Hunde in der Kirche

  • Ich persönlich bin keins ehr religiöser Mensch, trotzdem finde ich Hunde in der Kirche unpassend.

    Da hätte ich persönlich auch Bedenken und ich glaube viele in meiner Familie fänden es befremdlich, deswegen würde ich auf Hunde in der Kirche (=Gotteshaus usw.) verzichten.

  • Bei uns ist es ja dieses Jahr noch so weit. Ein Gast hat aber schon angekündigt, dass er da seinen Hund mitbringen möchte. Er war ziemlich sauer, als ich gesagt habe, dass ich das nicht möchte. Er überlegt sogar, deswegen gar nicht zur Hochzeit zu kommen, weil der Hund ja auch sonst überall hin mitkommt. :/

    Schwierig, aber hey, ihr seid das Brautpaar, ihr bestimmt die Regeln.
    Wir haben nicht eben eine klassische Feier gewollt und gemacht, nur schließlich sollte es ja uns gefallen, war ja unser Tag!
    Und mal ehrlich: Man kanns nunmal nicht allen recht machen!

  • Newton war auch schon mit auf einer Hochzeit. Inklusive Kirche. Finde es nicht unpassend. Gerade dort sollten doch alle Geschöpfe Gottes willkommen sein. Bei meinen Eltern in der Gemeinde gibt es zum Beispiel regelmäßig Tiersegnungen.

  • Mir wäre auf meiner eigenen Hochzeit tatsächlich wichtig, dass es MEIN Tag ist und ich ihn so plane, dass er mir gefällt. Wenn ich meinen Hund gerne mitnehmen möchte und es in der Kirche erlaubt wird, warum nicht. Genauso ist es doch in Ordnung, wenn ich das nicht möchte.
    Wer sich als Gast mit meiner Entscheidung nicht anfreunden kann, soll der Feier bitte fern bleiben.

  • @persica
    Ja, anfangs war ich auch gar nicht sauer, sondern hab ihn und seine Wut gar nicht verstanden.
    Aber wenn man mal überlegt, dass er an uns die Bedingung knüpft "Entweder ich komme mit Hund oder gar nicht" und er lieber zuhause bleibt als einmal mit uns an unserem wichtigsten Tag zusammen unsere Liebe zu feiern und sich für uns zu freuen, dann fand ich sein Verhalten wirklich sehr verletzend. Klar liebt er sein Tier, aber es hätte keinen Schaden, wenn er es zuhause lässt. Da ging es ihm ums Prinzip.

  • @Czarek
    Kann ich nachvollziehen, und ist auch traurig.
    Aber wer weiß, vielleicht kommt er von seinem Trip auch wieder runter und denkt nochmal drüber nach.
    Oder ihr findet einen Kompromiß - z.B. Kirche nein, Feier später ja?


    Achja, alles Gute für euch :gut:

  • @persica
    Ja, anfangs war ich auch gar nicht sauer, sondern hab ihn und seine Wut gar nicht verstanden.
    Aber wenn man mal überlegt, dass er an uns die Bedingung knüpft "Entweder ich komme mit Hund oder gar nicht" und er lieber zuhause bleibt als einmal mit uns an unserem wichtigsten Tag zusammen unsere Liebe zu feiern und sich für uns zu freuen, dann fand ich sein Verhalten wirklich sehr verletzend. Klar liebt er sein Tier, aber es hätte keinen Schaden, wenn er es zuhause lässt. Da ging es ihm ums Prinzip.

    Ich war auch schon auf einer Hochzeit zu der Newton nicht mitdurfte. Er hat dann an diesem Tag einen Probetag in der Hundepension unserer Wahl gemacht. Newton ist ein sehr unkomplizierter Hund und die Braut ist meine beste Freundin, d.h. für mich war klar, dass ich zur Hochzeit gehe, auch ohne Hund.
    Aber hätte ich jetzt einen Hund der so einen Tag in der Pension schlecht wegsteckt und wäre die Braut bzw. der Bräutigam "nur" Bekannte, würde ich evtl auch lieber zuhause bleiben. Ich finde man sollte da immer die jeweiligen Umstände beachten, bevor man wütend/enttäuscht/beleidigt ist.

