Welche Rasse würdet ihr mir empfehlen?

    • Ich habe früher genauso Tipps verteilt.. "Einfach kein Aufwand drum machen, hat bei all unseren Hunden immer geklappt " bis der kam wo eben gar nix geklappt hat. Trotz Zweithund. Trotz Trainer. Trotz Türen zu von Tag 2 an. Trotz Beachtung aller schlauen Tipps. Seit dem liebe ich es wenn solche Tipps verteilt werden :mute: Mittlerweile klappt übrigens eine Std. Das wurde Minute für Minute erarbeitet.

    Es gibt immer Ausnahmen.
    Ich behaupte 99.9% der Hunde lernen ed am besten, wenn man es in den Alltag ohne Training intigiert. :ka:
    Und, was weiss ich, 99% der Hunde können eh ohne grössere Probleme für mehrere Stunden alleine bleiben (egal wie es aufgebaut wurde).


    Und was für Tipps soll man sonst geben, als die gängiste und warscheinlich Erfolgsführenste Variante.


    Nur weil der Tipp nun mal bei 1nem Hund 10000 Hunden so überhaupt nicht funktioniert ist er doch nicht falsch oder lasch daher geredet.
    Es ist eben ein "Tipp". :ka:

  • Ich habe z.b. hin und wieder einen gasthund. Laut Besitzer kann die jetzt nach ganz viel Training 2 Stunden alleine bleiben, dann fängt sie wohl zuhause an Krach zu machen. Bei mir bleibt sie ohne Probleme und ohne Krach 6-8 Stunden alleine.
    Ich wusste nicht, dass der Hund Probleme hat alleine zu bleiben, es kam mir auch absolut nicht in den Sinn.


    Ich hab sie einfach alleine gelassen und dachte mir nichts dabei. Und schon habe ich den Hund auch nicht unterbewusst mit meinen Emotionen belastet und es war so natürlich, dass es dann ohne Erwartungshaltung ablief und der Hund war völlig ruhig.


    Beim Besitzer klappt es trotzdem nicht länger. Aber prinzipiell hat mein gasthund kein Problem alleine zu bleiben, nur in Kombi mit ihrem Besitzer, mit dem ist es halt so eingefahren.


    Lg

  • Ich finde das mit dem Alleinbleiben auch schwer zu verallgemeinern.


    Finya hatte anfangs riesige Verlustängste. Die ist richtig in Trance gekippt und hat sich gar nicht mehr bewegt. Hätte ich sie nicht gefilmt, hätte ich gedacht, die kann problemlos alleinbleiben :ka:
    Da wurde es mit gezieltem Training Stück für Stück besser und nach 9 Monaten hat sie dann 1h geschafft. Da war der Knoten geplatzt und sie kann bzw. konnte (jetzt hält sie nicht mehr so lang ein) im Notfall sogar 10h allein bleiben, ohne dass sie danach hysterisch wurde oder so.


    Bei Frodo hilft alles nichts. Der war ja schon als Welpe so "gestört", dass er geschrien hat, wenn er nicht direkt an mir dran kleben konnte :omg:
    Ich bin froh, dass er zumindest mit Finya zusammen gut alleine bleibt.
    Zurzeit sind wir ja wieder ein wenig am Üben - das letzte Mal Pipimachen vor dem Schlafengehen gehe ich seit über einem Monat getrennt. Ich gehe immer zuerst mit Frodo und danach mit Finya. Normale Hunde würden irgendwann mal checken, dass wir gleich wieder da sind (dauert ja pro Hund nur 2min maximal) und würden sich einfach direkt hinlegen.
    Frodo nicht. JEDEN Abend läuft er mit vor zur Haustür, wenn ich dann mit Finya raus will, um nochmal mit rauszugehen. Auch nach 6 Wochen noch! Er hatte damit noch nie Erfolg. Das ist einfach nicht normal :ka:


    Er hat letztes Jahr gelernt in seinem "Indoorzwinger" alleine zu bleiben. Das hat relativ gut geklappt, aber trotzdem musste ich ihn absolut jeden Tag mal darin alleine lassen, damit er das nicht verlernt und das kann ich im Alltag nicht leisten. Nach jedem Tag an dem wir ganztägig zusammen sind, hat er alles wieder vergessen und beschwert sich wieder lautstark.


    Ganz ehrlich, wenn der auch noch ein Problem mit Menschen hätte, wäre ich spätestens, wenn Finya mal nicht mehr ist, am Ar***. So wird er dann einfach lernen für kurze Zeit allein zu bleiben (ist ja dann einfacher zu üben) und für längere Abwesenheiten bekommt er einen Sitter. Fertig.

