Diskussion zu Hundetrainern im TV und ihren Methoden
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Solange Du nicht zu den etwa 6000 deutschen Haushalten gehörst, mit deren Hilfe die TV-Einschaltquote ermittelt wird, kannst Du schauen, was Du willst.
Das Gerücht, dass ein DVB-S/-C/-T-Tuner zu einer bidirektionalen Kommunikation fähig wäre, hält sich hartnäckig.
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Ich fand das Problem bei dem Labrador (?) der ihm in die Hand biss auch hausgemacht. Ich meine... n futteraggressiven Hund bedrängen ist schon sehr dumm. Zumal der doch nur in Ruhe fressen wollte...
Da fand ich das Ergebnis schlimm, der hund rannte vor jeder Hand weg, sobald ein Futternapf in der Nähe war.Eine Freundin von mir ist grade in den USA ... anscheinend kann man die Hundehaltung dort echt nicht mit Deutschland vergleichen. Die kommen in den Garten, fertig.
Ich kann mir schon vorstellen, das diese Hunde heftigere Störungen entwickeln. -
Wie steht Ihr dazu? Welche Methoden findet Ihr gut und wo seht Ihr es kritisch, daß es im TV gezeigt wird? Was wendet Ihr selbst an und wo steht Euch der Mund offen vor Entsetzen und Verzweiflung?
Toller Thread! Zu einem Konsens wird es hier natürlich nicht kommen, umso gespannter bin ich darauf, die unterschiedlichen Meinungen zu lesen. Ja, auch die, bei denen ich innerlich aufschreie und weine ... ist ja auch Entertainment.
Zu den Sendungen selbst kann ich nur wenig sagen. Nachdem ich so viel Gegensätzliches über Herrn Millan gelesen hatte, habe ich mir einmal eine Folge auf YouTube angeschaut. Oder wollte sie mir anschauen. Ich bin nicht weit gekommen, das war für mich nicht erträglich. Keine Ahnung, wie die Folge hieß, ich glaube bei YouTube stand irgendwas wie "CMs härtester Fall" oder so. Ich dachte, wennschondennschon.
Aber der Hund, um den es ging war auf jeden Fall KEIN Beispiel für die weiter oben angeführten Extremfälle. Auch die bedrohliche Musik, schnellen Schnitte und die mehrfach wiederholte Einschätzung von Herrn Millan, der Hund sei "a killer" konnten m. E. nicht viel daran ändern, dass es um einen zuckersüßen, lebhaften, jungen AmStaff (?) ging. Was das Problem war, weiß ich auch schon nicht mehr genau, ich glaube, die Hündin hatte einen Mops oder so angegriffen, den ein Besucher mit ins Haus gebracht hatte. Jedenfalls war das Fazit, der Hund ist supergefährlich, ein Killer im totalen Blutrausch und die Bestie will und wird immer und immer wieder nur töten.
Also sieht man Herrn Millan, wie er die Hündin an einer dünnen Retrieverleine mit sich wegführt.
Die nächste Einstellung zeigte Herrn Millan mit der Hündin, die inzwischen ein völlig anderer Hund geworden war. Aus dem fröhlichen, quirligen Hund war ein geduckt und ängstlich hinter Herrn Millan gehender Hund geworden, der bei jeder Bewegung von CM in seine Richtung zusammenschreckte. Es war ein Bild des Elends und soweit ich es verstanden habe, hat da seine "Therapie" erst begonnen. In der Sequenz wollte er die Hündin mit einigen von seinen Hunden zusammenbringen.Ich habs mir nicht mehr anschauen können, dieses verängstigte Wesen da am Ende der Leine, das war für mich zu viel. Keine Ahnung wie die anderen Folgen so sind, aber die werden ja nicht völlig gegensätzlich sein, sondern da wird es ja leider schon eine gewisse Kontinuität geben. Leider.
Zumindest über die Folge, die ich angefangen habe zu sehen, kann ich sagen: ich fand den Inhalt und die Einschätzungen lächerlich überdramatisiert, der Off-Kommentar hatte irgendwie nichts mit dem Geschehen in den Bildern zu tun. Das war nicht nur reißerisch, das war gnadenlos übertrieben. Und das Bild, das die Hündin dann abgab, war entsetzlich. Ich möchte niemanden beleidigen. Dennoch ist meine Reaktion extrem emotional, selbst auf die Erinnerung an die Folge und – es darf jeder und jede anders sehen – ich kann nicht verstehen, wie man sich so etwas anschauen kann und denken kann, das, was da gerade auf dem Bildschirm passiert, sei ok.
