barf-gesundheitsschädlich

  • das Wort "BARF" ist eine Modeerscheinung, das ist das einzig richtige an der Geschichte.


    Eigentlich müssten die Hunde doch bis ca. vor 70 Jahren alle ausgestorben sein bzw. sowas von Krank, das wir heute doch gar nicht so viel Hunde haben dürften.
    Denn vorher gab es kein Fertigfutter. Es wurde mit allem was es gab gefüttert.


    Und wenn man vielleicht nicht nur unsere Hunde anschaut, sondern auch mal in anderen Ländern sich umsieht (Polarregionen, abgelegene Orte in Russland oder in Wüstengebieten) wo es sicherlich kein Fertigfutter gibt (in vielen Ländern wird man einen Teufel tun und auch noch Geld für Fertigfutter ausgeben) so muss man doch sehen, daß es auch da Hunde gibt, die nicht schwerkrank sind, die sehr alt werden.


    Und das Wölfe keine 15 Jahre werden (wir kennen ja nun nicht alle und wissen dies auch nicht unbedingt) liegt wohl eher daran, daß sie gejagt werden, daß Krankheiten nun mal zum Leben dazu gehören, daß Unfälle zum Leben dazugehören.


    Ist zwar kein wissenschaftlicher Nachweis: aber Günther Bloch konnte von keinem tot gefundenen Wolf berichten, der an einer Magendrehung eingegangen war. Natürlich kann man daraus noch nichts ableiten. Wenn man sich aber überlegt, daß Wölfe große Mengen an Futter schlingen, um diese dann im Magen zu den Jungen zu befördern, über Kilometer hinweg und auch noch im Trab. Also schon schwierig Rückschlüsse in allen Futterfragen auf unsere Hunde umzulegen.

  • @ Terry:
    Leider kann ich dich derzeit nicht bewerten, deshalb auf diesem Wege :gut: :gut: :gut:
    Ich seh das absolut genauso, und in Anbetracht der von dir genannten Beispiele kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass Hunde so wahnsinnig sensibel sind was ihre Ernährung betrifft wie es in diesem (und anderen Foren) oft den Anschein macht!

  • Wenn ein Hund nicht krank ist/keine Allergie hat glaub ich auch nicht, dass er so sensibel ist.
    Aber was spricht dagegen, wenn ich meinen Hund so gut wie ich kann ernähren mag? Unser alter Hund ist mit dem billigsten DOFU auch fast 18 Jahre alt geworden - unser Golden lebt mittlerweile seit fast 10 jahren mit dem TROFU von Schlecker und ist kerngesund.
    Klar geht das - aber allein, wenn ich unseren beim Fressen zuschau, weiß ich, dass ich mich richtig entschieden hab :)

  • Hi,
    habe die Diskussion verfolgt (barfe selbst nicht) und denke, dass Hunde sowohl von schlechtem Fertigfutter als auch von BARF in schlechter Zusammensetzung Mangelerscheinungen bekommen bzw. krank werden können.


    Als ich ein Kind war, hatten wir einen Cocker, der fast ausschließlich Frolic Trofu bekommen hat. Er war übergewichtig und ist mit 10 Jahren gestorben (Milztumor). Ich führe das auf die schlechte Ernährung zurück.


    Seit ich eigene Hunde habe, seit 14 Jahren, füttere ich Trofu und Dose, gedünstetes Gemüse, frisches Obst, auch mal gedünsteten Fisch oder Huhn, Johgurt, Quark etc., also abwechslungsreich. Meine Hunde sind alle 14 und 15 Jahre alt geworden.


    Ich glaube man kann so oder so Fehler machen und dem Hund schaden.


    LG
    Marion
    :) Man kann auch ohne Hunde leben - aber es lohnt sich nicht... :)

  • PS. Ich glaube, dass es noch nicht mal 70 Jahre sind, seitdem es FeFu gibt. Irgendwo hatte ich mal was von 40 Jahren gelesen.


    @ Björn:
    Wie wär es denn mal mit einem großen Blutbild? Dann kannst Du schauen, wie es Deinen Hunden mit Deinem Futterplan ergeht. Ich glaube, dass es Hunde gibt, die einfach sensibel reagieren und welche, die dies nicht tun. Meine TH hat mir mal von einem Hund berichtet, der zeitlebens mit gr. Pansen ernährt wurde > er hatte keine Mangelerscheinungen. Vielleicht war es nur Glück, vielleicht ein widerstandfähiger Hundekörper?! Wer weiß. Ich jedenfalls habe am letzten Blutbild gesehen, dass es für meine Hündin jedenfalls nicht so einfach geht. Bitte sprich mir deshalb meine pingeligen Tipps nicht ab. :wink: Besser man weiß davon und hat alternative Entscheidungsmöglichkeiten, als wenn alles immer gleich von Anfang an so easy genommen wird. Oder? Es kann ja dann jeder selber entscheiden.

  • Wollt noch mal auf die Enzyme zurückkommen...


