Welpe oder erwachsener Hund?

  • Bevor ihr euch mit der Rasse befasst , solltet ihr euch , wie viele hier schon geschrieben haben erstmal mit dem Thema ''7 Stunden alleine bleiben'' befassen und euch eine Lösung überlegen !

  • Ich find 7 Stunden nicht zu viel,wenns vernünftig aufgebaut ist,Hunde verschlafen eh den größten Teil des Tages,würde da aber zu einen Erwachsenen tendieren der schon alleine bleiben kann.

  • "Aus einem Bauchgefühl heraus" finde ich bei manchen Rassen oder Mixen noch okay - unseren Chi haben wir auch nicht als Chi geplant, sondern fuhren einfach ins Tierheim -, bei einem Spezialisten wie dem Border Collie muss man sich aber bewusst sein, dass der Hund wirklich ordentliche Auslastung braucht. Gerade BCs neigen bei Unterforderung nämlich schnell zu auffälligem Verhalten. Umgekehrt kann man als Anfänger den BC auch überfordern, indem man ihn immer weiter "pusht". Dann hat man einen nervösen, hyperaktiven Hund, der sich nicht entspannen kann.


    Wenn ihr euch für Hünde aus der Kategorie der Hüter interessiert, könntet ihr mal über einen Sheltie nachdenken. Das sind kleinere, flinke und agile Hunde, die zwar auch beschäftigt werden müssen, aber nicht in dem Maße wie ein Border es möglicherweise braucht. Der Sheltie gilt als lernwillig, äußerst intelligent und sehr auf seine Menschen bezogen. Alleinbleiben kann er natürlich trotzdem lernen. Allerdings, wenn ihr einen ruhigen Hund sucht, ist ein lebhafter Sheltie vielleicht doch nicht das Richtige.


    Wenn's ein Mini sein darf, denkt doch mal über Hunde der Bichon-Gruppe nach. Insbesondere den Havaneser kann ich euch ans Herz legen. Das ist ein ganz umgänglicher, leichtführiger und freundlicher Hund, bei ausreichend Bewegung und Auslastung, die bei ihm gut über Spiel und Spaß möglich ist, drinnen angenehm ruhig, draußen aber auch mal lebhafter und neugierig.
    Eine Bekannte von mir nimmt ihren Havi zur Arbeit mit, sie hat einen Sozialberuf und der Kleine ist der Sonnenschein all ihrer Klienten.


    Aber wie wäre es mal mit einem Besuch im örtlichen Tierheim? Dort warten sicherlich viele tolle Hunde, auch Mixe, auf ein neues Zuhause.


    Ich persönlich finde 7 Stunden Alleinebleiben auch nicht super, aber für einen erwachsenen Hund ist es meiner Ansicht nach schon noch vertretbar, wenn ihr ansonsten voll für euren Hund da seid. Vielleicht könnt ihr ja einen Gassigeher organisieren, der mit dem Hund zwischendurch eine kleine Pinkelrunde dreht. Sollten sich meine Lebensumstände, was möglich ist, auch in nächster Zeit ändern, wird mein Hund auch 1 bis 2 Mal die Woche mehrere Stunden alleine bleiben müssen. Ich hoffe auch, dann einen guten Gassigeher zu finden.

  • Was habt ihr denn vor mit dem Hund zu machen? Also so generell? Eher nur Gassigehen oder schon auch ein wenig Beschäftigung?
    Bei einem ruhigen Vertreter würde ich jetzt auch nicht an einen Border Collie denken. Aber generell liegt das auch (rasseunabhängig) oft am individuellen Hund. Wenn ihr rassetechnisch nicht festgelegt seid, würde ich einfach mal die nahen Tierheime abklappern und schauen, was dort so sitzt. Vielleicht ist ja ein Hund dabei, der eure Kriterien erfüllt. =)

  • Ich habe ja seit vier Jahren einen Border Collie Mix und glaube mir, wenn Ihr einen ruhigen Vertreter sucht, dann sucht nicht beim Border Collie. Meine Nola wirkt auf viele Fremde wie ein ruhiger, völlig entspannter, super erzogener Hund, aber es hat uns zwei Jahre lang ganz viel Arbeit gekostet, um dort hinzukommen. Und wenn Mitte November mein kleiner Border einzieht, rechne ich erneut mit so einem Kraftakt.


