Nr 2 zu einem Jack Russell

  • Ich hab hier gerade mal alles gelesen und musste etwas lachen, als du von deinem Partner erzählt hast. Dass er einen Kumpel zum Raufen will und so. Mein Freund war da genauso. :lol:
    Ich hatte viel Arbeit, ihn überhaupt zu einem Hund zu überreden, und dann musste es etwas stattliches sein. Wie sieht das denn aus, als Mann, mit so einer Fußhupe!! :roll:
    Die kommt dann deshalb jetzt als Zweithund bei uns. Ich finde es auch schön, zwei möglichst gegensätzliche Hunde zu haben, die sich gut ergänzen.


    Was deine Frage, ob Rüde oder Hündin angeht... wenn beide nicht kastriert/sterilisiert werden sollen, würd ich spontan zu Rüde tendieren. Das ist eine sehr subjektive Einschätzung. Meine Eltern hatten zwei Hündinnen und mangels richtiger Erziehung gingen die sich irgendwann regelmäßig gegenseitig an die Kehle. :omg: Klar, dass man dem mit guter Erziehung leicht entgegenwirken kann.


    Ich hab bei uns auch lange drüber nachgedacht, ob Rüde oder Hündin, weil Pelle komplett verträglich ist und außerdem kastriert, ich glaube für ihn hätte es kaum einen Unterschied gemacht. Allerdings gab dann den Ausschlag, dass wir öfters mal einen Pflegehund hier hatten (einen großen schwarzen Labrador, und so lieb dieses Tier auch ist, ich teile deine Vorurteile gegenüber dieser Rasse komplett, denn er war einfach nur "treudoof"), und auch wenn die beiden miteinander klarkamen und gelegentlich auch draußen gespielt haben, die große Liebe war es nie. Die Hündin meiner Mutter dagegen, da ist er so richtig der Gentleman. Sie darf bei ihm alles, er räumt sogar seine Decke für sie und zupft liebevoll an ihr rum. Irgendwie wäre so eine Zuneigung glaube ich bei einem Rüden so nicht möglich für ihn. Daher wird es bei uns jetzt eine Hündin.

  • Ja, ich wollte das Ganze nur in dem Raum werfen, weil es sich ziemlich sicher angehört hat. Und wenn er sicher als Schulbegleithund arbeiten soll, würde ich eine andere Rasse wählen. Wenn das nicht zwingend sein muss, ist das ja okay ;)


    Cane Corso würde mir persönlich auch viel besser gefallen als Boxer. Aber viele Molosser sind ja kleine Sabberschnuten. Wie gefällt dir denn der Bullmastiff? Das ist ja ein Hund, den ich auch toll finde :D

  • Ich kann ehrlich gesagt nicht erkennen, ob meine Hündin lieber Rüden mag. Außer zur Läufigkeit, da ist sie schrecklich charmant zu den Herren :herzen1:
    Sie orientiert sich eher am Charakter des Hundes. An souveränen Hunden orientiert sie sich sehr, ängstliche werden auch mal gepiesakt (unterbinde ich). Ich hab immer das Gefühl, dass mein Hund andere super einschätzen kann. Da gibt's zb ein Staff-Pärchen hier, den einen umrundet sie in weitem Bogen, wenn er ihr zu nahe kommt, dem anderen macht sie direkt eine klare Ansage.


    Wegen der Hündinnen-Kämpfe hab ich etwas Schiss. Wenn zb 40kg ernsthaft gegen 7kg sind, dann gibt es keine faire Chance. Deswegen ein Welpe (da kann ich mir Fehler dann selbst zuschreiben) und Tendenz zum Rüden. Wobei ich viele Mädels kenne, die im Team wunderbar klar kommen.


    Jaja, die Männer.... Mein Mann hat natürlich Mitspracherecht, aber um Erziehung, Beschäftigung und Auslastung kümmere hauptsächlich ich mich. Deswegen muss er da meine Wünsche eher akzeptieren, auch wenn ihm meine eventuelle Wahl "unmännlich" erscheint. Wobei, wenn's kein Pudel oder Bichon ist, wäre es auch schon ok für ihn.

  • Achso, also wie bei Labbi und Co? Das mit Show- und Arbeitslinie bei Boxern wusste ich noch nicht. Hättest du ein Vergleichsbild?

    Klar hier ein IPO 3 Rüde
    http://www.bk-muenchen.de/zuch…andros-vom-elsavatal.html


    Und einer der mehr Ausstellung geht
    http://www.bk-muenchen.de/zuch…on-the-fifth-element.html


    So verschiedenen sind die Linen nicht aber der Arbeiter geht gerne mehr und sind für mein Geschmack Kerniger.


