Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil IV

  • Danke, danke, ich freu mich, Mitglied zu sein :D Kann nur noch lustiger werden - braucht noch mehr Humor, aber davon hab ich grad mehr als genug :)


    Lässt dein Mann ihr generell etwas mehr durchgehen? Wieviel bzw. was macht er mit ihr? Wir hatten (bzw. haben) das Problem hier auch, dass der Popel Männe nicht für voll nimmt und sich sehr viel mehr rausnimmt als bei mir. Inklusive aufdrehen und schnappen.
    Ich kann regelnd eingreifen, aber so lernt der Zwerg ja nur, dass ich das Sagen hab und Männe ein beschützenswertes Elend ist :D Was bei uns bei aufdrehen und schnappen sehr gut hilft, ist anleinen (Männe hat dafür immer eine Retrieverleine bei Hand), eine kurze Runde durch die Wohnung drehen und ein paar Kommandos durchexerzieren. Anfassen ist bei Wilson in solchen Situationen arg kontraproduktiv, daher die Leine.
    Mangelnde Bindung ist hier Punkt 2. Ich kümmere mich um die Erziehung und das Futter, ich führe ihn aus, er verbringt die meiste Zeit mit mir. Männe spielt und blödelt vor allem, sonst hat er nicht viel mit dem Kurzen zu tun. Wenn das Drangsalieren wieder zu arg wird, kriegt Männe wieder Aufgaben (mal rausgehen und ordentlich laufen, also ohne Geblödel, füttern, üben, eben den weniger lustigen Kram) und dann legt sich das für einige Wochen wieder. Ganz ernst nimmt der Zwerg ihn trotzdem nicht, aber solche Einheiten helfen dem harmonischen Zusammenleben.
    Vielleicht hilft dir ja etwas davon weiter :)

  • Serij hat grad einen grusligen Typen vor meiner Wohnung "entfernt". Sie ist in ihrem Bett gelegen, dann hat sie kurz aufgeschaut und geknurrt und dann ist sie mit einer Bürste und laut knurrend zur Wohnugnstür gelaufen, so hab ich sie noch nie erlebt. Ich hab dann die Tür aufgemacht und einen Mann die Treppe runterlaufen gesehen. Was der wohl wollte? :mute:

    Gute gemacht Serij!
    Ich bin auch echt froh, dass meine beiden wachen. Hier kommt keiner unbemerkt rein oder schleicht vor der Tür rum!

  • Danke Serasa das hilft mir doch schon weiter.
    Mehr durchgehen ja auch schon aus hilflos Gründen den er liebt sie zwar hat aber absolut keine Hundeerfahrung und auch keine Ahnung wie er reagieren soll.
    Sonst ist es ähnlich wie bei euch...er blödelt, geht mit ihr raus wenn ich nicht da bin und spielt.
    Das mit dem schützenswert kann ich mir vorstellen... :D

  • Also falls noch mal jemand behauptet, Labbis hätten keinen Jagdtrieb - eindeutig falsch. Wir waren gestern abend noch kurz spazieren, oben bei mir beim Verein. War schon ziemlich dämmerig und diesig. Läuft doch erst ein Fuchs (könnte auch ein Hase gewesen sein, dafür war es aber eigentlich zu groß) quer zu uns und Banks natürlich hinterher. Geht an der Stelle natürlich auch schön einen Hang runter, so dass der Hund bei 1, 2, 3 aus den Augen war. Ich also gerufen, gepfiffen, gerufen - dann kam er auch schon wieder.
    Keine 50 Meter weiter seh ich auf einmal einen Hasen, der sich dem Hund nähert (!). Hund sieht den Hasen just in dem Moment, als ich ihn abrufen will - und nichts wie hinterher. Wieder so einen sch**** Hang runter, den Rest siehe oben.
    Super Sache also, vor allem weil ich noch nicht mal genau sagen kann, ob er nun eigentlich auf den Rückruf reagiert hat oder "nur so" wieder abgedreht hat und zurückgekommen ist. :|


    Die tote Maus, die ich ihm ganz am Anfang erst mal wieder abnehmen durfte, ist da ja schon fast keiner Erwähnung mehr wert.

