HILFE - Border Collie Junghund entwickelt sich zum Problem
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ok, ganz ehrlich? Dein Hund ist 8 Monate alt, also vermutlich im absoluten Hormonchaos. Zudem hat er ja einen ernsthaften "Job". Ich würde mal behaupten, dass das viel zu viel ist!
Ich sehe keinen JOb...???
Das ist ein Border Collie wie sie halt sind (wenn sie nicht verstanden werden...)
Ihr Job..ist..das Vieh....das steckt in der Genetik. Ob dieser Hund am Vieh zu gebrauchen ist, muss getestet werden.
Irgendwelche Tricks; von Holz ranschleppen bis Licht an und aus, Socken anziehen...ect. kann JEDER Border lernen...nebenbei...das ist für diese Hunde nichts...
Das Problem ist, dass sie sehr reizoffen sind.
Das Bild der jungen Borders der den Frisbee im Kreis rennend trägt ist nicht aussergewöhnlich...das machen die halt so, wenn man sie "aufputscht"....Und aufputschen geht zackig. Das ist keine Kunst.
In dem Alter müsste der Hund nur Hund sein....Und spazieren gehen und evt. Platz lernen und kommen wenn man ruft...immer...das ist schon mehr als genug.....
Jeder BC apportiert (manche klasse, manche eben so ala "Sachen vor die Füsse schmeissen")
Mein BC hat bei Karstadt im Alter von 3 Monaten einen Schlüssel angezeigt, der vorloren unter Kleiderständern lag.
Ich hatte sie in EINER Session mit 4 oder 5 mal CLICK auf meinen Schlüssel trainiert, dass sie abliegen soll, wenn sie einen Schlüssel findet. Der Hund hat im vollen Kaufhaus unter einen Kleider ständer fest im Platz gelegen, ich musst gucken, ob die Leine sich verheddert hat... Im Verlauf hat sie sich Z aus eigenem Antrieb in JEDER Situation hingeschmissen, wenn ich einen Schlüssel fallen lies.
Border Collies verknüpfen noch im Schlaf Dinge. Das machts so faszinieren und ebendfalls oft so schwer für den Alltag.
Und je älter sie werden, wenn dieser "Trieb" die "Motivation" die "Feder zum Lernen" langsam auf Normalniveau sinkt, dann kommt die unglaubliche Sensibilität hervor. Oft gepaart mit einer gewissen "Sturheit" aber auch das ist wichtig für ihre Arbeit am VIEH....
Und deshalb MUSS man diese Hund verstehen, muss ihre GENETIK begreifen...weil sonst, kann man nicht nachvollziehen, warum sie sind, wie sie sind.
Und deshalb sollte dieser Hund einem Fachmenschen gezeigt werden. NICHT damit der Hund lernt, sondern FRAUCHEN den HUND verstehen lernt!
Man kann auch mit dem Border Clickern bis der Arzt kommt....und einen Trick nach dem andern lernen...und bei rassetypischen Ausfällen, verwundert sein...Geht auch.
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Hi
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ich denke er soll die TS bei ihrem Alltag helfen und tut dies auch bis zu einem gewissen Maße schon? Ich sehe das schon als "Job". Zwar nicht das wozu er gezüchtet wurde, aber immerhin anstrengend.