    Ich kann dir auch gerne ein paar Züchter zum kucken schicken

  • @BoxerandSchäferhund
    Das ist lieb, aber mit Boxern werd ich irgendwie nicht wirklich warm :ka: Ich glaub dir, dass das bestimmt ganz tolle Hunde sind, die vielleicht sogar gut zu dem passen, was ich suche, aber so richtig "Liebe auf den ersten Blick" ist es einfach nicht. Ich kann mir vorstellen, dass das an meinen bisherigen Boxer-Begegnungen liegt, die ich allesamt nicht so prall fand (bis hin zu einer absoluten Negativerfahrung, wo der Hund noch am wenigsten Schuld hatte, sondern dass eine Oma Ende 60 einfach keinen Boxer geschenkt kriegen sollte, dem sie körperlich und geistig überhaupt nicht gewachsen ist). Dann hat es keinen Sinn, mich da mit Züchtern auseinander zu setzen. :bussi:

  • Hey, wir haben uns hier gestern Abend nochmal lange zusammen gesetzt und über unsere Ansprüche und was wir dem Hund geben können gesprochen, Rasselisten durchgeblättert etc.
    Bei folgenden Rassen sind wir hängen geblieben:


    -Rottweiler
    -Cane Corso
    -Großer Schweizer Sennenhund
    -Schweizer Schäferhund


    Alle diese Hunde gefallen uns optisch und von der Beschreibung her sehr gut (natürlich gibt's da andere Schwerpunkte und man muss noch die verschiedenen Zuchtlinien beachten). Bis auf den CC haben wir auch mehrere Hunde der Rassen persönlich kennengelernt und haben auch im näheren Umfeld welche, mit denen wir zusammen spazieren gehen.
    Trotzdem kann ich mir nun kein "richtiges" Bild daraus machen, denn ich kenne ja nicht so viele Hunde, dass ich Aussagen zur Rasse verallgemeinern kann.
    Deswegen hoffe ich auf euer Schwarmwissen bzw Spezialisten, die uns noch mehr über diese Rassen sagen können und ob sie im Prinzip zu uns und unserem Jacky-Mix passen. :hilfe:


    Besonders interessieren mich folgende Fragen:
    - wie viel Auslastung ist unbedingt nötig, dass der Hund sich wohl fühlt (muss es wirklich jeden Tag Power geben?)
    - wie verhält sich der Hund bei fremden Menschen außerhalb seines Reviers
    - Wie "trampelig" ist der Hund (spielt er lieber körperbetont oder rennt mehr) ?
    - welche Eigenschaften hat die Rasse, die andere vielleicht nicht haben (die GSS, die ich kenne, "erzählen" zB allesamt extrem viel) ?
    - Eher "Ein-Mann-Hund" oder doch auf die ganze Familie bezogen?
    - was gibt es sonst so zu den Rassen zu sagen, was man in so einer Rassenbeschreibung nicht findet?


    Ich würde mich da wahnsinnig über Erfahrungsberichte freuen :applaus:

  • Also ich hatte meinen vorigen Hund auch mal mit in die Schule. Da wurde aber als aller erstes nach der Rasse gefragt und einen Molosser hätte ich gar nicht erst mitbringen dürfen. Da ist es dann auch egal, ob man Vorurteile ausräumen will oder nicht, wenn man gar keine Gelegenheit dazu hat ;)
    .....

    Das wollt ich auch grad schreiben. Wobei ich das voll lustig finde - denn ein Labbi mit über 40 Kilo (solche Brocken gibt´s zuhauf) sieht genauso aus wie n Molosser - breit und schwerfällig mit nem Monsterkopp. Aber der heißt ja Labbi und ist daher ungefährlich *kopfgegendiewandschlag.....


    Vor allem würd mich mal schauen, über wen der Besuchsdienst geht. Wenn das über ne Hilfsorganisation geht, die bilden meist keine sog. "Listenhunde" aus :(
    Also besser erst abklären, was an rassen tatsächlich auch gern gesehen oder zumindest akzeptiert wird, bevor Du Dich auf nen Besuchshund freust, und wenn er net ausgebildet wird, mußt Dir was Neues einfallen lassen - dann hast 2 Hunde mit unterschiedlichen Hobbies, und damit den dreifachen Zeitaufwand mit Trainingsfahrten etc.


    Abgesehen davon würde ich aufpasssen, nicht ne komplette Schlaftablette zum Terrier dazuzunehmen - könnte sein, daß ein sehr ruhiger Hund dann irgendwann recht schnell genervt ist vom Terriergehibbel, und nur noch seine Ruhe will, oder der Terrier mal eine auf die Mütze kriegt, wenn er den Anderen nervt *gg

  • Was Du noch beachten kannst, ist bissel die voraussichtiche Lebensdauer. Gerade die Schweizer sterben ja häufig recht jung (Krebs und so, hab ich mir von ner Züchterin sagen lassen)- und wenn ich nen Hund zum Arbeiten ausbilde, der dann 2-3 Jahre nach Beendigung der Ausbildung schon wieder stirbt - wär doch schade um die Arbeit....


