchte (wohnt 300km) weg. Sie müssen also bald 4 Stunden schaffen.
Da ich bisher mir wirklich absolut keine Gedanken gemacht habe zum Thema alleine bleiben und ich auch nicht genau weiß was ihr Problem ist wollte ich gerne mal nach Tipps fragen.
Aktuell bauen wir es einfach weiter kleinschrittig aus. Aber ich wüsste einfach gerne ob ihr ein zwei Anregungen für mich hättet was ich vielleicht noch tun könnte um ihr das ganze zu erleichtern.
Sie tut mir einfach unfassbar leid, da sie ja doch großen Stress zu haben scheint und natürlich gar nicht zur Ruhe kommt.
Vielen Dank schon mal
vielleicht mal den Hund räumlich so begrenzen, das er gar nicht mehr vor der Tür auf dein zurück kommen lauern kann.
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Ich bin ein so wahnsinniger Hundemensch, aber dieses Alleinbleib-Thema schreckt mich dermaßen ab, dass ich mir zumindest die kommenden Jahre nach Nicki keinen Hund mehr holen werde.
Ich kann da irgendwie nichts Sinnvolles zu beitragen, aber Von allen Problemen und Problemchen die ic mit meinem Hund hat, hat mich nichts mehr mürbe gemacht als die Zeit, in der er nicht alleine bleiben konnte.
Kennst Du das Programm: https://hundalleinelassen.de/online-kurs-alleinbleiben/ ? Davon habe ich schon viel Gutes gehört (aber auch keine eigenen Erfahrungen, ist nur Hörensagen).
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Ich habe in dieses Programm reingeholt und das ist hier absolut nicht umsetzbar. Sie sagt: es dauert viele Wochen/Monate und in dieser Zeit MUSS sichergestellt werden das der Hund bei Terminen außerhalb bei jemand anderes ist und nicht in der Wohnung. Wo anders wäre es auch egal ob der Hund jault, nur halt nicht in den eigenen vier Wänden…
Wir haben auch immer noch absolute Probleme hier. Ähnlich wie bei ChatSauvagee nur ohne Zerstörung und nicht mit Stresshecheln. Vor allem Baxter ist schlimm und der konnte zu Zeiten als ich noch in die Firma musste perfekt alleine bleiben. Aber seit ich HO mache …. Alles doof… jault schon da sitz ich nicht mal im Auto und Calle steigt mit ein. Beide hören dann zwar schnell auf und legen sich auf die Fensterbank ab oder den Couchkissen, aber ruhen oder schlafen nicht. Immer auf Zack. Zwischendurch mal hier und da jaulen… Habe schon immer Rollos unten und auch den Tisch umgekippt, weil die darauf auch stehen und glotzen…
Gehe ich im Haus in anderen Räumen oder in den Garten ist das alles absolut kein Problem. Aber wehe ich gehe so richtig weg…
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es dauert viele Wochen/Monate
Aber das ist ja auch normal, oder? Da würde ich eher misstrauisch werden wenn jemand sagt, es ist übermorgen getan.
in dieser Zeit MUSS sichergestellt werden das der Hund bei Terminen außerhalb bei jemand anderes ist und nicht in der Wohnung
Echt, der darf nicht vom Partner oder so in der Wohnung betreut werden? Ist ja ulkig, da wäre ich direkt mal neugierig auf die Begründung. Aber gut, für jeden, der im Mehrfamilienhaus wohnt, ist das ja eh so, wenn der Hund nicht gut alleine bleibt, da "jaulen lassen" halt recht schnell zum Rausschmiss führt. Daher könnte ich mir vorstellen, dass das vielen nicht negativ auffällt, weil die sich eh schon so organisiert haben, wenn der Hund so massive Probleme hat.,
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Laura97 Das Problem kenne ich ähnlich von Hazel, die hat Phasen, da bleibt die so ungefähr auch ne halbe Stunde entspannt, dann setzt sie sich vor die Haustür und heult wie ein Wolf. Immer mal wieder schaut sie sich um und hört ob jemand kommt und dann setzt sie wieder an, dieses Prozedere dauert so ungefähr fünf bis zehn Minuten, bis sie sich dann wieder hinlegt und wirklich tiefenentspannt schläft. Bei ihr spielt da Frust mehr ne Rolle als Probleme mit dem Alleine sein.
Trotzdem haben wir kleinschrittig nochmal angefangen, wir haben ihr da auch zeitweise so einen Leckerliball gegeben, den sie im ganzen Wohnzimmer rumgeschoben hat, das war für sie auch super. Bei Hazel hat es dann auch geholfen, als wir ihr die Begrenzung zum Flur freigegeben haben, denn sie ist immer über unsere Begrenzung gesprungen bzw. Hat sich durchgequetscht. Wo Hazel auch zum heulen anfängt, wenn vor der Haustür zu viel Geredet wird, dann denkt sie manchmal wir kommen zurück.