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Es wurde ja bereits mehrmals geschrieben dass der Kleine Mann scheinbar einfach auch nur überfordert ist mit den ganzen aufgaben die er bewältigen muss. Egal ob er später ein Assistenzhund sein soll oder nicht, er ist ein Junghund einer Arbeitsrasse. Klar lernen diese Hunde mit Feuereifer aber genau das ist das Problem, sie tun erstmal was man von ihnen erwartet und sind begeistert dabei. Was dabei allerdings auf der Strecke bleibt ist die normale Entwicklung samt der Fähigkeit nichts zu tun ausser Hund sein. Einen triebigen jungen Sporthund, regelmentiere ich auch nicht ständig, er soll frech, selbstbewußt und motiviert bleiben. ausbildungstechnisch könnte man denen auch schon alles perfekt beibringen allerdings tut man es nicht da man ja sehr sehr lange etwas von seinem Hund haben möchte. Also beschränkt man sich auch sehr kurze Trainingseinheiten die eigentlich nur aus gemeinsamen Spiel und der Ritualisierung von kleinen Bewegungsabläufen dienen. So ein Hund kann dann mit 8 Monaten für Aussenstehende gar nichts ausser eben spielen und der Futterhand folgen aber er kann dennoch soviel mehr: er weiß die Beschäftigung mit seinem menschen ist das größte auf der Welt aber er weiß genauso dass er nicht immer im Mittelpunkt steht und dass das auch ok ist. Richtig anfangen tut man wenn die Hunde im Kopf etwas ausgereifter und ernsthafter sind.
Du hast es umgedreht gemacht- ihm einen Haufen Dinge beigebracht aber vergessen was die Basis für eine lebenslange Zusammenarbeit ist. Dazu eben ein wirklicher Arbeitsspezialist. Ob es gut ist so einen Hund als Assistenzhund ausbilden zu wollen möchte ich nicht beurteilen. Ich halte eh wenig bis gar nichts davon einen Spezialisten nicht seiner Herkunft gemäß zu halten- BC gehören fr mich einfach an Schafe ran und nicht in eine Stadt oder ins Agitraining.Vielleicht nimmst du mal Kontakt zu Border Collie in Not auf. Nicht um ihn abzugeben sondern um Hilfe zu bekommen. Solche Vereine haben meist unglaubliche Netzwerke um sich herum aufgebaut.
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ich denke er soll die TS bei ihrem Alltag helfen und tut dies auch bis zu einem gewissen Maße schon? Ich sehe das schon als "Job". Zwar nicht das wozu er gezüchtet wurde, aber immerhin anstrengend.
Der Hund steht nicht in "Arbeit". Allerhöchstens mal "in Ausbildung".
Besser eigentlich in VORBEREITUNG zur AUSBILDUNG!Und hier fängt das NICHT-Verstehen der Rasse, der Genetik an. Ein Border Collie bringt IM BLUT die Anlage mit Schafe zu umkreisen., sie mit kraft seiner AUGEN zu bewegen und zu balancieren.
Bekommt BC das nicht, sucht er andere aufgaben oder "tickert" eben durch....
Und nun kommts: Man kann dn Hund bestimmt auch ohne Vieh halten, die Beispiele sind ja mannigfaltig und auch gut gehende Beispiele gibt es. Ich meine nur, es besteht eine Pflicht des Halters, den Hund verstehen lernen ZU WOLLEN!!!!
Ich meine NICHT zwangsläufig: Bring den BC zum Schäfer und kaufe einen anderen Hund.
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Der Hund steht nicht in "Arbeit". Allerhöchstens mal "in Ausbildung".
Besser eigentlich in VORBEREITUNG zur AUSBILDUNG!Und hier fängt das NICHT-Verstehen der Rasse, der Genetik an. Ein Border Collie bringt IM BLUT die Anlage mit Schafe zu umkreisen., sie mit kraft seiner AUGEN zu bewegen und zu balancieren.
Bekommt BC das nicht, sucht er andere aufgaben oder "tickert" eben durch....
Und nun kommts: Man kann dn Hund bestimmt auch ohne Vieh halten, die Beispiele sind ja mannigfaltig und auch gut gehende Beispiele gibt es. Ich meine nur, es besteht eine Pflicht des Halters, den Hund verstehen lernen ZU WOLLEN!!!!
Ich meine NICHT zwangsläufig: Bring den BC zum Schäfer und kaufe einen anderen Hund.
Danke Liv, sowas in der Art wollte ich mit meinem etwas wirren Beitrag vor ein paar Seiten sagen!
