Sozialisation von Welpen
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Mir ist wichtig:
Welpen wachsen mit Familienanschluss auf, das muss nicht heißen das sie sich 24 h am Tag frei in der Wohnung bewegen dürfen, aber das sie dennoch alles mitbekommen (abgeteiltes Abteil im Raum, oder Welpenzimmer nebenan), trotzdem sollten sie natürlich auch am Familienleben teilnehmen, aber ich erwarte das 10 Welpen 24 h überall herumwuseln
Auch teilweise Außenhaltung würde ich nicht grundsätzlich ablehnen, aber das muss mich dann schon überzeugen.
Am besten wohl Wohnungs-/Haushaltung mit Zugang zum Garten.
Was ich ansonsten erwarte: Gewöhnung an Halsband - viele Rassen haben ja Einheitsfarben und sowieso schon von Anfang an ein Erkennungsmerkmal um, da ist die Gewöhnung ans Halsband auch nicht weit.
Erfahrung mit adulten Hunden aus dem Haushalt (die wenigsten haben ja nur 1 Zuchthündin und das wars). Autofahren (schon zum TA müssen ja die meisten gefahren werden), auch 1-2 Ausflüge ins Feld oder auch mal ins Dorf/Kleinstadt wenn jetzt nicht gerade Weihnachtsmarkt ist.
Beim Zugang zum Garten lernen die Welpen auch schon relativ gut das mit der Stubenreinheit.
Erfahrung mit Kindern finde ich auch noch wichtig.
Andere Tiere wenn vorhanden oder in der Nähe ist das auch nicht schlecht, aber kein Muss, wenn der Züchter selber keine Katzen, Hasen, Hamster hat, dann ist das okay wenn sie auch keine kennengelernt haben. -
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Einen reinen Wohnungswelpen würde ich ungerne nochmal nehmen.
Aus dem Grund, weil meine Hunde eh im Haus leben und ganz automatisch die Umweltgeräusche samt Toaster ect. kennenlernen. Was ich ihnen schlecht zeigen kann ist: Nachts ists draussen dunkel und ausserdem gibts andere "komische" Geräusche...Deshalb finde ich es von Vorteil, wenn die Welpen zumindest Nachts im Zwinger mit Muttie schlafen...
Wobei das natürlich klasse sein muss! Also da habe ich schon Ansprüche...
Erwachsene Hunde sind eigentlich immer in Züchterhaushalten, Kinder oder Kinderbesuch ist gut...
Am besten ein Züchter mit nicht so viel Helfersyndrom, sondern robust und mit beiden Beinen auf dem Boden, der weiss, was Hund braucht.Und dann sind Untergründe kein Thema...Hier ne Folie, dort Laminat, da ein Steinboden, ect..pp..mit Fantasie ist das alles easy...
Abschrecken würde mich hingegen der "PERFEKTE" Kinder (äahhh) Welpenauslauf mit überwiegend Plastikzeug.
Was ich ganz dolle wichtig finde ist : WO macht der Welpe hin!
Mein erster Welpe lernte beim Züchter auf Handtücher zu pinkeln, was die Sauberkeitserziehung auf eine unendlich lange Zeit verlängerte.
Der gute Züchter kennt seine Hunde und überfordert sie nicht. Und das ALLER ALLER ALLLER wichtigste ist eine WESENSFESTE Mutterhündin...dann kann der Welpe auch ohne Halsbandgewöhnung beim Autolosen Hundezüchter wohnen
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Die wichtigsten Dinge würden ja schon genannt.
Für mich sind aber noch ein paar Dinge besonders wichtig:Die Welpen sollten verschiedenen Untergründe kennenlernen.
Knallfestigkeit kann man auch schon üben mit den Kleinen.Die Züchterin meiner Maus hat im Garten einen Welpenspielplatz aufgebaut, bei denen sich so manch andere ne Scheibe abchneiden kann.
Da liegt ein Gitterrost im Gras (ohne scharfe Kanten natürlich), eine Holzplatte und n paar Terassensteine, die "Spielgeräte" wie Wippe und Lauframpe sind mit verschiedenen Dingen verkleidet (Kunstrasen, PVC-Boden), an einer Stange hängen verschiedenen Blechdosen, die auch Rappelinhalt haben und im Wind gegeneinanderklappern. Flatterband und leere Müllsäcke hängen auch da dran.
