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Weil dieses Wissen nicht damit gleichzusetzen ist, dass ich jetzt weiß, wie ich am allerbesten an Problemverhalten meines Hundes trainiere. Das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe. Klar hängt es zusammen. Aber nur weil ich (jetzt vereinfachend reduziert) Lerngesetze kenne etc bin ich automatisch gut darin, das auch umzusetzen? Ich denke nicht. Es hilft mir natürlich, verschiedene Konzepte für mich selbst zu bewerten und das tue ich ja auch. Nur weil ich mich für DET oder BAT interessiere heißt das ja nicht, dass ich alle darin vorkommenden Aspekte für sinnvoll / genau das richtige / o.ä. erachte.
Soweit ich das aufgrund deiner Posts beurteilen kann, halte ich dich für einen Menschen, der über viel wissenschaftlich fundiertes Wissen und langjährige Erfahrung, gerade auch im Bereich der Hundeerziehung, verfügt und ich schätze deine Meinung daher sehr.
Ich hingegen bin jemand, der gerade in der Hundwelt noch nicht die riesen Erfahrung gemacht hat. Ich weiß ungefähr in welche Richtung es gehen soll, hab mir schon einiges angeeignet, viel gelernt, aber natürlich reicht das nicht annährend an langjährige Erfahrung heran. Aber ich verstehe nicht was so schlecht daran ist, die verschiedenen Konzepte mal unter die Lupe genommen zu haben, sich zu informieren und für Einzelheiten zu interessieren. Ich konnte da bisher noch fast immer etwas rausziehen. Gerade für jemanden wie mich, der noch seinen Weg sucht und nicht so viel Erfahrung hat, finde ich das sehr hilfreich. Zumindest geht es mir so. Dass da jetzt keiner das Rad neu erfunden hat ist mir, wie gesagt, klar. Und dass jeder einen anderen special Namen dafür hat, mei, irgnedwie muss man sich ja heutzutage vermarkten. Und das darf ja auch jeder. Aber wie gesagt, ich konnte dennoch z.B. jetzt aus diesen beiden Konzepten Anregungen für mich finden.
Falls du weiteren Austausch darüber wünschst können wir das gerne auf PN verlegen um hier nicht zu OT zu werden.
Und ansonsten noch mal Danke für die Erläuterung, ich habe inzwischen mehrere Dokumente dazu gefunden und fand es ganz spannend. Und die Frau schien mir auch ganz sympathisch zu sein :)
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Arg persönlich angegriffen habe ich mich nicht gefühlt. Wirklich. Du kannst ja auch nicht wissen was ich weiß und was nicht, und die Info ist ja an sich ganz nett
Ich fand es nur schade, dass man nach etwas fragt und vor allem kam "ist jetzt auch nix neues". Darum ging es mir ja auch gar nicht, ich habe mich einfach nur für das genaue Konzept interessiert. Und das mit der Gegenkonditionierung ist ja auch im DET, für das ich mich ja gar nicht interessiert habe.
Sorry, ich kann mich manchmal schlecht ausdrücken. Böse gemeint war's wirklich nicht. Wie gesagt, ich schätze sehr dass viel weißt und auch meist auf wissenschaftliche Artiel etc. verweist :)
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Warum wäre das jetzt schon wieder offtopic?
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Naja wenn wir darüber diskutieren warum mein "Psychologiewissen" jetzt nicht dazu führt, dass ich den mega Sachverstand für "Hundeerziehung" habe ist das doch nicht so interessant für andere Wattebauschler dachte ich? Aber du bist hier der Chef
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Aber du bist hier der Chef
Ich habe zum Beispiel weder Psychologiewissen noch Hundeverstand und deshalb schon das Gefühl, dass ich aus eurer Diskussion noch was lernen kann. (Das gilt allerdings nicht für Bildchen mit "Lebensweisheiten" drauf, die können gerne privat bleiben.)
