HILFE - Border Collie Junghund entwickelt sich zum Problem

  • Hallo ihr lieben,


    ich habe derzeit einige Schwierigkeiten mit meinem 8-Monate alten Border Collie Luchs und hoffe jemand hat ein paar Tipps für mich.


    Ich habe mir den Kleinen geholt um ihn zu meinem persönlichen Assistenzhund auszubilden. Mit 15 bekam ich gesundheitliche Schwierigkeiten, doch konnte bisher meinen Alltag allein bewältigen. Vor 3 Monaten ca. bekam ich dann völlig unerwartet einen neuen "Schub" und habe jetzt eine Behinderung von 60 Grad.
    Bis dahin hat die Ausbildung mit Luchs super angefangen.


    Geistig beschäftige ich ihn sehr viel...wenn ihr sehen könntet was der schon alles kann mit 8 Monaten *lach*


    Allerdings hört er nur noch zuhause auf mich...
    Das rührt meiner Meinung nach daher, dass er im letzten Monat vorallem viel zu wenig körperliche Auslastung bekommt und zudem auch noch im "Flegelalter" ist....In "Notsituationen" wie zB. wenn ich "AUA" rufe oder umfalle ist er sofort zur Stelle, aber ansonsten werde ich ignoriert im Freien.


    -er zieht furchtbar an der Leine, obwohl er vorher vorbildlich Beifuß lief
    -er hütet Autos, Jogger ect.
    -er holt sich alles vom Boden was er will und verschlingt es sofort
    -sein Hüteverhalten wird immer stärker und unkontrollierbarer
    -Spielzeug wie zB Bälle, Frisbees kann ich ihm nicht geben da er damit dann wie verrückt im Kreis rennt und es nicht mehr auslässt
    -auch an der Schleppleine werde ich ignoriert
    -er nimmt keine Leckerlis an (wenn ich ihm ausschließlich im Freien Futter gebe, nimmt er ein wenig an...)
    -den Clicker hört er nicht
    -selbst wenn ich ihm den Weg versperre oder ihn anbelle (darauf hat er immer extrem reagiert, damit habe ich ihm alles an "falschem" Verhalten abtrainieren können) bekomme ich keine Aufmerksamkeit


    Da ich viel früher als je gedacht solche körperliche Einschränkungen bekommen habe, fällt mir die Ausbildung mit ihm immer schwerer. Und so kann ich ihn nirgends mehr mitnehmen, da er mehr Belastung als Hilfe für mich ist und somit wird die körperliche Belastung wieder weniger für ihn...ein Teufelskreis.


    Könnt ihr mir Tipps geben wie ich es schaffe, dass er wieder mehr auf mich hört draußen?
    Ich bin für jeden einzelnen Rat dankbar!


    Ps: ich habe auch eine Hundetrainerin, die mir bei der Ausbildung zum Assistenzhund zur Seite steht, allerdings sehe ich sie nur 1x im Monat und ich bin nicht sehr zufrieden mit ihr. Allerdings lebe ich in Südtirol und habe weit und breit keine andere Trainerin.


    Ich hoffe sehr, dass mir jemand von euch weiterhelfen kann! :)


    Liebe Grüße

  • Wieso hast du dich denn für einen Border als Assistenzhund entschieden?
    Und wieso bildest du ihn selbst aus?


    Es gibt ja auch verschiedene Organisationen die Assistenzhunde ausbilden und diese dann an die zukünftigen besitzer gehen wenn sie fertig sind.


    Ich würde einen erfahrenen Assistenzhundetrainer zu rate ziehen.

  • Zitat

    Wieso hast du dich denn für einen Border als Assistenzhund entschieden?
    .


    Diese Frage stellt sich mir allerdings auch, da es sicherlich Hunderassen gibt, die für diese Arbeit besser in Frage kommen als ein Border


    Das hilft Dir zwar nicht weiter, doch ich hoffe, Du bekommst noch Antworten, mit denen Du etwas anfangen kannst. Mir fällt leider nichts ein, was Dir helfen könnte.
    Körperliche Auslastung ist für einen jungen BC ebenso wichtig wie geistige

  • Zitat

    Wieso hast du dich denn für einen Border als Assistenzhund entschieden?
    Und wieso bildest du ihn selbst aus?


    Es gibt ja auch verschiedene Organisationen die Assistenzhunde ausbilden und diese dann an die zukünftigen besitzer gehen wenn sie fertig sind.


    Ich würde einen erfahrenen Assistenzhundetrainer zu rate ziehen.