  • Bei uns ist es ja dieses Jahr noch so weit. Ein Gast hat aber schon angekündigt, dass er da seinen Hund mitbringen möchte. Er war ziemlich sauer, als ich gesagt habe, dass ich das nicht möchte. Er überlegt sogar, deswegen gar nicht zur Hochzeit zu kommen, weil der Hund ja auch sonst überall hin mitkommt. :/

    Und das ist leider so ein bisschen gang und Gäbe geworden ...
    Wenn man keine gute Betreuung findet, den Hund stunden lang im Hotel/Auto lassen müsste - klar, dann steht das Wohl des Hundes im Vordergrund.


    Aber partou zu sagen "Nä, mein Hund ist immer dabei! Und wer damit ein Problem hat, hat Pech!" - das ist in meinen Augen assozial.
    Um die Bedürfnisse und Wünsche unserer Hunde sorgen wir uns permanent - lassen dabei aber oft außer acht, dass auch unsere Mitmenschen Bedürfnisse und Wünsche haben, die mindestens genauso wichtig sind wie die des Hundes.


    Viele mögen es nicht Hunde und Kinder zu vergleichen, weil es gesellschaftlich noch nicht anerkannt ist dass ein Hund genaso viel wert wäre wir ein Kind.
    Kinder werden aber auch bei der Omi/Tante/... gelassen wenn die Eltern irgendwo hin gehen wo das Kind nicht mit kann/soll/darf (Feier, Beerdigung, Geschätsreise, ...)
    Da habe ich noch nie gehört "Die Kinder sind immer dabei!!"
    In diesem Falle wird der Status des Hundes ja sogar über den des Kindes gehoben ...


    Ich verstehe nich wo das Problem liegt eine vernünftige betreuung zu suchen für den Hund.
    Dann ist das Ganze auch kein Thema für den Wuff mal 1 oder 2 Tage von Herrchen/Frauchen getrennt zu sein - zumindest nicht für 98% aller Hunde schätze ich mal. Ausnahmen gibt es immer.
    Ich hab mich 3 mal mit dem Hundesitter getroffen der auf arek 30 Minuten aufpassen sollte - das war mir auch die 30 Minuten wichtig dass ordentlich mit ihm umgegangen wird. Und mehr Aufwand ist das auch nicht - raus muss ich mit dem Hund ja eh.
    Und ob ich nun in den Wald oder zum hundesitter-Treff gehe ist völlig egal.


    Zumahl es wirklich für einen Hund viel viel Stress bedeuteu bei einer Hochzeit mit dabei zu sein.
    Ich hätte auch gedacht, das geht - bis dann der tag kam und ich einfach nur froh war, dass er dem Ganzen nicht ausgesetzt ist.
    Und nur weil "Ich ihn dabei haben will" - muss er das nicht mit machen. - Das gilt für meinen Hund und ich kann auch nur über meinen Hund sprechen.

  • Laut Hundehaltungsverordnung S.-H. ist das Mitnehmen von Hunden in die Kirche nicht erlaubt.
    Ich bin selber Atheist, aber dennoch bin ich der Meinung, dass es dem Hund nicht schadet, bei der kirchlichen Trauung abwesend zu sein und dass ein Hund in der Kirche einfach nichts zu suchen hat.



    Mitnahmeverbot
    Es ist verboten, Hunde mitzunehmen in
    1. Kirchen, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser,
    2. Theater, Lichtspielhäuser, Konzert-, Vortrags- und Versammlungsräume und
    3. Badeanstalten sowie auf Badeplätze, Kinderspielplätze und Liegewiesen.
    Ferner ist es verboten, Hunde dort laufen zu lassen. Darüber hinausgehende Regelungen bleiben unberührt.

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