    Meiner Meinung nach geht es hier nicht um die Enzyme die in Gemüse und Obst vorkommen sondern die Enzyme die das Tier bereitstellt für die Verdauung des Gemüses/Obstes.


    Also Lamm futtert Gras, Samen und Knospen, Wolf kommt und erlegt es, reißt es auf, futtert als erstes Mageninhalt der aus dem Gras, Samen und Knospen besteht und mit Enzymen und Magensäure des Lammes versetzt ist und so vorverdaut wird. Einige Verdauungsenzyme werden übrigens schon im Maul aktiviert und zugesetzt. Die weiteren Verdauungsenzyme werden aus der Bauchspeicheldrüse freigessetzt.


    Demnach müßten für die Rohfütterung 2 Dinge interessant sein. Zum einen kann der Carnivore kein Gemüse an sich und mit seinen eigenen Enzymen verdauen - einfach weil er als Carnivor diese gar nicht hat. Also ist er darauf angewiesen daß ein anderes Tier diese Aufgabe für ihn übernimmt und 1. die Cellulose aufspaltet und 2. Enzyme hinzufügt die so die Nahrungsbestandteile verfügbar macht.


    Meine abgeleitete Meinung dazu: wenn man es als Barfer ganz korrekt machen möchte so müßte man den Gemüsebrei mit Verdauungsenzymen und Magensäure versetzen um ihn für Wuffel verfügbar zu machen. Und dat is ja net so einfach :D
    Pansen ab und zu wäre demnach das Non plus Ultra da hier alle natürlichen Bedingungen erfüllt sind.


    Bleibt die viel diskutierte Frage offen ob das Füttern von Gemüse/Obst überhaupt erforderlich ist da nutzlos (zumindest in dem Sinne daß kein Nährwert vom Hund aus dem Gemüse gezogen werden kann wenn es roh gefüttert wird).
    Ich persönlich füttere Gemüse/Obst mehr vor dem Hintergrund daß ich bei der rohen Fleisch- und Knochenmenge auch noch unverdauliche Nahrung füttere die zwar an sich keinen Nährwert hat aber vor Verstopfung vorbeugt.


    Außerdem dünste ich manchmal das Gemüse an. Wenn doch der Carnivor kein rohes Gemüse selbst verdauen kann und die Nährstoffe herausziehen kann, dann ists meiner Meinung nach wurscht ob dat Gemüse roh oder gedünstet ist. Vor dem Hintergrund der Bekömmlichkeit würde ich gar das Gedünstete vorziehen (die Barfer werden mich lünchen :D ) einfach weil der Carnivor in der Wildniss einfach kein rohes Gemüse frisst sondern eben vorverdautes.


    Wollt noch mal drauf hinweisen daß ich hier nur übers Gemüse rede. Beim Fleisch macht für mich nur roh Sinn.


    Also - fresst mehr Pansen, dat is alles was ich dazu sagen kann (naja, dafür isset aber nen langer Roman geworden ;) )


    Links kann ich keine liefern. Das ist meine ganz persönliche Herleitung aus Biologie und Ernährungsphysiologie...


    Freu mich auf weiteren Austausch...

  • Zitat

    Marengo - um Deine Frage zu beantworten, das ist aber in diesem Thread sicherlich OT!

    Eher aufschlussreich,


    denn ich habs mir doch gedacht, mir kamen deine Worte irgenwie bekannt vor.Das Marengo oder Hundefutterseiten dem BARF nicht gerade aufgeschlossen sind wissen wir ja und kann sich jeder denken,wollen ja ihr Trofu an den Mann bringen.Und die Worte die du geschrieben hast sind zufällig auch auf diesen Seiten zu finden ,vielleicht etwas verändert aber wenn man richtig liest fällt es doch auf.

  • Zitat

    Meine abgeleitete Meinung dazu: wenn man es als Barfer ganz korrekt machen möchte so müßte man den Gemüsebrei mit Verdauungsenzymen und Magensäure versetzen um ihn für Wuffel verfügbar zu machen. Und dat is ja net so einfach :D
    Pansen ab und zu wäre demnach das Non plus Ultra da hier alle natürlichen Bedingungen erfüllt sind.


    Hallo hallo,


    deine Argumentation leuchtet mir ein.


    Denn eines ist mir bei vielen Aussagen von Barfern noch nicht ganz klar geworden: Durch das Pürieren macht man das Gemüse für den Hund hinsichtlich der Vitamine verwertbar... ?!


    Das erschließt sich mir nicht. Denn von ein paar mal mixen, werden in keiner Weise so viele Zellwände "aufgeknackt", dass der Hund jetzt massig die aus den geknackten Zellwänden "herauslaufenden" Vitamine aufnehmen könnte.


    Normales Pürieren kann mein Hund auch mit seinen Zähnen. Der kaut so lange auf ner Möhre rum, bis se klein ist...??


    Bessere Aufnahme von Vitaminen durch Pürieren ... kommt mir komisch bzw. nicht ganz erklärlich vor. Bin aber kein Biologe oder Ernährungswissenschaftler...


    Da leuchtet mir Judiths Erklärung eher ein..



    Gruß
    Jochen

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