Auuuußer es hat am Ende der Folge (die ich ja eben nicht zuende gesehen habe) geheißen "April, April!" und alles war nur gestellt, um zu zeigen, wie vertrauenssselig amerikanische Hundebesitzer sind, dass sie einen TV-Promi so etwas mit ihrem Hund machen lassen (und der Hund wurde dann bitte von einem Schauspiel-Hund gedoubelt).Zu Martin Rütter kann ich gar nix sagen.
Aber das Thema "TV als Vorbild?" finde ich spannend. Ich bin leider überzeugt davon, dass viele Elemente aus den Sendungen natürlich nachgemacht werden. Auf dem Hundeplatz treffe ich immer wieder Leute, die von ihren diesbezüglichen Erfolgen berichten. Und war der Rütter das auch mit dem Sprayhalsband? Mein Onkel hat eins für seinen Hund gekauft und ich hab mich noch gewundert, woher der sowas kennt. Aber so ein nachmachen finde ich ehrlich gesagt auch (leider) nur natürlich. Hat man schließlich mit eigenen Augen gesehen, dass es funktioniert und wie man es macht, warum braucht man dafür dann noch einen Hundetrainer?
Und dass die Sendungen bestenfalls TV-tauglich geformte Realität sind ... weiß der Himmel, ob das wirklich allen bewusst ist und ob das überhaupt einen Unterschied machen würde. Denn selbst das offensichtlichst und allgemein als höchst fiktional bekannte Format Werbespot hat ja einen Effekt auf Menschen (sonst würde kein Unternehmen die sauteuren Spots produzieren und die unfassbar kostspieligen Sendeplätze buchen).
Und abgesehen davon, dass Hundehalter die im TV gezeigten Methoden z. T. selbst ausprobieren, haben diese Sendungen m. E. noch einen weiteren Effekt: sie fomen die Vorstellung vom "richtigen" Umgang mit Hunden, auch bei Menschen, die selbst keinen Hund haben. Ob man den Viechern jetzt mal zeigen muss, wer hier der Rudelführer ist, ihnen die Seele aus dem Leib clickert, 28.000 mal "nein" zuruft oder anstubst ... der XY hat das im Fernsehen aber auch so gemacht ...Und jetzt lasse ich meine Sermon hier so unsortiert stehen und lese mal die anderen Meinungen weiter durch – liebe Grüße in die Runde!
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Ich denke auch, dass solche Sendungen keinen Trainer ersetzen.
Und ich finde es teilweise sehr schwierig, durch die gezeigten Folgen wirklich ein genaues Bild von der Arbeit mit dem Hund zu bekommen.Der Rütter reizt mich maximal, wenn er Witze auf einer Bühne erzählt oder bei seiner Doku damals über die verschiedenen Hunde.
CM gucke ich im TV kaum bis gar nicht - dafür habe ich hier einige seiner Bücher in Originalsprache gelesen und habe ihn live auf der Bühne mit verschiedenen Hunden arbeiten sehen und da gebe ich ganz offen zu, dass ich mir von ihm mehr mitgenommen habe für die Hundeerziehung, als von Rütter oder beispielsweise MMN.Es ist so eine zweischneidige Sache - auf der einen Seite unterhalten solche Sendungen wohl doch recht viele, auf der anderen Seite seh ich schon eine Gefahr darin, wenn Gezeigtes einfach ohne wirkliches weiteres Wissen am eigenen Hund umgesetzt wird.
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Toller Thread! Zu einem Konsens wird es hier natürlich nicht kommen, umso gespannter bin ich darauf, die unterschiedlichen Meinungen zu lesen. Ja, auch die, bei denen ich innerlich aufschreie und weine ... ist ja auch Entertainment.
Zu den Sendungen selbst kann ich nur wenig sagen. Nachdem ich so viel Gegensätzliches über Herrn Millan gelesen hatte, habe ich mir einmal eine Folge auf YouTube angeschaut. Oder wollte sie mir anschauen. Ich bin nicht weit gekommen, das war für mich nicht erträglich. Keine Ahnung, wie die Folge hieß, ich glaube bei YouTube stand irgendwas wie "CMs härtester Fall" oder so. Ich dachte, wennschondennschon.Aber der Hund, um den es ging war auf jeden Fall KEIN Beispiel für die weiter oben angeführten Extremfälle. Auch die bedrohliche Musik, schnellen Schnitte und die mehrfach wiederholte Einschätzung von Herrn Millan, der Hund sei "a killer" konnten m. E. nicht viel daran ändern, dass es um einen zuckersüßen, lebhaften, jungen AmStaff (?) ging. Was das Problem war, weiß ich auch schon nicht mehr genau, ich glaube, die Hündin hatte einen Mops oder so angegriffen, den ein Besucher mit ins Haus gebracht hatte. Jedenfalls war das Fazit, der Hund ist supergefährlich, ein Killer im totalen Blutrausch und die Bestie will und wird immer und immer wieder nur töten.