Als ich vor zwei Jahren in meine Wohnung zog, hat Hazel die erste Zeit auf die Geräusche im Treppenhaus reagiert, das war einfach ungewohnt für sie. Wenn ich Zuhause war, hat sie darauf selten reagiert.
Leni lässt sich da übrigens auch so gar nicht stören und schläft einfach weiter, maximal dass sie Mal hingeht.
Könnten es bei euch vielleicht auch Geräusche im Treppenhaus sein oder hört man das gar nicht so arg?
Ich würde glaub ich auch einfach nochmal einen Schritt zurück gehen und dann wieder erweitern. Vielleicht ist es nur die Eingewöhnung, das hoffe ich für euch. Ich weiss aus eigener Erfahrung wie doof das ist, wenn man eigentlich das jetzt so gar nicht gebrauchen kann.
Hier ist es auch leider so, dass die Nachbarn meiner Eltern Mal was sagen, es stört sie anscheinend nicht, aber ansprechen muss man es immer Ist ja nicht so, als würden wir nicht mit Kamera schauen und es ist ja keine stundenlange Geräuschkulisse, sondern in mehren Stunden Mal ein paar Minuten
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Echt, der darf nicht vom Partner oder so in der Wohnung betreut werden? Ist ja ulkig, da wäre ich direkt mal neugierig auf die Begründung. Aber gut, für jeden, der im Mehrfamilienhaus wohnt, ist das ja eh so, wenn der Hund nicht gut alleine bleibt, da "jaulen lassen" halt recht schnell zum Rausschmiss führt. Daher könnte ich mir vorstellen, dass das vielen nicht negativ auffällt, weil die sich eh schon so organisiert haben, wenn der Hund so massive Probleme hat.,
Nein nicht mal der Partner oder eine andere Person darf währenddessen in der Wohnung aufpassen. Der Hund soll die Wohnung positiv verknüpfen und das kann er wohl nicht, wenn er dort bleiben muss wenn Frauchen/Herrchen geht und er dann eben jault. Wo anders wäre das wohl egal weil der Hund dort nicht wohnt.
Ich kann aus dem Seminar echt nichts für mich mitnehmen, weil ich es nicht umsetzen kann. Es geht einfach nicht. Also müssen meine Hunde da durch. Wir versuchen Schlüsselreize abzubauen (Jeanshose , Schuhe, Jacke anziehen, Schlüssel nehmen, "Alarmanlage an" usw usf.; hier im Haus weniger aktiv zusammen zu sein (also ignorieren, Türen schließen, alleine in den Garten usw).. Ich glaube der Durchbruch wäre hier wieder 5x die Woche in die Firma fahren, da die aber nun mal 25km weg ist und ich durchs HO ne Menge Sprit spare, will ich das nicht mehr. Meine müssen ja nicht oft alleine bleiben, daher geht es einfach für mich klar.
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das kann er wohl nicht, wenn er dort bleiben muss wenn Frauchen/Herrchen geht und er dann eben jault
Aber wenn der Hund entspannt mit Partner oder so in der Wohnung alleine bleibt wäre das okay? Sorry, dass ich Dich so löchere, finde es nur gerade spannend.
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das kann er wohl nicht, wenn er dort bleiben muss wenn Frauchen/Herrchen geht und er dann eben jault
Aber wenn der Hund entspannt mit Partner oder so in der Wohnung alleine bleibt wäre das okay? Sorry, dass ich Dich so löchere, finde es nur gerade spannend.
Ich bin gerade überfragt. Aber ich meine sie redet davon das es generell so läuft wie ich oben schrieb.
Aber klar wenn der Hund beim Partner entspannt ist, würde ich den auch nicht ausquartieren. Warum auch? -
Mrs.Midnight Das habe ich auch schon überlegt, ihr quasi durch ein Gitter den direkten Platz an der Tür wegzunehmen. Aber keine Ahnung ob ihr das was bringen würd. Versuch wäre es wahrscheinlich wert.
ver_goldet Die Geräusche schließe ich tatsächlich aus. Im Wohnzimmer (weit entfernt auch von der Wohnungstür) hört man kaum was. Zudem ist es auch nur ein 3 Parteien Haus und ich wohne in der Mitte. Der Nachbar oben drüber ist sehr sehr selten zu hören. Die von unten hört man auch nur wenn sie im Garten sind und ich die Fenster offen habe.
Zum Glück sind allerdings beide Parteien sehr entspannt. Unten wohnen meine Vermieter die ebenfalls eine Hündin haben. Die seeeeehr bellfreudig ist. Trotzdem ist mir natürlich sehr unangenehm, weil die drei sonst so unkompliziert sind und dann eben das.
Ich werde wahrscheinlich einfach wirklich weiter in ihrer Wohlfühlzone ansetzen und das versuchen weiter auszubauen und einfach ein Stück weit wahrscheinlich es aussitzen zu müssen.
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