Außerdem gibts zwischendurch mal einen Ar.... voll mit aufgeblasenen Luftballons, welche die Kleinen mit Freude zerplatzen.Außerdem macht meine Züchterin schon relativ viel von Anfang an. Da wird beispielsweise die Pfeife schon aufgebaut, sobald die Kleinen anfangen Welpenfutter zu fressen. Bei Pfiff gibts Fressi :-)
Stubenreinheits-Training wird angefangen, sobald die Kleinen raus in den Garten dürfen.
Autofahren ist angesagt, wenn es zum Tierarzt geht, wo dann auch schon ne Portion Fresschen auf die Kleinen wartet, um auch den TA-Besuch positiv aufzubauen.
Geschirr und Halsband wird beides gleichermaßen angewöhnt, sowie auch Krallenschneiden immer positiv belegt wird.Und zu guter Letzt gibts für den Käufer auch noch ein kleines Welpenpaket dazu. Eine kleine Decke mit dem Heimatgeruch ist dabei, wie auch das erste Geschirr, ein paar Futterrationen, Spielzeug usw. Eine Empfehlung für die ersten Welpentage in fremder Umgebung wie auch die angefangenen Übungen werden genauso dokumentiert und weitergegeben.
Meinen nächsten Hund werde ich auch wieder dort holen, da meine jetzige Maus mir zeigt, dass alles genau richtig gelaufen ist bei dieser Züchterin. Ob da nen LKW vorbei fährt oder Hubschrauber landet, ob da nen Rolli oder nen Kind aufm Roller kommt, oder gar der Staubsauger mit Bürstenaufsatz um meine Maus abzusaugen, alles völlig egal. Das juckt meine Maus so gar nicht. Stubenreinheit und Autofahren waren von Anfang an völlig problemlos, und an Silvester guggt sie sich kurz die Knallerei neugierig an, um sich dann direkt wieder schlafen zu legen.
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Ich finde es perfekt, wie es "meine" Züchter machen.
- Die Welpen wachsen auf mit Familienanschluss im Haus. Sind aber auch oft genug im grossen Welpenauslauf draussen an der frischen Luft mit angeschlossenem grossen Holzzwinger, der immer offen ist.
- Sie lernen von Anfang an andere Hunde kennen, da sie in einem Rudel von 15 Hunden aufwachsen. Hunde unterschiedlicher Grösse, unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Rasse.
- Ab und an werden sie auch mit in die Hundeschule genommen (meine Züchter betreiben selbst eine Hundeschule). Dort lernen sie dann viele fremde Menschen kennen, die erfahrungsgemäss ja bei Welpensichtung gerne mal ausflippen ("Aaaaaaaaaaw, wie niedlich! *kreisch*" etc). Daran sind sie dann auch schon gewöhnt.
- Dann lernen sie noch andere Tiere kennen, die dort mit auf dem Gelände wohnen (Pferde, Hühner, Enten, Hasen, Katzen, jetzt auch Kühe, Ziegen und Schafe)
- In der Regel gibt es bei jedem Wurf einen "Kindertag". Da kommen dann ein paar Kids zu Besuch, die unter Aufsicht mit den Welpen spielen dürfen. So lernen sich Welpen und Kinder gut kennen.
- Mindestens einmal ein Besuch in der Stadt. Da dürfen sie dann in Läden gehen, bei Fressn*** auf dem Laufband an der Kasse mitfahren, im Cafe sitzen etc.
- Im Welpenauslauf befindet sich auch noch ein "Welpenparcour" wie ich ihn nenne. Da liegen Gitter auf den Böden rum, Teppichstücke, Kiesel, Natursteine zum Kletter, Holzdingens, es gibt einen Miniaturagilitypark mit Wippe, Wackelbrett etc.
- Stubenreinheitstraining, sobald sie in den Garten dürfen.
- "Verteidige nicht deinen Kauknochen" wird geübt, an der Leine laufen, es gibt den "Futterpfiff" etc. Lauter so Kleinigkeiten eben.
- Sie lernen jedes Wetter kennen, da sie auch viel draussen sind. Also nix mit "Schönwetterhunden".
- Sie kucken sich jeden potentiellen neuen Besitzer genau an, sagen auch "Nein!", wenn das Gefühl nicht stimmt und da sie ihre Welpen gut kennen, vermitteln sie auch anhand des Welpencharakters, heisst, das muss auch zusammen passen.
- Natürlich kennen sie auch Autofahren, vom Tierarztbesuch.DAS sind mittlerweile meine Kriterien für einen guten Züchter.