    Ich liebe die Arbeit mit diesen Hunden und habe mich in die verrückten Hütis hoffnungslos verknallt, aber wenn Ihr einen entspannten Familienhund sucht, der auch mal so nebenbei läuft und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist, würde ich auf keinen Fall einen Border wählen.


    Vielleicht ist es wirklich am besten, Ihr schaut nach einem erwachsenen Mischling, den Ihr im Tierheim oder auf einer Pflegestelle in Ruhe kennenlernen könnt.

  • Super, wir sind schon mal einen Schritt weiter und haben herausgefunden, daß, wenn 7 Stunden überhaupt möglich sind, das mit einem Border Collie viel weniger wahrscheinlich klappt als mit einer anderen Rasse (z.B. Havaneser, Malteser, Shih-Tzu), wenn man die rassetypischen Charaktereigenschaften zugrundelegt, ohne den Hunde jetzt im Einzelnen schon zu kennen. Verstanden.
    Alternative: ins Tierheim gehen und nach dem ruhigsten Vertreter Ausschau halten. Auch verstanden.
    Vielleicht kann ein Mod diesen Thread nun teilen oder umbenennen, da wir die Frage nach der Rasse nun wieder geöffnet haben und der Collie aus dem Titel raus kann?
    Auf jeden Fall nochmal Danke für die hilfreichen Tips bis jetzt!
    Ich habe meine Frau gerade gefragt, ob sie mir wohl die Gründe nennen kann, warum sie einen Hund möchte. Natürlich nicht, ohne vorher mir selbst diese Frage gestellt zu haben. Die Antwort ist gar nicht so einfach. Ist "zum Liebhaben und Rausgehen" ausreichend? Oder setzt man damit seine eigenen Kinder herab, die man ja schließlich (meistens) auch lieb hat, und rausgehen kann man mit denen ja auch... verwirrend. ;)

  • Wieso soll ein kleiner Hund es denn leichter ertragen können lange allein zu bleiben als ein großer? Ist das etwa kein soziales Wesen, dass die meiste Zeit des Tages allein mit sich selbst verbringen muss? Ist er denn kein vollständiger Hund, der sein Rudel braucht?
    :dagegen:

  • Mmmh für einen erwachsenen Hund, der bereits gelernt hat alleine zu bleiben sind 7 Stunden noch vertretbar finde ich. (Meine Junghündin bleibt auch durchaus 6 Std alleine, bei angemessener Auslastung total problemlos.) Vorausgesetzt man beschäftigt ihn davor und danach oder engagiert jemanden der zwischendurch mit dem Hund rausgeht. Dass der Border für eure Kriterien die falsche Wahl ist wurde ja schon gesagt. Ein älterer Hund (ab 4 Jahre zB) aus dem Tierschutz wäre evt keine schlechte Wahl, da kann man Charakter und bisherige Erziehung gut abschätzen.

  • Ehrlich gesagt haben wir uns auf den Border Collie mehr aus einem Bauchgefühl heraus entschieden. Welche Rasse würdet Ihr denn empfehlen, wenn wie mal folgende Voraussetzungen zu Grunde legen:

    • klein bis mittelgroß (max ca. 50cm Schulterhöhe)
    • Ruhiger Vertreter
    • Alleine bleiben sollte er gut lernen können oder schon können
    • muss kein Welpe sein, darf ruhig älter sein
    • möglichst wenig Haare verlieren
    • Kein Pudel

    Nachbarn haben sich nach ähnlichen Kriterien entschieden, und zwar für einen Shih-Tzu und sind mit ihrer Wahl glücklich.
    Der Hund kommt in ein Haus in einer ländlichen Gegend.

    Bei diesen Kriterien solltet Ihr auf keinen Fall eine Arbeitsrasse wählen. Damit wären Hund und Mensch ziemlich sicher unglücklich.


    Der Shih Tzu gehört zu den Begleithunderassen, also genau dem, was ihr eigentlich sucht - einfach einen Hund zum Begleiten und da sein. Oft sind diese Rassen körperlich eher kleiner, aber trotzdem vollwertige Hunde!


    Ich bin mittlerweile ein Fan von Havanesern und Bolognesern als Begleithunde. Die Fellpflege bedarf zwar etwas Aufwand, aber sie sind ansonsten sehr umgängliche Hunde mit Mensch und Tier. Sie haben im Gegensatz zum Shih Tzu keinen verkürzten Fang und damit eben auch nicht die gesundheitlichen Probleme, die durch diese Behinderung hervorgerufen werden können.


    Viele Grüße
    Corinna

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