Also sieht man Herrn Millan, wie er die Hündin an einer dünnen Retrieverleine mit sich wegführt.
Die nächste Einstellung zeigte Herrn Millan mit der Hündin, die inzwischen ein völlig anderer Hund geworden war. Aus dem fröhlichen, quirligen Hund war ein geduckt und ängstlich hinter Herrn Millan gehender Hund geworden, der bei jeder Bewegung von CM in seine Richtung zusammenschreckte. Es war ein Bild des Elends und soweit ich es verstanden habe, hat da seine "Therapie" erst begonnen. In der Sequenz wollte er die Hündin mit einigen von seinen Hunden zusammenbringen.Ich habs mir nicht mehr anschauen können, dieses verängstigte Wesen da am Ende der Leine, das war für mich zu viel. Keine Ahnung wie die anderen Folgen so sind, aber die werden ja nicht völlig gegensätzlich sein, sondern da wird es ja leider schon eine gewisse Kontinuität geben. Leider.
Zumindest über die Folge, die ich angefangen habe zu sehen, kann ich sagen: ich fand den Inhalt und die Einschätzungen lächerlich überdramatisiert, der Off-Kommentar hatte irgendwie nichts mit dem Geschehen in den Bildern zu tun. Das war nicht nur reißerisch, das war gnadenlos übertrieben. Und das Bild, das die Hündin dann abgab, war entsetzlich. Ich möchte niemanden beleidigen. Dennoch ist meine Reaktion extrem emotional, selbst auf die Erinnerung an die Folge und – es darf jeder und jede anders sehen – ich kann nicht verstehen, wie man sich so etwas anschauen kann und denken kann, das, was da gerade auf dem Bildschirm passiert, sei ok.
Auuuußer es hat am Ende der Folge (die ich ja eben nicht zuende gesehen habe) geheißen "April, April!" und alles war nur gestellt, um zu zeigen, wie vertrauenssselig amerikanische Hundebesitzer sind, dass sie einen TV-Promi so etwas mit ihrem Hund machen lassen (und der Hund wurde dann bitte von einem Schauspiel-Hund gedoubelt).Ich hätte es nicht so ausdrücken können, aber genau so geht es mir, wenn ich mal bei CM einschalte.
Lange halte ich es nicht aus. Hatte ja letztens auch ein paar Sätze gepostet, die dort geäußert wurden und einfach nur schwachsinnig waren meiner Meinung nach. ich kann es absolut nicht nachvollziehen, dass es hier in D solche "Verehrer" von ihm gibt.
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Hallo,
ich gebe zu, ich habe bei CM schon geweint. Echt und ehrlich geweint...! Weil ich es nur schwer ertragen kann, solch gedeckelte Hunde zu sehen. Hunde die in Todesangst versuchen, in die Würgeleine zu beißen, die bei einem Ruck an der Leine schier zusammenbrechen, beschwichtigen ohne Ende und nur mißverstanden werden. Mir tut das in der Seele weh.
Und man hört das Argument sehr oft, daß sich so manch ein Trainer nicht an "diese" Hunde trauen würde. Ganz ehrlich, ich habe dort noch NIE einen Hund mit Schaum vor'm Maul im Tötungsrausch gesehen, keine "Red-Zone"-Hunde. Größtenteils sind es Aggressionsprobleme, die hausgemacht sind, aufgrund eines falschen Verständnisses des Hundes. Im Grunde leicht zu lösen, indem man den Halter in Hundesprache und Bedürfnisbefriedigung schult. ICH hätte es mir zugetraut, Holly und Jonbee und wie sie alle heißen oder hießen zu trainieren.
Zu Herrn Rütter:
Ich setze mich seit Jahren gegen aversive Mittel ein. Elektroschock ist Gott sei Dank nun endlich verboten. Stachler und Sprühhalsbänder leider noch nicht. Nach der Promi-Folge mit dem jagenden Hund stieg in Facebook-Gruppen rapide die Nachfrage nach solchen Halsbändern. Es war der Wahnsinn...alle hatten Rütter geguckt. Ach...!? Guck mal, so einfach kriegt man den Jagdtrieb weg...will ich auch. Furchtbar...hatte das Gefühl, wieder von vorne anzufangen.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Ich hätte es nicht so ausdrücken können, aber genau so geht es mir, wenn ich mal bei CM einschalte.