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Deine Frage @liluma kann ich dir leider nicht beantworten, aber ich habe andere Fragen, die beide Konzepte betreffen...
ich persönlich finde die Basis, auf denen BAT und DET fußen (von dem, was ich gerade darüber gelesen habe) nicht besonders logisch...
Beide Konzepte gehen davon aus, dass die ungewünschte Reaktion (Hund pöbelt bei Hundesichtung) eine Stressreaktion ist - je intensiver der Stressor wird, weil man die Distanz verringert, desto wahrscheinlicher wird eine Reaktion.
Aber was ist, wenn der Hund garkeinen Stress hat, sondern seine Reaktion lediglich eine Verhaltensstrategie geworden ist, welche er urpsrünglich mal entwickelt hat, um den Stress abzubauen (Copingstrategie = Hund pöbelt, verschafft sich damit Befriedigung ... mal losgelöst vom Kommunikationsaspekt, den das Pöbeln noch inne hat)?
Im selben Atemzug finde ich, dass man ganz genau drauf achten müsste, dass man anstelle des Distress keinen zu großen Eustress beim Hund verursacht, indem man bestimmte Belohnungen wählt, die aufregend für den Hund sind (Stichwort: Erwartungshaltung)... Denn dann kann ich mir aus meiner Erfahrung heraus gut vorstellen, dass der Hund wieder eine alte Copingstrategie (Hund pöbelt) nutzt, um die Anspannung durch Eustress zu umgehen.Weiterhin sehe ich dem Ratschlag, stehenzubleiben, zu warten und den Hund schauen zu lassen, als kritisch.
Einige anders gelagerte Trainingsphilosophien beruhen darauf, dass man mit dem Hund eben nicht stehenbleiben sollte, weil das für den Gegenüber ein körpersprachliches Signal zur Kontaktaufnahme ist... Hunde verlangsamen ihr Tempo, wenn sie Kontakt wünschen. Wenn ein Hund aber ohne Tempowechsel und ohne Blickkontakt auf einen anderen Hund zugeht, signalisiert er eher Desinteresse und wirkt somit auch eher beruhigend in seiner Körpersprache auf Fremdhunde.Ich persönlich finde neben der Beobachtung des eigenen Hundes auch sehr wichtig zu erkennen, was das Verhalten des eigenen Hundes beim fremden Hund auslöst.
Ganz oft hab ich bei meinen Hunden beobachtet, dass "Gucken dürfen" beim Fremdhund eine Reaktion provoziert hat.
Das spricht für mich eher gegen dieses Konzept! -
Finde es spannend was du schreibst. Mir fällt es auch immer wieder noch etwas schwer, alles einzuordnen. Ich versuche mal zu beschreiben, wie ich das sehe / verstanden habe. Aber das sind nur Ideen.
Aber was ist, wenn der Hund garkeinen Stress hat, sondern seine Reaktion lediglich eine Verhaltensstrategie geworden ist, welche er urpsrünglich mal entwickelt hat, um den Stress abzubauen?
Ist das in dem Moment nicht zweitrangig? Hat der Hund in dem Moment nicht trotzdem Stress, auch wenn er sie durch seine Reaktion eventuell auch etwas abbaut? Wobei das bei uns ziemlich sicher nicht zutrifft, meine Hündin hat einen riesen Stress wenn sie "reagiert" und der baut sich dadurch nicht ab sondern wird eher noch mehr. Danach ist sie super mega gestresst. Wie das bei anderen Hunden aussieht, weiß ich allerdings nicht. An was denkst du da? z.B. "einfaches Bellen" als Stressabbau? Wie gesagt, dadurch dass ja Stress dahinter steckt, wüsste ich nicht, warum das (erstmal) einen Unterschied machen sollte. Magst du mir den Gedanken erklären?
zu großen Eustress beim Hund verursacht, indem man bestimmte Belohnungen wählt, die aufregend für den Hund sind (Stichwort: Erwartungshaltung
Deswegen finde ich gut, was ich bis jetzt über BAT 2.0 gelesen habe. Da wird ja eben bewusst der Aufbau einer Erwartungshaltung vermieden. Der Hund soll weder reagieren noch in Arbeitsmodus kommen, also vor dem HH sitzen und Leckerlies abstauben. Sondern er soll explorieren, soll Kurven laufen, schnüffeln, pinkeln, den Hund anderen Hund nicht weiter beachten, langweilig sein. Dafür wird er verbal bestärkt und unterstützt, in dem der Abstand gewählt wird, der dafür nötig ist, dass der Hund dieses Verhalten zeigen kann.