  • Danke Serasa das hilft mir doch schon weiter.
    Mehr durchgehen ja auch schon aus hilflos Gründen den er liebt sie zwar hat aber absolut keine Hundeerfahrung und auch keine Ahnung wie er reagieren soll.
    Sonst ist es ähnlich wie bei euch...er blödelt, geht mit ihr raus wenn ich nicht da bin und spielt.
    Das mit dem schützenswert kann ich mir vorstellen... :D

    Klingt für mich such so, als würde sie deinen Mann einfach nicht ernst nehmen. Wie wär's für ihn mal mit ner Runde Theorie in "Kommunikation mit Hunden"? V.a. wenn er öfter mit ihr alleine ist, wäre das evtl. ganz gut?


    Emma ist auch so eine! Sie weiß genau bei wem sie was machen kann und was nicht! Allerdings teilen mein Mann und ich ihre Erziehung ca. zu 50% und deshalb versuchen wir uns bei so ziemlich allem abzusprechen. Klappt bisher ganz gut. Allerdings hört sie trotzdem besser, wenn sie mit einem von uns allein ist.


    Gestern war sie wieder ein Träumchen! (Allerdings sind wir im Wald auch niemandem begegnet :hust: ) Nur 1x hat sie im Gebüsch wohl etwas gaaaaanz tolles gerochen und ist im Unterholz verschwunden (ich freu mich schon auf die vielen Zecken :fear: ). Das haben wir mal wieder als Anlass genutzt, uns zu verstecken. Da Emma sonst extrem aufmerksam ist (oder wir zu langsam!), bietet sich diese "Gelegenheit" nicht sehr oft. Sie war dann auch sichtlich verunsichert und seeeehr erleichtert, als sie uns nach nicht mal einer Minute wieder gefunden hat. Der Rückweg zum Auto und die letzten Meter an der Leine waren danach natürlich fast vorbildlich.


    Mein Mann geht auch grade dazu über sie im Büro fast immer abzuleinen. (Da sie alles und jeden auf ihre Labbi-typische Art und Weise "begrüßt", war sie bisher an einer 5m-Leine.) Vorgestern hat er mir ganz stolz erzählt, dass sie seine Kollegen, die ins Büro kommen, schon fast langweilig findet und nur noch die begrüßt, die sie sehr mag (und das ohne Anspringen).
    Und dann kam der Knaller (mein Mann ist Optimist!): sie habe nur eine Kundin angesprungen! Die Antwort auf meine Frage, wie viele Kunden denn an dem Tag ins Büro gekommen seien, dürft ihr erraten.... :pfeif:


  • Also falls noch mal jemand behauptet, Labbis hätten keinen Jagdtrieb - eindeutig falsch. Wir waren gestern abend noch kurz spazieren, oben bei mir beim Verein. War schon ziemlich dämmerig und diesig. Läuft doch erst ein Fuchs (könnte auch ein Hase gewesen sein, dafür war es aber eigentlich zu groß) quer zu uns und Banks natürlich hinterher. Geht an der Stelle natürlich auch schön einen Hang runter, so dass der Hund bei 1, 2, 3 aus den Augen war. Ich also gerufen, gepfiffen, gerufen - dann kam er auch schon wieder.
    Keine 50 Meter weiter seh ich auf einmal einen Hasen, der sich dem Hund nähert (!). Hund sieht den Hasen just in dem Moment, als ich ihn abrufen will - und nichts wie hinterher. Wieder so einen sch**** Hang runter, den Rest siehe oben.
    Super Sache also, vor allem weil ich noch nicht mal genau sagen kann, ob er nun eigentlich auf den Rückruf reagiert hat oder "nur so" wieder abgedreht hat und zurückgekommen ist. :|


    Die tote Maus, die ich ihm ganz am Anfang erst mal wieder abnehmen durfte, ist da ja schon fast keiner Erwähnung mehr wert.