Lange halte ich es nicht aus. Hatte ja letztens auch ein paar Sätze gepostet, die dort geäußert wurden und einfach nur schwachsinnig waren meiner Meinung nach. ich kann es absolut nicht nachvollziehen, dass es hier in D solche "Verehrer" von ihm gibt.
Mir geht es wie dir! Ich mag CM nicht mehr anschauen, mit der Ausnahme von zwei Sendungen, eine beinhaltet Puppy Farms, die andere "gefährliche" Hunderassen. Die finde ich gut, weil sie aufklären, aber auch nur die ersten Minuten, wenn er mit den Hunden arbeitet, schalte ich ab.Ich kann es gar nicht glauben, aber bevor ich Einstein hatte fand ich ihn gar nicht schlecht. Aber danach hat sich meine Sichtweise verändert.
Einmal habe ich jemand gesehen, wie er seinen Hund wie CM gekickt hat. Es war nicht schön und hat nichts gebracht. Der Hund hat gezuckt und dennoch weitergezogen. Leider habe ich damals nichts gesagt.
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Was ich bei CM nicht verkehrt finde ist die Sache mit der energie. Oder an der Haustür seinen Raum ein zu nehmen ohne das man was sagen muss, Gewalt anwenden muss etc. er kann es schon ohne. Die Amis wollen aber immer schnell schnell schnell und das spazieren gehen muss man denen auch sagen weil anscheinend vielen gar nicht bewusst ist das die Tiere bewegung brauchen.
Der Ansatz "BEwegung, disziplin, zuneigung" finde ich gar nicht sooo verkehrt. Darauf basiert erziehung. Die frage ist wie man es umsetzt!
Spektakulär muss es sein wenn es nach den Medien geht, die realität ist aber eine ganz andere. Ich habe ihn auch durchaus mit Angst Hunden nett arbeiten sehen. Und irgendwie haben sich seine neueren Sendungen zu den alten irgendwie verändert. KAnn nur noch nicht fest machen woran weil ich es nur sporadisch gucke.
Das meiste kann ich allerdings nicht gut heißen. Dennoch habe ich aus der Sendung, gerade was die eigene Energie in gewissen situationen angeht, was mit genommen. Aber eher Methoden für mich wuselgiges Menschlein als für den Hund.
Was den Rütter angeht so ist mir das mit dem ganzen klappern und anspritzen mit Wasser auch schon blöd aufgestoßen. Seine Sendung gucke ich aber noch viel seltener weil ich Werbung hasse und auf Skysendern kommt keine daher wenn ich wo in eine Trainersendung rein zappe dann CM. Meist aber nicht lange.
ich war in Rütters Show und muss sagen das sie mir gefallen hat weil er auf lustige Art uns Haltern den Spiegeln, mit allerlei schrulligen anwandlungen die wir alle haben, vor hält. Finde ich super. Man ertappt sich und stellt fest "MEin hund muss mich für bekloppt halten" das bringt einen zum grübeln und grübeln finde ich gut.
Welchen Effekt diese Sendungen finde ich schon haben ist das die Leute sich endlich mit dem Tier das sie vielleicht schon JAhre haben mehr auseinander setzen. Vielleicht auch hier und da mehr verständnis zeigen. Jetzt sieht man viel öfter leute mit Leckerlie Beutel die auch wirklich üben und versuchen es besser zu machen.
Ich nehme aus den Sendungen in erster Linie was für mein verhalten mit weil ich sehe "Oh gott das mache ich auch und regt den Hund nur mehr auf!" als grobes Beispiel. MAn überdenkt sich selbst weil man von außen drauf schaut und sich ertappt.
Schlimm wird es wenn die Leute blind Methoden kopieren ohne wirkliches Verständnis für den hund und sein problem. Wenn er denn eines hat.
MAn sollte sich an "Bitte nicht ohne Fachmann anwenden" doch halten!
Gibt halt immer zwei Seiten der Medalie.
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Die LEute denken leider zu oft "Wenn ich das genauso mache ist mein Hund morgen sofort erzogen" und fallen dann gerechtfertigt voll auf die Nase.....
Wa sich mir immer wieder für Weisheiten anhören muss wo ich echt denke "Wo lebst du?"
Auf Hudneplätzen wird auch viel... gelabert. da musste ich mir so manchen lacher echt verkneifen..... und denke mir "Ach wie putzig... den Mist glauben die immer noch ...:"
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