    Ursprünglich wollte ich keinen Border Collie, habe ihn dann aber von einem Bekannten vom roten Kreuz geschenkt bekommen, da er meinte dieser Hund sei geeignet für mich. Ist er natürlich nicht. Ein Golden Retriever oder Labrador wäre besser geeignet, das ist mir schon klar. Aber ich bin 20 Jahre alt und arbeitsunfähig, ich könnte mir einen Rasse-hund selbst nicht mal leisten, deshalb sage ich nicht Nein wenn ich einen geschenkt bekommen. Und auch ein Border Collie kann zum Assistenzhund erzogen werden, nur bedarf es mehr Arbeit.
    Aber das ist doch nicht das Thema, ich habe ihn jetzt und gebe ihn sicher nicht her, nur weil es mal schwierig wird.


    Und ja, natürlich kann man sich einen ausgebildeten Assistenzhund kaufen, aber die Preise sind unglaublich (10.000 - 30.000).


    Ich habe bereits mit mehreren Organisationen Kontakt aufgenommen, aber der näheste trainer von ihnen ist 6Stunden von mir entfernt...das geht einfach nicht....


    Mir ist es sehr Ernst mit dem Tier und ich habe auch bereits Erfahrung mit Therapiehunden.


    LG

  • Hast du vielleicht jemanden, der ihn körperlich auslasten könnte? Körpliche Auslastung ist ja nunmal enorm wichtig.
    Dann könnte ihn vielleicht eine andere Person draußen auslasten und er kann sich dann vielleicht wieder besser auf dich konzentrieren, wenn du mit ihm üben möchtest.


    Leider kenn ich mich mit dem Thema null aus, sodass ich nicht viel mehr sagen kann.
    Viel Glück auf jeden Fall!

  • Zitat

    Hast du vielleicht jemanden, der ihn körperlich auslasten könnte? Körpliche Auslastung ist ja nunmal enorm wichtig.
    Dann könnte ihn vielleicht eine andere Person draußen auslasten und er kann sich dann vielleicht wieder besser auf dich konzentrieren, wenn du mit ihm üben möchtest.


    Leider kenn ich mich mit dem Thema null aus, sodass ich nicht viel mehr sagen kann.
    Viel Glück auf jeden Fall!


    Leider Nein.
    Meine Familie zB kann Hunde nichtmal ausstehen...


    Vielen Dank für deine Antwort! :)

  • Zitat


    Ursprünglich wollte ich keinen Border Collie, habe ihn dann aber von einem Bekannten vom roten Kreuz geschenkt bekommen, da er meinte dieser Hund sei geeignet für mich.


    Ich halte das auch für eine sehr unglückliche Entscheidung.
    Wenn Du körperlich eingeschränkt bist und der Hund nicht ausreichend Bewegung bekommt, dann werdet ihr beide nicht glücklich miteinander.
    Ein Border Collie ist für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet worden und wird nicht mit jedem Ersatzleben glücklich.


    Diese Probleme:


    werden sich wahrscheinlich nur noch verschlimmern.


    Ich würde im Sinne des Hundes ein geeignetes Zuhause für den Hund suchen.
    Ein Hundeleben kann sehr lang werden, wenn man solche Probleme mit einem Hund hat.


    Vielleicht würde Dir Deine Krankenkasse einen ausgebildeten Assistenzhund bezahlen.
    Das müsste man mal beantragen.

  • Ich glaube gar nicht mal, dass hier fehlende Auslastung das Problem ist. Eher vielleicht
    das Gegenteil. Jedenfalls hört sich die Entwicklung für einen Border Coliie nicht ungewöhnlich
    an.
    In dem Alter entdeckt Hund was in ihm steckt und lässt es raus.
    Hilft dir jetzt zwar leider nicht, aber vielleicht meldet sich hier noch jemand der Erfahrung mit
    Border Collies hat und kann dir eventuell einen eher geeigneten Trainer nennen.


  • Der Hund ist gerade mal 8 Monate alt!!! Ich gebe ihn doch nicht gleich her, weil es mal schwierig ist! Mit ausreichend Geduld und Mühe kann man jedes Problem in den Griff bekommen! Manche leichter, manche schwieriger...aber es geht!
    Nur muss man wissen wie, und deshalb frage ich hier um Rat...
    Ein Hund wird nur zum Problem-Hund wenn man ihn nicht richtig hält oder Fehler macht. Und das habe ich nunmal...nicht gewollt, aber es ist so.


    Und Nein, die Krankenkasse bezahlt mir keinen Assistenzhund. Sie bezahlen ja nicht mal meine Arztkosten...Italien...*kopfschüttel*

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