Ich würde im Leben nirgendwo anders einen Rottweiler holen, als von ihnen. Shiva ist ein Goldstück, der gelassenste Hund, einfach super sozialisiert, neben der kann eine Bombe einschlagen und sie hebt bestenfalls den Kopf um zu kucken, was das nun war. Den Wesenstest hat sie mit einer 1+ bestanden und der Gutachter war hin und weg von der Maus.
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Zitat
hundekontakt in verschiedenen größen wäre mir auch wichtig, mal in der stadt gewesen sein fände ich auch vorteilhaft, andere tiere wäre schön aber ist nicht immer machbar.... hat der züchter keine katzen, kann er schlecht die welpen daran gewöhnen, denn er kann ja schlecht eine katze für die zeit holen ... pferde und so würden schon eher gehen, aber wohl eher so als koppelspaziergang.
Sorry, das da sind doch eher Wunschvorstellungen. Ein Züchter kann unmöglich seine 8 Wochen jungen Welpen dermaßen auf die Umwelt vorbereiten. Das scheidert schon einmal daran, dass die Welpen nicht leinenführig sind und zum anderen können unmöglich alle Welpen auf einmal trainiert werden.
Ein Züchter lebt nicht von seinen Hunden und hat nebenbei seinen Beruf zu bewältigen. Das beide unter einen Hut zu bekommen ist ein schwieriges Unterfangen. Bei vielen Züchtern klappt das sehr gut, weil eben "Familienbetrieb" und alle anfassen. Und Reizüberflutungen schaden auch nur, als dass sie was nützen.
Ich bin auch dafür, dass Welpen "Menschen kennen lernen, mit ihnen umgehen können, Alltagsgeräusche innerhalb der Wohnung als Normal hinnehmen können und den Straßenverkehr zumindest vom Geräusch her gelassen hinnehmen. Im Alter von 8 Wochen ist das bereits eine enorme Aufgabenbewältigung!
Ist der Welpe bereits ein Junghund, dann sind weitere ausgedehnte Erfahrensreize natürlich wichtig.
Also bitte, alles dem jeweiligen Alter des Hundekindes angepasst!
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Es ist sehr interessant was manche schon von den Welpen verlangen.
Ich kann zwar nur von meinen Welpen aus meinem ersten Wurf reden aber bei diesen habe ich auf jeden Fall einige wichtige Sachen festgestellt.
1. das die Kleinen möglichst in die "Aufgaben" hineinwachsen sollten.
2. das es trotzdem starke Unterschiede bei den Welpen geben kann wie sie auf Situationen reagieren.
3. wenn die Welpen vom Wesen in Ordnung sind sind mit zunehmenden Alter neue Situationen überhaupt kein Problem.Hier mal ein kurzer Bericht wie meine bis zur achten Woche aufgewachsen sind. Natürlich inklusive viel Kontakt zu mir von Anfang an.
Meine Kleinen haben quasi von Anfang an die normalen Geräusche im Haus mitbekommen. Mit 3,5 Wochen waren sie dann Tagsüber draußen wo sie einen Raum zum schlafen und ein "Gehege" zum spielen hatten, da haben sie auch die normalen Außengeräusche mitbekommen, einschließlich Rasenmäher und Straßengeräusche.
Halsband haben sie mit 5 Wochen kennengelernt und mit 6 Wochen die Leine, das erst einmal nur im Garten. Ab der siebenten Woche durften sie Tagsüber den ganzen Garten erobern und ich bin mit ihnen an der Leine vors Haus und auch mal zum Nachbarn. Besucher haben sie natürlich auch schon kennengelernt.
Mit knapp 8 Wochen sind wir kurz Auto gefahren und sie durften auf fremden Gelände laufen. Ab da gab es regelmäßig kleine Spaziergänge "um die Ecke" in die Felder die dann von Woche zu Woche länger wurden.Obwohl alle die selben Erfahrungen gemacht haben reagieren alle unterschiedlich auf neue Situationen, einer hier ist eine richtig coole Socke er schaut sich neues in ruhe an und entscheidet dann "ok alles klar". Der andere dagegen ist etwas unsicher was er dann mit Gebell quittiert.
Deshalb bin ich der Meinung das eine gute Umweltsicherheit zu einem großteil vom Wesen und zu einem kleineren Teil von der frühen Gewöhnung abhängt. Das ist halt die Erfahrung von meiner noch recht ursprünglichen Rasse.
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