Weiterhin sehe ich dem Ratschlag, stehenzubleiben, zu warten und den Hund schauen zu lassen, als kritisch.
Ich verstehe was du meinst.
Bei Bat wieder: bleibt er stehen und kuckt und findet selbst nicht mehr raus, dann wird er angesprochen und der Abstand etwas vergrößert. Da sehe ich das Problem also nicht.
Bei DET ist das ja tatsächlich ein Punkt. Aber vielleicht eine Möglichkeit, einen Fuß in die Tür zu bekommen? Er soll ja bei DET auch nicht starren, sondern Hinschauen, wegschauen, hinschauen, wegschauen -> was ja zu deeskalierendem Verhalten gehört. Und geht das nicht mehr, ist der Abstand zu klein (so habe ich es verstanden). Dass der Rest des Hunde snicht so super deeskalierend ist, das sehe ich genau so. Aber wie gesagt, vielleicht hilfreich, um da eine Veränderung in das Verhalten reinzukriegen.Einige anders gelagerte Trainingsphilosophien beruhen darauf, dass man mit dem Hund eben nicht stehenbleiben sollte, weil das für den Gegenüber ein körpersprachliches Signal zur Kontaktaufnahme ist... Hunde verlangsamen ihr Tempo, wenn sie Kontakt wünschen.
Finde ich interessant und hört sich ganz klug an
Spricht dann wieder für BAT
Wenn ein Hund aber ohne Tempowechsel und ohne Blickkontakt auf einen anderen Hund zugeht
was das Verhalten des eigenen Hundes beim fremden Hund auslöst.
Finde ich an sich einen wichtigen Punkt, aber eventuell noch nicht im ersten Trainingsschritt. Der Hund soll ja - soweit die Theorie - erst mal lernen prinzipiell mit dem Auslöser klar zu kommen und sich zu nähern, ohne auszuflippen. Wenn ich jetzt DET machen müsste, würde ich aber auch nicht frontal auf das andere Team zu gehen sondern im Zickzack.
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Deswegen finde ich gut, was ich bis jetzt über BAT 2.0 gelesen habe. Da wird ja eben bewusst der Aufbau einer Erwartungshaltung vermieden. Der Hund soll weder reagieren noch in Arbeitsmodus kommen, also vor dem HH sitzen und Leckerlies abstauben. Sondern er soll explorieren, soll Kurven laufen, schnüffeln, pinkeln, den Hund anderen Hund nicht weiter beachten, langweilig sein.
hm.... die Videos, die ich dazu gesehen habe, zeigen meiner Meinung nach häufig das Gegenteil von einem Hund, der den anderen ignoriert und keine Erwartungshaltung hat.
Aber vielleicht hab ich dazu bisher nur schlechte Videos gesehen...
Hast du ein Beispiel, wo man sieht, wie sowas aussehen soll? -
Darf ich mich zu euch gesellen?
Ich habe einen 3 Jährigen Rüden, derauch ein absolutes Hibbelchen ist. Ich habe die letzten Seiten sehr interessiert gelesen und mir gleich mal vorgenommen solche Ruhe Pausen beim Gassi gehen einzubauen. Ich merke oft das ich selbst gestresst bin und herum hetze. Das wirkt sich natürlich aus.
Insgesamt erziehe ich meinen Hund ausschließlich positiv und komme bisher sehr gut damit klar :)
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