Liebe TS, ich weiss dass hilft Dir nicht wirklich weiter, aber dein Hund ist noch ein Kind! Und dazu noch ein Kind welches sehr zur Hyperaktivität neigt...
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Geistig beschäftige ich ihn sehr viel...wenn ihr sehen könntet was der schon alles kann mit 8 Monaten *lach*
Dem sind die in dem Alter meist nicht gewachsen.
ZitatAllerdings hört er nur noch zuhause auf mich...
Könnte an der extremen Reizempfänglichkeit liegen. Wenn ein Border Collie ordentlich ausgelastet und damit überlastet wird, dann kann er die ganzen Eindrücke draußen nicht mehr auf die Reihe bekommen. Bei ihnen ist ein besonderes Maß an Ruhe, dosiertem Alltagstraining und dem Schutz vor sich selbst bezüglich dem Ausbilden von schon fast zwanghaften Handlungen notwendig. Das macht sie so zu ungeeigneten Hunden für den Alltag.
Das sind eigentlich ganz klassische Symptome dafür:
Zitat-er zieht furchtbar an der Leine, obwohl er vorher vorbildlich Beifuß lief
-er hütet Autos, Jogger ect.
-er holt sich alles vom Boden was er will und verschlingt es sofort
-sein Hüteverhalten wird immer stärker und unkontrollierbarer
-Spielzeug wie zB Bälle, Frisbees kann ich ihm nicht geben da er damit dann wie verrückt im Kreis rennt und es nicht mehr auslässt
-auch an der Schleppleine werde ich ignoriert
-er nimmt keine Leckerlis an (wenn ich ihm ausschließlich im Freien Futter gebe, nimmt er ein wenig an...)
-den Clicker hört er nicht
-selbst wenn ich ihm den Weg versperre oder ihn anbelle (darauf hat er immer extrem reagiert, damit habe ich ihm alles an "falschem" Verhalten abtrainieren können) bekomme ich keine AufmerksamkeitZitatKönnt ihr mir Tipps geben wie ich es schaffe, dass er wieder mehr auf mich hört draußen?
Schwierig. Zuerst mal sein komplettes Leben umkrempeln. Weg von der Beschäftigung, erst Mal weg von den Dingen, die ihn aus dem Ruder laufen lassen (dafür sorgen, dass die Auslöser für das Hüte- und Stressverhalten nicht mehr auftreten), Ruhe einkehren lassen und dann nach einigen Wochen ganz dosiert in die Situationen gehen und sie kurz üben, um danach wieder genügend Ruhepausen zu lassen, zum Verarbeiten. Den Gedanken, dass dieser Hund wirklich als Assistenzhund genutzt werden kann, würde ich völlig nach hinten schieben, denn es ist durchaus möglich, dass das nichts wird.
ZitatNatürlich ist mir klar das er ein Arbeitshund ist, aber er hätte doch eigentlich auch einige Aufgaben...
Ich denke, es liegt ein Missverständnis bezüglich der Definition Arbeit vor: Der Border Collie ist darauf selektiert mit seinem Jagdtrieb zu arbeiten. Sein Arbeitsumfeld ist dabei das immergleiche. Er ist ein Hund, der bei den alltäglichen Routinearbeiten auf einer Farm hilft und er arbeitet damit ausschließlich und nur mit seinem Jagdtrieb.
Der Border Collie kommt besonders schlecht klar mit Beschäftigungen, die dauernd ändern und Umgebungen, die dauernd wechseln. Es ist niemals Selektionskriterium gewesen einen Hund zu bekommen, der gut damit klarkommt, wenn man ihn in Umgebungen mitnimmt, in denen es viele wechselnede akustische und optische Reize gibt. Da sie damit dann überfordert sind, flüchten sich viele dieser Hunde in fast zwanghafte Handlungen, bei denen sie versuchen den Stress loszuwerden, den sie aber oft mit diesen Handlungen noch fördern. Ein Teufelskreis.