    Außerdem hast dann u.U. das Problem, daß der Terri und der Neue gleichzeitig alt sind und evtl. Hilf brauchen beim Gehen oder so. Dann bist doppelter Pfleger sozusagen - und sie gehen auch in relativ geringem Abstand voneinander...... (das hab ich bei meinen z.B. gar nicht bedacht gehabt - aber die werden eh hundert! :-) Mindestens....) Dann fängt man, wenn man einen Besuchshund weiterhin haben möchte, komplett von vorne an, kann eine Zeitlang gar nicht eingesetzt werden, solange die beiden Hunde alt sind, und ein Neuer noch nicht fertig ausgebildet ist (je, nachdem, wie wichtig einem die Tätigkeit an sich eben ist, ob man unbedingt dabei sein möchte aktiv, oder ob mans eher macht, weils dem Hund Spaß macht dann kanns einem ja egal sein, wenn man gerade nicht aktiv ist).


    Gerade Rottweiler und Cane Corso fallen übrigens in etlichen Bundesländern unter das bereits angeprochene Thema "Listenhund", siehe mein voriger Beitrag :-)

  • Ich würde mal sagen, Mein Rottweiler würde zu deinen Vorstellungen passen.
    Ich kenne allerdings auch andere, welche das komplette Gegenteil meiner Hündin sind.
    Aber da können wir ja beim Harz treffen mal drüber reden :)

  • Dann will ich mal antworten, vielen lieben Dank für die Anregungen!


    - unser jetziger Verein ist da sehr aufgeschlossen und ich hätte ihn auch direkt in den Wind geschossen, wenn er derartige Vorurteile gegen bestimmte Rassen hätte.


    - Ich hab mit dem Besuchsdienst angefangen, weil Agility und richtiges Tricksen für meinen Hund nicht geht (Knieprobleme bei Kleinhunden...) und Obedience nichts für ihn ist, aber er unbedingt einen "Job" verlangt hat. Ich fühle mich da sehr wohl, weil wir Leute glücklich machen und ich nicht auf einem Turnier in dem "Wettkampf-Modus" muss und weil mich bei unserem Verein niemand oberlehrerhaft belehrt, weil es nunmal Keim Training oder keine Hundeschule ist. Hätte mein Hund aber nicht nach einer Aufgabe verlangt, wäre ich da auch nicht reingerutscht :)



    - Wir wohnen in Niedersachsen und werden auch nach Möglichkeit in Niedersachsen bleiben. Ein Verein darf hier also gar nicht wegen Rassendiskurs ausschließlich. Eine Rasseliste gibt es hier nicht. Und wenn wir in ein Bundesland mit Rasseliste ziehen, dann hab ich überhaupt kein Problem damit alle erforderlichen Sachen zu absolvieren. Ich kenne aber eine Grundschullehrerin mit einem Rotti in Bayern als gelegentlicher Schulbesuchshund. Wenn's da geht, sollte es überall gehen, oder?


    - Wenn der Hund nicht geeignet für den Besuchsdienst ist, dann wäre es halt so. Alternativ (oder zusätzlich) kann ich mir Obedience oder UO oder SchHSp oder Zughundesport/Triking vorstellen. Ich möchte jetzt keinen reinen Hund zum Arbeiten, aber da viele Hunde eine Beschäftigung genießen, wäre das in diesem Bereich wieder meine erste Wahl.


    - Danke für den Hinweis mit der Schlaftablette! Da das aber (abgesehen vom GSS) alles Gebrauchshunderassen sind, wird es an Arbeitseifer und Hummeln im Hintern nicht mangeln, oder? Mein Terrier kann zugegebenermaßen bei mehreren ruhigen Tagen schon nervig werden. Aber er ist mit seinen 5 Jahren auch schon deutlich ruhiger im Vergleich zu vorher geworden. Ich traue ihm einen Mitbewohner zu :) Ich hoffe eher, dass er dann nicht von einem Welpen genervt ist, der doppelt so viel wiegt wie er. Aber dann sind die Menschen ja zum Aufpassen da, dass sich weder groß noch klein / alt noch jung gegenseitig ärgern.


    - Die Lebensdauer ist ein guter Gedanke. Beim Rotti stand früher 10-12, jetzt lese ich öfter 8-10? Ich kenne aber Rottis und GSS, die sind 12 und 13 Jahre und noch recht fit. Das kann man wohl nie ganz sagen, ob Krebs kommt oder nicht. GSS mit Krebs kenne ich ebenso viele wie andere Hunde mit Krebs.


    - über das Alter mache ich mir wirklich ungern Gedanken :( Mit viel Glück hat mein Hund noch gut 10 Jahre zu leben, wenn Nr 2 in 2 Jahren kommt, dann ist der gerade 8 Jahre. Ein Vorteil ist, ich muss mich dann nicht "aufspalten" und erst kurz mit Alt und dann lange mit Jung raus, sondern kann beide Alte mehrmals am Tag zusammen ausführen. Ich empfinde das als positiv.
    Aber planen kann man das sowieso nicht - wer weiß, was in 10 Jahren auf uns zukommt und was bis dahin passiert? Ich hoffe mein Hund wird mindestens 25 Jahre alt! :D

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