  • Das sind z.b. Dinge, die ich beim Welpen schon nicht zulasse. Ich lasse den Welpen nicht an mir kleben. Entweder er entfernt sich selber von mir (erstmal natürlich im Haus) oder ich erkläre ihm, dass er sich von mir entfernen muss.


    Ich bin sicherer Hafen, aber ich bin keine ewige Krücke. Ich finde es brutal wichtig, dass ein Welpe oder Hund auch mal etwas ohne mich schafft. Problem löst, ohne das ich ständig Pfötchen halten muss.


    z.b. wir haben eine magnetfliegentür. Klein Nevis wollte als Welpe da nicht alleine durch gehen. Mit mir gemeinsam, ja. Alleine oh weh, oh weh. Also musste er alleine durch gehen. Ich stand auf der anderen Seite und habe mit den Hunden gespielt und er wollte unbedingt auch und ja, ich habe ihn in diesem Dilemma gelassen, er hat geweint, gejault, gejammert. Ich habe nicht reagiert. Er hat sich schließlich ein Herz gefasst und ist durch gerannt und er ist fast geplatz vor Selbstsicherheit. Er hat es alleine geschafft und das war wichtig. Ich habe ihn nicht gelobt, keine Party gefeiert, nichts. Die fliegentür gehört zum normalen Leben, da mache ich doch kein Gewese drum. Er jetzt heute auch keines mehr.


    Und ja, alle meine Hunde kleben ein Stück weit an mir, Hudson besonders, aber alle haben gelernt auch selber mit Situationen und Problemen klar zu kommen. Wenn ich sage, sie sind gefragt, dann sollen sie sich auch drum kümmern. Und wenn ich sage, du bist still, ich mache das. Dann akzeptieren sie auch das.


    Die Frage stellt sich, wie abhängig mache ich meinen Hund von mir und was traue ich meinem Hund zu. Es gibt Hunde, die ohne Erlaubnis nicht mal die Räume wechseln. Das ist dann einfach Zuviel des guten. Gibt Hunde die neigen zu dieser extremen Auslegung. Da muss man dann gegen steuern und zwar nicht wenig.


    Ich halte mich immer ein bisschen an Distanz schafft Nähe. Auch wenn ich zuhause bin, möchte ich nicht ständig von Hunden belagert werden, die ständig an mir kleben. So etwas stelle ich beim Welpen schon ab.


    Lg

  • sehr schön beschrieben :bindafür: .
    ich gerne noch um den punkt ergänzen, dass das kleben am halter durch vermenschlichtes denken oftmals für "treue & anhänglichkeit" gehalten wird, es aber schon längst kontolle ist.

  • Hi,
    Vielleicht hat hier ja jemand passende Vorschläge für mich.
    Wir werden bald auf einen Resthof ziehen, der in Alleinlage ist und auch, wenn ich bereits 4 Hunde habe, die "wachen", hätte ich gerne noch einen Hund, der auch im Ernstfall wirklich ernst machen würde.
    Ich habe Schafe und Border Collies. Habe da natürlich an einen Aussie aus AL gedacht, aber da ist das mit dem Schutztrieb ja auch leider nicht garantiert.
    Zudem habe ich öfter Gasthunde und schön wäre es natürlich, wenn ich alle Hunde zusammen laufen lassen könnte.
    Also gibt's eine Rasse, die nicht zu schwer/zu groß ist, ordentlich Wach- und Schutztrieb hat, dabei aber gut zu managen ist mit Fremdhunden?
    Würde mich sehr über Vorschläge freuen :smile:

  • Nicht nur Kontrolle, sondern wirkliches halten in Abhängigkeit und das ist weder für den Menschen, noch für das Tier gut.
    Hunde sind ja eh abhängig von uns Menschen, aber diese Abhängigkeit noch steigern und extrem auslegen, dass ist für niemanden gut. Und ja, es gibt Hunde die neigen dazu. Und da muss man gegen arbeiten. Wie war mein Satz beim hundetrainer: " hilf, wie bekomme ich den Hund weg von mir?" Aber einem muss halt bewusst sein, dass auch dieses kleben ein Zustand ist, gegen den man trainingsmässig etwas tun muss.


    Ein Hund der das nicht gelernt hat, hat wahrscheinlich auch Probleme mit dem alleine bleiben.


    Aber wir sind hier völlig OT.


    Ein Schäferhund evtl ?
    Lg

  • Ich denke mit wechselnden Gasthunden wird das bei allen territorial veranlagten Hunden schwierig ohne Kontrolle durch dich.
    Da würd ich mir nochmal überlegen wo der Fokus drauf liegt und welche Einschränkungen du gewillt bist hinzunehmen.


    Konkretiesier doch mal Gewicht/Größe , was zu groß/schwer ist nimmt ja jeder anders wahr :D

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!