Zudem gibt es noch ein Missverständnis: Der Border Collie wird im ersten Jahr in einer Schäferei gar nicht gearbeitet, weil er dazu körperlich und mental noch gar nicht in der Lage ist. Er wird mitgenommen zu den Routinedingen des Alltags und lernt dort das wichtigste fürs Leben: Warten, warten, warten...
Viele Grüße
Corinna -
Irgendwie ist die Überschrift schon suprise, suprise...
Nachdem ich hier mal Videos gesehen habe, die ein User eingestellt hat wie sein 4 Monate alter BC mit Schafen umgeht - seitdem ist mir klar, was für tolle Hunde das sind : Wenn man sie denn lässt! Selbst beim Agi ist dieser Hund nur beschäftigt, aber nicht glücklich... Falls ich jemals einen BC besitzen sollte, haben ich auch Schafe. Anders kann ich mir das für diesen, darauf gezüchten Hund nicht vorstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand auf die Idee kommt, ein Rudel Möpse für die Jagd auszubilden. Warum versucht man BC immer als Schoßhund zu halten? Ist mir nicht ganz klar
Und als Assistenzhund braucht es mehr als nur Intelligenz.
Ich hab einen Collie-Mix hier sitzen. Das es ein Collie ist, war mir anfangs so nicht bewusst ( Tierschutz-Mix). Und was hat dieser Hund als aller erstes gelernt? RUHE! Die Madam kann nämlich auch herrlich aufdrehen, wenn man sie lässt... Einmal verstanden was der Hund für Anlagen mitbringt, ist es ein toller Hund
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Der User war wohl ich und es handelte sich um meine Cooma, die jetzt übrigens fast 6 Jahre alt ist
[youtube]
[Externes Medium: http://www.youtube.com/watch?v=B-pM4hG-Klc][/youtube] -
Zitat
Der User war wohl ich und es handelte sich um meine Cooma, die jetzt übrigens fast 6 Jahre alt ist
[youtube]
[Externes Medium: http://www.youtube.com/watch?v=B-pM4hG-Klc][/youtube]Stimmt
Das war es
Wow, schon 6 Jahre alt... Wie die Zeit vergeht. Ich finde, in dem Video sieht man deutlich, wofür der Hund ursprünglich gezüchtet wurde. Ich find es einfach nur toll, was die Hunde für Anlagen mitbringen und wie sie arbeiten. Ich könnte da den ganzen Tag zu gucken! Mich wundert es also nicht, wenn BC ohne richtigen Job "blöd" werden.
Ich hatte kurze Zeit mal einen Aussi. Vom TS. Damals hatte ich null Ahnung von der Rasse. Mir wurde versichert, nicht Arbeitslinie etc. Ich habe diesen Hund geliebt und hätte ihn gerne behalten. Aber sie wollte hüten und ich konnte ihr das nicht bieten. Jedenfalls habe ich sie schweren Herzens an eine Freundin abgeben, die den Bruder von ihr aufgenommen hatte. Die haben einen Bauernhof, Tiere etc. "Mein" Hund hütet jetzt dort die Gänse. Ihr Bruder hütet übrigens nur die Couch. Der hat überhaupt keinen Bock auf Viehzeugs. Tja, hätte ich damals den Rüden genommen, hätte ich ihn wohl noch. Aber die Hündin wäre bei mir nicht glücklich geworden. Ich besuche sie ab und an und sehe einen sehr glücklichen Hund. So schwer es mir damals fiel, es war die richtige Entscheidung gewesen. Und es war mir eine Lehre! Das Video hat mir Jahre später aufgezeigt, wie dumm ich damals war... Hundetrainer hin oder her, es gibt halt einfach Rassen, die sind zum arbeiten gezüchtet.
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Und damit sich dennoch jeder einen Border holen kann: Es gibt zauberhafte Notborder!
Und sie sind Erwachsen und getestet und werden dann auch an NICHT-Schafhalter vermittelt, wenn sie für die Arbeit nicht zwangsweise geschaffen sind.
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