    Sorry für den Doppelpost, aber ich hab Dandes Eintrag zu spät gelesen.
    Zum Thema Jagdtrieb hab ich nämlich noch ne Frage: Woran erkenne ich denn den Unterschied zwischen "echtem" Jagdtrieb und dem bloßen Bewegungs-Hetz-Impuls? (An letzterem üben wir schon fleißig!)


    Bei Emma ist es nämlich so, dass sie z.B. allem nachgeht, was sich plötzlich und schnell bewegt (startende/tieffliegende Vögel, Katzen, Bälle, Schmetterlinge usw,...echtes Wild hatten wir wundersamerweise noch keines). Meist ist sie dann noch abrufbar bzw. es reicht ein schnelles Abbruchsignal, wenn wir es rechtzeitig merken. Falls nicht, hört sie dann auf hinterher zu rennen, sobald das "Objekt" außer Sicht oder nicht mehr zu erreichen ist. Sie sucht dann auch nicht weiter danach.

  • Zum Thema Jagdtrieb hab ich nämlich noch ne Frage: Woran erkenne ich denn den Unterschied zwischen "echtem" Jagdtrieb und dem bloßen Bewegungs-Hetz-Impuls? (An letzterem üben wir schon fleißig!)

    Da gibt es einen Unterschied? Bzw., was soll den "echter" Jagdtrieb sein? Ich hätte jetzt beides in einen Topf geworfen, wobei die Trieblage bei echtem Wild vermutlich höher ist als bei einem Ball oder Blatt oder so. :ka:

  • meines Wissens nach ist Jagdtrieb halt Jagdtrieb. Es ist ein Impuls dem der Hund folgt. Das Problem daran ist, dass allein das Hetzen extrem belohnent ist. Darum jagt der Hund weiter hinterher. Ob er auch erlegt oder nicht ist denke vom Hund und Jagdobjekt abhängig.
    Im Prinzip muss man darum schon das Hetzen meiden egal wonach gehetzt wird. Oder man setzt das Hetzen als äußerst hochwertige Belohnung ein, z.B beim RR in Übung.


    @DandeDT10 trötze dich. Fenja ist auch schon ihrem ersten Hasen hinterher gehetzt. Nach etwa einer Minute hat sie Kopf und Ohren wieder eingeschalten und auf mein Rufen reagiert.
    Sofern du nicht durchgehend gerufen hast sondern mit Abständen und er daraufhin auf einem Ruf kam würd ich schon sagen das er auf den RR reagiert hat. Zumindest geh ich bei Fenja davon aus. Die war, erstmal bei mir angekommen, nämlich noch total durch den Wind und wie angefixxt.

  • Da gibt es einen Unterschied? Bzw., was soll den "echter" Jagdtrieb sein? Ich hätte jetzt beides in einen Topf geworfen, wobei die Trieblage bei echtem Wild vermutlich höher ist als bei einem Ball oder Blatt oder so. :ka:

    Hm, ich dachte immer Jagdtrieb sei aus der Motivation heraus, die Beute um jeden Preis zu suchen und evtl. auch (harmlos ausgedrückt) zu fangen bzw. sie ggf. aufzuspüren.
    Was ich in meinem vorherigen Post vergessen hatte: Sobald sich das andere Tier nicht übermäßig schnell bewegt und Emma nicht anschaut, ist es komplett uninteressant.
    Am Dienstag waren wir ja am See und da wir was zum essen dabei hatten, kamen die Enten doch beunruhigend nah (unter 1m). Aber Emma hat nur da gelegen bzw. im Wasser gestanden (schwimmen traute sie sich noch nicht) und hat mäßig interessiert geschaut.


    Und natürlich darf Emma NICHT hetzen! Daran üben wir sehr fleißig!

  • Also bei Serij merkt man schon einen Unterschied zwischen "einfach nur rennen" und jagen/hetzen. Die Körperhaltung ist eine komplett andere und auch die Trieblage.

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